Die Rebellion der Bürgerpatienten

06. Apr 2009 | von Cicero-Online | Kategorie: Kooperation mit Cicero Online

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Die Autorin Renate Hartwig

Aus ihrer Kampfansage an die Gesundheitsreform, dem Buch “Der verkaufte Patient”, ist eine bundesweite Protestbewegung entstanden, die Gesundheitspolitiker aller Fraktionen schon längst nicht mehr witzig finden dürften. Droht der großen Koalition nun ein Aufstand der “Bürgerpatienten”? Constantin Magnis im Gespräch mit der widerspenstigen Bestsellerautorin Renate Hartwig.

Renate Hartwig ist Publizistin und Bestsellerautorin und beschäftigt sich mit gesellschaftskritischen Themen.

Cicero Online: Frau Hartwig, im Münchner Olympiastadion haben sie vor einiger Zeit 28 000 Menschen gegen die Gesundheitsreform mobilisiert, auf ihren Lesereisen haben sie quer durch die Bundesrepublik bis heute 407 “Bürgerpatientenstammtische” gegründet, das klingt fast ein bisschen unheimlich. Planen sie eine Revolution?

Renate Hartwig: Also, das alles ist ja nur der Effekt von Juli bis heute. Bis zur Bundestagswahl werden die Stammtische locker zehnmal so viele sein. Es ist eine Basisbewegung der wehrhaften Demokratie. Und die ist nicht zu stoppen. Die Politiker würden wahrscheinlich eher sagen: Es ist eine Art Flächenbrand. Ich sage: Es ist mir gelungen den schlafenden Riesen Patient aufzuwecken.

Cicero Online: Und wie muss man sich das vorstellen? Wie funktioniert so ein Bürgerpatientenstammtisch?

Renate Hartwig: Einmal im Monat treffen sich 50 bis über 200 Menschen und befassen sich mit Gesundheitspolitik.

Cicero Online: Und Sie dabei?

Renate Hartwig: Wie stellen Sie sich das vor? Ich bin doch der Impulsgeber. Ich habe alle Hände voll damit zu tun über die einzelnen Kontaktpersonen meine neuesten Recherchen zu verbreiten. Es gibt so zig Tausende von informierten Bürgern. Natürlich komme ich ab und zu selbst vorbei. Oft wenn man am wenigsten mit mir rechnet. Vor kurzem hatten sich einige CSU Politiker an einem Stammtisch eingeladen, da kam ich dann “zufällig” aus dem Orbit …und das war gut so.

Cicero Online: Was ist Ihre Rolle dabei? Halten Sie da Vorträge?

Renate Hartwig: Eher selten. Was ich zu sagen habe, steht in meinem Buch. Aber ich diskutiere mit und bringe die Informationen auf den neusten Stand. Bei mir trifft ja eine unglaubliche Fülle von Material ein. Im Grunde genommen bräuchte ich ein Team, um das alles auszuwerten, was an kritischen Hinweisen kommt. Na ja, manchmal gebe ich auch Forschungsaufträge …

Cicero Online: Forschungsaufträge?

Renate Hartwig: Na, ich sage: Untersucht doch bitte einmal den Zusammenhang von selbstloser Beratung durch die gemeinnützige Bertelsmann-Stiftung und Aufträgen durch den Staat oder durch Körperschaften öffentlichen Rechts an die nicht so gemeinnützige Bertelsmann-Tochter ARVATO. Die Leute sind ja nicht auf den Kopf gefallen, wie so mancher Politiker annimmt, und die meisten haben Internet.

Cicero Online: Für diejenigen, denen die Einzelheiten fremd sind: Noch einmal von Anfang an bitte, was ist ihrer Meinung nach das Problem an der Gesundheitsreform?

Renate Hartwig: Der Gesundheitsfonds ist der gesundheitspolitische Offenbarungseid von CDU/CSU und SPD. Ein Kompromiss der großen Koalition zum Schaden aller Bürger. Er ist die absurde Krönung einer im Ansatz falschen politischen Weichenstellung. Keiner will ihn, weder informierte Bürger, noch die Ärzte, nicht mal die Kassen, keiner! Aber er wird politisch durchgesetzt! Mit irrationaler Gewalt. Einfach krank.

Cicero Online: Wer hat da was falsch gemacht?

