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    <title>kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Berliner Theater</title>
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    <description>Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</description>
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    <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:49:22 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Berliner Theater - Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</title>
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    <title>Dea Lohers &quot;Diebe&quot;: Desillusionierte, taumelnde Gestalten</title>
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            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/ww.deutschestheater.de&#039;]);&quot;  href=&quot;http://ww.deutschestheater.de&quot;&gt;Deutsche Theater Berlin&lt;/a&gt; machte angesichts der sibirischen Kälte, die von Osten hereinbricht, das einzig Vernünftige und genießt eine Woche lang Ferien. Davor war noch eine Werkschau der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/unschuld/dea_loher/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/unschuld/dea_loher/&quot;&gt;Dramatikerin Dea Loher&lt;/a&gt; zu erleben: Ihr Stück &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/diebe/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/diebe/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Diebe&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;wurde 2010 als Auftragsarbeit des Deutschen Theaters uraufgeführt und anschließend auch als eine der zehn besten&amp;#160;Inszenierungen zum &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/archiv/festivals2010/03_theatertreffen10/tt10_programm/tt10_programm_gastspiele/tt10_ProgrammlisteDetailSeite_gast_15143.php&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/archiv/festivals2010/03_theatertreffen10/tt10_programm/tt10_programm_gastspiele/tt10_ProgrammlisteDetailSeite_gast_15143.php&quot;&gt;&lt;em&gt;Theatertreffen&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; eingeladen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Regisseur Andreas Kriegenburg, der zuvor schon zahlreiche Loher-Texte auf die Bühne gebracht hatte, fand für das Bühnenbild eine interessante Idee: Ein großes Mühlrad, das an die mittelalterlichen Darstellungen der Räder des Schicksals anknüpft, dreht sich unerbittlich im Zentrum der Bühne. Mit jeder Umdrehung spuckt es die Protagonisten aus, die sichtlich um Halt ringen. Die kleinen Miniaturen zeigen Menschen, die verängstigt und desillusioniert sind. In geduckter Haltung schleichen sie durch ihr Leben, träumen von einer glücklicheren Zeit, stecken aber doch im Morast ihrer beengten Verhältnisse fest.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Tragikomisch sind diese Figuren, wie die Supermarkt-Angestellte Monika Tomason (Barbara Heynen), die vom Aufstieg zur Filialleiterin in Holland träumt und deswegen schon fleißig die Sprache lernt, am Ende aber doch wegrationalisiert wird, oder Linda Tomason (Judith Hoffmann), die sich in ihrer Einsamkeit eine Kleinfamilie an ihren Frühstuckstisch dazuerfindet. Die meisten Lacher entlockt das Ehepaar Schmitt (Bernd Moss und Katrin Klein) dem Publikum, die völlig verängstigt sind, da sie sich von einem undefinierbaren Tier beobachtet fühlen. Ihre kleinbürgerliche Idylle wird am Ende aber gar nicht von einem Tier bedroht, sondern von einem unheimlichen Besucher, der sich als Beobachter in ihrem Wohnzimmer breitmacht, bis ihnen der Geduldsfaden reißt und sie ihn erschlagen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Grundstimmung dieser Miniaturen und taumelnden Gestalten schwankt zwischen Melancholie und Aberwitz, angesichts der Länge von fast 4 Stunden hätten einige Striche in der Textfassung den Theaterabend noch dichter gemacht.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/diebe/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/diebe/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Diebe&lt;/em&gt; am Deutschen Theater Berlin&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 30 Jan 2012 19:01:00 +0100</pubDate>
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    <title>Sartres Drama über Politik und Moral: &quot;Schmutzige Hände&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/167-Sartres-Drama-ueber-Politik-und-Moral-Schmutzige-Haende.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;1948, unter dem noch frischen Eindruck der Kollaboration des Vichy-Regimes mit den Nazis und angesichts der Moskau-hörigen Regierungen, die in Mittel-und Osteuropa eingesetzt wurden, schrieb Sartre ein Stück, das damals von der sogenannten &lt;em&gt;bürgerlichen&lt;/em&gt; Presse in Frankreich gefeiert wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Die schmutzigen Hände&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; beschreibt der Vordenker der existenzialistischen Philosophie das Schicksal von Hugo, der aus wohlhabendem Haus stammt und sich der kommunistischen Partei als Zeitungsredakteur anschließt. Ihn drängt es weg vom Schreibtisch, hin zur Tat. Von den Kadern seiner Partei erhält er schließlich den Auftrag, den Parteichef Hoederer zu liquidieren. Ihm wird von seinen &lt;em&gt;Parteifreunden&lt;/em&gt; unterstellt, heimlich einen Pakt mit den Nazis schmieden zu wollen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/ole_lagerpusch/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/ole_lagerpusch/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ole Lagerpusch&lt;/a&gt; gibt den jungen Hugo mit nervösen Ticks und lebenslustiger Frau (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/katharina_marie_schubert/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/katharina_marie_schubert/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Katharina Marie Schubert&lt;/a&gt;), die das von bedrückenden grauen Betonquadern hermetisch abgeschirmte Anwesen Hoederers mit ihrer Mischung aus Naivität und Laszivität aufmischt. Hugo ringt mit sich, die charismatische Ausstrahlung von Hoederer (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/ulrich_matthes/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/ulrich_matthes/&quot;&gt;Uli Matthes&lt;/a&gt;) zieht in in ihren Bann und er ist unfähig, seinen Auftrag auszuführen. Bis er ihn letztlich doch ausführt, allerdings aus Eifersucht, nach einer Liebesszene zwischen seiner Frau und Hoederer.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Konservativen in Frankreich waren damals vor allem deshalb so begeistert von dem Stück, da Sartre als linker Intellektueller ihren politischen Gegner, die kommunistische Partei, als Schlangengrube des Verrats und die Hauptfigur des Hugo als unfähigen Zauderer zeichnete.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Jenseits dieser vordergründigen Interpretation geht es in dem Stück grundsätzlicher um das Verhältnis zwischen Politik und Moral: Hoederer, mit allen Winkelzügen der Politik vertraut, ist in den Streitgesprächen des dialoglastigen Politdramas davon überzeugt, dass es nicht möglich ist, sich im politischen Geschäft die Finger nicht schmutzig zu machen und nie zu lügen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Besonders interessant ist diesmal das Programmheft gestaltet: Die verantwortliche Dramaturgin Annika Steinhoff ordnet das Drama mit dem Nachdruck kürzerer philiosophischer Texte und eines ausführlichen Original-Interviews Sartres aus den 60ern in das Denken des Philosophen ein und kontrastriert seine Thesen mit neueren Feuilleton-Texten wie dem &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.zeit.de/2011/23/Gespraech-Hessel-Precht&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.zeit.de/2011/23/Gespraech-Hessel-Precht&quot;&gt;ZEIT-Gespräch mit Stephane Hessel und Richard David Precht&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &amp;quot;Die schmutzigen Hände&amp;quot; hat keine überraschenden Inszenierungsideen - von dem erwähnten klaustrophobischen Bühnenbild abgesehen. Regisseurin &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/jette_steckel/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/jette_steckel/&quot;&gt;Jette Steckel&lt;/a&gt; konzentriert sich ganz auf die Kraft von Sartres Dialogen, die nachhallen und zu weiteren Debatten über das Verhältnis von Moral und Politik einladen. Diese sind aktuell sicher so notwendig wie eh und je, wie jüngste Ereignisse bewiesen. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/schmutzige_haende/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 23 Jan 2012 19:30:00 +0100</pubDate>
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    <title>Starbesetzung auf &quot;Einsamem Weg&quot; plus Merkels Sprecher</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/165-Starbesetzung-auf-Einsamem-Weg-plus-Merkels-Sprecher.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Seit 2009 ist Arthur Schnitzers selten gespieltes Drama &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/der_einsame_weg/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/der_einsame_weg/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der einsame Weg&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;auf der Bühne des Deutschen Theaters zu sehen. Die Besetzungsliste liest sich wie ein All-Star-Team der deutschsprachigen Schauspielkunst: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/tape/nina_hoss/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/tape/nina_hoss/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nina Hoss&lt;/a&gt;, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/ulrich_matthes/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/ulrich_matthes/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ulrich Matthes&lt;/a&gt;, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/almut_zilcher/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/almut_zilcher/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Almut Zilcher&lt;/a&gt;, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/gaeste/ernst_stoetzner/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/gaeste/ernst_stoetzner/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ernst Stötzner&lt;/a&gt;, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/barbara_schnitzler/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/schauspieler/barbara_schnitzler/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Barbara Schnitzler&lt;/a&gt;&amp;#160;lauten die klangvollen Namen, die der preisgekrönte Filmregisseur &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/regie/christian_petzold/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/regie/christian_petzold/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Christian Petzold&lt;/a&gt; (&lt;em&gt;Innere Sicherheit&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Yella&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Wolfsburg, Gespenster, Jerichos&lt;/em&gt;) bei seinem Theaterdebüt um sich scharte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie bei Schnitzler, des Zeitgenossen von Sigmund Freud, üblich steigt auch dieser Text tief hinab in die Seelenqualen seiner Figuren. Lebenslügen und die Zwänge gesellschaftlicher Konventionen werden angesichts eines vor 23 Jahren unehelich gezeugten Kindes im Wiener Künstler-Milieu aufgespürt und verhandelt. In sehr elaboriertem Ton und sehr aufrecht schreitend leiden die Akteure auf der Bühne an sich selbst und an einander.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn der Beifall sehr freundlich war, sprang doch kein rechter Funke über. Alles wirkt wie ein ruhig dahinfließendes Konversationsstück aus fernen Zeiten, die schon mehr als ein Jahrhundert zurückliegen. Der Regierungssprecher Steffen Seibert wird es genossen haben: Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, in dem er immer neue Enthüllungen über den Bundespräsidenten aus so unterschiedlichen Medien wie BILD, SPIEGEL, SZ und FAS lesen musste und anschließend sichtlich Mühe hatte, als Sprachrohr der Kanzlerin die richtige Mischung aus vorsichtiger Distanz und Doch-nicht-fallen-lassen zu finden, war dieser Theaterabend sicher ein wesentlich entspannterer Gegenpol ohne weitere Aufregung.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/der_einsame_weg/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/der_einsame_weg/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 08 Jan 2012 16:50:16 +0100</pubDate>
