<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" >
<channel>
    <title>kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Berliner Theater</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/</link>
    <description>Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 1.5.1 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Sun, 13 Jun 2010 17:29:42 GMT</pubDate>

    <image>
        <url>http://www.e-politik.de/kulturblog/templates/default/img/s9y_banner_small.png</url>
        <title>RSS: kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Berliner Theater - Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</title>
        <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/</link>
        <width>100</width>
        <height>21</height>
    </image>

<item>
    <title>Die Gedanken sind frei - Theater jenseits der Stadt- und Staatstheater: Die freie Szene</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/61-Die-Gedanken-sind-frei-Theater-jenseits-der-Stadt-und-Staatstheater-Die-freie-Szene.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/61-Die-Gedanken-sind-frei-Theater-jenseits-der-Stadt-und-Staatstheater-Die-freie-Szene.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=61</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=61</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Dirk Baumann)</author>
    <content:encoded>
    In der freien Szene tut sich was. Innovativ, ideenreich, ungewöhnlich, subversiv sind die in letzter Zeit häufiger gehörten Attribute. Vorbei die Zeiten, in denen freie Projekte belächelt wurden. Und das hat nicht nur die aktuelle Nummer der &lt;a href=&quot;http://www.kultiversum.de/Schauspiel-Theaterheute/&quot; title=&quot;Theater heute&quot;&gt;„Theater heute“&lt;/a&gt; erkannt. Immer öfter gehen von hier entscheidende Impulse für die Theaterlandschaft aus, werden Formen neu entwickelt, andere weiterentwickelt und sogar von den Stadt- und Staatstheatern aufgegriffen. Ein genauerer Blick lohnt sich also, gerade in Berlin, der Stadt, in der die freie Szene wie wohl kaum woanders groß und lebendig ist, in zahlreichen Gruppen und Initiativen, und in der es Spielstätten gibt, die Projekten des so genannten Off-Theaters einen Ort geben, sich zu präsentieren. Eine solche Institution ist auch das &lt;a href=&quot;http://www.theateruntermdach-berlin.de/&quot; title=&quot;Theater unterm Dach&quot;&gt;Theater unterm Dach&lt;/a&gt; im Prenzlauer Berg: Es bietet Raum für innovative Entwicklungen, wie sie an größeren Häusern kaum möglich sind. Genau hier finden Experimente, Ideen, Innovationen statt. Richten wir den Blick exemplarisch auf eine Produktion, die hier gerade entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.portfolioinc.de/&quot; title=&quot;PortFolio Inc.&quot;&gt;PortFolio Inc.&lt;/a&gt; heißt die Gruppe junger Theatermacher, der neben dem Regisseur Marc Lippuner die Dramaturgin Tine Elbel, die Bühnen- und Kostümbildnerin Halina Kratochwil und der Schauspieler Michael F. Stoerzer angehören. Zusammen mit drei Gästen probt sie derzeit in den Räumen des Theater unterm Dach für ihr neues Stück. Roland wer? Diese Frage bekommt das Produktionsteam in letzter Zeit immer häufiger zu hören. Seit einigen Wochen arbeiten sie an ihrem aktuellen Projekt „Schernikau.Sehnsuchtsland“, das am 17. Juni im Berliner Theater unterm Dach Premiere feiert. An dem Abend soll es um &lt;a href=&quot;http://www.schernikau.net/&quot; title=&quot;Ronald M. Schernikau&quot;&gt;Ronald M. Schernikau&lt;/a&gt; gehen, einen streitbaren Literaten zwischen den Polen Ost und West, DDR und BRD, einem Dasein als schillernder Existenz und Bohemien. Besonders ist, wie unterschiedlich die Erläuterungen der Beteiligten ausfallen, wenn sie Freunden, Bekannten und Interessierten von ihrem neuen Projekt berichten, ihnen von Schernikau erzählen. Während die einen wie bei einem Lebenslauf mit seiner Geburt beginnen und die zentralen Lebensstationen umreißen – geboren in Magdeburg, als Kind mit der Mutter in den Westen, erste Schreibversuche, später aus politischer Überzeugung wieder zurück in die DDR, um sich dort schließlich als letzter Bundesbürger im Oktober 1989 einbürgern zu lassen – thematisieren die anderen charakteristische Merkmale seiner Persönlichkeit: Er war Kommunist, der aus Überzeugung und Verbesserungswillen zurück in die DDR ging, er war Literat mit Anspruch auf künstlerische Originalität und Authentizität, er war Homosexueller, bestimmt vom Willen nach freier Lebensäußerung jenseits konventioneller Normen. Vielleicht zeigt sich gerade in diesen verschiedenen Herangehensweisen das Spannungsfeld der Person Ronald M. Schernikau, immer wieder entwickelt sich sein Bild neu, je nachdem, von welchem Standpunkt aus er betrachtet wird. Dem will die Inszenierung des Regisseurs Marc Lippuner, die zugleich eine Stoffentwicklung ist, Rechnung tragen: Statt eines Schauspielers, der Ronald. M. Schernikau verkörpert, stehen drei Schauspieler auf der Bühne, die sich von verschiedenen Seiten Schernikau nähern: „Eine dreiseitige Annäherung“, wie es im Untertitel des Abends heißt. Michael F. Stoerzer, Thomas Georgiadis und Stefan Aretz sind drei ‚Enthusiasten’, die sich mit dem gemeinsamen Ziel, Schernikau dem Vergessen zu entreißen, zusammenfinden, nur hat eben jeder von ihnen eine andere Vorstellung von dem, was an Schernikau das Wichtigste war. Was passiert, wenn drei unterschiedliche Standpunkte aufeinander treffen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:80 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;117&quot;  src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/Flyerbearb640x480.serendipityThumb.jpg&quot; title=&quot;PortFolio Inc.&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Es scheint, als treffe PortFolio Inc. mit der Wahl seines Stoffes einen Nerv der Zeit. Zwanzig Jahre nach dem Tod Schernikaus erscheint sein Name wieder öfter, sei es in der Buchszene – etwa durch die im letzten Jahr erschienene Biographie „Der letzte Kommunist“ von Matthias Frings – in der Literaturwissenschaft oder in der Presse. Auf dem Theater ist er bislang aber nur wenig zu sehen gewesen, schon gar nicht seine Person als Thema selbst. Vielleicht gibt „Schernikau.Sehnsuchtsland“ einen Impuls für die Neu- und Wiederbeschäftigung mit dieser vielfältigen Persönlichkeit, ihrem Schaffen und Wirken. Mit seinen Ansichten war er seiner Zeit weit voraus, sie sind auch heute noch von hoher Aktualität. PortFolio Inc. gewährt einen Einblick in die vielfältigen Seiten Ronald M. Schernikaus. Man darf gespannt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Premiere am 17.6.2010, 20 Uhr, Theater unterm Dach&lt;br /&gt;
Weitere Vorstellungen: 18.6.; 1.-4.7.; 9., 10.10.; 4., 5.11., jeweils um 20 Uhr 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 Jun 2010 19:29:42 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/61-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Sartre am Gorki: Die Hölle sind immer die Anderen</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/60-Sartre-am-Gorki-Die-Hoelle-sind-immer-die-Anderen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/60-Sartre-am-Gorki-Die-Hoelle-sind-immer-die-Anderen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=60</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=60</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt; &lt;span style=&quot;color: #000000; font-family: &#039;courier new&#039;, courier, monospace; line-height: 15px; white-space: pre-wrap; &quot;&gt;Am &lt;a href=&quot;http://www.gorki.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maxim Gorki Theater&lt;/a&gt; wagte sich &lt;a href=&quot;http://www.gorki.de/-/menschen/29742&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Felicitas Brucker&lt;/a&gt; an das existenzialphilosophische Thesenstück &lt;a href=&quot;http://www.gorki.de/-/monatsplan/7455660&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot;&lt;/a&gt;, das &lt;a href=&quot;http://www.sartre-gesellschaft.de/&quot;&gt;Jean-Paul Sartre&lt;/a&gt; unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs herausbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:77 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;133&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/data41730_t2.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stück für Stück schälen sich die drei Hauptfiguren Inès, Estelle und Garin aus ihren Folien, in denen sie zu Beginn des Abends am Boden kauerten. Offensichtlich sind alle drei tot und haben aus unterschiedlichen Gründen Schuld auf sich geladen. Nach der christlichen Glaubenslehre würde man sie nun in der Hölle oder zumindest im Fegefeuer vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihrer Überraschung erwarten sie aber an diesem Ort, wo sie sich gegenseitig ihre Vergehen beichten und Lebensbilanz ziehen, keine heißen Feuer und keine Qualen durch Folterknechte. Alles scheint harmlos, aber doch machen sich die drei Figuren ihre postmortale Existenz gegenseitig zur Hölle. Mit Nadelstichen und Verletzungen pieken sie aufeinander ein, entlocken sich gegenseitig ihre abgründigen Geheimnisse und gieren vergeblich nach Sex oder Anerkennung, bis der jeweils andere zurückweicht.