Grbavica – Gewinner des Goldenen Bären
Auch dieses Jahr gewann den Goldenen Bären wieder ein Film, den kaum jemand auf der Rechnung hatte. Ist der Hauptpreis für Grbavica verdient? Von Konrad Kögler
Es ist mittlerweile leider schon eine traurige Tradition: Am Ende einer Berlinale-Woche kursieren rund um den Potsdamer Platz heiße Tipps über eine Handvoll Filme, die auf jeden Fall preiswürdig wären. Nur die erratischen Ausschläge der internationalen Jury hat dann doch wieder niemand so recht einkalkuliert. Auch dieses Jahr gewann mit Grbavica ein unscheinbarer Film, der in der Flut der Neuerscheinungen kaum aufgefallen war.
Preisträger als Eintagsfliegen
Es würde ja sehr für die Jury sprechen, die sich jedes Jahr in wechselnder Besetzung aus prominenten Schauspielern und Regisseuren rekrutiert, wenn es ihr tatsächlich gelingen würde, kleine Perlen zutage zu fördern und mit mutigen Entscheidungen Filme ins Scheinwerferlicht zu hieven, die sonst unterschätzt werden könnten.
Leider handelte es sich aber bei den Preisträgern der vergangenen beiden Jahre um klassische Fehlentscheidungen. Zu Recht sind Eintagsfliegen wie In this world und U-Carmen eKhayelitsha fast vergessen, an den Kinokassen gefloppt und dümpeln jetzt im Nachtprogramm des Fernsehens vor sich hin.
Grbavica reiht sich ein
Das Urteil über Grbavica kann beim besten Willen nicht positiver ausfallen: Dieses Werk der jungen Bosnierin Jasmila Zbani
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