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    <title>&quot;Das Ding&quot;: Amüsante Komödie über die Globalisierung</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/162-Das-Ding-Amuesante-Komoedie-ueber-die-Globalisierung.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
In der Box, der kleinen Experimentierbühne hinter der Bar des &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschen Theaters&lt;/a&gt;, ist in diesen Wochen ein erfrischender Beitrag zur Globalisierungsdebatte zu erleben:&amp;#160;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.rowohlt-theaterverlag.de/autor/Philipp_Loehle.2910796.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.rowohlt-theaterverlag.de/autor/Philipp_Loehle.2910796.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Philipp Löhle&lt;/a&gt;, ein Nachwuchsdramatiker, der für seine pointierten Stücke bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde, zeichnet den &amp;quot;Lebensweg&amp;quot; einer Baumwollfluse nach.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der gesamte Bühnenraum ist mit den watteartigen Knäueln übersät, nach und nach schälen sich die Schauspieler an die Oberfläche: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/olivia_graeser&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/olivia_graeser&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Olivia Gräser&lt;/a&gt;, neben Christoph Franken, das einzige Ensemble-Mitglied des Deutschen Theaters an diesem Abend, spielt mit einer Mischung aus Witz und Naivität die Titelrolle als &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/das_ding/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/das_ding/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;D&lt;/em&gt;&lt;em&gt;as Ding&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;: Mit großen Augen und akrobatischen Einlagen schildert sie den Weg der Baumwollfluse von der Ernte in Südamerika über die Container-Verschiffung nach China, die dortige Verarbeitung in einem Fußballer-Trikot, die durchgeschwitzten Freudentänze auf deutschen Fußball-Plätzen in Amateurligen bis zur Odyssee durch mehrere Müll-Sortieranlagen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Geschickt verknüpft dieser kurzweilige Text die Reise der Baumwollfluse mit einigen Nebensträngen: Wie beeinflusst die globale Vernetzung der Produktions-, Kommunikations- und Handelswege das Leben des afrikanischen Soja-Bauern Siwa, der frustrierten Romanistin Katrin oder des chinesischen Kleinunternehmers Li?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die richtige Würze verleihen diesem Abend die Spielfreude und der volle Körpereinsatz der Studenten der renommierten &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hfs-berlin.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hfs-berlin.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Schauspielschule &lt;em&gt;Ernst Busch&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;: Moritz Peschke trifft den richtigen Ton in verschiedenen Dialekten von Wienerisch bis Schwäbisch und schlüpft in verschiedene kleine Rollen. Aram Tafreshian und Iris Becher bekriegen sich als Ehepaar, zwischen denen wohl nie wirkliche Liebe herrschte. Kilian Ponert wechselt in den verschiedenen Szenen zwischen dem Chinesen Li und dem Afrikaner Siwa hin und her. Pascal Houdus startet als idealistischer Sunnyboy seine Mission als Entwicklungshelfer und findet sich am Ende nackt und gefesselt auf dem Boden der Tatsachen wieder.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Lesenswert ist auch das kurze Interview mit dem Autor Philipp Löhle im Programmheft, wo er beschreibt, wie ihm auf einer Reise nach Südamerika hautnah bewusst wurde, wie sehr die Globalisierung das Leben jedes Einzelnen mittlerweile prägt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/das_ding/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/das_ding/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Thu, 05 Jan 2012 23:59:46 +0100</pubDate>
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    <title>Kriegenburgs &quot;Käthchen von Heilbronn&quot; im Leerlauf</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/156-Kriegenburgs-Kaethchen-von-Heilbronn-im-Leerlauf.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Im &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.heinrich-von-kleist.org/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.heinrich-von-kleist.org/&quot;&gt;200. Todesjahr Heinrich von Kleists&lt;/a&gt; kommt man an seinen Dramen in Berlin und auf vielen anderen Bühnen kaum vorbei. Andreas &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/regie/andreas_kriegenburg/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/regie/andreas_kriegenburg/&quot;&gt;Kriegenburg&lt;/a&gt; brachte pünktlich zum 3. Advent sein Liebes-, Schauer- und Ritterdrama &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/junges_dt/zuschauen/das_kaethchen_von_heilbronn/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/junges_dt/zuschauen/das_kaethchen_von_heilbronn/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Käthchen von Heilbronn&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;auf die Bühne des Deutschen Theaters. So stand es zumindest im Programmheft. Tatsächlich handelte es sich, wie &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1625053/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1625053/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hartmut Krug im &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1625053/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1625053/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschlandfunk&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;resümierte, um eine Ausweichbewegung, in der sich der Hausregisseur im wahrsten Sinne des Wortes verzettelte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bezeichnend war schon, dass die Dramaturgin Sonja Anders in&amp;#160; der wohl längsten Stückeinfrührungen der vergangenen Spielzeiten, Mühe hatte, einen halbwegs kompromierten Überblick über die antiquierte Dramenhandlung und die verkopften Grundzüge der Regie zu geben.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Publikum findet sich in einem riesigen Zettelkasten wieder, sechs Schauspieler wechseln sich in einem anstrengenden Dauer-Rollen- und Kleidertausch darin ab, eine Strichfassung des Dramas sowie Briefe von Kleist zu sprechen. Wie immer in Kriegenburgs Inszenierungen sind die Puppen und Ritterrüstungen oder viele andere kleine Details in mühe- und liebevoller Arbeit gestaltet, aber das hält einen Abend kaum zusammen, der nicht so recht weiß, wo er hin will. &lt;br /&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/junges_dt/zuschauen/das_kaethchen_von_heilbronn/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/junges_dt/zuschauen/das_kaethchen_von_heilbronn/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 18:49:00 +0100</pubDate>
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    <title>Maren Eggert glänzt in Orestie-Bearbeitung</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/155-Maren-Eggert-glaenzt-in-Orestie-Bearbeitung.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;In langen Reifröcken, wie sie zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs Mode waren, zanken sich Mutter Christine (Friederike Kemmer) und Tochter Lavinia (Maren Eggert) wegen der Liebeswirren der Familie Mannon, die am Ende alle gemeinsam in den Abgrund reißen. Die &lt;em&gt;Orestie&lt;/em&gt; von Aischylos wurde mit Constanze Becker in der Hauptrolle im Jahr 2007 auf der Bühne des Deutschen Theaters von der Kritik gewürdigt und vom Publikum sehr geschätzt. In diesem Herbst brachte Stefan Kimmig das Stück &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/trauer_muss_elektra_tragen/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/trauer_muss_elektra_tragen/&quot;&gt;&lt;em&gt;Trauer muss Elektra tragen&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; auf die Bühne des Großen Hauses: Die klassische Tragödie der Atriden-Saga wurde von Eugene O´Neill 1931 in das Neuengland der Sezessionskriege verfrachtet und mit den Erkenntnissen von Sigmund Freuds Psychoanalyse angereichert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Tochter erträgt nicht, dass ihre Mutter die Abwesenheit des Vaters im Krieg, für den sie längst nichts mehr empfindet, für eine leidenschaftliche Affäre mit Adam Brandt (Bernd Moss) nutzt. Sie treibt ihren Bruder Orin (Alexander Khuon) zu einem blutigen Rachefeldzug gegen die eigene Mutter. &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/trauer_muss_elektra_tragen/maren_eggert/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/trauer_muss_elektra_tragen/maren_eggert/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maren Eggert&lt;/a&gt; zeigt als Hauptfigur den ganzen Facettenreichtum ihres Könnens und hält die Fäden des Knäuels, das sich immer auswegloser verstrickt, in der Hand.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Erstaunlich ist, mit welcher Wut zahlreiche Feuilletons nach der Premiere gegen einen aus ihrer Sicht überflüssigen und verstaubten Abend anschrieben. Eugene O´Neills Drama sollte am besten von allen Spielplänen verschwinden, weil es misslungen sei, lautet der Tenor der Kritikenrundschau auf &lt;em&gt;nachtkritik&lt;/em&gt;. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es stimmt, dass der ganze Abend eher konventionell und ohne große Überraschungen inszeniert ist. Aber die schauspielerischen Leistungen sind einen Besuch wert.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/trauer_muss_elektra_tragen/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/trauer_muss_elektra_tragen/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 08 Dec 2011 17:30:00 +0100</pubDate>