Renate Hartwig: Nach der Wende gab es heftige Probleme mit der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen. Horst Seehofer und der SPD-Sozialexperte Dressler einigten sich 1992 im so genannten “Lahnsteiner Kompromiss” auf die Einführung des Wettbewerbs unter den Krankenkassen. Die Beitragszahler sollten ihre GKV in Zukunft frei wählen können. Und die einzelnen Kassen sollten sich wie Firmen organisieren, heisst Sie sollten sich Konkurrenz machen. Man wollte sie zwingen, den “Kunden” möglichst gute Qualität zu möglichst günstigen Preisen anzubieten. Aber irgendwie funktionierte das nicht mit dem Wettbewerb. Deshalb setzte man 2007 noch eins drauf. Im so genannten “Wettbewerbsstärkungsgesetz” sollte nun endgültig die Versorgung der Versicherten verbessert, die Bürokratie im deutschen Gesundheitswesen entrümpelt und die Krankenkassen zu mehr Transparenz und Wirtschaftlichkeit verpflichtet werden.

Cicero Online: Aber ist Wettbewerb nicht genau das, was wir brauchen? Wie sollen wir denn sonst die Kosten in den Griff bekommen?

Renate Hartwig: Genau das erzählen uns die Gesundheitspolitiker seit fast zwanzig Jahren. Gegenfrage: Sind dadurch irgendwelche Kosten im Gesundheitswesen heruntergefahren worden? Gibt´s irgendwas billiger? Ist mir irgendwas entgangen? Im Gegenteil: Wenn es je eine Kostenexplosion gab, dann gerade im Zusammenhang mit der Wettbewerbsorientierung. Die Fakten sprechen eine klare Sprache. Wir haben das viertteuerste Gesundheitswesen der Erde und wenn wir so weiter machen, werden wir am Ende sogar noch die Amerikaner toppen. Die haben nämlich das teuerste und, nebenbei gesagt, eines der schlechtesten..

Cicero Online: Das müssen Sie noch einmal genauer erklären, warum Wettbewerbsorientierung schlecht sein soll.

Renate Hartwig: Nicht in jedem Zusammenhang ist Wettbewerb schlecht. Aber was soll denn ein Wettbewerb unter Krankenkassen? Er kann doch nur darin bestehen, dass die eine Kasse weniger Verwaltungsaufwand betreibt als die Nachbarkasse und sich durch höchste Kostendisziplin einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Also ein Wettbewerb der Sparbüchsen. Aber nun fahren Sie mal durch die Republik und schauen Sie sich mit offenen Augen die “Sparbüchsen” – ich meine die Verwaltungssitze dieser Einrichtungen – an. Puristischer Protz. Paläste aus Glas, Stahl, Granit und Marmor. Wenn Sie was werden und einen tatsächlich sicheren Job haben wollen, hören Sie auf mit Journalismus, werden Sie Vorstand bei einer Gesetzlichen Krankenkasse. Und nun sage ich Ihnen noch eine Zahl: In Deutschland gibt es ungefähr 94.000 Arztpraxen, aber ca. 140.000 Angestellte bei den derzeit etwa 214 gesetzlichen Krankenkassen. Finden Sie das richtig?

Cicero Online: Aber woran liegt das denn, dass der Wettbewerbsgedanke nicht funktioniert hat?

Renate Hartwig: Weil er politisches Falschgeld ist, Bauernfängerei. Man muss immer auf die Effekte schauen, die bei Weichenstellungen dieser Art herauskommen. Heute gibt es in der Tat einen Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen. Sie kämpfen um den letzten Gesunden. Die ganze Kreativität der Kassen richtet sich auf die Frage, wie man sich die echten Kranken vom Hals hält. Und die Politik unterstützt sie dabei.

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Cicero Online: Wie genau?

Renate Hartwig: Die derzeitige Politik hat es darauf angelegt, dass der zentrale Fokus einer Kasse weniger auf die Sorge um den Kranken gerichtet ist, als auf die Sorge, attraktive Kundengruppen zu gewinnen und Risikogruppen – so heißen die echten Kranken nämlich heute – entweder zu vergraulen, oder über sie durch den Risikostrukturausgleich finanzielle Vorteile zu haben. Schmidt und Co wollen, dass die Kassen zu Unternehmen werden, die etwas produzieren, Produkte generieren und sich dadurch profilieren. Die Kassen machen mit; sie tun so, als wären sie die Gesundmacher; sie erfinden eine Fülle von Pseudo-Produkten, sprechen von ihrem Leistungsspektrum, inszenieren sich als “Gesundheitskasse”, heuern Legionen von Beratern an und so weiter. Das verschlingt Geld ohne Ende.

Cicero Online: Und Sie wollen das nicht?

Renate Hartwig: Nein, das will ich absolut nicht. Mich stößt dieser absurde Selbstbeschäftigungszirkus ab. Ich will von meiner Kasse keine Kundenzeitschrift. Ich möchte von ihr nicht am Telefon belatschert werden. Sie soll mir nicht meinen Urlaub finanzieren, nicht mein Fitness-Studio und nicht meine Saunabesuche. Ich will auch keine Kochkurse bei ihr buchen, will keine Botox-Kostenübernahme, kein DMP Programm für chronisch Kranke, bei dem die Kasse zwar Profit macht, aber Arzt und Patient nichts davon haben. Und vor allem will ich schon gar keine Callcenter-Betreuung.

