Blasmusik mal anders
Klar, bei Volksmusik denken die meisten an den Musikantenstadel und ähnliche Missgriffe des Alpenlandes. Das traditionelle Blasmusik mehr sein kann, als Karl Moik und Caroline Reiber zeigen sieben Musiker aus Wien. Von Florian Baumann
Es begab sich um das Jahr 1987, dass in “Joseph Mnozils Gasthaus” zum erstenmal der Musikantenstammtisch abgehalten wurde. Auftreten durfte jeder, der wollte und konnte. Etliche Jahre später - das Musikanten-Treffen beim Mnozil war mittlerweile zur festen Institution geworden - trafen sich dort mehrere Musikstudenten aus der nahe gelegenen Wiener Hochschule. Es dauerte nicht lange, bis sich aus dem losen Grüppchen eine feste Combo entwickelt hatte. Da alles auf dem oben genannten Musikantenstammtisch begann, nannte man sich eben Mnozil Brass.
Salonfähige Blasmusik
Musikliebhabern ist natürlich bewusst, dass Blasmusik nicht gleich Bierzelt oder Musikantenstadel bedeutet. Seit vielen Jahren begeistern Ensembles a la German Brass oder Blechschaden mit umfangreichen Programmen aus der klassischen Literatur für Blechbläser. Auch modernisierte Volksmusik wie sie unter anderem Hubert von Goisern, der Bayrisch Diatonische Jodelwahnsinn oder die Unterbiberger Hofmusik zu Gehör bringen, ist mittlerweile nichts Neues mehr. Mnozil Brass ist dennoch anders.
Mit einer Mischung aus Klassik, Pop, Jazz und einer Prise Comedy liefern sie alles, was das Ohr begehrt. “Das lustigste Blech der Welt” - so nennen sie sich selbst. Und jeder, der schon einmal eines der Konzerte besucht hat, kann bestätigen, dass diese Selbstauskunft zwar wenig bescheiden, aber nicht ganz unwahr ist. Am 14. Juni spielen Mnozil Brass zum erstenmal in München. Das Lustspielhaus bietet eine der ersten Gelegenheiten, Mnozil Brass mit ihrem neuen Programm “seven” zu erleben.
Weitere Termine: http://www.mnozilbrass.at/de/index.htm
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