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    <title>Studio Braun am DT: Fahr zur Hölle, Ingo Sachs</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/148-Studio-Braun-am-DT-Fahr-zur-Hoelle,-Ingo-Sachs.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Am Hamburger Schauspielhaus waren die Anarcho-Komödianten von &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.studiobraun.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.studiobraun.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Studio Braun&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;(Heinz Strunck, Rocko Schamoni und Jacques Palminger) schon mehrfach mit schrägen Produktionen zu sehen. Wie die Dramaturgin Anika Steinhoff bei der Stück-Einführung im Saal erzählte, schielten Ulrich Khuon und sein Team vom&amp;#160; Thalia-Theater neidisch auf die Kollegen vom Schauspielhaus, da es zwischen den beiden großen Häusern der Hansestadt eine Abmachung gibt, sich die Regisseure nicht gegenseitig abzuwerben.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Als Khuon als neuer Intendant ans Deutsche Theater nach Berlin wechselte, stand früh fest, dass er Studio Braun einen Abend inszenieren sollten. Aus der Grundidee, im Kleist-Jahr ein &lt;em&gt;Action-Musical&lt;/em&gt; auf die Bühne zu bringen, entstand schließlich in einem wohl recht aufreibenden kreativen Prozess das Stück &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/ingo_sachs/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/ingo_sachs/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Fahr zur Hölle, Ingo Sachs&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, das am vergangenen Wochenende Premiere hatte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zusammen mit Ensemble-Mitgliedern des Theaters und einem großen Orchester gestaltet &lt;em&gt;Studio Braun&lt;/em&gt; einen wilden Parforce-Ritt durch die Erzählebenen, verknüpft Kleists vielleicht berühmteste Novelle &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.inhaltsangabe.de/kleist/michael-kohlhaas/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.inhaltsangabe.de/kleist/michael-kohlhaas/&quot;&gt;&lt;em&gt;Michael Kohlhaas&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;mit Charles Bronsons Action-Filmen der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Ein_Mann_sieht_rot&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Mann_sieht_rot&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Ein Mann sieht Rot&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; - Reihe aus den 70er Jahren. &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/ingo_sachs/ole_lagerpusch/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/ingo_sachs/ole_lagerpusch/&quot;&gt;Ole Lagerpusch&lt;/a&gt; gibt den egozentrischen Regisseur Ingo Sachs, dem die kongeniale Verbindung von Blockbuster und Autorenkino vorschwebt und der alle Beteiligten mit seinen Allüren in den Wahnsinn treibt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der unbedingte Wille zu trashigen Kostümen und schrägen Pointen lässt sicher die Herzen der Fangemeinde höher schlagen. Für das Bildungsbürgertum der Abonennten dürfte dieser Abend aber eher ein Fremdkörper bleiben, der sie irritiert zurück lässt. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/ingo_sachs/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/ingo_sachs/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.studiobraun.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.studiobraun.de/&quot;&gt;Studio Braun&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 22 Nov 2011 18:23:00 +0100</pubDate>
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    <title>Tape: Kammerspiel über heikle Fragen mit Nina Hoss</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/146-Tape-Kammerspiel-ueber-heikle-Fragen-mit-Nina-Hoss.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Kurz vor der Sommerpause hatte das Kammerspiel &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/tape/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/tape/&quot;&gt;Tape&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;seine Premiere am Deutschen Theater. Bis zur Wiederaufnahme in diesem Herbst ist die mediale Aufregung um die Fälle Strauss-Kahn und Kachelmann zwar etwas abgebbt, aber der Kern dieses Stücks bleibt aktuell wie eh und je.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ähnlich wie in den beiden hochumstrittenen Verfahren ist auch in &lt;em&gt;Tape&lt;/em&gt;, umstritten, was in einer bestimmten Nacht geschehen ist. Die Frage, ob die Staatsanwältin Amy (von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/tape/nina_hoss/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/tape/nina_hoss/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nina Hoss&lt;/a&gt; glänzend gespielt und gesungen) nach der High-School-Party von vergewaltigt wurde, bleibt bis zuletzt ungeklärt im Raum stehen. Auf engstem Raum und auf weniger als 80 Minuten kompromiert entfaltet sich ein Ringen um die Wahrheit zwischen dem gekränkten Vince (Felix Goeser), der sein Leben nicht in den Griff bekommt und als Kleindealer dilettiert, dem smarten Regisseur Jobn (Bernd Moss) und Amy.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Stück wurde 1999 von Stephen Belber geschrieben und 2001 mit den klingenden Namen &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Uma_Thurman&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Uma_Thurman&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Uma Thurman&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Ethan_Hawke&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ethan_Hawke&quot;&gt;Ethan Hawke&lt;/a&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.imdb.com/title/tt0275719/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.imdb.com/title/tt0275719/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;verfilmt&lt;/a&gt;. Seitdem war es auf den deutschen Bühnen kaum zu sehen, so dass die beschriebenen Prozesse und die mediale Aufregung der entscheidende Auslöser gewesen sein könnten, dass Regisseur Stefan Pucher dieses Stück wieder ausgrub und auf die Bühne brachte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unangenehm war der Qualm, den die beiden Männer, während sie sich belauerten, durch die Zuschauerreihen ziehen ließen. Wie schon beim Kafkas &lt;em&gt;Schloss&lt;/em&gt;-Adaption wurde die Luft in den Kammerspielen dadurch ziemlich stickig, ganz nach dem schlechten Vorbild des Maxim Gorki - Theaters. Der Senat sollte deshalb überlegen, diese Ausnahmeregelung im Berliner Nichtraucherschutzgesetz für Theaterbühnen endlich zu schliessen. In den meisten anderen Bundesländern ist das längst der Fall.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/tape/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/tape/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 31 Oct 2011 12:11:51 +0100</pubDate>
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    <title>Nurkan Erpulat verhebt sich an Kafkas &quot;Schloss&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/143-Nurkan-Erpulat-verhebt-sich-an-Kafkas-Schloss.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/regie/nurkan_erpulat/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/regie/nurkan_erpulat/&quot;&gt;Nurkan Erpulat&lt;/a&gt; hatte einen kometenhaften Aufstieg in der deutschen Theaterlandschaft. Sein Stück &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/122-Verruecktes-Blut-Tasche-her,-Alter!.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verrücktes Blut&lt;/a&gt; begeisterte am Ballhaus Naunynstraße Publikum und Feuilletons. Als frischgebackener Nachwuchsregisseur wagte er sich an in diesem Herbst an die Theaterfasung eines wuchtigen Texts, nämlich Franz Kafkas Roman-Fragment &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.franzkafka.de/franzkafka/das_werk/das_schloss/457394&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.franzkafka.de/franzkafka/das_werk/das_schloss/457394&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Schloss&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach einem solch frechen und witzigen Debüt, das vor Ideenreichtum sprühte, sind die Erwartungen hoch. Aber Nurkan Erpulat fand keinen Zugang zu diesem hermetischen, sprachgewaltigen Werk. In seiner Koproduktion der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ruhrtriennale.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.ruhrtriennale.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ruhrtriennale&lt;/a&gt; und des &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot;&gt;Deutschen Theaters Berlin&lt;/a&gt; wirken die Schauspieler sehr alleingelassen, warum einer von ihnen über lange Strecken nur in Unterhose auf der Bühne herumsteht, erschliesst sich auch nicht recht. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Szenen, in denen der Landvermesser K. sich abstrampelt, Klarheit über die Machtspiele und Fallstricke in dem Dorf am Fuss des ominösen Schlossbergs zu gewinnen, gleichen sich sehr stark. Es zeigt sich, dass die Sprachgewalt und die bedrückende Atmosphäre vor allem als Lesetext ihre Wirkung entfalten. An diesem Abend gelingt es Erpulat, seinem Dramaturgen und seinen Schauspielern nicht so recht, daraus eine lebendige Theaterfassung auf die Bühne zu bringen. Dementsprechend leerten sich auch die hinteren Reihen der ausverkauften Kammerspiele gegen Ende der Inszenierung.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben der unbestrittenen sprachlichen Qualität von Kafkas Vorlage überzeugt an diesem Abend vor allem der Kinderchor der Berliner Staatsoper, die mit eingestreuten Songs der &lt;em&gt;Doors &lt;/em&gt;die Szenen voneinander abgrenzen. Als Fazit bleibt, dass wir auf die nächste Regiearbeit von Nurkan Erpulat gespannt sein dürfen. Sein Potenzial hat er eindrucksvoll bewiesen, auch wenn es diesmal nicht so recht zur Geltung kam. Bis dahin lohnt sich die Lektüre von Franz Kafkas Romanfragmenten und Erzählungen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_repertoire/das_schloss/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_repertoire/das_schloss/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 17 Oct 2011 11:48:54 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Capitalista, Baby! Langweilig trotz Ayn Rands Thesen </title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/134-Capitalista,-Baby!-Langweilig-trotz-Ayn-Rands-Thesen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.aynrand.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.aynrand.de/&quot;&gt;Ayn Rand&lt;/a&gt; ist eine hochinteressante Figur der US-amerikanischen Philosophie. Der Guru der Finanzmärkte, der ehemalige US-Notenbank-Chef &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.tagesspiegel.de/wirtschaft/greenspan-erwartet-kollaps-des-euro/4536770.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/greenspan-erwartet-kollaps-des-euro/4536770.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Alan Greenspa&lt;/a&gt;n, berief sich ebenso auf ihre Thesen wie Julian Assange, das Idol der Open Data-Bewegung und Wikileaks-Kopf. Auch in einem feuilletonistischen Beitrag der Süddeutschen Zeitung über den Überraschungs-Coup, mit dem die Piraten das Abgeordnetenhaus von Berlin, enterten, durfte ihr Name nicht fehlen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Sie wurde bekannt als Vertreterin eines libertären Individualismus, der die Freiheit des Einzelnen ins Zentrum des Handelns rückt. Vor allem in den USA prägt sich auch heute, fast dreißig Jahre nach ihrem Tod, die politische Landschaft, da die &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.teaparty.org/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.teaparty.org/&quot;&gt;&lt;em&gt;Tea Party&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ihr in vielen Punkten nahe steht.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Auseinandersetzung mit dieser in Deutschland nicht so bekannten Denkerin drängt sich also förmlich auf und verspricht spannende Reibungspunkte. Leider ging das Konzept des Regieduos &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/capitalista_baby/tom_kuehnel/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/capitalista_baby/tom_kuehnel/&quot;&gt;Tom Kühnel&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/capitalista_baby/juergen_kuttner/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/capitalista_baby/juergen_kuttner/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jürgen Kuttner&lt;/a&gt;, der dem Berliner Publikum durch seine Volksbühnen-Monologe bekannt ist, nicht auf. Das ältere Ehepaar neben mir zog am Ende das Fazit: &amp;quot;Wie langweilig!&amp;quot;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Interessante Ansätze gab es allerdings durchaus. Wie bei Kuttner als Stilmittel üblich liefen&amp;#160; zu Beginn Videoschnipsel in Endlosschleife über die große Leinwand vor der Bühne: Ayn Rand sprach in alten Schwarz-Weiß-Interview-Aufnahmen über ihre Weltsicht. Furios war sicher auch der Schlussappell des Hauptdarstellers &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/capitalista_baby/daniel_hoevels/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/capitalista_baby/daniel_hoevels/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Daniel Hoevels&lt;/a&gt;, der ein weiterer Lichtblick des Abends war und hoffentlich noch öfter in wichtigen Rollen am Deutschen Theater Berlin zu sehen sein wird. In diesen wenigen Minuten lernte man das Gedankengebäude von Ayn Rand etwas besser kennen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dazwischen lag aber fast drei Stunden lang eine theatralische Fassung ihres Romans &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Der_ewige_Quell&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Der_ewige_Quell&quot;&gt;&lt;em&gt;The Fountainhead&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, die in grauer Vorzeit des Hollywood-Kinos auch schon melodramatisch mit Gary Cooper verfilmt wurde. Mit zahlreichen Verfremdungseffekten in Brechtscher Tradition und skurrilen Auftritten von Jürgen Kuttner als schwarzer Witwe schleppte sich die Erzählung über den Architekten Howard Roark, der sich nicht anpassen, sondern seine künstlerischen Ideen 1:1 umsetzen möchte, wie Gerhard Schröder sagen würde, eher zäh hin.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/capitalista_baby/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/capitalista_baby/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 20 Sep 2011 17:30:00 +0200</pubDate>
