<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" >
<channel>
    <title>kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Filmkritik</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/</link>
    <description>Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 1.6 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Fri, 10 May 2013 11:15:06 GMT</pubDate>

    <image>
        <url>http://www.e-politik.de/kulturblog/templates/default/img/s9y_banner_small.png</url>
        <title>RSS: kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Filmkritik - Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</title>
        <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/</link>
        <width>100</width>
        <height>21</height>
    </image>

<item>
    <title>Koreanisches Kino: Sehenswertes Drama &quot;Pluto&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/230-Koreanisches-Kino-Sehenswertes-Drama-Pluto.html</link>
            <category>Filmkritik</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/230-Koreanisches-Kino-Sehenswertes-Drama-Pluto.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=230</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=230</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Eine Woche lang sind im &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hkw.de&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hkw.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Haus der Kulturen der Welt&lt;/a&gt; bei der zweiten Ausgabe des Festivals&amp;#160;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/korean_cinema_today_83187.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/korean_cinema_today_83187.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Korean Cinema Today&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; ausgewählte Produktionen aus Südkorea zu sehen, einem der lebendigsten und spannendsten Kinoländer Asiens. Was den besonderen Reiz südkoreanischen Films ausmacht, demonstrierte &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/veranstaltungen_83187/veranstaltungsdetail_89654.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/veranstaltungen_83187/veranstaltungsdetail_89654.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pluto (Originaltitel: Mungwangsong)&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;von Shin Si-Won. Dieses packende Jugenddrama vereint die Dynamik westlicher Filmsprachen mit dem Gespür für poetische Bilder und Symbole, hier z.B. die Kaninchenjagd und Pluto, der seinen Status als Planet verloren hat, die als rätselhafte Leitmotive in die Thriller-Handlung eingeflochten sind.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Pluto &lt;/em&gt;treibt die Auseinandersetzung mit einem Thema auf die Spitze, das aus vielen Filmen und Reportagen über Südkorea bekannt ist: der Leistungsdruck in den Schulen schürt einen gnadenlosen Konkurrenzkampf, der von ehrgeizigen Eltern zusätzlich angestachelt wird. In &lt;em&gt;Pluto &lt;/em&gt;verbindet nur eines die Figuren: sie sind ständig auf die Rangliste fixiert, nur die zehn Besten bekommen die optimale Förderung und die Chance, den Sprung an die Elite-Uni zu schaffen, sofern ihre betuchten Eltern aus dem mittlerweile allseits bekannten Schickeria-Viertel &lt;em&gt;Gangnam&lt;/em&gt;&amp;#160;die Scheine für hochbezahlte Tutoren hinblättern.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eindrucksvoll und fesselnd entfaltet die Regisseurin und ehemalige Lehrerin Shin Si-Won ein Drama um Mobbing und skrupellosen Konkurrenzkampf, das sich bis zu Geiselnahmen und Morddrohungen zuspitzt. Ihre Figuren gehen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.&amp;#160;&lt;em&gt;Pluto &lt;/em&gt;ist ein&amp;#160;mutiges, auch visuell überzeugendes Werk, das auch auf der Berlinale im Februar 2013 in der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.welt.de/kultur/kino/article113636318/Die-Kinder-Berlinale-wird-zu-Unrecht-unterschaetzt.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.welt.de/kultur/kino/article113636318/Die-Kinder-Berlinale-wird-zu-Unrecht-unterschaetzt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jugend-Sektion &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.welt.de/kultur/kino/article113636318/Die-Kinder-Berlinale-wird-zu-Unrecht-unterschaetzt.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.welt.de/kultur/kino/article113636318/Die-Kinder-Berlinale-wird-zu-Unrecht-unterschaetzt.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Generation 14 plus&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;um den Gläsernen Bären konkurrierte und von der Jury mit einer &lt;em&gt;Lobenden Erwähnung&lt;/em&gt; gewürdigt wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Hauptfiguren sind zwar Jugendliche, für diese Altersgruppe ist der Film dennoch nur bedingt geeignet, weil die Grausamkeiten der Handlung selbst noch manche Erwachsene ziemlich mitnehmen werden. Eine Redakteurin des Jugend-Magazins &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.fluter.de/de/119/thema/11343/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.fluter.de/de/119/thema/11343/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;fluter&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;schrieb während der Berlinale: &amp;quot;Oft vergaß ich, dass ich gerade in einem Kino sitze. Und oft saß ich mit der Hand vor dem Mund da, geschockt darüber, was gerade passierte.&amp;quot;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Mobbing an Schulen ist auch Thema des Animationsfilms &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/veranstaltungen_83187/veranstaltungsdetail_89655.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/veranstaltungen_83187/veranstaltungsdetail_89655.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;The&lt;/em&gt; &lt;em&gt;King of Pigs&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, der im Anschluss an &lt;em&gt;Pluto&lt;/em&gt;&amp;#160;lief, aber dessen Qualität nicht erreichen konnte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/korean_cinema_today_83187.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hkw.de/de/programm/2013/korean_cinema_today/korean_cinema_today_83187.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Korean Cinema Today im Haus der Kulturen der Welt (2.-12. Mai 2013)&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/2013/02_programm_2013/02_Filmdatenblatt_2013_20137744.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/2013/02_programm_2013/02_Filmdatenblatt_2013_20137744.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Pluto&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 May 2013 10:02:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/230-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Jüdisches Filmfestival: Out in the dark</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/227-Juedisches-Filmfestival-Out-in-the-dark.html</link>
            <category>Filmkritik</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/227-Juedisches-Filmfestival-Out-in-the-dark.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=227</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=227</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Zum Auftakt des &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jffb.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.jffb.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jüdischen Filmfestivals&lt;/a&gt;, das Anfang Mai zum 19. Mal in Berlin und Potsdam stattfindet, war im Kino Arsenal der bemerkenswerte Spielfilm &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jffb.de/filme/out-in-the-dark.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.jffb.de/filme/out-in-the-dark.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Out in the dark&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;zu sehen: Regisseur Michael Mayer und seine Co-Drehbuchautorin Yael Shafrir zeigen in ihrem Erstlingsfilm eine bisher weniger bekannte Facette des Nahost-Konflikts. Viele junge homosexuelle Palästinenser leben nach Medienberichten illegal in Israel und geraten zwischen die Fronten, da sie in der palästinensischen Gesellschaft nur versteckt lieben können, tauchen sie in Israel unter.&amp;#160;Besonders kompliziert wird die Situation, wenn sie sich in einen Israeli verlieben, wie in diesem Fall der palästinensische Student Nimr (Nicholas Jacob, bisher Musiker, hier in seinem überzeugenden Leinwand-Debüt) in den Anwalt Roy (Michael Aloni).&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Michael Mayer, der inzwischen in Los Angeles lebt, hat bei mehreren NGOs in Tel Aviv über das Problem dieser Paare recherchiert und aus den authentischen Fällen eine packende Handlung entwickelt, die zwischen Polit-Thriller und Liebes-Drama balanciert. Der Status dieser Beziehungen ist im Kampf um Passierscheine, Aufenthaltsgenehmigungen und legale Papiere fragil, in diesem Fall kommt dazu, dass der israelische Geheimdienst Nimrs Bruder auf die Schliche kommt, der für Terrorgruppen Waffen lagert und schmuggelt.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Stärke des Films ist es, dass er die Konfliktlinien langsam entwickelt, bis sich ein undurchdringliches Netz entwickelt: Nimr wurde von seiner Familie verstoßen, auch Roys Eltern haben sichtliche Schwierigkeiten mit der Tatsache, dass ihr Sohn, der die Kanzlei übernehmen soll, ausgerechnet einen Palästinenser liebt. Dramatisch wird es, als der israelische Inlandsgeheimdienst &lt;em&gt;Shabak&lt;/em&gt; seine Fühler nach den beiden ausstreckt und einen Erpressungsversuch startet, aber auch mafiöse Geschäftsverbindungen der Anwaltsfamilie ins Spiel kommen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ohne in Klischee oder Kolportage abzudriften macht der Film auf kaum bekannte Aspekte eines seit Jahrzehnten ungelösten Konflikts aufmerksam, sehr aufschlussreich war das Publikumsgespräch, das von &lt;em&gt;Radio eins&lt;/em&gt;-Kritiker Knut Elstermann unterhaltsam moderiert wurde. Nicht nur beim renommierten Filmfestival in Toronto, sondern auch in Haifa wurde &lt;em&gt;Out in the dark &lt;/em&gt;mit großem Interesse aufgenommen und mit Preisen ausgezeichnet. Vor allem in Tel Aviv läuft er seit dem Kinostart im Februar mit überraschendem Erfolg.