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;color: #000000; font-family: &#039;courier new&#039;, courier, monospace; line-height: 15px; white-space: pre-wrap; &quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:78 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;200&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/data41729_t2.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Rezensionen waren sich einig, woran der Haken dieser Inszenierung liegt: Das Thesenstück ist von vornherein eine philosophische Kopfgeburt, geprägt von den düsteren Kriegserfahrungen und einer Aura der Hoffnungslosikeit. Vieles wirkt auch an diesem Abend, der ohne größere Eingriffe in den Text auskommt, sehr blutleer: Als theorielastig und hölzern wurde die Inszenierung bewertet. Der Tenor war, dass man sich dem Eindruck nicht entziehen könne, dass das Stück noch in einer &amp;quot;Vorwärmphase&amp;quot; sei und noch mehr Probenzeit gebraucht hätte, um einen eigenen Zugriff zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 15px; white-space: pre-wrap; &quot;&gt; &lt;a href=&quot;http://www.gorki.de/-/monatsplan/7455660&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen bei Thomas Aurin.&amp;#160;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 11 Jun 2010 07:00:26 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/60-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Unterhaltsamer Blick aus dem Jenseits &quot;Leben ohne Chris&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/59-Unterhaltsamer-Blick-aus-dem-Jenseits-Leben-ohne-Chris.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/59-Unterhaltsamer-Blick-aus-dem-Jenseits-Leben-ohne-Chris.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=59</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=59</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;An der &lt;a href=&quot;http://www.neukoellneroper.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Neuköllner Oper&lt;/a&gt; wurde in diesen Tagen die neueste Koproduktion des erfolgreichen Duos Wolfgang Böhmer und &lt;a href=&quot;http://www.peterlund.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Peter Lund&lt;/a&gt; wieder aufgenommen. In &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;ttp://www.neukoellneroper.de/stuecke/chris/info.html&quot;&gt;Leben ohne Chris&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;blickt der arrogante Schnösel, der mit 18 Jahren gegen den nächsten Baum fuhr, in Begleitung eines blonden Engels vom Jenseits herab. Stinksauer reagiert der Egozentriker, als in seiner Familie und in seiner Clique kaum jemand wirklich um ihn trauert. Das Leben geht offensichtlich weiter.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:73 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/chrisHenne.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit leichter Hand, melodischen bis rockigen Songs und bissig-witzigen Texten taucht die Musicalkomödie in die Realität moderner Jugendlicher ein. Wie bereits in früheren Jahren verkörpern wieder hoffnungsvolle Mittzwanziger-Studenten aus der Klasse von &lt;a href=&quot;http://www.peterlund.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Peter Lund&lt;/a&gt; an der &lt;a href=&quot;http://www.udk-berlin.de/sites/content/themen/aktuelles/index_ger.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Universität der Künste (UdK)&lt;/a&gt; die Figuren. Neben ihrer stimmlichen Präsenz beeindrucken auch ihre geradezu akrobatischen Einlagen und ihre Körperbeherrschung. Besonders viel Applaus aus diesem durchweg guten Ensemble ernteten Christopher Brose als Chris und Tobias Bieri als Engel, dem man seine Schweizer Herkunft nicht anhörte.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:74 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/GebEnsemble2.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein kurzweiliger Abend, der ein junges Publikum, gerade im berüchtigten Problembezirk, an das Theater heranführt und eine willkommene Abwechslung im kulturellen Leben der Stadt bietet. Wer gute Unterhaltung sucht, ist hier richtig. Politischen Tiefgang und große gesellschaftspolitische Theorien gibt es dann wieder im nächsten Teil unserer Serie über &amp;quot;Berliner Bühnen&amp;quot;, wenn Sartres &amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot; in einer Inszenierung des Maxim Gorki Theaters besprochen wird.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;ttp://www.neukoellneroper.de/stuecke/chris/info.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen beim Fotografen Matthias Heyden.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 01 Jun 2010 20:22:23 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/59-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>&quot;Dantons Tod&quot; als assoziativer Klangteppich am Gorki-Theater</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/56-Dantons-Tod-als-assoziativer-Klangteppich-am-Gorki-Theater.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/56-Dantons-Tod-als-assoziativer-Klangteppich-am-Gorki-Theater.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=56</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=56</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Stoßrichtung &lt;a href=&quot;http://www.cpw-online.de/lemmata/buechner_georg.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Georg Büchners&lt;/a&gt; war klar, als er 1835 kurz vor seinem Tod sein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Drama &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dantons Tod&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; publizierte: Er wandte sich gegen die Weltferne der romantischen Epoche und warnte vor den restaurativen Tendenzen seiner Zeit. Am Beispiel des Machtkampfs zwischen den zwei Protagonisten der Französischen Revolutions-Ära, nämlich Danton und Robbespierre, wollte er zeigen, wie schnell ein Befreiungskampf, der von Idealen wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit getragen wird, in eine Schreckensherrschaft umkippen kann.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:69 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;133&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/data46553_t2.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Spannende an diesem Drama ist, dass Büchner sich auf zahlreiche Originaldokumente aus dem Wohlfahrtsausschuss und den Revolutionstribunalen stützen konnte, die damals erst wenige Jahrzehnte alt waren und teilweise wörtlich in den Text eingefügt wurden. Das große Problem ist aber: Unter welchem Blickwinkel soll &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dantons Tod&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; heute gelesen und aufgeführt werden? Dass revolutionäre Ideale sehr blutige Folgen haben können und zu häufig in der Geschichte totalitäre Systeme wie die UdSSR nach der Oktoberrevolution zur Folge hatten, ist mittlerweile allgemein bekannt. Außerdem ist der Zeitgeist trotz Finanzkrise, Klimawandel und aller Unsicherheiten des Globalisierungsprozesses alles andere als revolutionär gestimmt. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dementsprechend wählte der Regisseur dieses Abends, &lt;a href=&quot;http://www.gorki.de/-/menschen/26087&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sebastian Baumgarten&lt;/a&gt;, einen sehr eigenen Ansatz: Er nimmt den Dramentext so sehr auseinander, dass man die einzelnen Versatzstücke oft nur schwer wiedererkennt und macht daraus eine Reflexion über Macht und Sprache, wie seine Dramaturgieassistentin in der Einführung erklärte. Man merkt dem Regisseur vor allem seine Herkunft aus der Opernwelt an: In einem Crossover-Genre-Mix legt sich ein Klangteppich über den gesamten Abend, zwischen die Originalfragmente werden Lektionen im Stil des epischen Theaters und fiktive Radiosendungen geschnitten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:71 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;133&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/Bilder/data46493_t3.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Leider fällt es dem Publikum recht schwer, in diesem Wald voller Assoziationen und Zitate den Überblick zu behalten: Sehr verkopft wirkt diese Inszenierung. Erschwerend kommt hinzu, dass Dantons Rolle auf vier Schauspieler aufgeteilt ist, während &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilien_de_Robespierre&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Robbespierre&lt;/a&gt; allein von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Angerer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Castorfs ehemaliger Volksbühnen-Muse Kathi Angerer&lt;/a&gt; verkörpert wird.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gorki.de/-/monatsplan/7265618&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen beim Fotografen Thomas Aurin.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 09 May 2010 15:20:49 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/56-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Jubiläumsprogramm - Das Mehringhoftheater wird 25</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/55-Jubilaeumsprogramm-Das-Mehringhoftheater-wird-25.