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    <title>Jelineks Winterreise: Eindringliche Spielzeiteröffnung</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/130-Jelineks-Winterreise-Eindringliche-Spielzeiteroeffnung.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt; Mit sehr schwerer Kost konfrontierte das Deutsche Theater sein Publikum &lt;br /&gt;
zum Auftakt der neuen Spielzeit: Drei Stunden lang deklamieren fünf &lt;br /&gt;
Schauspielerinnen die bedruckenden Text-Wüsten aus Elfriede Jelineks &lt;br /&gt;
jüngstem Werk &lt;em&gt;Winterreise&lt;/em&gt;. Die einzigen fröhlichen Kontrapunkte sind &lt;br /&gt;
ihre Sommerkleider und die Blumenwiese, über die sie spazieren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
Wie bei Jelinek mittlerweile üblich, gibt es keine klaren Rollen oder einen roten Handlungsfaden. Die schauspielerinnen tragen abwechselnd einen Teil der wütenden Monologe vor. Die Kolleginnen verletzten sich im Hintergrund selbst mit Messern oder Scheren und quälen sich am Klavier durch Franz Schuberts titelgebenden Liederzyklus. Diese Motive aus Jelineks Biographie kennt man bereits aus ihrem Roman &lt;em&gt;Die Klavierspielerin&lt;/em&gt; und der Haneke-Verfilmung mit Isabelle Huppert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch sonst kommt einem vieles bekannt vor: Jelinek leidet erstens an sich selbst, zweitens an ihrer dominanten Mutter, drittens am demenzen Vater, viertens an Österreich und fünftens an der ganzen Welt. Die sprachgewaltigsten Passagen widmen sich wieder mal der Abrechnung mit Österreich. Vom Fall Kampusch zeigt sie Linien der Verachtun bis zum Massentourismus und der Zerstörung der alpinen Landschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Deutsche Theater Berlin&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/winterreise_dt/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/winterreise_dt/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 14 Sep 2011 11:48:00 +0200</pubDate>
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    <title>Rainald Grebe: Völker schaut auf diese Stadt </title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/128-Rainald-Grebe-Voelker-schaut-auf-diese-Stadt.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    Der Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus dümpelt vor sich hin. Wowi verzichtet fast völlig auf Inhalte und zeigt sich auf Plakaten lieber mit Krokodil-Puppen, die ihm die Nase abbeissen, und reizenden älteren Damen die er im Small-Talk charmiert. Renate Künasts Wahlkampf blieb seit ihrer pompösen Kandidatur-Eröffnungsrede zahm und kommt auch auf &lt;br /&gt;
der Zielgeraden nicht richtig in Gang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;  &lt;br /&gt;
Gut, dass nun immerhin der in Berlin und Brandenburg weltberühmte Kabarettist Rainald Grebe etwas Schwung in die Angelegenheit bringt: am Maxim Gorki Theater führt er in etwas mehr als zwei Stunden durch die Untiefen des Berliner Kommunalwahlkampfs. &lt;em&gt;Völker schaut auf diese Stadt&lt;/em&gt; nennt er sein neues Programm in Anspielung auf Ernst Reuter. Der aktuelle Amtsinhaber und potenzielle NachfolgerInnen kommen an diesem Abend nicht ganz so gut weg: Grebe und seine Kollegen sprechen und spielen die Originaltexte der Kandidatenauftritte nach und legen mit karikierendem Spott den Finger in die Wunde mancher Stilblüten. &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Abend leidet unter einer Schwierigkeit: Wie kann eine Parodie noch zünden, wenn der Wahlkampf selbst schon mit schrägen und fast unglaublichen Einlagen ein eigenständiges Gesamtkunstwerk darstellt? Gegen die Live-Auftritte der Kandidaten des bunten Gewimmels &lt;br /&gt;
kleiner Parteien im &lt;em&gt;rbb&lt;/em&gt; vor einigen Tagen mit der unfreiwilligen Komik, als nicht mehr klar war, wer hier der Satiriker Martin Sonneborn ist und wer seine Thesen ernst meint, kommt auch ein Mann vom Kaliber Grebes nicht so einfach an. Vor allem, wenn er im Vergleich zu seinen Soloprogrammen so ausser Form wirkt wie an diesem Abend, an dem auch noch eine Kollegin krankheitsbedingt ausfällt.   &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Dennoch gelingen manche schöne Momentaufnahmen. Vor allem die nachgestellten Interviews mit einem Rentner, der sich in Berliner Schnauze immer weiter in eine Wutrede auf den Regierenden Bürgermeister reinsteigert, und die Schlussparodie des hoffnungslosen FDP-Wahlkämpfers am Kotti, an dem die Passanten vorbeilaufen, sind sehenswert. Aber warum räuchern Rainald Grebe und seine Kollegen den Theatersaal mit ihrem Zigarettenqualm ein? Das ist eine der offenen Fragen nach diesem ungewöhnlichen Theaterabend.&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de&quot;&gt;Das Maxim Gorki Theater &lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.rainaldgrebe.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.rainaldgrebe.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rainald Grebe&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/de_DE/calendar/repertoire/748327&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/de_DE/calendar/repertoire/748327&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Sep 2011 13:06:59 +0200</pubDate>
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    <title>Anna Karenina am Gorki: erst Nummernrevue, dann Schwere</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/126-Anna-Karenina-am-Gorki-erst-Nummernrevue,-dann-Schwere.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    Einen Wälzer von mehr als 1000 Seiten zu lesen, erfordert schon einiges an Durchhaltevermögen. Noch größer ist die Herausforderung, aus einem Roman wie &amp;quot;Anna Karenina&amp;quot; einen interessanten Theaterabend zu machen. Da ist es unerlässlich, Schneisen zu schlagen und stark zu kürzen. &amp;#160;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Berliner Maxim Gorki Theater gingen in der Textfassung des Intendanten Armin Petras und des Regisseurs Jan Bosse leider viele wichtige Stränge von Leo Tolstois epischem Gesellschaftspanorama und seinen Reflexionen über das vorrevolutionäre russische Zarenreich verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geblieben ist ein Abend über die Sehnsucht nach und das Scheitern von Liebe. Auf der Setzkasten-Bühne mühen sich die Figuren ab, ihr Glück zu finden. Vor allem über der letzten Stunde nach der Pause liegt eine bleierne Schwere, als die Titelfigur Anna Karenina erkennt, dass nach der Trennung von ihrem Mann auch der Liebhaber Wronski nicht das erhoffte stabile Glück bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor der Pause lebt das Stück vor allem von seinen beiden Stars: Fritzi Haberlandt als Anna Karenina und Milan Peschel als Wronski bieten eine Nummernrevue voller Kabinettstückchen ihres schauspielerischen Könnens. Das ist unterhaltsam, ansonsten bleibt einiges auf der Strecke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Maxim Gorki Theater: www.Gorki.de 
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    <pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:36:22 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Verrücktes Blut: Tasche her, Alter! </title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/122-Verruecktes-Blut-Tasche-her,-Alter!.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;em&gt;Verrücktes Blut&lt;/em&gt; am Ballhaus Naunynstraße gehört zum Besten, Frechsten und Interessantesten, was derzeit auf Berliner Bühnen zu sehen ist. Das wurde zwar schon oft in den Feuilletons von &lt;em&gt;FAZ&lt;/em&gt; über &lt;em&gt;SPIEGEL&lt;/em&gt; bis &lt;em&gt;taz&lt;/em&gt; behauptet, stimmt aber trotzdem!&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mal wieder - auch ein knappes Jahr nach der Premiere - war die Aufführung im kleinen Theater in Kreuzberg 36 bis auf den letzten Platz ausverkauft, als die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die alle zwischen 20 und 30 Jahre jung sind, häufig einen Migrationshintergrund haben, wie es mit einem Wortungetüm korrekt heißt, und meistens auch im Kiez leben, sich in die Klischeeposen werfen, die einem durch den Kopf schießen, wenn man an Schulklassen in Kreuzberg oder Neukölln denkt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Lehrerin (Sesede Terziyan) stöckelt auf hochhackigen Schuhen und voller Idealismus, den testosterongesteuerten Jugendlichen ihren Säulenheiligen Friedrich Schiller näherzubringen, auf verlorenem Posten über Parkett. Bis ihr in einem Handgemenge zufällig die geladene Pistole aus dem Rucksack eines Schülers vor die Füße fällt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Sie ergreift die Chance, in ihrer Klasse endlich mal für Ordnung zu sorgen oder sie zu kärchern, wie Sarkozy sagen würde, und zwingt die Jugendlichen mit Schreckschüssen aus der vorgehaltenen Pistole, das Drama &amp;quot;Die Räuber&amp;quot; aus Reclam-Heften nachzuspielen. Es entwickelt sich ein aberwitziger Mix aus Melodram, Krimi, Post-Migrations-Sozialanalyse und Parodie auf Schultheatervorstellungen, die Wolfgang Höbel im SPIEGEL treffend als &amp;quot;Amok-Komödie&amp;quot; charakterisierte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Identitäten werden diskutiert und ironisch gebrochen, die Volten der Handlung und die pointenreichen Dialoge halten das Publikum in Atem. Es war nicht zu bemerken, dass knapp die Hälfte des jungen Ensembles zum ersten Mal statt der bisherigen Besetzung einsprang.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein sehenswertes Stück, für das sich der Weg in den Kotti-Kiez trotz Dauerregen und U-Bahn-Pannen lohnte. Der Regisseur Nurkan Erpulat feierte mit diesem Werk seinen Durchbruch: Vom Off-Theater schaffte er es zum Berliner Theatertreffen der zehn wichtigsten deutschsprachigen Inszenierungen im deutschen Sprachraum. Mittlerweile arbeitet er auch schon an seiner zweiten Produktion für das repräsentative Deutsche Theater Berlin.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Stück wurde in nur knapp sechs Wochen als freie Improvisation nach der Grundidee des Films &lt;em&gt;La Journée de la Jupe&lt;/em&gt; von Jean-Paul Lilienfeld einstudiert, der auf der &lt;a href=&quot;/blog/08022009/Berlinale-2009-Liebeskummer,-Mauerfall-und-Geiseldrama-am-dritten-Festivaltag.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Berlinale 2009&lt;/a&gt; mit Isabel Adjani vorgestellt wurde.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;amp;evt=442&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=442&quot;&gt;Informtationen zu &amp;quot;Das Verrückte Blut&amp;quot;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ballhausnaunynstrasse.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Ballhaus Naunynstrasse &lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 03 Jul 2011 12:12:28 +0200</pubDate>
