Angefragt bei Hubert

29. Jun 2004 | von | Kategorie: Die kleine Anfrage

Die kleine Anfrage im Bundestag

Hubert Hüppe ist ein Mann der Ethik – um genauer zu sein – ein Mann der Bioethik. Nicht nur komatöse Patienten erregen seine Aufmerksamkeit, sondern auch schlummernde Politiker. Leider verräter er aber nicht, wo letztere anzutreffen sind.

Diese Woche bei Hubert Hüppe (CDU)

Im Bundestag seit: Februar 1991

Wahlkreis: 145 Unna I

Beruf: Dipl.-Verwaltungswirt, Stadtoberinspektor a.D.

Jahrgang: 1956

1. Womit haben wir Sie verdient?

Ich bin ein engagierter Politiker, der die Menschen mit ihren Sorgen nicht vergisst, der noch weiß, wie man mit wenig Geld auskommen muss, der nachdenkt und den eigenen Standpunkt immer wieder hinterfragt.

2. Ihr größter politischer Erfolg?

Durch Widerstand – über Fraktionsgrenzen hinweg – die Zeichnung der Bioethikkonvention durch Deutschland zu verhindern. Die Konvention hätte fremdnützige Forschung an Nicht-Einwilligungsfähigen (z.B. Koma-Patienten, Menschen mit geistiger Behinderung) erlaubt.

3. Was ist Gerechtigkeit?

Jeden Menschen so annehmen, wie er ist: Dem Schwachen helfen und ihn innerhalb seiner Talente fördern und fordern, denen Gehör verschaffen, die sich selber nicht so laut äußern können.

4. Welche Politikerin, welchen Politiker der Geschichte bewundern Sie und warum?

Vor allem meinen Vater, der zu seiner politischen Auffassung gestanden hat, selbst wenn es ihm gesellschaftlich oder beruflich schadete.

5. Wer stört am meisten im Bundestag / in den Ausschüssen?

Der zeitliche Druck – und Leute, die meinen, sie müssten sich mit endlos langen Reden profilieren.

6. Wo im Bundestag kann man die besten Nickerchen halten?

Das verrate ich nicht – hinterher weckt mich dort einer auf.

7. Mit welchem Musikstück würden Sie die Haushaltsdebatte des Bundestags untermalen?

“Land of Confusion” von Genesis, oder klassisch: die Kantate “Es erhub sich ein Streit”.

8. Was muss in Deutschland besser / anders werden?

Ärmel wieder hoch, mehr Eigeninitiative, weniger Bürokratie, weniger Gesetze, weniger Wehklagen – mehr Zuversicht.

9. Was ist Wahrheit?

Schwere Frage. Wenn ich das immer wüsste, müsste ich meinen Standpunkt nicht hinterfragen. Auf jeden Fall das, wonach ich suche.



Homepage von Hubert Hüppe


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