Cicero Online: Was soll eine Kasse denn ihrer Meinung nach leisten?

Renate Hartwig: Sie soll zahlen wenn ich krank bin. Sonst nichts. Eine gute Kasse ist für mich eine Kasse, von der ich nichts höre und nichts sehe, auf die ich mich im Ernstfall aber hundertprozentig verlassen kann.

Cicero Online: Gesetzt den Fall, Sie hätten recht … Warum will die Politik denn, dass aus den Krankenkassen solche “Läden” werden?

Renate Hartwig: Das kann ich Ihnen sagen. Das Projekt, das im Hintergrund läuft, heißt: Macht die Braut schön! Die Kassen, oder das, was von ihnen nach den – ich prophezeie es – nun bald anstehenden Kasseninsolvenzen übrig bleibt, sollen sich als verkäuflich Einheiten präsentieren. Eine Kasse von 1992 hätten Sie niemand verkaufen können. Aber im Jahr 2008 wackelt die Braut schon anders mit dem Hintern. Zu deutsch: Sie sollen verscherbelt werden. Genau wie die UMTS-Lizenzen, die Bundesbahn oder die Post

Cicero Online: Was ist dann die Geschäftsidee? Warum sollte jemand die BARMER oder die AOK kaufen wollen?

Renate Hartwig: Ganz einfach: Im Hintergrund steht die Strategie. Alles soll in “Markt” verwandelt werden. Wenn nun unser Gesundheitswesen völlig im Markt aufgegangen ist, dann sind die Krankenkassen so etwas wie die Groß- oder Zwischenhändler im Business. Denken Sie mal, was das bedeutet, wenn ein Wirtschaftsunternehmen an diese Schlüsselstelle gelangt. Sie müssen immer im Hinterkopf behalten: Der Gesundheitsmarkt ist gigantisch; er ist Milliarden schwer, größer als der Markt der Autobauer!

Cicero Online: Warum sollte die Politik diesen Weg gehen wollen?

Renate Hartwig: Darauf könnte ich Ihnen mindestens fünf bis sechs Antworten geben: Weil sie es im Verhau von Lobbyismus und Staatsverschuldung nicht geregelt bekommen. Weil der Gesundheitsetat den Staatshaushalt wie Blei in die Tiefe zieht. Weil wir alle älter und kränker werden. Weil “Gesundheit” das Loser-Thema schlechthin ist und Wählerstimmen ohne Ende kostet. Weil es die Konzerne so wollen. Und weil die Kapitalgesellschaften ausgerechnet haben, die jährlich ca. 240 Milliarden aus Kassenbeiträgen und dem offenen Gesundheitsmarkt lassen sich verdoppeln. Und an die wollen sie ran. So einfach ist das!

Cicero Online: Warum sollte die Politik Ihrer Ansicht nach diesen Weg nicht gehen dürfen?

Renate Hartwig: Weil es ein Verbrechen ist, an den wirklich Kranken, an den Behinderten, an denen die dringend unsere Hilfe brauchen. Gesundheit ist nicht 1:1 in Markt zu überführen. Gesundheit muss in weiten Teilen die soziale Aufgabe einer solidarisch verfassten Gesellschaft bleiben. Deshalb waren, muss man schon fast sagen, unsere Krankenkassen Körperschaften des öffentlichen Rechts und damit Teil der sogenannten “mittelbaren Staatsverwaltung”. Und ich fordere von der Politik, dass sie das deutsche Krankenkassenwesen wieder auf die eigentliche Bestimmung zurückführt : Im Krankheitsfall ein verlässlicher Partner zu sein!

Cicero Online: Sie teilen ja heftig aus. Aber haben Sie auch Lösungen?

Renate Hartwig: Klar habe ich Lösungen. Zuerst einmal sollten wir uns vor Augen führen, dass wir eines der am besten finanzierten Gesundheitssysteme auf diesem Planeten besitzen. Wer behauptet, dieses Geld reiche nicht, sagt dies aus interessegeleiteten Gründen. Ich sage es mal so: Die Misere unseres deutschen Gesundheitswesens besteht darin, dass es oben zwar eine Öffnung, unten aber ein Sieb hat. Unglaubliche Summen fließen ins Nichts, werden in sekundären und tertiären Bereichen aufgebraucht, werden von Trittbrettfahrern des Gesundheitswesens abgestaubt, zu denen ich vor allem das chronisch angewachsene Heer der Berater zähle. Wo man hinschaut, gibt es parasitäre Wucherungen, zu denen ich auch die beschriebenen GKV-Tempel samt Innenleben zähle. Unser sauer verdientes Geld, das uns immer raffinierter aus der Tasche gezogen wird, kommt gar nicht an den POH …

Cicero Online: An den … was?