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    <title>Aus der Mitte der Gesellschaft: Gastspiel aus Oldenburg</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/121-Aus-der-Mitte-der-Gesellschaft-Gastspiel-aus-Oldenburg.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Sehr vielversprechend klang die Ankündigung des Gastspiels &lt;em&gt;Aus der Mitte der Gesellschaft &lt;/em&gt;des Staatstheaters Oldenburg bei den Autorentheatertagen: Die Absturzängste der Mittelschicht füllen seit der Einführung von Hartz IV und dem Schock der Finanzkrise ganze Bücherregale. Guido Westerwelle baute einen sehr erfolgreichen Wahlkampf auf seinem Versprechen eines einfacheren und gerechteren Steuersystems mit Entlastungen für die Mittelschicht auf, bis die Blase in der Regierungsrealität platzte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;An Stoff für einen interessanten Abend mangelte es also nicht und auch einige Fachleute aus dem politischen Berlin wie z.B. der Chef der Abteilung Innenpolitik der Grün-nahen Heinrich-Böll-Stiftung wurden angelockt. Leider gelang dem Regisseur Marc Becker und seinen vier Schauspielern nur ein recht fader Abend, der einige Scherze bot, aber das spannende Thema wie den heißen Brei umkreiste.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dabei wäre die Grundidee, die drei Männer und ihre Kollegin in einem A-Capella-Chor und einigen Soli sprechen zu lassen, durchaus reizvoll gewesen. Aber so blieb der Abend trotz guter Ansätze auf halber Strecke stecken.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In den kommenden Tagen wird bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater noch eine Dresdner Adaption des hochgelobten Romans &lt;em&gt;Der Turm&lt;/em&gt; zu sehen sein, an der Armin Petras und sein künftiger Dramaturg am Berliner Maxim-Gorki-Theater federführend mitwirkten. Zum Abschluss lockt die &lt;em&gt;Lange Nacht der Autoren&lt;/em&gt; mit vier Uraufführungen von Nachwuchsautorinnen und -autoren. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/mitte_der_gesellschaft/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/mitte_der_gesellschaft/&quot;&gt;Weitere Informationen zu &lt;em&gt;Aus der Mitte der Gesellschaft&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Jun 2011 12:59:57 +0200</pubDate>
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    <title>Murder Ballads: Nick Caves schwarze Romantik als Gastspiel aus Bern</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/119-Murder-Ballads-Nick-Caves-schwarze-Romantik-als-Gastspiel-aus-Bern.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
    <comments>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/119-Murder-Ballads-Nick-Caves-schwarze-Romantik-als-Gastspiel-aus-Bern.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Festivals sind die idealen Orte für überraschende Entdeckungen. Wer hätte gedacht, dass das Stadttheater Bern einen solch schwungvollen und ungewöhnlichen Theaterabend wie &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/murder_ballads/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/murder_ballads/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Murder Ballads&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;&lt;/span&gt; &lt;/em&gt;im Repertoire hat? In den Feuilletons der großen Zeitungen erfährt man hin und wieder von den Inszenierungen in Zürich und Basel. Aber Bern haben wir normalerweise nicht auf dem Schirm, wie Joschka Fischer so schön sagen würde. Mit Bern assoziieren wohl auch die meisten Schweizer nur sprichwörtliche Langsamkeit, den Verwaltungsapparat und die Sennenhunde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Deshalb ist es bemerkenswert, dass den Scouts und dem Team der &lt;em&gt;Autorentheatertage&lt;/em&gt; am Deutschen Theater Berlin diese unterhaltsame Aufführung &lt;em&gt;Murder Ballads &lt;/em&gt;mit dem Untertitel &lt;em&gt;Ein blutiger Abend &lt;/em&gt;nicht entgangen ist. Das Konzept ist ungewöhnlich, aber bestechend einfach: Die Drehbuchautorin Rebecca Kricheldorf bettete die elf Songs aus &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.nick-cave.com/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.nick-cave.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nick Caves&lt;/a&gt; berühmtem Album &lt;em&gt;Murder Ballads &lt;/em&gt;(1996) in eine Rahmenhandlung mitten im tiefsten Mittleren Westen der USA ein. Eine abgelegene Bar mit einem unberechenbar-lasziven und bedrohlichen Barmann (Andri Schenardi), der für seine schlangenhafte Beweglichkeit und seine Gesangskünste den stärksten Applaus bekommt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben der Stammkundin (Marianne Hamre) bevölkern nach und nach weitere zwielichtige und gestrandete Kreaturen diesen Un-Ort, fordern sich zu Trinkspielen heraus und erzählen sich über Morde und tragische Unglücksfälle. Das bietet die stimmige Atmosphäre für Nick Caves Songs, die von den Ensemble-Mitgliedern mit Begeleitung der Band &lt;em&gt;Los Hemiolos&lt;/em&gt; angestimmt werden. Natürlich durfte auch Nick Caves Duett &lt;em&gt;Where the Wild Roses grow&lt;/em&gt; mit Kylie Minogue nicht fehlen, das alle Schauspieler zusammen auf Schaukeln trällern.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/filter/autorentheatertage/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/filter/autorentheatertage/&quot;&gt;Die Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 19 Jun 2011 19:00:11 +0200</pubDate>
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    <title>Mein Avatar und ich: Web 2.0 - Musical von Peter Lund</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/118-Mein-Avatar-und-ich-Web-2.0-Musical-von-Peter-Lund.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Im Spielplan der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.neukoellneroper.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.neukoellneroper.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Neuköllner Ope&lt;/a&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.neukoellneroper.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.neukoellneroper.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;r&lt;/a&gt; haben die Musicals, die Peter Lund und Thomas Zaufke ihren Studentinnen und Studenten der UdK Berlin auf den Leib schreiben und komponieren, einen festen Platz. Mit viel Spielfreude, vollem Körpereinsatz und guten Gesangsleistungen erzählt der Schauspiel-Nachwuchs vor stets sehr gut besuchten Rängen eine humorvolle Geschichte. In der neuen Produktion &lt;em&gt;Mein Avatar und ich &lt;/em&gt;geht es um das Web 2.0 mit all seinen Innovationen und Schattenseiten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Augenzwinkernd werden die Typen vorgeführt, die man in der schönen neuen Welt der digitalen Kommunikation antrifft: den Computernerd, der sich in stundenlangen Sitzungen auf höchste Levels in seinen Ballerspielen hocharbeitet und bei Facebook fast 750 Freunde, aber kaum noch Kontakt zur Welt vor seiner Haustür hat; den chatsüchtigen Banker, der unter Pseudonym nach hübschen Frauen jagt, aber doch nur seinem Narzissmus frönt; die Mädchen, die sich begeistert den Heile Welt - Phantasien von Pinkyville widmen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eine besonders schöne Beobachtung von Lund und Laufke sind die titelgebenden Avatare aus &amp;quot;Second Life&amp;quot;: 2007 wurde diese Community in den Kreativ-Klitschen Berlins und den Medien als nächster großer Hype gefeiert, der dann aber recht sang- und klanglos wieder abebbte. Was passiert eigentlich mit den Avataren, die damals angelegt wurden, aber seitdem kaum je wieder aktiviert wurden?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Im Ensemble ragen der junge Schotte Dirk Johnston als Gordon und Benjamin Sommerfeld als Joschi heraus: Mit diabolisch geschminkten Augenringen führt Gordon als Mischung aus Mephisto und Vampir Regie und bringt den unbedarften Joschi in manche schwierigen Situationen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unverständlich ist aber, warum einer der Schauspieler im bei sommerlichen Temperaturen ohnehin stickigen Theatersaal ohne jede dramaturgische Einbindung und Relevanz minutenlang rauchen muss. Da Klaus Wowereit in seinem ohnehin halbherzigen und kaum ernst genommenen Nichtraucherschutzgesetz gegen den Widerstand vieler Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker das Rauchen auf Theaterbühnen in einem Atemzug mit Gefängnissen und Psychatrien zulässt, ist das zwar erlaubt, aber für das Publikum dennoch nicht gerade angenehm &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.neukoellneroper.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.neukoellneroper.de/&quot;&gt;Weitere Informationen zu &lt;em&gt;Mein Avatar und ich&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 13 Jun 2011 14:39:48 +0200</pubDate>
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    <title>Nicolas Stemanns &quot;Aufhören! Schluss jetzt! Lauter!&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/110-Nicolas-Stemanns-Aufhoeren!-Schluss-jetzt!-Lauter!.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Am &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschen Theater Berlin&lt;/a&gt; läuft seit Mitte Februar eine Produktion, die die Premierenkritiken spaltete: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/nicolas_stemann/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/nicolas_stemann/&quot;&gt;Nicolas Stemann&lt;/a&gt; engagierte die bekannte Schauspielerin &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schauspielkoeln.de/personalia_cv.php?pID=948&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schauspielkoeln.de/personalia_cv.php?pID=948&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maria Schrader&lt;/a&gt; als Gaststar und rührte mit einigen Ensemble-Mitgliedern eine merkwürdige Nummern-Revue aus dadaistischen Einlagen, Arbeitsverweigerung und Texten zusammen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Ganze firmiert unter dem Genre &amp;quot;Liederabend&amp;quot; und steht im Programmheft unter &amp;quot;Aufhören! Schluss jetzt! Lauter!&amp;quot;. Schon nach wenigen Vorstellungen ist der Zuschauerraum an diesem Freitag nur knapp zur Hälfte gefüllt. Tatsächlich war das Stück über weite Strecken der knapp zwei Stunden schlicht langweilig. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Schauspieler und ihr Regisseur wollen aus dem Zwang zur Sinnproduktion aussteigen und liefern am Ende nur einen Abend schaler Gags, der an verstaubte Volksbühnen-Inszenierungen frührerer Tage erinnert und für ein breites Publikum, das sich nicht für selbstreferentielle Theoriedebatten von Theaterwissenschaftlern und die ausgestellte Langeweile des Staatstheater-Ensembles interessiert, uninteressant ist.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/aufhoeren/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/aufhoeren/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 Mar 2011 17:41:29 +0100</pubDate>