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland wird &lt;em&gt;Out in the dark &lt;/em&gt;außerhalb des Jüdischen Filmfestivals ab 9. Mai vom Pro Fun-Verleih in die Kinos gebracht werden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jffb.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.jffb.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jüdische Filmfestival&lt;/a&gt; wird unter der Schirmherrschaft von Margarita Broich und Christian Berkel bis zum 12. Mai neben &lt;em&gt;Out in the dark &lt;/em&gt;noch weitere sehenswerte Filme im Programm haben. Wer Dror Morehs Dokumentation &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jffb.de/filme/the-gatekeepers.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.jffb.de/filme/the-gatekeepers.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The Gatekeepers&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;im März bei &lt;em&gt;arte&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;ARD &lt;/em&gt;verpasst hat, konnte die Interviews der sechs Chefs des Inlandsgeheimdienstes &lt;em&gt;Shin Bet &lt;/em&gt;am 3. Mai mit einer Einführung von Sylke Tempel, Chefredakteurin des Fachmagazins &lt;em&gt;Internationale Politik,&amp;#160;&lt;/em&gt;erleben. Die Geheimdienst-Männer artikulieren in erstaunlicher Offenheit ihre Zweifel an der israelischen Politik in den besetzten Gebieten und an gezielten Tötungen von Terrorverdächtigen. &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jffb.de/filme/the-gatekeepers.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.jffb.de/filme/the-gatekeepers.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The Gatekeepers&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; war deshalb auch ein heißer Anwärter auf den Oscar für den besten ausländischen Film.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jffb.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.jffb.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Jüdische Filmfestival: 29. April - 12. Mai&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.pro-fun.de/php/detail.php?film_id=380&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.pro-fun.de/php/detail.php?film_id=380&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Out in the dark: Kinostart 9. Mai&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 May 2013 15:51:56 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/227-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Sehenswertes Autorenkino: &quot;Die Jagd&quot; und &quot;Paradies: Glaube&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/225-Sehenswertes-Autorenkino-Die-Jagd-und-Paradies-Glaube.html</link>
            <category>Filmkritik</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/225-Sehenswertes-Autorenkino-Die-Jagd-und-Paradies-Glaube.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=225</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=225</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Seit Ende März laufen zwei sehenswerte Filme renommierter europäischer Autorenfilmer in den deutschen Kinos, die bereits im vergangenen Jahr auf den Filmfestivals in Cannes und Venedig mit Kritikerlob und Jury-Preisen ausgezeichnet wurden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Däne &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Vinterberg&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Vinterberg&quot; target=&quot;&lt;u&gt;blank&quot;&gt;Thomas Vinterberg&lt;/a&gt;&amp;#160;machte 1998 mit dem Missbrauchs-Drama &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Das_Fest&amp;lt;/u&amp;gt;(Film)&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Fest&lt;/u&gt;(Film)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Fest&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;über einen Patriarchen auf sich aufmerksam, der auf seiner Geburtstagsfeier vor der versammelten Verwandtschaft von seinem Sohn mit den jahrzehntelang unter den Teppich gekehrten Vorwürfen konfrontiert wird. Mit seinem neuen Film&amp;#160;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.diejagd-film.de/de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.diejagd-film.de/de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Jagd&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;kehrt er&lt;em&gt; &lt;/em&gt;zu diesem brisanten Thema zurück. Diesmal wechselt er jedoch den Blickwinkel: Lucas arbeitet als Erzieher in einem Kindergarten und wird zu Unrecht des Missbrauchs beschuldigt. In den ersten Sequenzen des Films sieht man, wie gut er mit den Kindern umgehen kann und wie er nach der Trennung von seiner Frau und einem früheren Jobverlust langsam wieder Tritt fasst. Klara, die kleine Tochter eine Freundes, fühlt sich eines Tages von ihm gekränkt und löst mit einer zweideutigen Bemerkung eine Lawine aus. Die Leiterin des Kindergartens ist zurecht alarmiert und geht dem Vorwurf des Missbrauchs nach, die Situation spitzt sich zu, als Klara unter dem Druck der Fragen der Erwachsenen eine Missbrauchsgeschichte erfindet.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In dem kleinen Ort wird Lukas zum Geächteten: Er verliert die Stelle im Kindergarten, seine Freunde wenden sich von ihm ab. Als Klara zurückrudert und den Vorfall als erfunden bezeichnet, ist die Lage so verfahren, dass ihr niemand mehr glaubt. Thomas Vinterberg gelang ein beklemmendes Drama über einen Mann, der in eine ausweglose Situation gerät, herausragend dargestellt von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Mads_Mikkelsen&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Mads_Mikkelsen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mads Mikkelsen&lt;/a&gt;, der dafür in Cannes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. &amp;quot;Egal, was Lucas tut, ob er schweigt, seine Unschuld beteuert oder wütend wird, es scheint, als ziehe sich die Schlinge um seinen Hals immer weiter zu&amp;quot;, heißt es treffend im Programmheft.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Manche Rezensionen warfen Vinterberg vor, dass er das Thema Missbrauch verharmlose. Dieser Vorwurf ist ungerecht, wenn mein sein Werk betrachtet: Lange vor der Debatte um die Fälle in meist katholischen Internaten&amp;#160;wies er schon Ende der 1990er im oben erwähnten Film auf die blinden Flecken unserer Gesellschaft hin. Auch &lt;em&gt;Die Jagd &lt;/em&gt;ist nicht auf billige Stimmungsmache aus, sondern widmet sich seinem schwierigen Stoff behutsam.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Für gesellschaftliche Kontroversen ist auch der zweite Regisseur gut, der in diesem Beitrag beleuchtet werden soll: Der Österreicher &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ulrichseidl.com/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.ulrichseidl.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ulrich Seidl&lt;/a&gt; arbeitete in den vergangenen Jahren an seiner &lt;em&gt;Paradies&lt;/em&gt;-Trilogie. Der letzte Teil &lt;em&gt;Paradies: Hoffnung&lt;/em&gt;&amp;#160;wurde hier &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/220-Starker-Auftakt-zum-Baeren-Wettbewerb.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;bereits anlässlich seiner Weltpremiere auf der Berlinale 2013 beleuchtet&lt;/a&gt;. Überzeugender als dieser Film ist jedoch der mittlere Teil der Trilogie &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.paradies-trilogie.de/glaube.trailer&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.paradies-trilogie.de/glaube.trailer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Paradies: Glaube&lt;/a&gt;, der im vergangenen Jahr beim Filmfestival in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch dieser Film lebt von seiner genauen Beobachtungsgabe, seinem Gespür für eine gelungene Dramaturgie und einer exzellenten Hauptdarstellerin: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Maria_Hofst%E4tter&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Hofst%E4tter&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maria Hofstätter&lt;/a&gt; spielt eine Krankenschwester, die ihr Leben der Madonnen- und Jesusverehrung verschrieben hat und in Wien für ihren Glauben missioniert. Gnadenlos zeigt der Film, wie sich die Frau immer tiefer in ihren religiösen Fundamentalismus hineinsteigert, sich selbst kasteit, in Wohnzimmern Rentnerpaaren und Sozialhilfeempfängern ihr sündiges Leben vorwirft und in der zweiten Hälfte des Filmes mit ihrem muslimischen, nach einem Unfall querschnittsgelähmten Ex-Mann einen zermürbenden Kleinkrieg führt. Der bittere Humor und der scharfe Blick dieses gelungenen Gesellschaftsporträts werden in Erinnerung bleiben. &lt;em&gt;Paradies: Glaube&lt;/em&gt; beruht auf einer wahren Begebenheit, auf die Seidl bei der Arbeit an seiner Dokumentation &lt;em&gt;Jesus, Du weißt &lt;/em&gt;im Jahr 2003&lt;em&gt; &lt;/em&gt;stieß.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.paradies-trilogie.de/glaube.trailer&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.paradies-trilogie.de/glaube.trailer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Paradies: Glaube&lt;/em&gt; startete am 21. März in den Kinos.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.diejagd-film.de/de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.diejagd-film.de/de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Die Jagd&lt;/em&gt; ist seit 28. März zu sehen.&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Apr 2013 16:01:44 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/225-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Bemerkenswerte Preisträger zwischen Baby Blues und Act of Killing</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/224-Bemerkenswerte-Preistraeger-zwischen-Baby-Blues-und-Act-of-Killing.html</link>