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/55-Jubilaeumsprogramm-Das-Mehringhoftheater-wird-25.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=55</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=55</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.rating.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Arnulf Rating&lt;/a&gt; hat recht: Das &lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater,de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mehringhoftheater&lt;/a&gt; sieht seit Jahren mit seinem Kreuzberger Hinterhofcharme immer gleich aus. Dieselben engen Stühle, die Chefs stehen selbst an der Kasse und der Bar, der abgeschlossene Lift ragt mitten in den Zuschauerraum und wie so oft ist es auch an diesem Abend proppevoll. Als das Mehringhoftheater am 1. April 1985 eröffnete, hätte sich kaum jemand vorstellen können, dass dieses Projekt die Türme des World Trade Centers und die Berliner Mauer deutlich überleben würde, wie Rating philosophierte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:62 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/jubi01.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Anlässlich des 25jährigen Bestehens traten in den vergangenen Tagen die bewährten Kräfte des fast kompletten&amp;#160;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/5-Jahresendzeitprogramm-Muentefering-und-Westerwelle-stehlen-Merkel-die-Show.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jahresendzeitteams&lt;/a&gt; mit einem &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/jubi10-1.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jubiprogramm&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; auf die Bühne. Statt eines Feuerwerks oder Torte gab es ein &amp;quot;Best of&amp;quot; der Programme der letzten Jahre. Angela Merkel alias Christoph Jungmann ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, persönlich in ihrer unnachahmlichen Art mit Schnoddrigkeit und so schlecht sitzender Frisur wie in alten Tagen durch das Programm zu führen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die besondere Qualität des &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/5-Jahresendzeitprogramm-Muentefering-und-Westerwelle-stehlen-Merkel-die-Show.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jahresendzeitprogramms&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;wird diesmal nicht ganz erreicht. Dort ist immer ein klarer roter Faden zwischen den Nummern erkennbar, diesmal springen die Themen etwas bunt und unchronologisch durch die zweieinhalb Jahrzehnte der Hausgeschichte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Als Zugabe war in den vergangenen Tagen jeweils ein Kabarettist eingeladen, der dem Haus in besonderer Form verbunden ist. An diesem Abend trat der eingangs zitierte Arnulf Rating, eines der &amp;quot;Urgesteine&amp;quot; der Berliner Kabarettszene, auf, der wie viele andere Freunde dieser kleinen Bühne (&lt;a href=&quot;http://www.matthiasdeutschmann.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Matthias Deutschmann&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.volkerpispers.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Volker Pispers&lt;/a&gt;, etc.) längst große Häuser füllt, aber immer wieder an das Mehringhoftheater zurückkehrt. Diese Mischung aus großen Namen und interessanten Neuentdeckungen wird sich hoffentlich auch in den nächsten 25 Jahren nicht ändern.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/jubi10-1.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen beim Mehringhoftheater.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 17 Apr 2010 16:56:02 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/55-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Michael Thalheimers &quot;Nibelungen&quot; - Inszenierung als dröhnender Blutrausch</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/54-Michael-Thalheimers-Nibelungen-Inszenierung-als-droehnender-Blutrausch.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/54-Michael-Thalheimers-Nibelungen-Inszenierung-als-droehnender-Blutrausch.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=54</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=54</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Der &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/michael_thalheimer/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Regisseur Michael Thalheimer&lt;/a&gt; ist vor allem für zwei Dinge bekannt: Er widmet sich besonders gerne mythisch aufgeladenen Stoffen, wie z.B. in seinen Inszenierungen von &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren/faust/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Goethes &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren/faust/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Faust&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; oder der &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Orestie&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Orestie&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Orestie&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; nach Aischylos&lt;/a&gt;. Dabei entschlackt er die Dramen, bis nur noch ein Skelett übrig bleibt. Ein Thalheimer-Abend dauert selten länger als zwei Stunden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In einem Punkt bleibt er sich auch diesmal treu: Mit &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hebbels &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nibelungen&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; wagt er sich an einen besonders schwierigen Stoff, der sofort allerlei Assoziationen zu &amp;#160;brutalen Machtkämpfen, Intrigen und deutschen Nationalmythen hervorruft. Vor allem nach dem Missbrauch des &lt;a href=&quot;http://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/12Jh/Nibelungen/nib_intr.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nibelungenliedes&lt;/a&gt; durch die Nazi-Ideologie fassen viele diesen Stoff nur noch mit spitzen Fingern an. Thalheimer beruft sich dagegen auf die Position des &lt;a href=&quot;http://www.heinermueller.de/de/index.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dramatikers Heiner Müller&lt;/a&gt;: Diese untoten Figuren, die weiter durch den Bildungskanon spuken, müssen noch ein mal wiederbelebt werden, um sie endlich begraben zu können, meinte der Geschichtsphilosoph Müller süffisant.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Thalheimers Inszenierung der &lt;em&gt;Nibelungen&lt;/em&gt;, die vergangenes Wochenende am &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschen Theater Berlin&lt;/a&gt;&amp;#160;Premiere hatte, krankt aber daran, dass man jenseits solcher Sprüche nicht so recht weiß, warum Thalheimer genau diesen Stoff auswählte und was er damit erreichen möchte. Statt schnörkelloser Kürze ufert der Theaterabend diesmal mehr als drei Stunden aus, wobei sich vor allem die letzte Stunde nach der Pause zäh hinschleppt. Sie endet in einer Blutorgie: Eimerweise strömt rote Farbe auf die Schauspieler herunter, die sich damit minutenlang gegenseitig einreiben und in einem Finale mit Pistolen abknallen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein sehr düsterer Abend vollzieht sich auf der Bühne, dessen Schwere noch durch die laut dröhnende Musik von &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/bert_wrede/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bert Wrede&lt;/a&gt; als anwachsendes Hintergrundgrollen unterstrichen wird. Die lohnende Stückeinführung der Dramaturgin Sonja Anders deutet darauf hin, dass Thalheimer vor allem der Geschichtspessimismus &lt;a href=&quot;http://gutenberg.spiegel.de/?id=19&amp;amp;autorid=250&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hebbels, der diese Bearbeitung der Nibelungensaga Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb,&lt;/a&gt; faszinierte. Ähnlich wie in seiner &lt;em&gt;Orestie&lt;/em&gt; nach Aischylos strömt das Blut. Die Menschen sind in blutige Kämpfe verstrickt: Keine Rettung, nirgends.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wenn gerade nicht gemetzelt wird, liefern sich die Akteure laute Schreiduelle: Vor allem der Zickenkrieg zwischen Kriemhild und Brünhild wird von &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/maren_eggert/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maren Eggert&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/natali_seelig/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Natali Seelig&lt;/a&gt; als zwei der Diven des Ensembles akustisch eindrucksvoll zelebriert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Während das Publikum freundlichen, aber doch etwas ratlosen, ermattet wirkenden Beifall spendete, waren sich die Feuilletons einig wie selten: Eine Inszenierung, die mit ihrer Lautstärke und ihrem literweisen Einsatz von Kunstblut anstrengt und an der viele ein deutlicheres Konzept vermissten: Was soll diese Blutorgie mythischer Helden uns für die Gegenwart sagen?