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    <title>Jahresendzeitprogramm: Müntefering und Westerwelle stehlen Merkel die Show</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/5-Jahresendzeitprogramm-Muentefering-und-Westerwelle-stehlen-Merkel-die-Show.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Die Königin aller Gipfel von Heiligendamm bis Kopenhagen, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Homepage/home.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Homepage/home.html&quot; title=&quot;Angie&quot;&gt;Angela Merkel&lt;/a&gt;, moderiert auch im 13. Jahr in Folge auf gewohnt charmante und souveräne Art das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mehringhoftheater.de/endzeit.htm&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/endzeit.htm&quot; title=&quot;Programm&quot;&gt;&lt;em&gt;Jahresendzeitprogramm&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; im Kreuzberger &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mehringhoftheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/&quot; title=&quot;Mehringhoftheater&quot;&gt;Mehringhoftheater&lt;/a&gt;. 2009 bittet die Kanzlerin, wie immer von Christoph Jungmann verkörpert, galanterweise noch einmal ihren langjährigen Co - Moderator Franz Müntefering auf die Bühne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sauerländer blickt in seiner schnoddrigen Art auf die gemeinsamen vier Jahre zurück, ist sich keinerlei Schuld am schlechten SPD - Wahlergebnis bewusst und schwebt zur Pause frisch verliebt davon: Seine Michelle wartet in Kreuzberg 36 auf ihn. Heute geht es mit ihr und ihren Freundinnen ins &lt;em&gt;Lido&lt;/em&gt; und ins &lt;em&gt;Watergate&lt;/em&gt;, morgen dann ins &lt;em&gt;Berghain&lt;/em&gt;. Münte möchte erst mal Nachtleben und Eheglück genießen, träumt aber insgeheim davon, nach Sigmar Gabriels Interimszeit als Parteivorsitzender ins Brandt - Haus zurückzuziehen. Hannes Heesch brilliert in seiner Parodie auf den alten Haudegen und stiehlt Angela Merkel alias Christoph Jungmann etwas die Show.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch in der zweiten Hälfte muss sie um ihren Platz als Chefin kämpfen: Ihr neuer &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.guido-westerwelle.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.guido-westerwelle.de/&quot; title=&quot;Westerwelle&quot;&gt;Vizekanzler Guido Westerwelle &lt;/a&gt;hat sich selbst eingeladen und möchte ihr nicht nur im Kabinett, sondern auf der Bühne zur Seite stehen. In dieser Rolle ist &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mehringhoftheater.de/heesch.htm&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/heesch.htm&quot; title=&quot;Heesch&quot;&gt;Hannes Heesch &lt;/a&gt;sogar noch stärker: Vom triumphierenden Westerwelle - Grinsen am Wahlabend über bestimmte typische Textbausteine bis zu seiner Mischung aus strahlendem Selbstbewusstsein und Unterwürfigkeit imitiert der Kabarettist den Außenminister glänzend! Bis der Kanzlerin der Geduldsfaden reißt und sie ihn ins Kanzleramt wegschickt, weil sie vergessen habe, das Licht abzuschalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Dialogen Merkel/Müntefering und Merkel/Westerwelle ragen noch zwei Musikeinlagen aus: In einer Hommage an Michael Jacksons Tanz - Choreographien, in der die Kanzlerin temperamentvolle Hüftschwünge zeigt, rechnet das Jahresendzeitteam mit dem Debakel der Berliner S- Bahn ab: &amp;quot;Und alles was uns bleibt sind der überfüllte Bus und der Hass&amp;quot;. In einem Medley aus Udo Jürgens - Schlagern dichten die Schauspieler die Texte auf weitere wichtige Ereignisse des Jahres 2009 um: das Auf und Ab der Hertha zwischen Meistertraum und Abstiegsangst, den Literaturnobelpreis für Herta Müller, das Ende des Bahnchefs Mehdorn, dem sie stundenlanges Warten in der Kälte wünschen, sowie die schier endlose Debatte um das Stadtschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser sehr gelungene Kabarettabend hat kaum Längen und eine sehr große Pointendichte. Zur Entspannung von der großen Politik treten zwischendurch immer wieder Manfred Maurenbrecher mit seinen Liedern und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.horst-evers.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.horst-evers.de/&quot; title=&quot;Evers&quot;&gt;Horst Evers&lt;/a&gt; mit seinen kleinen, ins Surreale kippenden Alltagsbeobachtungen wie z.B. über den twitternden neuen Nachbarn auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Rundumschlag gegen die drei Wirtschaftsminister Glos, zu Guttenberg und Brüderle rechnet Bov Bjerg schließlich noch mit der Abwrackprämie ab: Mehrmals schimpft er über die Autoindustrie als Technik des 19. Jahrhunderts und vergleicht die Entschädigung für ein verschrottetes Auto mit dem Schmerzensgeld für getötete Afghanen, bis ihm die Kanzlerin einen Magenbitter und Beruhigungstropfen reicht, damit er ihren Galaabend nicht länger stört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mehringhoftheater.de/endzeit.htm&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/endzeit.htm&quot; title=&quot;Programm&quot;&gt;&lt;em&gt;Jahresendzeitprogramm 2009&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ist wieder ein sehr gelungener Kabarettabend, der noch bis 10. Januar 2010 auf der Bühne zu sehen sein wird. Man sollte sich aber beeilen, um Karten zu ergattern: Viele Vorstellungen sind bereits komplett oder fast ausverkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mehringhoftheater.de/endzeit.htm&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.mehringhoftheater.de/endzeit.htm&quot; title=&quot;Programm&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 17 Dec 2009 15:29:00 +0100</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Jürgen Kuttner schreckt vor nichts zurück</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/11-Juergen-Kuttner-schreckt-vor-nichts-zurueck.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Seit Jahren ist &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.kuttner.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.kuttner.de/&quot;&gt;Jürgen Kuttners&lt;/a&gt;&amp;#160;Videoschnipselvortrag &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.volksbuehne-berlin.de/praxis/von_mainz_bis_an_die_memel/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/von_mainz_bis_an_die_memel/&quot;&gt;Von Mainz bis an die Memel&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; eine feste Institution im Spielplan der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.volksbuehne-berlin.de&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.volksbuehne-berlin.de&quot;&gt;Berliner Volksbühne&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Wenn sich der langjährige Radiomoderator durch seine langen Assoziationsketten in hektischem Schnellfeuerstaccato berlinert, ist das Theater fast immer ausverkauft. Ganz so wie es am Rosa - Luxemburg - Platz in den goldenen Zeiten des Volksbühnen - Hypes, als &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Frank_Castorf&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Castorf&quot;&gt;Castorf&lt;/a&gt;, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schlingensief.com&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.schlingensief.com&quot;&gt;Schlingensief&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/dieproduktion.com/marthaler/marthaler_cv.htm&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://dieproduktion.com/marthaler/marthaler_cv.htm&quot;&gt;Marthaler&lt;/a&gt; im Nach - Wende - Berlin als Theatererneuerer gefeiert wurden, an der Tagesordnung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner neuesten Auflage widmete sich Kuttner einem eher unpolitischen Thema: Er grub in den&amp;#160;Archiven des ost- und westdeutschen Fernsehens nach alten Aufzeichnungen aus Schlagersendungen. Die unfreiwillig komische Spießigkeit einiger Moderationen aus den 50ern und 60ern wurde mit viel Gelächter quittiert, die verfeindeten Lager im Kalten Krieg schenkten sich in puncto Biederkeit und missglückter Auftritte weg.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Traditionell leitet Jürgen Kuttner jeden Schnipsel mit einer ausufernden Vorbemerkung ein: Obwohl der Clip oft nur 1 - 2 Minuten dauert, verheddert sich der Moderator schon mal in Gedankensprüngen, die ein Vielfaches an Zeit brachen. Zwangsläufig sitzt nicht jede Pointe, manchmal ist es schlicht banal, aber gerade das macht wohl auch den Kultfaktor für sein meist junges Stammpublikum aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab und zu gibt es aber auch gelungene kleine Kabinettstückchen, z.B. wenn Kuttner einen Auftritt von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.karelgott.com/nemecky/main.htm&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.karelgott.com/nemecky/main.htm&quot;&gt;Karel Gott&lt;/a&gt; in &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/665460/Dieter-Thomas-Heck-und-die-Hitparade&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/665460/Dieter-Thomas-Heck-und-die-Hitparade&quot;&gt;Dieter Thomas Hecks &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/665460/Dieter-Thomas-Heck-und-die-Hitparade&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/665460/Dieter-Thomas-Heck-und-die-Hitparade&quot;&gt;ZDF - Hitparade&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; auf seine theologischen&amp;#160;Bezüge abklopft oder ein solches Juwel wie ein aus dem Ruder laufendes Publikumsgespräch zwischen &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.udojuergens.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.udojuergens.de/&quot;&gt;Udo Jürgens&lt;/a&gt; und einem Werkzeugmacher kommentiert, der die Texte des Schlagersängers auseinandernahm. Der Schlusspunkt seines Vortrags war - wie immer - der Wahlkampfspot aus den Kindertagen der Grünen, als sich &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.beuys.org/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.beuys.org/&quot;&gt;Joseph Beuys&lt;/a&gt; durch das Lied &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/video.google.de/videosearch?hl=de&amp;amp;amp;source=hp&amp;amp;amp;q=sonne+statt+reagan&amp;amp;amp;um=1&amp;amp;amp;ie=UTF-8&amp;amp;amp;ei=ugpKS4yeLdH4_AadtMyRAg&amp;amp;amp;sa=X&amp;amp;amp;oi=video_result_group&amp;amp;amp;ct=title&amp;amp;amp;resnum=1&amp;amp;amp;ved=0CA4QqwQwAA#&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://video.google.de/videosearch?hl=de&amp;amp;source=hp&amp;amp;q=sonne+statt+reagan&amp;amp;um=1&amp;amp;ie=UTF-8&amp;amp;ei=ugpKS4yeLdH4_AadtMyRAg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=video_result_group&amp;amp;ct=title&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CA4QqwQwAA#&quot;&gt;Wir wollen Sonne statt Reagan&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;dilettierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem war dies wieder ein typischer Kuttner - Abend, der mit seinen Schwächen und versandenden Pointen kokettierte und doch oft genug amüsante, schräge Sichtweisen auf Archivbilder aufzeigte.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 08 Jan 2010 18:13:00 +0100</pubDate>