            <category>Berlinale 2013</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/224-Bemerkenswerte-Preistraeger-zwischen-Baby-Blues-und-Act-of-Killing.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=224</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=224</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Berlinale-Jury hatte keinen einfachen Job, zu viel Mittelmaß war im Wettbewerb. Ihre Entscheidungen, das rumänische Drama &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/223-Nach-der-Durststrecke-Interessantes-aus-Iran-und-Hollywood.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Pozitia Copilului/Child´s pose &lt;/em&gt;mit dem Goldenen Bären&lt;/a&gt; auszuzeichnen und &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/223-Nach-der-Durststrecke-Interessantes-aus-Iran-und-Hollywood.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jafar Panahi für das beste Drehbuch einen Silbernen Bären&lt;/a&gt; zu verleihen, sind vertretbar.&amp;#160;Die Qualität von anderen Werken aus Rumänien, die auf internationalen Festivals reüssierten, wie&amp;#160;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/216-Zum-siebten-Mal-startete-die-cineastische-Weltreise.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Cristian Mungius&amp;#160;&lt;em&gt;Beyond the hills&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, der für die Oscars nominiert ist und beim Festival in Cannes vergangenes Jahr ausgezeichnet wurde, kann Berlinale-Sieger &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133745&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133745&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Child´s pose&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;jedoch bei weitem nicht erreichen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eindeutiger waren die Entscheidungen in den wichtigsten Nebenreihen: Joshua Oppenheimers bemerkenswerter &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133913&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133913&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The Act of Killing&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;war der Favorit der Kritiker und absoluter Publikumsliebling, so dass sich die Besucher am Abschluss-Wochenende sogar auf den Treppenabsätzen drängten. In diesem besten Film aus der Reihe &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/panorama/index.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/panorama/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Panorama Dokumente&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;prahlen alte Männer damit, dass sie 1965 mit den berüchtigten paramilitärischen Einheiten der &lt;em&gt;Pancasila Youth &lt;/em&gt;mehr als eine Million Menschen als Regimefeinde und vermeintliche Kommunisten liquidiert und ganze Dörfer abgebrannt haben. Bis heute blieben sie straflos, da ihre Taten von mächtigen Seilschaften in der indonesischen Regierung gedeckt werden. Triumphierend weisen die Männer darauf hin, dass eben die Sieger die Geschichte schreiben. Joshua Oppenheimer, der in Harvard ausgebildet wurde, sich mit seinen Dokumentarfilmen ganz auf Milizen und Todesschwadronen konzentriert und mittlerweile die Forschungsgruppe &lt;em&gt;Genozide and Genre des britischen Arts and Humanities Research Council&lt;/em&gt; leitet, überredete Anwar Congo und Herman Koto, ihre Massaker für die Kamera nachzustellen. Anders als in den eingefahrener Mustern typischer Polkt-Dokumentationen überzeugt der Film sowohl inhaltlich als ästhetisch, überraschend ist vor allem das Ende: zumindest einer der Täter, die eben noch stolz prahlten, scheint erstmals Reue für seine Verbrechen zu spüren, als er sie Jahrzehnte später nachspielt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben dem Goldenen Bären ging auch der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/das_festival/preise_und_juries/preise_generation/index.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/das_festival/preise_und_juries/preise_generation/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gläserne Bär für den Sieger in der Jugend-Sektion &lt;em&gt;Generation 14 plus&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; nach Mittel- und Osteuropa: &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133301&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133301&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Baby Blues&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;des polnischen Nachwuchstalents Kasia Roslaniec war der herausragende Film dieser Reihe. Dieses Sozialdrama über zwei Teenager, die obwohl sie selbst noch Kinder sind, ein Baby bekommen, beeindruckt durch seinen schonungslosen Blick. In dieser Härte liegt aber auch das Problem des Films: Ist er für die Zielgruppe der 14- bis 17Jährigen zu empfehlen oder nicht doch eher für ein erwachsenes Publikum geeignet? Roslaniec, die bei Altmeister &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Andrzej_Wajda&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Andrzej_Wajda&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Andrzej Wajda&lt;/a&gt; studiert hat und in Polen mit ihrem Abschlussfilm &lt;em&gt;Mall Girls &lt;/em&gt;die Kinocharts anführte, gelang ein beeindruckender Blick in dysfunktoniale Familienstrukturen, die sich quer durch die Generationen ziehen. Ihre Filmsprache ist von harten Schnitten geprägt, absehbar ist, dass die Hauptfigur Natalia mit ihrem Skaterfreund Kuba kein gutes Ende erleben wird.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Roslaniecs&lt;em&gt; Baby Blues &lt;/em&gt;hat &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/220-Starker-Auftakt-zum-Baeren-Wettbewerb.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;einige Parallelen zu &lt;em&gt;Malgoska Szumowskas W imie/In the name of, &lt;/em&gt;der bei der Bären-Verleihung am Samstag zwar leer ausging&lt;/a&gt;, aber bei der Verleihung der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/news.teddyaward.tv/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://news.teddyaward.tv/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Teddy Awards&lt;/a&gt; am Freitag der strahlende Sieger war. Das Drama um den polnischen Priester, der sich seine Homosexualität eingestehen muss und in Konflikt mit der konservativen Amtskirche gerät, gewann sowohl den Leserpreis der &lt;em&gt;Siegessäule&lt;/em&gt; als auch den Spielfilm-Hauptpreis der Teddy-Jury. Bei seiner 27. Auflage hat sich die Teddy-Verleihung längst zu einem vielbeachteten Event entwickelt, das von &lt;em&gt;rbb&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;arte&lt;/em&gt; zeitversetzt ausgestrahlt wurde. Auch politische Prominenz von Renate Künasts über Hamburgs ehemaligen Bürgermeister Ole von Beust bis zu einem beim Grußwort ausgepfiffenen Schirmherrn und Regierenden Bürgermeister auf Abruf Klaus Wowereit durfte nicht fehlen. Die Preisverleihung fand am Gleisdreieck in einem &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.station-berlin.de/ueber_uns.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.station-berlin.de/ueber_uns.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;stillgelegten Bahnhofsgelände aus der Kaiserzeit&lt;/a&gt; statt und bot eine gelungene Mischung aus politischem Anspruch (Gastrede von &lt;em&gt;Human Rights Watch&lt;/em&gt;), der Präsentation der Preisträger-Filme und künstlerischer Untermalung durch die Berliner Band &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.youtube.com/watch?v=lNE2Kf2HbTo&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=lNE2Kf2HbTo&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Laing&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;und den &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Rufus_Wainwright&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rufus_Wainwright&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kanadischen Songwriter Rufus Wainwright&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 17 Feb 2013 16:54:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/224-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Nach der Durststrecke Interessantes aus Iran und Hollywood</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/223-Nach-der-Durststrecke-Interessantes-aus-Iran-und-Hollywood.html</link>