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/die_nibelungen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 17:55:29 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/54-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Alexander Osangs Beobachtungen &quot;Im nächsten Leben&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/53-Alexander-Osangs-Beobachtungen-Im-naechsten-Leben.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/53-Alexander-Osangs-Beobachtungen-Im-naechsten-Leben.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=53</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=53</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Der &lt;a href=&quot;http://www.fischerverlage.de/autor/Alexander_Osang/4044&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;preisgekrönte Journalist Alexander Osang&lt;/a&gt; war wieder am &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschen Theater&lt;/a&gt; zu Gast und las vor einigen Tagen aus seinem neuen Band &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.linksverlag.de/index.cfm?inhalt=detail&amp;amp;nav_id=1&amp;amp;titel_id=571&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Im nächsten Leben&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach einer launigen Erinnerung an frühere Auftritte auf dieser Bühne z.B. im Herbst 2001 und süffisanten Bemerkungen über den Intendanten und seine Gattin taucht Osang in seine erste Reportage ein: Wie man es seit vielen Jahren von ihm gewohnt ist, zeichnet sich auch das Doppelporträt von &lt;a href=&quot;http://www.pierrebrice.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pierre Brice&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.gojko-mitic.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gojko Mitic&lt;/a&gt;, die während des Kalten Krieges in West bzw. Ost auf die Rolle des Indianers abonniert waren, durch eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe auf. Mit mildem Spott über ihre Schwächen zeichnet er ein Bild seiner Protagonisten und ordnet das Geschehen wieder in den Kontext der aktuellen ost-west-deutschen Befindlichkeiten ein. Als Redakteur der &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Berliner Zeitung&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;hat er sich in den 90er Jahren einen Namen durch zahlreiche Essays und Reportagen zum Vereinigungsprozess gemacht.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;1999 wollte er aus dieser Schublade ausbrechen, heuerte beim &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Spiegel&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;an und wurde Korrespondent in New York. Er erlebte den Einschnitt des 11. September und die Terrorhysterie hautnah mit, trägt darüber aber an diesem Abend nichts vor.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Stattdessen seziert er den Größenwahn eines Pforzheimer Zuhälters, der seinen Reichtum bei einer Rallye mit Luxusautos quer durch Europa zur Schau stellt und von der fixen Idee besessen ist, dass &lt;a href=&quot;http://pamelaanderson.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pamela Anderson&lt;/a&gt; die einzig richtige Frau für einen Mann seines Kalibers ist.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit einem melancholischen Stück über &lt;a href=&quot;http://www.deutsches-filmhaus.de/bio_er/l-m_spieler/muehe_ulrich_bio.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ulrich Mühe&lt;/a&gt;, einen der Stars am Deutschen Theater im Herbst 1989 und Hauptdarsteller des &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kino-zeit.de/filme/das-leben-der-anderen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Leben der Anderen&lt;/a&gt;,&lt;/em&gt;&amp;#160;zeigt er einen Schauspieler, der im Schatten seines eloquenten, jungen Regisseurs Florian Henkel von Donnersmark steht und sich in Kämpfen mit seiner Ex-Frau und der DDR-Vergangenheit verstrickt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Abend schließt mit einem leider schon steinalten Text, über dessen Protagonisten Helmut Kohl, Gertrud Höhler und Wolfgang Lippert der Mantel der Geschichte längst hinweg gegangen ist. Es wäre schön gewesen, wenn der Abend noch mehr aktuelle Reportagen geboten hätte. Aber vielleicht löst Osang das ja bei der nächsten Lesung ein.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 25 Mar 2010 17:14:38 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/53-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Wer hat Angst vor den Schwarzen Jungfrauen?</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/52-Wer-hat-Angst-vor-den-Schwarzen-Jungfrauen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/52-Wer-hat-Angst-vor-den-Schwarzen-Jungfrauen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=52</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=52</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Am Kreuzberger &lt;a href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ballhaus Naunynstraße&lt;/a&gt; wurde das sehenswerte Stück &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=185&amp;amp;L=0&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Schwarze Jungfrauen &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=185&amp;amp;L=0&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;wiederaufgenommen&lt;/a&gt;, das bei seiner Premiere im Jahr 2006 im &lt;a href=&quot;http://www.hebbel-am-ufer.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hebbel am Ufer&lt;/a&gt; für viel Furore sorgte. &lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/autoren/3593/Feridun_Zaimoglu.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Feridun Zaimoglu&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.hoffmann-und-campe.de/go/guenter-senkel&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Günter Senkel&lt;/a&gt; machten sich auf eine spannende Reise in das Milieu der &amp;quot;Neoislamistinnen&amp;quot;, wie sie das Milieu im Programmheft definierten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Autoren dieses Abends führten ausführliche Interviews mit sehr gläubigen jungen Frauen, die meist einen türkischen oder bosnischen Migrationshintergrund haben. Eine der Hasstiraden gegen den dekadenten Westen stammt von einer Deutschen, die sich vom Christentum abwandte und erst vor kurzem zum Islam konvertierte.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Fünf Schauspielerinnen tragen ein Best of dieser wütenden Monologe vor und blicken sehr selbstbewusst aus den Fächern eines überdimensionalen Setzkastens auf das Publikum herab. Haarstäubendes mischt sich mit Unerwartetem. Dass Bin Laden in diesen Kreisen als Jahrhundertheld gefeiert wird, konnte man schon vorab befürchten. Erstaunlich ist aber die sexuelle Freizügigkeit einiger der Schwarzen Jungfrauen und die schnoddrige Wortwahl, mit der sie über ihre Affären sprechen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:60 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;157&quot; height=&quot;249&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/jungfrauen0096.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In atemloser Geschwindigkeit entsteht ein Mosaik auf den ersten Blick unvereinbarer Statements junger Fundamentalistinnen, die ihre Moralvorstellungen gegen die westlichen &amp;quot;Speckmaden&amp;quot; in Stellung bringen. Die Frauen sind eloquent, teilweise brandgefährlich, entsprechen aber doch nicht dem Klischee, das die Debatte über Islam, Fundamentalismus und Integration prägt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:61 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;161&quot; height=&quot;249&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/jungfrauen0111.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Auseinandersetzung mit diesem Text lohnt sich sehr. Bis Ende März steht das Stück in der Originalbesetzung unter Regie von Neco Celik noch fast täglich auf dem Spielplan. Andere Interpretationen des &lt;a href=&quot;http://www.rowohlt.de/sixcms/detail.php?id=600312&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;zugrunde liegenden Textes&lt;/a&gt; waren bereits auf verschiedenen Bühnen wie z.B. am Wiener Burgtheater zu sehen: Zaimoglu und Co. haben mit ihrem Textband offensichtlich einen Nerv getroffen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=185&amp;amp;L=0&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen bei Ute Langkafel, Mai Foto.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 22 Mar 2010 16:18:08 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/52-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>&quot;Jesus Kinski&quot; liest Merkel und dem Papst die Leviten</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/51-Jesus-Kinski-liest-Merkel-und-dem-Papst-die-Leviten.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/51-Jesus-Kinski-liest-Merkel-und-dem-Papst-die-Leviten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=51</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=51</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Im &lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mehringhoftheater&lt;/a&gt; ist momentan &lt;a href=&quot;http://www.reiner-kroehnert.