Signs

02. Nov 2008 | von Sören Sgries | Kategorie: USA

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in den USA wird mit Spannung erwartet. Wird Barack Obama wirklich so überlegen gewinnen, wie es die Umfrageergebnisse erwarten lassen? Vieles scheint dafür zu sprechen, so auch die Zeichen der Straßen von Albuquerque, New Mexico. Signs – eine Fotoserie von Sharon Friedrich und Sören Sgries

Wahlkampf in den USA ist ein Event, erst recht vor der diesjährigen Präsidentschaftswahl. Dem Team um Barack Obama gelang es, Spenden in bisher unerreichter Höhe einzutreiben, indem es eine breite Masse an Kleinspendern mobilisierte. Kein Wunder also, dass sich diese Mobilisierung der Wählermassen auch im Straßenbild niederschlägt. Das offene Bekenntnis für einen Kandidaten gehört zur Tradition in den USA. In Vorgärten, an den Stoßstangen der Autos oder in den Fenstern finden sich Tafeln, Aufkleber und Poster, die offiziell über die Kampagnenseiten der Kandidaten bezogen werden können.

Auch in Albuquerque, der Hauptstadt des Staates New Mexico, hat der Wahlkampf seine Spuren hinterlassen. Der kleine Staat im Südwesten der USA ist nicht sonderlich bedeutend, nur rund zwei Millionen Menschen leben hier, fünf Wahlmänner dürfen den Präsidenten wählen. Aber New Mexico ist auch ein besonders interessanter Staat. Als “Swing State” fehlt hier die klare Präferenz für eine Partei. Bei der letzten Wahl 2004 stimmten hier 376.930 Wähler für George W. Bush, nur rund 6000 Stimmen weniger wurden für den Kandidaten der Demokraten, John Kerry, abgegeben. Mit Spannung erwartet wird insbesondere das Votum der großen Gemeinde der Hispanics, die rund 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Wahlumfragen lassen vermuten, dass in diesem Jahr Barack Obama gegen den Republikaner McCain gewinnen wird. Und auch in der Hauptstadt Albuquerque verfestigt sich dieser Eindruck. In den Straßen finden sich überwiegend Bekenntnisse zum demokratischen Ticket Obama/Biden, und auch geworben wird fleißiger von den Anhängern Obamas. Täglich sind junge Wahlhelfer von morgens bis abends auf dem Gelände der Universität unterwegs, in den Straßen stehen zahlreiche Stände mit T-Shirts und anderem Werbematerial. Auch die Resonanz auf die Auftritte der Kandidaten Ende Oktober scheint bezeichnend: Zu Barack Obama strömten Zehntausende, McCains Veranstaltung hingegen, für die Eintritt gezahlt werden musste, lockte nur rund 1000 Anhänger.

Die /e-politik.de/-Fotoserie zeigt einige Eindrücke aus den Straßen Albuquerques, aufgenommen im Oktober.


Straßenhandel: Der Obama-Fan trägt Obama-Shirts

Straßenschilder: Das politische Bekenntnis im Vorgarten

Straßenschlacht: McCain geht im Stadtbild fast unter

Straßenstimmen: Wen die Wähler wollen, scheint klar zu sein


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