            <category>Berlinale 2013</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/223-Nach-der-Durststrecke-Interessantes-aus-Iran-und-Hollywood.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=223</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=223</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Was hat ein Film mit &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Til_Schweiger&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Til_Schweiger&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Til Schweiger&lt;/a&gt; auf einem ernstzunehmenden Festival verloren? Über diese und ähnliche Fragen wurde zwei Tage lange auf der Berlinale gegrübelt, während im Wettbewerb das Mittelmaß regierte. Erst am Dienstag standen wieder zwei bemerkenswerte Filme im Berlinale-Palast auf dem Programm:&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zu den Höhepunkten des Wettbewerbs zählen fast jedes Jahr die Beiträge aus dem Iran. Diesmal ist&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137882&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137882&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Pardé&lt;/em&gt; (&lt;em&gt;Closed Curtain&lt;/em&gt;)&lt;/a&gt;&amp;#160;von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Jafar_Panahi&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Jafar_Panahi&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jafar Panahi&lt;/a&gt; ein Anwärter auf die Bären. Sein Film funktioniert auf zwei Ebenen: Zunächst wähnt sich der Zuschauer in einem klaustrophobischen Drama. Ein Mann schottet sich in seiner Villa ab, zieht alle Vorhänge zu und achtet panisch darauf, dass sein Hund nicht entdeckt wird, da diese in seinem Land mittlerweile als &amp;quot;unreine Tiere&amp;quot; verboten sind. Plötzlich tauchen ein Mann und eine Frau auf, die auf der Flucht vor Polizei oder Sicherheitskräften in sein Haus eindringen. Unschwer lässt sich erkennen, dass der regimekritische Regisseur mit dieser Parabel auf die Zustände unter dem iranischen Mullah-Regime anspielt. Nach einer Stunde tut sich aber eine zweite Ebene auf: Das bisherige Geschehen entpuppt sich als Film im Film, der Regisseur tritt selbst auf die Leinwand und wird von seinen Figuren beim Schreiben und in seinem Alltag beobachtet. Seit seinem bemerkenswerten Film &lt;a href=&quot;/lesen/artikel/2006/zwei-kleine-perlen-von-aussenseitern-2/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Offside, &lt;/em&gt;der 2006 einen Silbernen Bären gewann,&lt;/a&gt; häuften sich Panahis Schwierigkeiten mit dem Regime. Ein Gericht verurteilte ihn zu Hausarrest und Ausreiseverbot, er konnte nur unter schwersten Bedingungen weiterarbeiten. Diese prekären Arbeitsbedingungen thematisiert Panahi in seinem neuesten Film, den er trotz Berufsverbots heimlich mit Kamboziya Partovi drehte. Da einige Passagen der mehrdimensionalen Handlung auf den ersten Blick unzugänglich waren, erntete der Film neben freundlichem Applaus auch einige Buh-Rufe. Dennoch ist es lohnenswert, dieses neue Werk eines der wichtigsten iranischen Regisseure anzusehen und sich mit seinen politischen und cineastischen Botschaften zu befassen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit Spannung wurde auch der neue Film von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Steven_Soderbergh&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Soderbergh&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Steven Soderbergh&lt;/a&gt; erwartet, der ebenfalls schon häufiger auf der Berlinale zu Gast war: &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137391&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137391&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Side Effects&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;beginnt als zunächst recht zäher Film über die Behandlung mit Antidepressiva inklusive psychiatrischer Fachdiskurse zweier Hollywoodstars (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Jude_Law&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Jude_Law&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jude Law&lt;/a&gt; als Dr. Banks, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Zeta-Jones&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Zeta-Jones&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Catherine Zeta-Jones&lt;/a&gt; als Dr. Siebert). Daraus entwickelt sich eine raffinierte Thriller-Handlung, die sich in Seitensträngen mit dem Insiderhandel an Börsen und Korruption in der Pharmabranche beschäftigt. Manche Wendungen des Plots wirken allerdings etwas zu gewagt und sehr konstruiert. Unter dem Strich gelang Soderbergh ein unterhaltsamer Genre-Film, der zwar nicht an frühe Meisterwerke heranreicht, aber stärker ist als manche seiner Flops wie z.B. &lt;em&gt;Haywire&lt;/em&gt; im vergangenen Jahr.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zumindest einige gute Ansätze waren in Calin Peter Netzers rumänischem Wettbewerbsbeitrag &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133745&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133745&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pozitia Copilului (Child´s pose)&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;zu konstatieren. Luminita Gheorghiu spielt eine vermögende Frau, die wie eine Löwin und zugleich skrupellos darum kämpft, dass ihr Sohn straflos davon kommt, obwohl er bei viel zu hoher Geschwindigkeit ein Kind totgefahren hat. Die Grundidee des Drehbuchs, an dem der junge Regisseur auch selbst mitgeschrieben hat, ist vielversprechend, starke Szenen und Dialogen wechseln sich mit schwächeren Passagen ab, denen eine stärkere Komprimierung gutgetan hätte. Überzeugend thematisiert der Film das Phänomen der Korruption: Mit Pelzmantel, protzigen Ringen&amp;#160;und besten Beziehungen zu den Reichen und Mächtigen will sich die Hauptdarstellerin Falschaussagen von Zeugen zu kaufen, bei der Polizei hat sie recht leichtes Spiel, erst bei den Eltern des getöteten Kindes beißt sie auf Granit. Zu Gianna Nanninis Song &lt;em&gt;Meravigliosa creatura &lt;/em&gt;bricht sie am Ende in Tränen aus.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Feb 2013 23:15:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/223-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Starker Auftakt zum Bären-Wettbewerb</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/220-Starker-Auftakt-zum-Baeren-Wettbewerb.html</link>
            <category>Berlinale 2013</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/220-Starker-Auftakt-zum-Baeren-Wettbewerb.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=220</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=220</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Berechtigte Kritik hagelte es in den vergangenen Jahren für zweifelhafte und uninteressante Beiträge im prestigeträchtigen Wettbewerb um die Goldenen Bären. Deshalb ist es erfreulich, dass der 2013 sehr vielversprechend begann, unter den ersten Beiträgen gab es keinen Totalausfall, sondern einige bemerkenswerte Filme.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Höhepunkt des ersten Wochenendes war Gus van Sants Öko-Polit-Drama &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137606&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137606&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Promised Land&lt;/a&gt;, &lt;/em&gt;das ein brisantes politisches Drama auf ansprechendem künstlerischem Niveau verhandelt.&amp;#160;Der Film packt ein heißes Eisen an: Die Obama-Administration setzt auf eine neue Methode zur Energiegewinnung. Um unabhängig von den Öl-Reserven aus Irak oder Saudi-Arabien zu werden, wird massiv in die &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.tagesschau.de/ausland/fracking108.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.tagesschau.de/ausland/fracking108.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Fracking&lt;/em&gt;-Technologie&lt;/a&gt; investiert. Über die Risiken des Aufbrechens von Schieferschichten wird auch zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb in Deutschland seit einiger Zeit diskutiert, Bürgerinitiativen und Umweltverbände bezogen mit Transparenten vor dem Berlinale-Palast Position.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Matt_Damon&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Matt_Damon&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Matt Damon&lt;/a&gt;, der auch Co-Produzent des Films ist und am Drehbuch mitgeschrieben hat, spielt die Hauptrolle des aufstrebenden Steve Butler, der im Auftrag des fiktiven &lt;em&gt;Global&lt;/em&gt;-Konzerns im Mittleren Westen der USA Farmland aufkaufen soll. Gemeinsam mit seiner schrulligen Assistentin Sue Thomason (gespielt von Frances McDormand, die vor allem aus den Filmen der Coen-Brüder bekannt ist) macht er sich daran, den verarmten Bauern ihre Grundstücke zu Spottpreisen abzuluchsen. Der Film überzeugt durch seinen subtilen Humor und seine doppelbödige Handlung, die sich im Lauf des Dramas entspinnt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Sehenswert ist auch Malgoska Szumowskas &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/en/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20132334&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/en/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20132334&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;W imie (In the name of)&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;, der in Polen bereits für heftige Kontroversen führte. Konservative, katholische Milieus empören sich über die Darstellung des Priesters Adam, der in einem kleinen Dorf mit schwer erziehbaren Jugendlichen arbeitet und sich seine Homosexualität eingestehen muss. In dicht inszenierten Momenten zeigt Szumowaska das Ringen ihrer Hauptperson und das hilflose Lavieren des Bischofs. Überzeugend ist vor allem ihre einfühlsame Musikauswahl, mit der sie ihren Film begleitet.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ulrich Seidl erreicht zum Abschluss seiner &lt;em&gt;Paradies&lt;/em&gt;-Trilogie zwar nicht mehr das Niveau der ersten beiden Teile, die auf den Festivals in Cannes und Venedig liefen. Sein bitterböser Blick auf ein Diätcamp für Jugendliche hat aber dennoch den erfrischenden Biss, der viele neue österreichische Filme auszeichnet. Obwohl Paradies: Hoffnung kein Favorit auf die Bären ist, lohnt es sich, ihn anzusehen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Interessantes war zum Start ins Wochenende auch in den Nebenreihen zu sehen. Zur Eröffnung der &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/perspektive_deutsches_kino/index.