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;der bekannte politische Parodist Reiner Kröhnert&lt;/a&gt; mit seinem neuen Programm &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/kroehnert10-1.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Jesus Comeback&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; zu Gast. Knapp zwei Stunden lang schlüpft der Satiriker in seine Paraderolle als Gift und Galle spuckender Klaus Kinski, der von seinem Mentor Werner Herzog zu Beginn des Abends als Reinkarnation von Jesus angekündigt wird. Aber auch viele andere alte Bekannte aus Kröhnerts bisherigen Programmen sind wieder zu erleben: Pastor Hintze und Ronald Pofalla als sich in Beflissenheit überbietende Diener der Kanzlerin, Angela herself, fast Vergessene wie Norbert Blüm, Friedrich Merz und Michel Friedman. Als Neuzugang tritt Papst Benedikt XVI. auf, dessen Stimmlage Kröhnert zum Teil aber noch nicht ganz trifft, so dass er sich eher nach dem Alt - Talker Erich Böhme aus früheren Abenden anhört.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Diese Kabarettinszenierung verläuft wieder nach bewährtem Strickmuster: Entlang eines roten Fadens treten die einzelnen Figuren in kurzen Nummern mit oft bissigen Dialogen auf. Beeindruckend ist, wie genau der Schauspieler die Gestik und Mimik mancher Akteure trifft: Friedmans Selbstgefälligkeit, der sich als eigentlicher Messias sieht, oder die ständige Promotion von Friedrich Merz für sein Buch &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.piper-verlag.de/sachbuch/buch.php?id=12970&amp;amp;page=buchaz&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mehr Kapitalismus wagen&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;werden&amp;#160;zu präzisen Porträts.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kinski.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jesus Kinski&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;, der die &amp;quot;Plattitüden der Politpygmäen&amp;quot; anprangert und Norbert Blüm barsch über den Mund fährt, wie man es aus &lt;a href=&quot;/blog/13022008/Berlinale-2008-Der-sechste-Tag-12.2.2008.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kinskis legendärem Auftritt in der Berliner Deutschlandhalle kennt&lt;/a&gt;. Besonders scharf attackiert er Papst Benedikt und seine lavierende Haltung gegenüber dem berüchtigten Holocaust-Leugner Bischof Williamson. Aber auch Kanzlerin Angela und ihre Entourage holen sich einen Rüffel, als er sie in die Schranken weist und den Ehrenvorsitz der Christlichen Demokratischen Union ablehnt, weil er das &lt;em&gt;C &lt;/em&gt;des Parteinamens in der praktischen Politik zu selten erkennen könne.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/kroehnert10-1.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Jesus Comeback&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;ist ein kurzweiliger Abend, an dem vor allem jene Freude haben werden, die Kröhnert bisher noch nicht live erlebt haben. Das Stammpublikum wird zwar viele vertraute Grundmuster wiedererkennen, dennoch aber an den zugespitzten aktuellen Pointen Gefallen finden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/kroehnert10-1.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Mar 2010 15:48:50 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/51-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Was hat uns &quot;Kabale und Liebe&quot; heute zu sagen?</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/33-Was-hat-uns-Kabale-und-Liebe-heute-zu-sagen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/33-Was-hat-uns-Kabale-und-Liebe-heute-zu-sagen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=33</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=33</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Erwartungen vor der jüngsten Premiere am &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschen Theater Berlin&lt;/a&gt; waren hoch: &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/ulrich_matthes/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ulrich Matthes&lt;/a&gt; ließ bereits im Herbst bei seinem Auftritt in Harald Schmidts Show durchblicken, dass er im bürgerlichen Trauerspiel &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kabale und Liebe&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;den skrupellosen Präsidenten von Walter spielen wird. Außerdem wurde im Programmheft und im Einführungsgespräch des Dramaturgen betont, dass sich der &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/stephan_kimmig/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Regisseur Stephan Kimmig&lt;/a&gt; zur Vorbereitung intensiv mit aktuellen soziologischen Diskursen auseinandergesetzt hat.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;a href=&quot;http://www.kabale-und-liebe.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Schiller schrieb &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kabale-und-liebe.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kabale und Liebe&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;mit nur 23 Jahren als wütende Abrechnung mit der Willkür der Fürsten. Ein Stück, das den Finger tief in die Wunden der damaligen Zeit legte und genau fünf Jahre vor der Französischen Revolution die Kritikpunkte des selbstbewusster werdenden Bürgertums klar benannte: Die höfischen Intrigen, die Verschwendungssucht, die Mätressen und auch der Verkauf von Soldaten an verbündete Adelshäuser werden in diesem Drama unverblümt angesprochen. Schiller hatte nichts mehr zu verlieren: Er war bereits auf der Flucht, nachdem ihn der Herzog von Mannheim nach der Uraufführung der &lt;em&gt;Räuber &lt;/em&gt;mit Schreibverbot und Arrest bestraft hatte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Überlegung, ob sich aus der damaligen politischen Situation interessante Bezüge zu heutigen Debatten knüpfen lassen, klingt auf den ersten Blick spannend. Dem Regisseur Stephan Kimmig gelang mit &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/archiv/festivals2008/03_theatertreffen08/tt_08_programm/tt_08_programm_gastspiele/tt_08_ProgrammlisteDetailSeite_gast_9636.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maria Stuart&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/archiv/festivals2008/03_theatertreffen08/tt_08_programm/tt_08_programm_gastspiele/tt_08_ProgrammlisteDetailSeite_gast_9636.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;#160;2007 am Hamburger Thalia - Theater&lt;/a&gt; bereits eine kluge Inszenierung eines anderen Schiller - Klassikers, die geschickt mit Andeutungen und Motiven der Gegenwart spielte und auch die Jury des Berliner Theatertreffens überzeugte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Programmheft wird deutlich, dass sich Kimmig in die aktuellen Debatten der deutschen Soziologie einlas: Die Forschungen des Darmstädter Professors &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/kultur/Elite;art772,2481835&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Michael Hartmann über eine Elite&lt;/a&gt;, die sich aus einem überschaubaren Milieu des gehobenen und Großbürgertums rekrutiert, und der die Frage nach ihrer Bindung an die Restgesellschaft stellt, werden ebenso fleißig vorgestellt wie die Thesen von &lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/29148.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Heinz Bude über das abgehängte Prekariat und die &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/29148.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ausgeschlossenen&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;. Alles nicht ganz taufrisch, alles strittig, aber diskussionswürdig.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Leider war an diesem Theaterabend von diesen theoretischen Vorarbeiten kaum etwas zu spüren. Die Schauspieler gaben Schillers Drama in all seinem Pathos sehr konventionell. Der einzige auffällige Regie - Kunstgriff war, dass an allen möglichen und unmöglichen Stellen des Bühnenbildes Türen und Steigeisen angebracht waren. So demonstrierten &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/ole_lagerpusch/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ole Lagerpusch&lt;/a&gt; als unglücklich liebender Ferdinand und &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/alexander_khuon/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Alexander Khuon&lt;/a&gt; als Sekretär Wurm ihre artistischen Fähigkeiten, als sie sich immer wieder an den Wänden hochhangelten. Ihrem Schicksal konnten sie aber ebenso wenig entkommen wie Fliegen, die beim Versuch, an einer Glaswand hochzukrabbeln, immer wieder abgleiten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es war sehr verwunderlich, dass Kimmig und sein Team das Pathos des vorrevolutionären späten 18. Jahrhunderts auch nicht in der Schluss - Szene brachen. Was damals mit brachialer Gewalt auf reale Missstände hinwies, schrammt heute am Rande der Lächerlichkeit vorbei und wirkt nur, wenn man sich den historischen Kontext vor Augen führt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Da &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/stephan_kimmig/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kimmigs&lt;/a&gt; Anspruch, das Stück auf aktuelle Bezüge abzuklopfen, an diesem Abend nicht mehr erkennbar war, gab es deutliche Buhrufe für seine Regie. An der schauspielerischen Leistung von Ulrich Matthes und seinen Kollegen änderte dies nichts, die überwiegend mit freundlichem Applaus honoriert wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/kabale_und_liebe/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 07 Feb 2010 17:20:50 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/33-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>&quot;Tot oder lebendig&quot; - Slam mit Kinderkrankheiten</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/19-Tot-oder-lebendig-Slam-mit-Kinderkrankheiten.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/19-Tot-oder-lebendig-Slam-mit-Kinderkrankheiten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=19</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=19</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