Renate Hartwig: … den POH! Das wollte ich Ihnen gerade erklären: … an den “point of health”, den Punkt der Gesundheit. Das ist ein neues Wort; ich habe es erfunden in Anlehnung an den point of sale. Im Marketing von Produkten entscheidet sich alles am POS. Dort wird real verkauft oder real nicht verkauft. Punkt. Im Gesundheitswesen entscheidet sich alles am point of health. – dort, wo Ärzte real heilen, Pflegekräfte real pflegen, Heil- und Hilfsmittel real gebraucht werden. Knallhart gesagt: Dort muss unser Geld hin. Und der Sumpf der sekundären und tertiären Nutznießer muss entschlossen trockengelegt werden.

Cicero Online: Und was würden Sie mit den Krankenkassen machen?

Renate Hartwig: Erstens: Sie wieder zu Kassen zu machen. Zweitens sie zu Krankenkassen machen. Drittens mit dem eisernen Besen durch die Häuser gehen und allen profitverheißenden Bimbes der nichts mit Patient und Arzt zu tun hat rausschaffen.

Cicero Online: In dem Fall müssten einige tausend Büros geschlossen werden und 100.000 Leute stehen auf der Straße. Ist das sozial?

Renate Hartwig: Ja, das sind bittere Überlegungen, wenn man sich konkret vorstellt, wie dieser Wahnsinn wieder zurückgebaut werden soll. Aber ich werde Ihnen etwas sagen: Glauben Sie doch ja nicht, die eine oder die zwei Kassen, die es nach dem großen Umbau dann in Trägerschaft internationaler Konzerne gibt, würden 142.000 Mitarbeiter weiterbeschäftigen! Die können das auch mit 20.000. Überhaupt wird es Entlassungen ohne Ende geben, wenn unser Gesundheitswesen erst einmal in Händen der Konzerne ist. Das Schlimme ist, dass die Politik das weiß. Nur denken die Politiker nicht, dass sie damit um drei Ecken ein Arbeitslosigkeitsproblem erster Ordnung schaffen und uns Bürgerpatienten mit verkaufen.

Cicero Online: Glauben sie denn tatsächlich, Sie könnten die gesamte Gesundheitsreform kippen?

Renate Hartwig: A bissel was geht immer, sagt man in Bayern. Und ich sage Ihnen was – es geht bereits viel mehr als nur a bissel!

Das Interview führte Constantin Magnis.


Renate Hartwigs Buch “Der verkaufte Patient” ist im directverlag erschienen.


Dieses Interview erschien bereits bei Cicero Online.


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2 Kommentare
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  1. Hallo,

    Als chronisch Kranker Patient weiss ich wovon ich rede. Dieses Buch beschreibt das System wie es ist. Ungerecht, intransparent und mafiös. Das Buch ist sehr gut recherchiert. In Wirklichkeit ist es noch schlimmer als im Buch beschrieben. Es trifft den Nagel auf den Kopf. Ich bedanke mich bei Frau Hartwig für Ihren Einsatz ,für alle Patienten und unsere Ärzte. Bitte lesen Sie alle dieses Buch, stellen Sie zuhause Ihre Politiker zur Rede und erzählen Sie auch Ihrem Arzt, dass Sie verstanden haben, was los ist. Nur wir Gemeinsam mit unserer Stimmgewalt kann zu einer Umkehr führen.Und uns Helfen. Ich wünsche mir, das viele Menschen dieses Buch lesen und aufwachen. Nur Ärzte und Patienten zusammen in breiter Front können uns alle noch vor dem Schlimmsten bewahren.

    http://www.patient-informiert-sich.de/

  2. Wir leben in einer Demokratie, man sollte bei Gesundheitsreformen die Betroffenen mit einbeziehen!!
    “Ärzte und Patienten” wissen wovon Sie reden!
    “Ursachenbekämpfung anstatt Folgekosten”
    Ärzte wurden entmündigt zum Nachteil Ihrer Patienten.
    Krankenhäuser,Ärzte, GKVen, MDK, Rentenleistungsträger, Politik und die Selbsthilfe vor Ort sollten zusammenarbeiten um Missstände zu beseitigen. Leistungsträger sollten die Vorschläge von Betroffenen (Ärzte und Patienten) ernst nehmen um unnötige Kosten zu vermeiden!

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