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/perspektive_deutsches_kino/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Perspektive Deutsches Kino&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;überzeugte Stephan Lacants &lt;em&gt;SWR&lt;/em&gt;-Koproduktion &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133963&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20133963&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Freier Fall&lt;/a&gt;. &lt;/em&gt;Die Handlung war in ähnlichen Varianten schon häufiger auf Leinwänden zu sehen. Zwei Polizisten entdecken, dass es zwischen ihnen knistert. Marc (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Hanno_Koffler&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hanno_Koffler&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hanno Koffler&lt;/a&gt;) verdrängt die Entscheidung zwischen seiner Kleinfamilie mit Bettina (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Sch%FCttler&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Sch%FCttler&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Katharina Schüttler&lt;/a&gt;) und der Affäre mit Kay (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.max-riemelt.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.max-riemelt.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Max Riemelt&lt;/a&gt;), bis er den Boden unter den Füßen verliert. Die beeindruckenden Leistungen der drei jungen Hauptdarsteller, die schon in früheren Kino- und Theaterrollen überzeugten, tragen diesen Film. Wunderbar ist auch Maren Kroymann in ihrer kleinen Rolle als Marcs Mutter.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Politisch engagiert ist der &lt;em&gt;Panorama&lt;/em&gt;-Spielfilm &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20132879&#039;]);&quot;  href=&quot;https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20132879&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rock the Casbah &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;von Yariv Horowitz. Er schildert, wie hilflos junge israelische Wehrpflichtige der Gewaltspirale im Nahost-Konflikt ausgeliefert sind, und verarbeitet darin seine Erlebnisse, als er 1989 in den palästinensischen Gebieten eingesetzt wurde. Leider hat das Thema seitdem nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Seinem temporeichen und ästhetisch gefilmten Beitrag merkt man an, dass sich Horowitz bisher auf Musikvideos und Werbeclips konzentrierte. Sein Film versucht gar nicht erst, die politischen Hintergründe des Konflikts zu analysieren, sondern konzentriert sich ganz auf die recht gelungene Schilderung dieser Extremsituation und wie die jungen Soldaten damit umgehen. Der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/en.wikipedia.org/wiki/Rock_the_Casbah&#039;]);&quot;  href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Rock_the_Casbah&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;titelgebende Song von The Clash&lt;/a&gt;&amp;#160;ertönt aus einem Radio auf dem Dach eines Hauses in Gaza, wo die israelische Armee ihren Posten bezogen hat.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 09 Feb 2013 12:08:21 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/220-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Zwiespältige Eröffnung zwischen Langeweile und Krisendrama</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/219-Zwiespaeltige-Eroeffnung-zwischen-Langeweile-und-Krisendrama.html</link>
            <category>Berlinale 2013</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/219-Zwiespaeltige-Eroeffnung-zwischen-Langeweile-und-Krisendrama.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=219</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=219</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Wong_Kar-Wai&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wong_Kar-Wai&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Wong Kar Wai&lt;/a&gt; ist sicher ein würdiger Jury-Präsident für die 63. Berlinale. Er hat die internationalen Festivals als Regisseur und Drehbuchautor in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereichert und maßgeblich dazu beigetragen, dass Hongkong ein interessanter Farbtupfer auf der Landkarte des Weltkinos ist. So weit, so gut. Bei ihrer Entscheidung, zur Eröffnungsgala gleich noch den neuesten Film des Jurypräsidenten zu zeigen, bewiesen die Berlinale-Chefs allerdings kein gutes Gespür.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137779&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20137779&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The Grandmaster&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;(im Original&amp;#160;&lt;em&gt;Yi dai zong shi&lt;/em&gt;) entpuppt sich als recht zäher Genre-Mix aus Melodram und Martial Arts-Film. Die Eröffnungsszene ist schön choreografiert und gefilmt, bei strömendem Regen wirbeln die kämpfenden Körper artistisch durch die Luft. Aber schon nach zehn Minuten fallen meinem Sitznachbarn die müden Augen zu. Aus seinem verdienten Mittagsschläfchen wird er leider in regelmäßigen Abständen herausgerissen, weil entweder neue Unruhe entsteht, als sich frustrierte Kinobesucher durch die engen Reihen zum Ausgang schieben oder weil auf der Leinwand nach blutleeren Dialogen wieder lautes Kampfgeschrei losbricht.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zwar auch kein filmästhetischer Meilenstein, aber eine lohnenswerte, sehr subjektive Momentaufnahme aus Griechenlands Schuldenkrise ist &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20130547&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20130547&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;I Kóri&lt;/em&gt; (&lt;em&gt;Die Tochter&lt;/em&gt;)&lt;/a&gt; von Thanos Anastopoulos, von dem man bisher in Deutschland kaum etwas gehört oder gesehen hat. In einem aufrüttelnden Rachedrama entführt die 14-jährige Myrto den kleinen Sohn eines Geschäftspartners ihres Vaters. Der Film zeichnet ein realistisches Bild der prekären Lage in Griechenland: Die Schreinerei von Myrtos Vater steht vor dem Ruin, er ist vor dem Schuldenberg geflohen, die Mutter vergnügt sich mit ihrem neuen Lover. In kurzen Sequenzen werden einige Aspekte der Misere in die fiktionale Handlung eingebaut: die Schwarzarbeit, die Korruption, die wütenden Protestdemonstrationen. Vor diesem Hintergrund spielt sich ein Thriller ab, der handwerklich solide erzählt wird. Myrto sucht einen Sündenbock für die ausweglose Lage, &amp;quot;die Krise schickt ihre Kinder ins moralische Niemandsland&amp;quot;, bringt es Bernd Buder im Programmheft auf den Punkt.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Publikum folgte dieser Erzählung aus der Schulden- und Gewaltspirale, die viel Stoff für Diskussionen bietet, sehr still und aufmerksam. Dieser Film ist in der Reihe &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/forum/index.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/forum/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Forum des internationalen jungen Films&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; zu sehen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Enttäuschend war auch der Eröffnungsfilm des &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/panorama/index.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/panorama/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Panorama&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;: &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20132096&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20132096&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Chemi sabnis naketsi&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;des Georgiers Zaza Rukadze ist ein belangloses Erstlingswerk. Die spannendste Frage ist, warum er überhaupt ins Festivalprogramm genommen wurde. Liegt es daran, dass der Regisseur früher Mitarbeiter der Berlinale war?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 07 Feb 2013 23:07:05 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/219-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Zum siebten Mal startete die cineastische Weltreise</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/216-Zum-siebten-Mal-startete-die-cineastische-Weltreise.html</link>
            <category>Around the world in 14 films</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/216-Zum-siebten-Mal-startete-die-cineastische-Weltreise.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=216</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=216</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Das ehrenamtliche Engagement ist beeindruckend, mit dem Bernhard Karl mit einem kleinen Team nun schon zum siebten Mal das &lt;em&gt;Around the world in 14 films&lt;/em&gt;-Festival im Berliner Kino Babylon stemmt. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, dem anspruchsvollen Großstadtpublikum, das auch dieses Jahr wieder zahlreich erschien, eine erlesene Auswahl cineastischer Leckerbissen zu präsentieren, die auf den Film-Festivals von Venedig über Cannes bis Toronto, Sundance oder San Sebastian glänzende Kritiken begannen, aber dennoch Schwierigkeiten haben, einen Verleih zu finden. Ohne dieses Festival würde ihnen drohen, in Vergessenheit zu geraten, höchstens auf DVD im Heimkino oder irgendwann mal auf arte zu sehen zu sein.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Besonders überzeugend waren in diesem Jahr die lateinamerikanischen Filme: Daniel Brühl präsentierte als Pate den Film &lt;em&gt;No&lt;/em&gt; von Pablo Larraín, der ein Cannes einen wichtigen Preis gewann und für Chile in das Oscar-Rennen geschickt wird. Gael García Bernal spielt darin einen jungen Werbeprofi, der von der chilenischen Opposition für eine scheinbar aussichtslose Mission angeheuert wird: Der für Folter und andere Menschenrechtsverletzungen berüchtigte Militärdiktator Pinochet musste auf internationalen Druck 1988 eine Volksabstimmung über seine weitere Amtszeit zulassen. Der Film, der auf einem wahren Kern beruht, aber vieles dramaturgisch zuspitzt, zeichnet in einer seltenen Mischung aus politischem Engagement und Witz nach, wie die Opposition trotz aller Schikanen die Gunst der Stunde nutzt und dieses Referendum gewinnt. Der Filmm endet mit der Wahlnacht und zeigt leider nicht, mit welchen verfassungsrechtlichen Tricks sich Pinochet nach seiner Abwahl als Staatspräsident zum Senator auf Lebenszeit und Oberbefehlshaber ernennen ließ.