In den &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kammerspielen des Deutschen Theaters&lt;/a&gt;&amp;#160;wurde an diesem Wochenende ein neues Format getestet: Beim &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/veranstaltungen/tot_oder_lebendig/&quot; target=&quot;_self&quot;&gt;&lt;em&gt;Tot oder lebendig&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; - Slam traten vier junge Dichter aus der deutschen Poetry- Slam - Szene gegen ebenso viele Schauspieler aus dem Theater - Ensemble an.&amp;#160;Erwartungsgemäß lockte diese Veranstaltung ein sehr junges Publikum an. Leider krankte die Premiere noch an einigen Mängeln.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bei den meisten Poetry - Slams ist es üblich, dass jede Performance anschließend vom Publikum bewertet wird und sich die Sieger in mehreren Runden durchsetzen müssen: Wer den stärksten Applaus bekommt, gewinnt. Im Deutschen Theater wurde dagegen eine kleine Jury von nur fünf Personen aus dem ausverkauften Saal vorab ausgewählt, die mit Stimmkarten auf einer Skala zwischen 1 und 10 abstimmen sollten. Erst in der Endausscheidung zwischen den beiden Finalisten war das ganze Auditorium gefragt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Was fast absehbar war, trat ein: Immer wieder bekamen die leicht überforderten Juroren laute Buhrufe für ihre spontanen Entscheidungen. Verunsichert gaben sie dann etwas zu häufig kollektiv Noten im oberen Mittelfeld zwischen 7 und 8. Leistungsunterschiede der Gedichtvorträge wurden bei der Bewertung nicht herausgearbeitet und die für Poetry- Slams übliche Spannung konnte sich angesichts der Jury, die keinem weh tun wollte, auch nicht so recht aufbauen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer Fehler war, dass die Schauspieler es sich bei der Auswahl ihrer Texte teilweise etwas zu einfach machten. Es war abgesprochen, dass sie Balladen, Kurzgeschichten oder Fragmente verstorbener Dichter auswählten, statt wie bei solchen Slams üblich nur eigene Werke vorzutragen. Während &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/felix_goeser/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Felix Goeser&lt;/a&gt; mit &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Howl&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Allen Ginsbergs Skandal - Poem &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Howl&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Howl&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; noch halbwegs originell war und unter den Schauspielern noch am besten abschnitt, griff &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/katrin_wichmann/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Katrin Wichmann&lt;/a&gt; schlicht auf einen Ausschnitt aus &lt;a href=&quot;/blog/12122009/Macht-die-Wahrheit-einsam-oder-wie-viel-Verstellung-braucht-die-Gesellschaft.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Molières Drama &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;/blog/12122009/Macht-die-Wahrheit-einsam-oder-wie-viel-Verstellung-braucht-die-Gesellschaft.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der Menschenfeind&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;/blog/12122009/Macht-die-Wahrheit-einsam-oder-wie-viel-Verstellung-braucht-die-Gesellschaft.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; zurück, das ohnehin zum aktuellen Repertoire des Theaters gehört&lt;/a&gt;,&amp;#160;so dass ihr Text beim Publikum kaum zündete.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dementsprechend leichtes Spiel hatten die Poetry Slam - Profis mit ihren eigenen Kreationen. Der unbestrittene Sieger des Abends war &lt;a href=&quot;http://www.marcuwekling.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Marc - Uwe Kling&lt;/a&gt;, der sich seit mehreren Jahren einen Namen auf Kleinkunstbühnen gemacht hat und dessen skurrile &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.marcuwekling.de/blog/2009/01/07/neues-programm-die-kaenguru-chroniken/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Känguru - Chroniken&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.marcuwekling.de/blog/2009/01/07/neues-programm-die-kaenguru-chroniken/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;bereits als Buch veröffentlicht wurden&lt;/a&gt;. Darin beschreibt er seine Erlebnisse mit dem kommunistischen Beuteltier, das sein Mitbewohner ist.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unterhaltsam waren auch die Kurzgeschichten von Anke Fuchs aus Köln, die in einem inneren Monolog über ihre Dates sinnierte, die sie mit zu intimen Geschichten aus ihrem Leben behelligen, obwohl sie nur mit ihnen ins Bett möchte, sowie der Auftritt von Julius Fischer aus Leipzig. Im Text &lt;em&gt;Ich bin ein Gewinner &lt;/em&gt;kämpft er sich durch die Flut von Gewinnspielen und Werbeaktionen, die Fernsehkanäle und Mailboxen überschwemmt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Veranstaltung wurde als Live - Stream ins Internet übertragen. Das Video ist auf der &lt;a href=&quot;http://www.deutschestheater.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Homepage des Deutschen Theaters&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 17 Jan 2010 17:58:53 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/19-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Hass in Kreuzberg</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/15-Hass-in-Kreuzberg.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/15-Hass-in-Kreuzberg.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=15</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=15</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mathieukassovitz.com/&quot; target=&quot;&lt;u&gt;blank&quot;&gt;Mathieu Kassovitz&lt;/a&gt; sorgte 1995 in Frankreich mit einem düsteren Schwarz - Weiß - Film für Furore: Sein Drama &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hass&lt;/u&gt;(Film)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;La Haine&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;räumte damals mehrere Preise, z.B. auch auf dem renommierten Festival in Cannes, ab. Publikum und Kritik waren beeindruckt vom schonungslosen und realistischen Blick auf &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Banlieue&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;die sozialen Brennpunkte der Pariser Vorstädte, die sogenannten Banlieues.&lt;/a&gt; Auch in Deutschland wurde der Film unter dem Titel &lt;em&gt;Hass &lt;/em&gt;als ein herausragender politischer Film der 1990er Jahre wahrgenommen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Handlung über die Gewaltspirale zwischen den jungen Migranten Abdel, Hubert, Vinz sowie Said und den Sondereinheiten der Polizei beruht auf wahren Begebenheiten. Genau zehn Jahre danach eskalierte die Situation nach dem selben Muster erneut: Wochenlang brannten im Herbst 2005 die Barrikaden in den französischen Vorstädten. Viele Kommentatoren fühlten sich damals in den Film &lt;em&gt;Hass&lt;/em&gt; zurückversetzt und lobten seinen glasklaren Blick auf die Konflikte, die dort bis heute schwelen. Oft genügt nur ein Funke, bis sie wieder aufflammen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center; &quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:20 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;171&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/HASS02.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Damals nutzte &lt;a href=&quot;http://www.elysee.fr/lepresident/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nicolas Sarkozy&lt;/a&gt; diese Unruhen, um sich als starker Mann und Innenminister zu profilieren und Punkte für seine Präsidentschaftskandidatur zu sammeln. Statt hübscher Fotos an Carla Brunis Seite setzte er auf markige Worte. Die Stadt müsse mit dem Kärcher gereinigt werden. Während sich in Deutschland damals gerade die Große Koalition formierte, redeten sich Leitartikler und Feuilletonisten die Köpfe heiß, ob diese Zustände auch hierzulande z.B. in Kreuzberg oder Neukölln drohen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die beiden jungen Dramatiker Tamer Yiğit und Branka Prlić griffen diesen Gedanken auf und bearbeiteten den berühmten Film für die Bühne des Kreuzberger Theaters &lt;a href=&quot;ttp://www.hebbel-am-ufer.