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    <title>Anarchie im Staatstheater: Hommage an Rio Reiser</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/12-Anarchie-im-Staatstheater-Hommage-an-Rio-Reiser.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;An diesem Wochenende hätte &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Rio_Reiser&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Rio_Reiser&quot;&gt;Rio Reiser&lt;/a&gt; (1950 - 1996) seinen 60. Geburtstag feiern können. Die Party zu Ehren des Frontmanns der legendären &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.tonsteinescherben.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.tonsteinescherben.de/&quot;&gt;Ton, Steine, Scherben&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;wäre bestimmt spannend geworden! Wie hätten ihn wohl langjährige Weggefährten, z.B. die ehemalige Tourmanagerin der Band und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.claudia-roth.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.claudia-roth.de/&quot;&gt;heutige Bundesvorsitzende von BÜNDNIS ´90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth&lt;/a&gt;, gewürdigt? Welche neuen Songs wären ihm zu den Themen Mietsteigerung, Gentrifizierung und brennende Autos in Kreuzberg eingefallen?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Leider wird das nur Phantasie bleiben: wir müssen uns mit der Hommage begnügen, die das Deutsche Theater Berlin für den Ausnahme - Musiker ausrichtete. Das Große Haus wurde zum Konzertsaal umfunktioniert und der Hamburger Musiker &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.jan-plewka.com/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.jan-plewka.com/&quot;&gt;Jan Plewka&lt;/a&gt; mit seiner Band &lt;em&gt;Schwarz - Rote Heilsarmee &lt;/em&gt;performten die bekanntesten Lieder aus den 1970er und 1980er Jahren. Das meist ergraute Publikum wippte dazu nostalgisch im Takt. &lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Den Künstlern gelang es sehr gut, die gesamte Bandbreite des Schaffens von Rio Reiser widerzuspiegeln: Seine Sehnsuchts- und Liebeskummerliedern wie &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mediacube.de/musik/songtexte/junimond.shtml&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.mediacube.de/musik/songtexte/junimond.shtml&quot;&gt;Junimond&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mediacube.de/musik/songtexte/fuer_dich.shtml&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.mediacube.de/musik/songtexte/fuer_dich.shtml&quot;&gt;Für immer und dich&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;wechselten sich mit kämpferischen Abrechnungen mit der Politik des damaligen West - Berliner Senats im Konflikt die Hausbesetzerszene im &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.riolyrics.de/song/id:178&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.riolyrics.de/song/id:178&quot;&gt;Rauch - Haus - Song&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;oder dem Klassiker anarchistischer Demos &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.riolyrics.de/song/id:146&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.riolyrics.de/song/id:146&quot;&gt;Macht kaputt, was euch kaputt macht!&lt;/a&gt;, &lt;/em&gt;dessen Refrain von vielen im Publikum lauthals mitgesungen wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;!-- s9ymdb:19 --&gt;Etwas aufgesetzt wirkten allerdings die Posen des Sängers Jan Plewka, der z.B. eine Frau auf die Bühne bat, sie zu Boden zog und küsste. Ob es Rio Reiser&amp;#160;gefallen hätte, als die Zuschauerin überrascht mit den Händen ruderte, den Künstler über sich? Ziemlich sicher nicht!&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 09 Jan 2010 22:19:02 +0100</pubDate>
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    <title>Hass in Kreuzberg</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/15-Hass-in-Kreuzberg.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.mathieukassovitz.com/&#039;]);&quot;  target=&quot;&lt;u&gt;blank&quot; href=&quot;http://www.mathieukassovitz.com/&quot;&gt;Mathieu Kassovitz&lt;/a&gt; sorgte 1995 in Frankreich mit einem düsteren Schwarz - Weiß - Film für Furore: Sein Drama &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Hass&amp;lt;/u&amp;gt;(Film)&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hass&lt;/u&gt;(Film)&quot;&gt;La Haine&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;räumte damals mehrere Preise, z.B. auch auf dem renommierten Festival in Cannes, ab. Publikum und Kritik waren beeindruckt vom schonungslosen und realistischen Blick auf &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Banlieue&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Banlieue&quot;&gt;die sozialen Brennpunkte der Pariser Vorstädte, die sogenannten Banlieues.&lt;/a&gt; Auch in Deutschland wurde der Film unter dem Titel &lt;em&gt;Hass &lt;/em&gt;als ein herausragender politischer Film der 1990er Jahre wahrgenommen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Handlung über die Gewaltspirale zwischen den jungen Migranten Abdel, Hubert, Vinz sowie Said und den Sondereinheiten der Polizei beruht auf wahren Begebenheiten. Genau zehn Jahre danach eskalierte die Situation nach dem selben Muster erneut: Wochenlang brannten im Herbst 2005 die Barrikaden in den französischen Vorstädten. Viele Kommentatoren fühlten sich damals in den Film &lt;em&gt;Hass&lt;/em&gt; zurückversetzt und lobten seinen glasklaren Blick auf die Konflikte, die dort bis heute schwelen. Oft genügt nur ein Funke, bis sie wieder aufflammen.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Damals nutzte &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.elysee.fr/lepresident/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.elysee.fr/lepresident/&quot;&gt;Nicolas Sarkozy&lt;/a&gt; diese Unruhen, um sich als starker Mann und Innenminister zu profilieren und Punkte für seine Präsidentschaftskandidatur zu sammeln. Statt hübscher Fotos an Carla Brunis Seite setzte er auf markige Worte. Die Stadt müsse mit dem Kärcher gereinigt werden. Während sich in Deutschland damals gerade die Große Koalition formierte, redeten sich Leitartikler und Feuilletonisten die Köpfe heiß, ob diese Zustände auch hierzulande z.B. in Kreuzberg oder Neukölln drohen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die beiden jungen Dramatiker Tamer Yiğit und Branka Prlić griffen diesen Gedanken auf und bearbeiteten den berühmten Film für die Bühne des Kreuzberger Theaters &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;ttp://www.hebbel-am-ufer.de/&quot;&gt;Hebbel am Ufer 2&lt;/a&gt; (HAU 2). Das Grundgerüst der Handlung behielten sie bei, verlegten sie aber in ihren Kiez &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Berlin_SO_36&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_SO_36&quot;&gt;Kreuzberg 36&lt;/a&gt;, so dass in den Dialogen plötzlich die Dealer aus dem Görlitzer Park auftauchen. Außerdem sorgen Volkan T. und Dissput mit rohen Heavy Metal - Klängen für den passenden Soundtrack zu diesem brisanten Stoff.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie die Autoren in mehreren Interviews klarmachten, sehen sie aus ihren Eindrücken vor Ort die Wut wachsen. Dabei schießen sie in ihrer Analyse aber wohl doch sehr über das Ziel hinaus, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1099624/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1099624/&quot;&gt;wenn sie sich wie im DeutschlandRadio äußern: &amp;quot;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;color: #e85417; font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 12px; line-height: 16px;&quot;&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1099624/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/profil/1099624/&quot;&gt;Deutschland aktuell 2010, das ist Hass, das ist, was wir irgendwie auf der Bühne haben.&amp;quot;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mehrere Kritiken der Premiere merkten auch zurecht an, dass das Stück an einigen Stellen noch unfertig wirkt und keine klare Linie hat: Die Wut der Hauptdarsteller wird in manchen Passagen sehr ernst genommen und von den jungen Schauspielern authentisch vermittelt. Nur kurz darauf wird das Ganze aber ironisch gebrochen: Der Fitness- und Männlichkeitskult mancher junger Machos arabischer oder türkischer Herkunft wird ins Lächerliche gezogen, wenn die Schauspieler in eine Ecke stürmen, eifrig Gewichte stemmen und dabei ein verzweifeltes &amp;quot;Ich muss 100 Kilo wiegen&amp;quot; brüllen.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Leider ist dieser Abend wegen solcher Schwächen nicht ganz gelungen. Auch wenn nicht jede Inszenierung ein großer Wurf ist, ist das Konzept des &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;ttp://www.hebbel-am-ufer.de/&quot;&gt;Hebbel am Ufer&lt;/a&gt; mit seinen spannenden Produktionen, die einen präzisen Blick auf die soziale Realität werfen, eine großere Bereicherung für die Theaterlandschaft und seit der Gründung 2003 eine feste Instanz im Kulturleben Berlins.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_16900.html?HAU=2&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_16900.html?HAU=2&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 13 Jan 2010 14:25:29 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Wer hat Angst vor den Schwarzen Jungfrauen?</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/52-Wer-hat-Angst-vor-den-Schwarzen-Jungfrauen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Am Kreuzberger &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ballhausnaunynstrasse.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/&quot;&gt;Ballhaus Naunynstraße&lt;/a&gt; wurde das sehenswerte Stück &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;amp;evt=185&amp;amp;amp;L=0&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=185&amp;amp;L=0&quot;&gt;Schwarze Jungfrauen &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;amp;evt=185&amp;amp;amp;L=0&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=185&amp;amp;L=0&quot;&gt;wiederaufgenommen&lt;/a&gt;, das bei seiner Premiere im Jahr 2006 im &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hebbel-am-ufer.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.hebbel-am-ufer.de/&quot;&gt;Hebbel am Ufer&lt;/a&gt; für viel Furore sorgte. &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.perlentaucher.de/autoren/3593/Feridun_Zaimoglu.html&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.perlentaucher.de/autoren/3593/Feridun_Zaimoglu.html&quot;&gt;Feridun Zaimoglu&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hoffmann-und-campe.de/go/guenter-senkel&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.hoffmann-und-campe.de/go/guenter-senkel&quot;&gt;Günter Senkel&lt;/a&gt; machten sich auf eine spannende Reise in das Milieu der &amp;quot;Neoislamistinnen&amp;quot;, wie sie das Milieu im Programmheft definierten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Autoren dieses Abends führten ausführliche Interviews mit sehr gläubigen jungen Frauen, die meist einen türkischen oder bosnischen Migrationshintergrund haben. Eine der Hasstiraden gegen den dekadenten Westen stammt von einer Deutschen, die sich vom Christentum abwandte und erst vor kurzem zum Islam konvertierte.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Fünf Schauspielerinnen tragen ein Best of dieser wütenden Monologe vor und blicken sehr selbstbewusst aus den Fächern eines überdimensionalen Setzkastens auf das Publikum herab. Haarstäubendes mischt sich mit Unerwartetem. Dass Bin Laden in diesen Kreisen als Jahrhundertheld gefeiert wird, konnte man schon vorab befürchten. Erstaunlich ist aber die sexuelle Freizügigkeit einiger der Schwarzen Jungfrauen und die schnoddrige Wortwahl, mit der sie über ihre Affären sprechen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In atemloser Geschwindigkeit entsteht ein Mosaik auf den ersten Blick unvereinbarer Statements junger Fundamentalistinnen, die ihre Moralvorstellungen gegen die westlichen &amp;quot;Speckmaden&amp;quot; in Stellung bringen. Die Frauen sind eloquent, teilweise brandgefährlich, entsprechen aber doch nicht dem Klischee, das die Debatte über Islam, Fundamentalismus und Integration prägt.