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Stark war auch der rumänische Beitrag &lt;em&gt;Dupa dealuri/Beyond the hills,&lt;/em&gt; der in epischer Länge von fast drei Stunden und akribischem Blick für Details das Schicksal der Freundinnen Alina und Voichita zeigt.&amp;#160; Cosmina Stratan und Cristina Flutur wurden in Cannes als beste Hauptdarstellerinnen ausgezeichnet, Cristian Mungius Film gewann außerdem den Preis für das beste Drehbuch. Auch diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit: Alina versuchte ihr Glück in Deutschland, Voichita entschied sich dafür, in ein strenges Kloster einzutreten. Es kommt zum Streit zwischen den beiden jungen Frauen, als Alina vergeblich versucht, ihre Freundin zu überreden, mit ihr zu kommen. Die unreligiöse Alina bleibt nun ebenfalls in diesem kargen Kloster in einer Bergregion, die wie aus der Zeit gefallen scheint, eckt aber von Tag zu Tag in diesem engen Korsett aus Riten, Beichten und Fasten mehr und mehr an. Der Exorzismus der alten Nonnen und ihres verehrten Priesters nimmt ein tödliches Ende, als sie versuchen, die &amp;quot;Besessene&amp;quot; aus den Fängen des Teufels zu entreißen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der politisch brisanteste und schrägste Film des Festivals war &lt;em&gt;The Ambassador&lt;/em&gt; des dänischen Journalisten Mads Brügger, der im Programmheft treffend als schillernde Figur &amp;quot;irgendwo zwischen Günter Wallraff und Sascha Baron Cohen&amp;quot; vorgestellt wurde. Mit versteckter Kamera filmte er seine brenzligen Erlebnisse, nachdem er von einem dubiosen Geschäftsmann den Titel eines Diplomaten Liberias in der Zentralafrikanischen Republik gekauft hatte. Unter dem Vorwand, eine Streichholzfabrik aufbauen zu wollen, traf er sich mit den Größen aus Politik, Halb- und Unterwelt. Die Grenzen zwischen diesen Milieus waren fließend, ihre Verstrickung in den Schmuggel mit Diamanten und anderen wertvollen Diamanten das verbindende Element. Seitdem Brüggers Betrug als angeblicher Diplomat aufgeflogen ist, sucht ihn die Justiz Liberias mit Haftbefehl. Auch während seiner Harakiri-Aktionen drohte ihm schon, im berüchtigten Zentralgefängnis zu verschwinden, was er jedoch nach einem Anruf bei einem befreundeten Minister in letzter Minute abwenden konnte. Brügger ist weiter auf freiem Fuß und konnte im Publikumsgespräch in Berlin anschließend aus erster Hand über seine Erlebnisse berichten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Interessante Einblicke waren auch in die prekären Arbeitsbedingungen der Regisseure und Filmteams in einigen Krisenstaaten. Wim Wenders stellte &lt;em&gt;Sangue do meu sangue&lt;/em&gt;/&lt;em&gt;Blood of my blood &lt;/em&gt;seines ehemaligen Regieassistenten Joao Canijo vor. Der portugiesische Regisseur erzählte im Anschluss an sein Familien- und Sozialdrama aus der Banlieue Lissabons, dass in dem südeuropäischen Staat auf dem Höhepunkt der Euro-Schulden-Krise in diesem Jahr kein Cent mehr in den Fördertöpfen für Filme war.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auf unkonventionelle Art löste Sergey Loban seine Finanzprobleme, als ein Oligarch nach dem Lehman-Crash von 2008 den Geldhahn für den erst zur Hälfte produzierten Film &lt;em&gt;The Chapiteau-Show&lt;/em&gt; zudrehte: Als Projekt lag auf Eis, bis sich eine Freundin des Filmteams von ihrem neuen Ehemann, einem anderen Oligarchen, zum Geburtstag wünschte, dass er die Löcher im Budget stopfen sollte. Heraus kam eine für westliche Augen gewöhnungsbedürftige Mixtur aus Märchen, Musical und Meditation über Begriffe wie Freundschaft in Respelt, die sich mittlerweile in Moskau zum Kultfilm entwickelte. Als Independent-Film mit durchaus kritischen Passagen gegen die orthodoxe Kirche und Putins herrschende Moral gestartet, erreichte er ein breites Publikum und lief mittlerweile sogar im privaten Mainstream-TV.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinbabylon14.net/ger/index.htm&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.berlinbabylon14.net/ger/index.htm&quot;&gt;Das 7. Around the world in 14 films-Festival&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 11 Dec 2012 16:26:57 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/216-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>interfilm-Festival 2012</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/213-interfilm-Festival-2012.html</link>
            <category>Filmkritik</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/213-interfilm-Festival-2012.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=213</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=213</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Mehr als 17.000 Besucher sahen in der vergangenen woche von Dienstag bis Sonntag die 500 Kurzfilme des interfilm-Festivals: ein neuer Besucherrekord!&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unter den Preisträgerfilmen überzeugten vor allem spanische Beiträge: &lt;em&gt;Aquel no era yo &lt;/em&gt;von Esteban Crespo ist ein eindringliches, fast halbstündiges Werk über Ärzte, die den Kindersoldaten in einem afrikanischen Bürgerkrieg in die Hände fallen. Der Kurz-Spielfilm zeichnet nach, wie die Kinder von ihrem Anführer infiltriert, aufgeputscht und zu grausamen Morden angestachelt werden. Sehenswert war auch&lt;em&gt; La Manada &lt;/em&gt;von Mario Fernandez Alonso über die Mutprobe von Jugendlichen, die sich in einen Gewaltrausch gegen streunende Hunde hineinsteigern, um von der Clique anerkannt zu werden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach diesen düsteren Stoffen war &lt;em&gt;Imparfait du Subjectif&lt;/em&gt; von David Grumbach eine willkommene Abwechslung: Der Luxemburger schilderte eine typische Party-Szene, alle unausgesprochenen Gedanken wurden als Untertitel eingeblendet, während der übliche Small-Talk, plumpe Anmachen und subtilere Flirts abliefen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ohne Preis ging in Berlin &lt;em&gt;Qual queijo voce quer? &lt;/em&gt;leer aus, mit dem die Brasilianerin Cintia Domit Bittar schon auf mehreren internationalen Festivals reüisserte: Ein altes Ehepaar sitzt auf der Couch, eine harmlose Bemerkung zum Einkaufszettel für den Wochenmarkt bringt die Verhältnisse kurz zum Tanzen: Die Frau redet sich ihren ganzen Frust über versprochene, aber nie erlebte Reisen und den eintönigen Alltag von der Seele, fügt sich aber doch resigniert in ihren üblichen Trott und holt den Käse vom Markt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unterhaltsam war am Rande des Festivals der Auftritt der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.michaelhatzius.com/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.michaelhatzius.com/&quot;&gt;&lt;em&gt;Echse&lt;/em&gt; mit ihrem Puppenspieler Matthias Hatzius&lt;/a&gt;: Im Grünen Salon stellten sie am Freitag die DVD ihres neuen Bühnenprogramms vor. Mit gewohnt galligem Humor plauderte das Reptil über seine Showkarriere und kommentierte die Gastauftritte seiner Kollegen, des Krokodils (einer Fleischerstocher, die kein Fleisch ist), des von Minderwertigkeitskomplexen geplagten Huhns und der paranoiden Kobra, die überall Stasi-Seilschaften sieht. Mit ihrem anarchischen Konzept haben sie sich den Deutschen Kleinkunstpreis 2013 verdient.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.interfilm.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.interfilm.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das &lt;em&gt;interfilm&lt;/em&gt;-Festival&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 19 Nov 2012 17:33:02 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/213-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Vorboten der Arabellion: Arab Shorts im Arsenal</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/185-Vorboten-der-Arabellion-Arab-Shorts-im-Arsenal.html</link>
            <category>Filmkritik</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/185-Vorboten-der-Arabellion-Arab-Shorts-im-Arsenal.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=185</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=185</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Arabische Welt ist vorerst wieder aus den Hauptschlagzeilen der Medien verschwunden: zwischen den neuesten Kapriolen der Euro-Schuldenkrise und der Fußball-EM gingen die Meldungen über den blutigen Bürgerkrieg in Syrien und die Machtkämpfe zwischen Muslimbrüdern, den Resten des alten Regimes und der jungen Tahrir-Protestgeneration in den vergangenen Wochen fast unter.