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hebbel am Ufer 2&lt;/a&gt; (HAU 2). Das Grundgerüst der Handlung behielten sie bei, verlegten sie aber in ihren Kiez &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_SO_36&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kreuzberg 36&lt;/a&gt;, so dass in den Dialogen plötzlich die Dealer aus dem Görlitzer Park auftauchen. Außerdem sorgen Volkan T. und Dissput mit rohen Heavy Metal - Klängen für den passenden Soundtrack zu diesem brisanten Stoff.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie die Autoren in mehreren Interviews klarmachten, sehen sie aus ihren Eindrücken vor Ort die Wut wachsen. Dabei schießen sie in ihrer Analyse aber wohl doch sehr über das Ziel hinaus, &lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1099624/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;wenn sie sich wie im DeutschlandRadio äußern: &amp;quot;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;color: #e85417; font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 12px; line-height: 16px; &quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1099624/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschland aktuell 2010, das ist Hass, das ist, was wir irgendwie auf der Bühne haben.&amp;quot;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mehrere Kritiken der Premiere merkten auch zurecht an, dass das Stück an einigen Stellen noch unfertig wirkt und keine klare Linie hat: Die Wut der Hauptdarsteller wird in manchen Passagen sehr ernst genommen und von den jungen Schauspielern authentisch vermittelt. Nur kurz darauf wird das Ganze aber ironisch gebrochen: Der Fitness- und Männlichkeitskult mancher junger Machos arabischer oder türkischer Herkunft wird ins Lächerliche gezogen, wenn die Schauspieler in eine Ecke stürmen, eifrig Gewichte stemmen und dabei ein verzweifeltes &amp;quot;Ich muss 100 Kilo wiegen&amp;quot; brüllen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center; &quot;&gt; &lt;!-- s9ymdb:21 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/hass_0155.serendipityThumb.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Leider ist dieser Abend wegen solcher Schwächen nicht ganz gelungen. Auch wenn nicht jede Inszenierung ein großer Wurf ist, ist das Konzept des &lt;a href=&quot;ttp://www.hebbel-am-ufer.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hebbel am Ufer&lt;/a&gt; mit seinen spannenden Produktionen, die einen präzisen Blick auf die soziale Realität werfen, eine großere Bereicherung für die Theaterlandschaft und seit der Gründung 2003 eine feste Instanz im Kulturleben Berlins.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_16900.html?HAU=2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen beim Theater Hebbel am Ufer.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 13 Jan 2010 14:25:29 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/15-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Anarchie im Staatstheater: Hommage an Rio Reiser</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/12-Anarchie-im-Staatstheater-Hommage-an-Rio-Reiser.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/12-Anarchie-im-Staatstheater-Hommage-an-Rio-Reiser.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=12</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=12</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p style=&quot;text-align: justify; &quot;&gt;An diesem Wochenende hätte &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rio_Reiser&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rio Reiser&lt;/a&gt; (1950 - 1996) seinen 60. Geburtstag feiern können. Die Party zu Ehren des Frontmanns der legendären &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.tonsteinescherben.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ton, Steine, Scherben&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;wäre bestimmt spannend geworden! Wie hätten ihn wohl langjährige Weggefährten, z.B. die ehemalige Tourmanagerin der Band und &lt;a href=&quot;http://www.claudia-roth.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;heutige Bundesvorsitzende von BÜNDNIS ´90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth&lt;/a&gt;, gewürdigt? Welche neuen Songs wären ihm zu den Themen Mietsteigerung, Gentrifizierung und brennende Autos in Kreuzberg eingefallen?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; &quot;&gt;Leider wird das nur Phantasie bleiben: wir müssen uns mit der Hommage begnügen, die das Deutsche Theater Berlin für den Ausnahme - Musiker ausrichtete. Das Große Haus wurde zum Konzertsaal umfunktioniert und der Hamburger Musiker &lt;a href=&quot;http://www.jan-plewka.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jan Plewka&lt;/a&gt; mit seiner Band &lt;em&gt;Schwarz - Rote Heilsarmee &lt;/em&gt;performten die bekanntesten Lieder aus den 1970er und 1980er Jahren. Das meist ergraute Publikum wippte dazu nostalgisch im Takt. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify; &quot;&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/PLEWKA-783-334.serendipityThumb.jpg&quot; align=&quot;left&quot; style=&quot;text-align: justify; &quot; /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Den Künstlern gelang es sehr gut, die gesamte Bandbreite des Schaffens von Rio Reiser widerzuspiegeln: Seine Sehnsuchts- und Liebeskummerliedern wie &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mediacube.de/musik/songtexte/junimond.shtml&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Junimond&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mediacube.de/musik/songtexte/fuer_dich.shtml&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Für immer und dich&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;wechselten sich mit kämpferischen Abrechnungen mit der Politik des damaligen West - Berliner Senats im Konflikt die Hausbesetzerszene im &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riolyrics.de/song/id:178&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rauch - Haus - Song&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;oder dem Klassiker anarchistischer Demos &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.riolyrics.de/song/id:146&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Macht kaputt, was euch kaputt macht!&lt;/a&gt;, &lt;/em&gt;dessen Refrain von vielen im Publikum lauthals mitgesungen wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;!-- s9ymdb:19 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;167&quot; height=&quot;250&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/PLEWKA-783-711.serendipityThumb.jpg&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;Etwas aufgesetzt wirkten allerdings die Posen des Sängers Jan Plewka, der z.B. eine Frau auf die Bühne bat, sie zu Boden zog und küsste. Ob es Rio Reiser&amp;#160;gefallen hätte, als die Zuschauerin überrascht mit den Händen ruderte, den Künstler über sich? Ziemlich sicher nicht!&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen bei Hauptmann Entertainment, Hamburg.&lt;/p&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 09 Jan 2010 22:19:02 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/12-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Jürgen Kuttner schreckt vor nichts zurück</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/11-Juergen-Kuttner-schreckt-vor-nichts-zurueck.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/11-Juergen-Kuttner-schreckt-vor-nichts-zurueck.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=11</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=11</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Seit Jahren ist &lt;a href=&quot;http://www.kuttner.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jürgen Kuttners&lt;/a&gt;&amp;#160;Videoschnipselvortrag &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/von_mainz_bis_an_die_memel/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Von Mainz bis an die Memel&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; eine feste Institution im Spielplan der &lt;a href=&quot;http://www.volksbuehne-berlin.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Berliner Volksbühne&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Wenn sich der langjährige Radiomoderator durch seine langen Assoziationsketten in hektischem Schnellfeuerstaccato berlinert, ist das Theater fast immer ausverkauft. Ganz so wie es am Rosa - Luxemburg - Platz in den goldenen Zeiten des Volksbühnen - Hypes, als &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Castorf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Castorf&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.schlingensief.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Schlingensief&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://dieproduktion.com/marthaler/marthaler_cv.