Staats- und Regierungschefs: Charismatiker oder Manager?

25. Mai 2008 | von Peter Eitel | Kategorie: Serie Staatsmänner/-frauen
Masken der Staatsmänner und -frauen

In einer neuen Serie widmet sich /e-politik.de/ Staats- und Regierungschefs. In den kommenden Wochen stellen wir Präsident(inn)en, Kanzler(innen) und Premiers der Gegenwart vor. Dabei wollen wir uns kritisch mit einer Frage auseinandersetzen, die in Deutschland selten gestellt und noch viel weniger öffentlich diskutiert wird: Was macht eine politische Führungspersönlichkeit aus? Von Peter Eitel und Julia Kreutziger

Muss ein Staatsoberhaupt eine charismatische Führungspersönlichkeit sein – mit Augenmaß, sachlicher Leidenschaft sowie Verantwortungsgefühl und ganz und gar ohne Eitelkeit, wie es einst Max Weber in Politik als Beruf forderte? Oder sollte ein erfolgreicher Politiker ein guter Manager sein? Welche Rolle spielt Ethik in den Paradoxien im Umgang mit Macht? Muss ein Regierungschef weise sein oder reicht es, wenn er klug ist? Woran misst man einen erfolgreichen Präsidenten? Welche Rolle spielt das gesellschaftspolitische System, in dem er regiert? Was unterscheidet also eine deutsche Kanzlerin von einem afrikanischen Staatschef – und warum?

Es wird schnell klar: Eine kritische Auseinandersetzung mit Staats- und Regierungschefs wirft viele Fragen auf. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum das Thema selten und wenn, dann hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird. Die Redaktionen von /e-politik.de/ wollen sich auf diese Diskussion einlassen. Grundlegend für eine solche Debatte ist die kritische Auseinandersetzung mit Staats- und Regierungschefs unserer Zeit.

Treffen der G8-Staats- und Regierungschefs

In einer Welt, die immer enger zusammenrückt, ist es selbstverständlich, dass dabei nicht nur europäische Amtsinhaber betrachtet werden, sondern Vertreter ihrer Zunft auf allen fünf Kontinenten bei /e-politik.de/ im Fokus stehen werden. Wie streitbar und individuell die Frage nach einer guten politischen Führungsperson ist, wird in einem Streitgespräch zwischen mehreren Redakteuren von /e-politik.de/ gezeigt. In einem abschließenden Artikel wird dann wohl einer der schwierigsten Fragen nachgegangen: Wie gehen wir in Deutschland eigentlich mit den Themen Macht und Persönlichkeiten um?

/e-politik.de/ hofft, mit der neuen Serie einen ehrlichen und kritischen Beitrag zu einer wichtigen Debatte zu leisten und natürlich auch, dass unsere Leser sich daran beteiligen – ob durch Kommentare auf der Seite oder durch Diskussionen mit Freunden und Kollegen.

Lesen Sie hier den ersten Beitrag aus der Reihe Staats- und Regierungschefs über Robert Mugabe, Staatspräsident Simbabwes.


Die Bildrechte sind gemeinfrei.

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Ein Kommentar
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  1. Eine grossartige Debatte! Hier der Link zu einem Podcast des CSIS (www.csis.org) von Joseph Nye, zu diesem Thema, genauer zu einer Buchveröffentlichung. Titel “The Powers to Lead”
    http://media.csis.org/podcast/080424_p_nye.mp3

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