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Umso verdienstvoller ist es, dass das Kino Arsenal vier Tage lang mehr als 60 Kurzfilme aus dieser spannungsgeladenen Region beim Festival &lt;em&gt;Arab Shorts&lt;/em&gt; zeigte. Die Programme wurden ursprünglich von Kuratorinnen und Kuratoren aus arabischen Ländern für ein Festival des Goethe-Instituts in Kairo zusammengestellt, das von 2009-2011 stattfand. Damit diese interessanten Zeitdokumente nicht verlorengehen, hat das Arsenal Institut für Film und Videokunst e.V. die Filme in sein Verleiharchiv übernommen und erstmals in Deutschland präsentiert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Etwas unglücklich war, dass die eindrucksvollsten Filme ganz am Ende eines langen Gewitterabends zum Abschluss des Festivals vor nur noch einer Handvoll Besuchern liefen: Unter dem Titel &lt;em&gt;On Family &lt;/em&gt;wurden einige Kurzspielfilme geboten, die eindrucksvoll vom Aufwachsen der Kinder in einer von Gewalt dominierten Gesellschaftsordnung thematisierten und dies auch noch auf ideenreiche und unterhaltsame Art schafften. Beeindruckend waren die belgisch/irakische Koproduktion &lt;em&gt;Land of the Heroes &lt;/em&gt;von Sahim Omar Kalifa, der Saddam Husseins Propaganda aus der Sicht des 10jährigen Dileer schildert, der zwischen all den Front- und Huldigungsberichten vergeblich auf seine geliebten Spiderman-Cartoons wartet. Mit mehreren Preisen dekoriert ist auch Ruben Amars &lt;em&gt;Checkpoint&lt;/em&gt;, der den israelisch-palästenischen Konflikt aus der Sicht eines kleinen Jungen beschreibt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Vor wesentlich besser besuchtem Haus lief während der Festival-Tage viel Anstrengend-Experimentelles und manch Langweiliges. Einige interessante Entdeckungen waren auch hier zu machen: &lt;em&gt;Le Cuirasse Abdelkarim &lt;/em&gt;von Walid Mattar brachte die Perspektivlosigkeit der jungen Generation in Tunesien schon im Jahr 2003 auf den Punkt, also lange bevor dort im Winter 2010/11 die Selbstverbrennung eines jungen Akademikers den Arabischen Frühling auslöste. Dies gelingt ihm in einer sehenswerten Adaption des sowjetischen Revolutions-Klassikers Panzerkreuzer Potemkin.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.arsenal-berlin.de/distribution/news/einzelansicht/article/3568/2796.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.arsenal-berlin.de/distribution/news/einzelansicht/article/3568/2796.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Arab Shorts im Arsenal Berlin&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.goethe.de/ins/eg/prj/abs/enindex.htm&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.goethe.de/ins/eg/prj/abs/enindex.htm&quot;&gt;Die Arab Shorts am Goethe-Institut Kairo&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Jul 2012 16:17:20 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/185-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Sehenswertes aus dem Iran und von den Philippinen </title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/178-Sehenswertes-aus-dem-Iran-und-von-den-Philippinen.html</link>
            <category>Berlinale 2012</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/178-Sehenswertes-aus-dem-Iran-und-von-den-Philippinen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=178</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=178</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Im &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/forum/index.html?&#039;]);&quot;  href=&quot;https://www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/forum/index.html?&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Forum des Jungen Films&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;ragten zwei Filme heraus:&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20121883&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20121883&quot;&gt;Ang Babae sa septic tank&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;(was &lt;em&gt;Die Frau in der Klärgrube&lt;/em&gt; bedeutet und einen in Cannes sehr erfolgreichen Filmtitel persifliert)&lt;em&gt; &lt;/em&gt;von den Philippinen ist eine intelligente Satire auf die Mechanismen internationaler Filmfestivals: Kritik und Publikum in den westlichen Metropolen sind oft sehr angetan von ausführlichen Schilderungen des Elends in exotischen Regionen. Kinderarbeit, Prostitution, Slums: Das sind die Themen, mit denen politisch ambitionierte Filme punkten wollen. Solche Werke, die vor allem nach Aufmerksamkeit für ihre Botschaften heischen, aber künstlerisch uninteressant sind, also reines Wohlfühlprogramm für ein aufgeklärtes Publikum, gibt es auch traditionell im Berlinale-Wettbewerb zu sehen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Marlon N. Rivera lässt in seiner bösen Abrechnung drei ambitionierte Filmemacher darüber nachdenken, wie sie am besten an Fördergelder, die begehrten Reisen an interessante Orte von Venedig über Berlin und Cannes bis Toronto und vor allem die Trophäen kommen können. Am Reißbrett entwickeln sie eine herzzerreißende Geschichte über eine alleinerziehende Mutter, die ihre sieben Kinder in ärmlichsten Slum-Verhältnissen versorgen muss und deshalb einen Sohn zur Kinderprostitution im Hotel an einen reichen Touristen verkauft.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Film unterhält vor allem mit den drastischen Porträts eines eingebildeten Regie-Konkurrenten, der als Liebling der Festivals bereits durch die Welt tingelt, und der Filmdiva Eugene Domingo, die auf den Philippinen tatsächlich ein Soap-Star und sich in der Rolle als vom Filmteam umworbene, exzentrische Hauptdarstellerin selbst auf die Schippe nimmt. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bemerkenswert war auch der iranische Beitrag &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20123744&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20123744&quot;&gt;Paziaire Sadeh&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; von Mani Haghighi spielt geschickt mit den Erwartungen, die das iranische Regime an sein Kino hat. Präsident Ahmadinedschad inszeniert sich als barmherziger Mann, der bescheiden auftritt und sich um die Armen kümmert. Diese Propaganda kehrt Haghighi, der auch selbst eine der beiden Hauptrollen spielt, ins Absurde: Ein reiches Paar aus Teheran fährt mit prall gefüllten Geldsäcken durch das Gebirge im Grenzland und versucht, ihr Vermögen unter die Leute zu bringen.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Geschickt bleibt diese Parabel in der Schwebe: die Zuschauer sind ebenso im Unklaren über die eigentlichen Ziele des Paars wie die Bergbewohner, die völlig überrascht von dem unkonventionellen Auftritt des Paars in der ansonsten gottverlassenen Gegend sind.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 20:18:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/178-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Düsteres Kammerspiel am Polarkreis: Gnade</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/177-Duesteres-Kammerspiel-am-Polarkreis-Gnade.html</link>
            <category>Berlinale 2012</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/177-Duesteres-Kammerspiel-am-Polarkreis-Gnade.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=177</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=177</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Im Wettbewerb um die Goldenen Bären war &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20122121&#039;]);&quot;  href=&quot;https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20122121&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gnade&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;von Matthias Glasner einer der spannenderen Beiträge: Birgit Minichmayr und Jürgen Vogel, die den Film mit ihren eindringlichen schauspielerischen Leistungen tragen, verschlägt es als Paar in die Polarnacht von Hammerfest, im Norden Norwegens. Minichmayr spielt Maria, die ihrem Mann Niels, einem Ingenieur, folgte und dort in einem Hospiz arbeitet. Nach einer Doppelschicht fährt sie übermüdet nach Hause, hört auf freier Strecke einen dumpfen Schlag und fährt in Panik einfach weiter.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mehr als zwei Stunden lang beleuchtet das Kammerspiel das Gefühlsleben der beiden Hauptdarsteller: Aus der Angst, dass sie vielleicht doch &amp;quot;nicht nur&amp;quot; einen Hund überfahren haben könnte, wird in den nächsten Tagen Gewissheit. Ein 16jähriges Mädchen verblutete im Straßengraben.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In manchen Rezensionen wurde kritisiert, dass es doch kaum vorstellbar sei, dass die Polizei im Fall einer Fahrerflucht mit Todesfolge kaum mit Ermittlungen präsent ist. Das ist tatsächlich das Glaubwürdigkeitsdefizit des Films. Seine Stärke ist aber, wie genau er beschreibt, wie sich das Verhältnis von Maria und Niels, der sie bisher mit einer Affäre betrügt, langsam verändert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bis zu den recht schwachen Schluss-Einstellungen trägt dieser rote Handlungsfaden der &lt;em&gt;ZDF/arte&lt;/em&gt;-Koproduktion ein durchaus sehensewertes Drama um Schuld und Verdrängung.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 19:03:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/177-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Publikumsfavorit: Parada aus Serbien</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/176-Publikumsfavorit-Parada-aus-Serbien.html</link>