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Marthaler&lt;/a&gt; im Nach - Wende - Berlin als Theatererneuerer gefeiert wurden, an der Tagesordnung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner neuesten Auflage widmete sich Kuttner einem eher unpolitischen Thema: Er grub in den&amp;#160;Archiven des ost- und westdeutschen Fernsehens nach alten Aufzeichnungen aus Schlagersendungen. Die unfreiwillig komische Spießigkeit einiger Moderationen aus den 50ern und 60ern wurde mit viel Gelächter quittiert, die verfeindeten Lager im Kalten Krieg schenkten sich in puncto Biederkeit und missglückter Auftritte weg.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;340&quot; height=&quot;222&quot; src=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/uploads/178_kuttner50-07.jpg&quot; alt=&quot;Jürgen Kuttner&quot; /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Traditionell leitet Jürgen Kuttner jeden Schnipsel mit einer ausufernden Vorbemerkung ein: Obwohl der Clip oft nur 1 - 2 Minuten dauert, verheddert sich der Moderator schon mal in Gedankensprüngen, die ein Vielfaches an Zeit brachen. Zwangsläufig sitzt nicht jede Pointe, manchmal ist es schlicht banal, aber gerade das macht wohl auch den Kultfaktor für sein meist junges Stammpublikum aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab und zu gibt es aber auch gelungene kleine Kabinettstückchen, z.B. wenn Kuttner einen Auftritt von &lt;a href=&quot;http://www.karelgott.com/nemecky/main.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Karel Gott&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/665460/Dieter-Thomas-Heck-und-die-Hitparade&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dieter Thomas Hecks &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/665460/Dieter-Thomas-Heck-und-die-Hitparade&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ZDF - Hitparade&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; auf seine theologischen&amp;#160;Bezüge abklopft oder ein solches Juwel wie ein aus dem Ruder laufendes Publikumsgespräch zwischen &lt;a href=&quot;http://www.udojuergens.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Udo Jürgens&lt;/a&gt; und einem Werkzeugmacher kommentiert, der die Texte des Schlagersängers auseinandernahm. Der Schlusspunkt seines Vortrags war - wie immer - der Wahlkampfspot aus den Kindertagen der Grünen, als sich &lt;a href=&quot;http://www.beuys.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Joseph Beuys&lt;/a&gt; durch das Lied &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://video.google.de/videosearch?hl=de&amp;amp;source=hp&amp;amp;q=sonne+statt+reagan&amp;amp;um=1&amp;amp;ie=UTF-8&amp;amp;ei=ugpKS4yeLdH4_AadtMyRAg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=video_result_group&amp;amp;ct=title&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CA4QqwQwAA#&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wir wollen Sonne statt Reagan&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;dilettierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem war dies wieder ein typischer Kuttner - Abend, der mit seinen Schwächen und versandenden Pointen kokettierte und doch oft genug amüsante, schräge Sichtweisen auf Archivbilder aufzeigte.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Bildrechte liegen bei der Volksbühne Berlin.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 08 Jan 2010 18:13:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/11-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>&quot;Happy Revolution&quot; - Festival: Interessante Einblicke in die iranische Gesellschaft</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/2-Happy-Revolution-Festival-Interessante-Einblicke-in-die-iranische-Gesellschaft.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/2-Happy-Revolution-Festival-Interessante-Einblicke-in-die-iranische-Gesellschaft.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.e-politik.de/kulturblog/wfwcomment.php?cid=2</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.e-politik.de/kulturblog/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    Auf der Zielgeraden des &lt;a title=&quot;Happy Revolution&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=91&amp;amp;L=0&quot;&gt;&lt;em&gt;Happy Revolution&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; - Festivals, das in diesem Advent im &lt;a title=&quot;Ballhaus&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/&quot;&gt;Ballhaus Naunynstraße&lt;/a&gt; in Kreuzberg 36 stattfand, waren unkonventionelle, spannende Einblicke in die iranische Gesellschaft zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Modjgan Hashemian schlug in seinem Tanzstück &lt;a title=&quot;Move in Patterns&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=95&amp;amp;L=0&quot;&gt;&lt;em&gt;Move in Patterns&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; einen Bogen über die 30 Jahre des theokratischen Regimes. Mit zwei Videomitschnitten, die seine Inszenierung einrahmen, macht er die ganze Misere der dortigen Entwicklung deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn wird eine Demonstration von Frauen eingeblendet, die sich gegen die Einführung des Schleierzwangs wehren. Damals, im Frühjahr 1979, waren sie noch voller Euphorie über den Sturz des Schahs, aber &lt;a title=&quot;Chomeini&quot; href=&quot;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/zeitgeschehen/index,page=1075310.html&quot;&gt;Ajatollah Chomeini&lt;/a&gt; begann bereits, mit kleinen Schritten sein rigides System zu etablieren.&lt;br /&gt;
Auf diesen Aufnahmen ist immerhin noch Hoffnung zu spüren. Ganz anders ist der Eindruck der düsteren Videobotschaft aus dem Sommer 2009: Auf verwackelten, chaotischen Bildern sind schemenhaft &lt;a title=&quot;Demos&quot; href=&quot;http://www.n24.de/news/newsitem_5156050.html&quot;&gt;Proteste gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl vom Juni 2009&lt;/a&gt; zu erkennen. Eine Stimme schreit um Hilfe, eine andere fordert mehr Unterstützung vom Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünf jungen Männer und Frauen (Kristian Breitenbach, Mariella Celia, Gonzalo Curinha, Parwanhe Tomiko Frei, Niloufar Shashisavandi) tanzen in ihrer Aufführung &lt;a title=&quot;Move&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=95&amp;amp;L=0&quot;&gt;&lt;em&gt;Move in Patterns&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; barfuß und mit großer Körperbeherrschung einen assoziativen Reigen kurzer Szenen zu traditionellen Trommelklängen. Der harte Griff der Sicherheitsorgane wird spürbar, die Regeln des Gottesstaates lassen kaum Freiräume. &lt;br /&gt;
Im Zentrum der Aufführung steht ein Teppich, der Kindheitserinnerungen auslöst und dessen Muster in Bewegung gerät, wie der Titel verrät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Festival - Programm wurde durch die Reihe &lt;a title=&quot;Filmen unter Einfluss&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=101&quot;&gt;&lt;em&gt;Filmen unter Einfluss&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; abgerundet, wobei die Dokumentation &lt;a title=&quot;Film&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=144&amp;amp;L=0&quot;&gt;&lt;em&gt;Bassidji&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; besonders hervorzuheben ist. Der im französischen Exil lebende Iraner Mehran Tamadon setzte sich mit der gleichnamigen paramilitärischen Gruppe auseinander, die für ihre besondere Loyalität zum Regime bekannt ist. Der zweistündige, sehr genaue Blick in dieses selten beleuchtete Milieu beginnt im Grenzgebiet zum Irak: Dort wird bis heute der Gründungsmythos dieser Gruppe mit Gedenkstätten zelebriert, da sich die ersten Bassidji während des Krieges zwischen 1980 und 1988 als Himmelfahrtskommandos opferten, um als fundamentalistische Märtyrer den religiösen Lohn im Jenseits zu bekommen. Sehr spannend ist vor allem  das längere Gespräch mit einigen führenden Köpfen dieser Bewegung. Hier kann man aus erster Hand erfahren, mit welcher Logik sie den Schleierzwang verteidigen, um Männer nicht in erotische Versuchung zu führen. Manche Passagen rufen im Publikum eine Mischung aus ungläubigem Staunen, Heiterkeit und Entsetzen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war die Dokumentation &lt;a title=&quot;Letters&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=116&amp;amp;L=0&quot;&gt;&lt;em&gt;Letters to the President&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; zu sehen, die ihre &lt;a title=&quot;Berlinale&quot; href=&quot;/blog/11022009/Berlinale-2009-Orientierungslosigkeit,-Messianismus-und-baskisches-Qualitaetskinound-am-siebten-Festivaltag.html&quot;&gt;Premiere bereits auf der Berlinale 2009 &lt;/a&gt;hatte und einen Blick darauf wirft, wie sein Apparat die populistischen Auftritte des Präsidenten Ahmadinedschad steuert und wie er mit der Flut von Briefen umgeht. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 21 Dec 2009 18:23:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/2-guid.html</guid>
    
</item>

</channel>
</rss>