            <category>Berlinale 2012</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/176-Publikumsfavorit-Parada-aus-Serbien.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=176</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=176</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Der Publikumsliebling der Berlinale war ein hochpolitischer und zugleich sehr komischer Beitrag aus Serbien: &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20121334&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20121334&quot;&gt;Parada&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;von Srdjan Dragojevic geht schon im Vorspann die nationalistisch aufgeheizten Konflikte des Balkans mit Witz und Tempo an. In schneller Folge werden die Beschimpfungen eingeblendet, mit denen sich Kroaten, Serben, Kosovaren und bosnische Muslime gegenseitig belegen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit rasanten Schnitten geht es auch weiter: Der Boss einer mafiösen Vereinigung aus ehemaligen &amp;quot;Kriegshelden&amp;quot;, die jetzt als Sicherheitsdienst und auch auf anderen Geschäftsfeldern tätig sind, duscht gerade in seiner Villa, als sein geliebter Hund im Hof aus einem heranrasenden Auto angeschossen wird. Seine Gangsterbraut ist eine durchsetzungsstarke Blondine, die gerne das Heft des Handelns behält und unbedingt auf einer kitischigen Traumhochzeit besteht.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;So entstehen zwei Querverbindungen des Mafia-Paares zum Tierarzt und dem örtlichen Wedding-Planer, der mit ihm liiert ist und zugleich als Aktivist den Belgrader Christopher Street Day, die titelgebende Parade, organisiert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit viel Liebe fürs Details werden die Klischees des Pulverfasses Balkan und des Hasses der verschiedenen Ethnien demontiert: Der Mafia-Boss muss unter dem Druck seiner Liebsten alle homophoben Vorurteile beiseitewischen und sich mit einigen Mitstreitern (einem Kroaten, einem Kosovaren und einem Bosniaken aus gemeinsamen Kriegszeiten) dem Mob entgegenstellen, der die Gay Pride Parade mal wieder mit Schlagstöcken und Messern angreifen will.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Unter viel Applaus und Gelächter wurde Parada mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, den &lt;em&gt;radio Eins&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;tip&lt;/em&gt; traditionell am Schlusstag der Berlinale vergeben.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Feb 2012 17:57:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/176-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title> Meryl Streep als Margret Thatcher und böse Mediensatire</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/175-Meryl-Streep-als-Margret-Thatcher-und-boese-Mediensatire.html</link>
            <category>Berlinale 2012</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/175-Meryl-Streep-als-Margret-Thatcher-und-boese-Mediensatire.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=175</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=175</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Ein Highlight der Berlinale war die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an Hollywood-Star Meryl Streep, die mit einer beeindruckenden schauspielerischen Leistung als &lt;em&gt;The&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Iron Lady&lt;/em&gt; Margret Thatcher bei der Gala-Vorstellung zu erleben war und bald auch bundesweit in den Kinos zu sehen wird.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Film spaltet seit Wochen die Gemüter in Großbritannien, da er die ehemalige britische Premierministerin, die von 1979 bis 1990 in Downing Street No. 10 residierte, mit ihrer Altersdemenz porträtiert. Sie spricht immer wieder mit ihrem längst verstorbenen Gatten Dennis und taucht in die Erinnerungen ab, findet sich in der Gegenwart aber schon beim Einkaufen in der ersten Filmsequenz nicht mehr zurecht.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Regisseurin Phyllida Lloyd zeichnet mit ihrer Hauptdarstellerin das Bild einer durchsetzungsstarken Frau, die sich aus einfachen Verhältnissen als Tochter eines Krämers an die Uni von Oxford und in die damalige Männerbastion des britischen Unterhauses hocharbeitet. Der Film enthält sich jeder Wertung über die umstrittensten Aktionen ihrer Amtszeit: Sie provozierte Massenproteste der Gewerkschaften, als sie Bergwerke schliessen ließ und die Arbeitnehmerrechte beschnitt. Ihre glühenden Anhänger sagen, dass sie die Talfahrt der Nachkriegsjahre stoppte und Großbritanniens Wirtschaft mit hartem Spar- und Deregulierungskurs sanierte. Ihre Gegner werfen ihr vor, dass sie den Neoliberalismus mit aller Verve durchsetzte und damit Entwicklungen lostrat, die auch die Finanzkrise auslösten. Unbestritten ist, dass sie ihre Ära nachdrücklich geprägt &amp;#160;hat und bis heute die politische Debatte erhitzt. Die Rückblenden auf den harten Streit um die Wirtschaftspolitik, den Falkland-Krieg mit Argentinien und das IRA-Attentat auf ihren Parteitag in Brighton von 1984 sind das Herzstück des Films.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Gegen Ende vergisst man fast, dass auf der Leinwand &amp;quot;nur&amp;quot; Meryl Streep und nicht die echte Margret Thatcher zu sehen: Der Film zeichnet im letzten Drittel eindrucksvoll nach, wie sie ihre engsten Mitarbeiter in Kabinettssitzungen abkanzelt und sich in ideologischen Flat-Tax-Steuersenkungs-Ideen verrennt, so dass sie ähnlich wie Stoiber in Kreuth 2007 mit einer Palastrevolution der eigenen Abgeordneten erlebt, da sie die Stimmung an der Basis und bei den Wählern nicht mehr richtig wahrnimmt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch ohne genaue Kenntnisse der britischen Zeitgeschichte ist der Film, der auf der Berlinale außer Konkurrenz präsentiert wurde und ein Oscar-Favorit ist, eine interessante politische Studie, die auch mit dem räumlichen und zeitlichen Abstand hochaktuelle Fragen über den richtigen wirtschaftspolitischen Kurs aufwirft.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eine weiteres Berlinale Special präsentiert den neuen Film &lt;em&gt;La chispa de la vida&lt;/em&gt;&amp;#160;des spanischen Regisseurs Alex de la Iglesia, der bei uns bisher noch im Schatten von Pedro Almodóvar steht. Neben &lt;em&gt;Dictado &lt;/em&gt;beweist auch dieser Film, dass das spanische Kino mit interessanten Stoffen und kreativen Ideen glänzt. &lt;em&gt;La chispa de la Vida &lt;/em&gt;erzählt von der Massenarbeitslosigkeit in Spanien. Ein Familienvater bekommt in der PR-Branche keinen Fuß mehr auf den Boden, obwohl er einen Coca Cola-Slogan erfunden hat, und wird bei seinen Bewerbungsversuchen auf demütigende Art abgefertigt. Als er voller Nostalgie an den Ort seiner Hochzeitsreise fährt, stürzt er in die Baustelle von Ausgrabungen eines Amphitheaters und liegt mit einem Eisennagel im Hinterkopf bewegungsunfähig am Unfallort.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In seiner intelligenten, temporeichen, um keine absurd anmutende Wendung verlegenen Mediensatire zeigt de la Iglesia, wie sich die Filmteams auf die Sensation stürzen. Der verletzte Mann wittert die Chance, seine 15 Minuten Berühmtheit zu versilbern und engagiert einen schmierigen PR-Agenten, der um die Honorare für Exklusiv-Interviews feilscht. Die Sender geben der Frau des Opfers, gespielt von Salma Hayek, zu verstehen, dass die Gage selbstverständlich dann am höchsten wäre, wenn Roberto nicht überlebt und nur das eine Interview hinterlässt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Feb 2012 09:06:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/175-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Words of witness: sehenswerte Dokumentation aus Kairo</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/174-Words-of-witness-sehenswerte-Dokumentation-aus-Kairo.html</link>
            <category>Berlinale 2012</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/174-Words-of-witness-sehenswerte-Dokumentation-aus-Kairo.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=174</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=174</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Der Schwerpunkt der aktuellen Dokumentarfilmreihe 2012 liegt auf dem Arabischen Frühling. Besonders gut wird die Euphorie nach Mubaraks Sturz, aber auch die große Unsicherheit im schwierigen Transitionsprozess in &lt;em&gt;Words of witness &lt;/em&gt;eingefangen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die US-Dokumentarfilmerin Mai Iskander heftete sich an die Fersen von Heba Afify, die mit dem frischen Blick einer Anfang Zwanzigjährigen in der Online-Redaktion einer unabhängigen Kairoer Tageszeitung arbeitet: Nach den ersten Jubelbildern vom Tahrir-Platz wird schnell die Skepsis als Grundton des Films spürbar. Afify recherchiert nach den zahlreichen Vermissten, recherchiert in den Akten der staatlichen Sicherheitsorgane und wagt sich in die aufgeladene Stimmung in einem Vorort, wo Konflikte zwischen Christen und Muslimen aufflammen.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eine wichtige Rolle in der Dokumentation hat Afifyas verschleierte Mutter, die Sympathien für die Revolution hat, ihrer Tochter am liebsten verbieten würde, abends gefährliche Recherchen zu starten: Immer wieder streiten sie, am Ende siegt aber doch die journalistische Neugier der Tochter. Für Heiterkeit sorgt, wie sie ihre Mutter bei den ersten Gehversuchen auf Facebook und Twitter, den Leitmedien der Revolte, begleitet.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Words of witness &lt;/em&gt;ist vor allem empfehlenswert, da er nüchtern die doppelbödige Rolle des ägyptischen Militärs beleuchtet: Vor genau einem Jahr stellte sich das Militär eindeutig auf die Seite der Demonstranten und übernahm die Übergangsregierung. Der Film zeigt deutlich, wie seitdem um die Macht gerungen wird. Das Militär schob den Termin für freie Wahlen zunächst hinaus und musste sich vor allem den Vorwurf gefallen lassen, das alte System stabilisieren zu wollen und die Konflikte zwischen den verschiedenen Strömungen und Parteien gezielt zu schüren.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Gerade in diesen Tagen spitzt sich die Auseinandersetzung wieder zu, nach wie vor ist offen, wie das demokratische Experiment ausgeht. Trotz aller Skepsis und Rückschläge ist aus Heba Afifys Worten aber viel Optimismus zu spüren. Sie wird auf Facebook, Twitter und in ihrem Blog am Ball bleiben und auch über die Präsidentschaftswahl im Juni berichten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zur Premiere des Films war sie gemeinsam mit ihrer Mutter angereist, diesmal ganz ohne Konflikt.&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 13 Feb 2012 18:53:30 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/174-guid.html</guid>
    
</item>

</channel>
</rss>