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Auseinandersetzung mit diesem Text lohnt sich sehr. Bis Ende März steht das Stück in der Originalbesetzung unter Regie von Neco Celik noch fast täglich auf dem Spielplan. Andere Interpretationen des &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.rowohlt.de/sixcms/detail.php?id=600312&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.rowohlt.de/sixcms/detail.php?id=600312&quot;&gt;zugrunde liegenden Textes&lt;/a&gt; waren bereits auf verschiedenen Bühnen wie z.B. am Wiener Burgtheater zu sehen: Zaimoglu und Co. haben mit ihrem Textband offensichtlich einen Nerv getroffen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;amp;evt=185&amp;amp;amp;L=0&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.ballhausnaunynstrasse.de/index.php?id=21&amp;amp;evt=185&amp;amp;L=0&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 22 Mar 2010 16:18:08 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>&quot;Dantons Tod&quot; als assoziativer Klangteppich am Gorki-Theater</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/56-Dantons-Tod-als-assoziativer-Klangteppich-am-Gorki-Theater.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Die Stoßrichtung &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.cpw-online.de/lemmata/buechner_georg.htm&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.cpw-online.de/lemmata/buechner_georg.htm&quot;&gt;Georg Büchners&lt;/a&gt; war klar, als er 1835 kurz vor seinem Tod sein &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&quot;&gt;Drama &lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&quot;&gt;Dantons Tod&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; publizierte: Er wandte sich gegen die Weltferne der romantischen Epoche und warnte vor den restaurativen Tendenzen seiner Zeit. Am Beispiel des Machtkampfs zwischen den zwei Protagonisten der Französischen Revolutions-Ära, nämlich Danton und Robbespierre, wollte er zeigen, wie schnell ein Befreiungskampf, der von Idealen wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit getragen wird, in eine Schreckensherrschaft umkippen kann.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Spannende an diesem Drama ist, dass Büchner sich auf zahlreiche Originaldokumente aus dem Wohlfahrtsausschuss und den Revolutionstribunalen stützen konnte, die damals erst wenige Jahrzehnte alt waren und teilweise wörtlich in den Text eingefügt wurden. Das große Problem ist aber: Unter welchem Blickwinkel soll &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Dantons_Tod&quot;&gt;Dantons Tod&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; heute gelesen und aufgeführt werden? Dass revolutionäre Ideale sehr blutige Folgen haben können und zu häufig in der Geschichte totalitäre Systeme wie die UdSSR nach der Oktoberrevolution zur Folge hatten, ist mittlerweile allgemein bekannt. Außerdem ist der Zeitgeist trotz Finanzkrise, Klimawandel und aller Unsicherheiten des Globalisierungsprozesses alles andere als revolutionär gestimmt. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dementsprechend wählte der Regisseur dieses Abends, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/-/menschen/26087&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/-/menschen/26087&quot;&gt;Sebastian Baumgarten&lt;/a&gt;, einen sehr eigenen Ansatz: Er nimmt den Dramentext so sehr auseinander, dass man die einzelnen Versatzstücke oft nur schwer wiedererkennt und macht daraus eine Reflexion über Macht und Sprache, wie seine Dramaturgieassistentin in der Einführung erklärte. Man merkt dem Regisseur vor allem seine Herkunft aus der Opernwelt an: In einem Crossover-Genre-Mix legt sich ein Klangteppich über den gesamten Abend, zwischen die Originalfragmente werden Lektionen im Stil des epischen Theaters und fiktive Radiosendungen geschnitten.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Leider fällt es dem Publikum recht schwer, in diesem Wald voller Assoziationen und Zitate den Überblick zu behalten: Sehr verkopft wirkt diese Inszenierung. Erschwerend kommt hinzu, dass Dantons Rolle auf vier Schauspieler aufgeteilt ist, während &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Maximilien_de_Robespierre&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilien_de_Robespierre&quot;&gt;Robbespierre&lt;/a&gt; allein von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Angerer&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Angerer&quot;&gt;Castorfs ehemaliger Volksbühnen-Muse Kathi Angerer&lt;/a&gt; verkörpert wird.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/-/monatsplan/7265618&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/-/monatsplan/7265618&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 09 May 2010 15:20:49 +0200</pubDate>
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    <title>Unterhaltsamer Blick aus dem Jenseits &quot;Leben ohne Chris&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/59-Unterhaltsamer-Blick-aus-dem-Jenseits-Leben-ohne-Chris.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;An der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.neukoellneroper.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.neukoellneroper.de/&quot;&gt;Neuköllner Oper&lt;/a&gt; wurde in diesen Tagen die neueste Koproduktion des erfolgreichen Duos Wolfgang Böhmer und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.peterlund.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.peterlund.de/&quot;&gt;Peter Lund&lt;/a&gt; wieder aufgenommen. In &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;ttp://www.neukoellneroper.de/stuecke/chris/info.html&quot;&gt;Leben ohne Chris&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;blickt der arrogante Schnösel, der mit 18 Jahren gegen den nächsten Baum fuhr, in Begleitung eines blonden Engels vom Jenseits herab. Stinksauer reagiert der Egozentriker, als in seiner Familie und in seiner Clique kaum jemand wirklich um ihn trauert. Das Leben geht offensichtlich weiter.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit leichter Hand, melodischen bis rockigen Songs und bissig-witzigen Texten taucht die Musicalkomödie in die Realität moderner Jugendlicher ein. Wie bereits in früheren Jahren verkörpern wieder hoffnungsvolle Mittzwanziger-Studenten aus der Klasse von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.peterlund.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.peterlund.de/&quot;&gt;Peter Lund&lt;/a&gt; an der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.udk-berlin.de/sites/content/themen/aktuelles/index_ger.html&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.udk-berlin.de/sites/content/themen/aktuelles/index_ger.html&quot;&gt;Universität der Künste (UdK)&lt;/a&gt; die Figuren. Neben ihrer stimmlichen Präsenz beeindrucken auch ihre geradezu akrobatischen Einlagen und ihre Körperbeherrschung. Besonders viel Applaus aus diesem durchweg guten Ensemble ernteten Christopher Brose als Chris und Tobias Bieri als Engel, dem man seine Schweizer Herkunft nicht anhörte.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein kurzweiliger Abend, der ein junges Publikum, gerade im berüchtigten Problembezirk, an das Theater heranführt und eine willkommene Abwechslung im kulturellen Leben der Stadt bietet. Wer gute Unterhaltung sucht, ist hier richtig. Politischen Tiefgang und große gesellschaftspolitische Theorien gibt es dann wieder im nächsten Teil unserer Serie über &amp;quot;Berliner Bühnen&amp;quot;, wenn Sartres &amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot; in einer Inszenierung des Maxim Gorki Theaters besprochen wird.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;ttp://www.neukoellneroper.de/stuecke/chris/info.html&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 01 Jun 2010 20:22:23 +0200</pubDate>
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    <title>Sartre am Gorki: Die Hölle sind immer die Anderen</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/60-Sartre-am-Gorki-Die-Hoelle-sind-immer-die-Anderen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt; &lt;span style=&quot;color: #000000; font-family: &#039;courier new&#039;,courier,monospace; line-height: 15px; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;Am &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/&quot;&gt;Maxim Gorki Theater&lt;/a&gt; wagte sich &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/-/menschen/29742&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/-/menschen/29742&quot;&gt;Felicitas Brucker&lt;/a&gt; an das existenzialphilosophische Thesenstück &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/-/monatsplan/7455660&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/-/monatsplan/7455660&quot;&gt;&amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot;&lt;/a&gt;, das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.sartre-gesellschaft.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.sartre-gesellschaft.de/&quot;&gt;Jean-Paul Sartre&lt;/a&gt; unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs herausbrachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Stück für Stück schälen sich die drei Hauptfiguren Inès, Estelle und Garin aus ihren Folien, in denen sie zu Beginn des Abends am Boden kauerten. Offensichtlich sind alle drei tot und haben aus unterschiedlichen Gründen Schuld auf sich geladen. Nach der christlichen Glaubenslehre würde man sie nun in der Hölle oder zumindest im Fegefeuer vermuten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihrer Überraschung erwarten sie aber an diesem Ort, wo sie sich gegenseitig ihre Vergehen beichten und Lebensbilanz ziehen, keine heißen Feuer und keine Qualen durch Folterknechte. Alles scheint harmlos, aber doch machen sich die drei Figuren ihre postmortale Existenz gegenseitig zur Hölle. Mit Nadelstichen und Verletzungen pieken sie aufeinander ein, entlocken sich gegenseitig ihre abgründigen Geheimnisse und gieren vergeblich nach Sex oder Anerkennung, bis der jeweils andere zurückweicht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 15px; white-space: pre-wrap;&quot;&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/-/monatsplan/7455660&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/-/monatsplan/7455660&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 11 Jun 2010 07:00:26 +0200</pubDate>
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    <title>Die Gedanken sind frei - Theater jenseits der Stadt- und Staatstheater: Die freie Szene</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/61-Die-Gedanken-sind-frei-Theater-jenseits-der-Stadt-und-Staatstheater-Die-freie-Szene.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    In der freien Szene tut sich was. Innovativ, ideenreich, ungewöhnlich, subversiv sind die in letzter Zeit häufiger gehörten Attribute. Vorbei die Zeiten, in denen freie Projekte belächelt wurden. Und das hat nicht nur die aktuelle Nummer der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.kultiversum.de/Schauspiel-Theaterheute/&#039;]);&quot;  title=&quot;Theater heute&quot; href=&quot;http://www.kultiversum.de/Schauspiel-Theaterheute/&quot;&gt;„Theater heute“&lt;/a&gt; erkannt. Immer öfter gehen von hier entscheidende Impulse für die Theaterlandschaft aus, werden Formen neu entwickelt, andere weiterentwickelt und sogar von den Stadt- und Staatstheatern aufgegriffen. Ein genauerer Blick lohnt sich also, gerade in Berlin, der Stadt, in der die freie Szene wie wohl kaum woanders groß und lebendig ist, in zahlreichen Gruppen und Initiativen, und in der es Spielstätten gibt, die Projekten des so genannten Off-Theaters einen Ort geben, sich zu präsentieren. Eine solche Institution ist auch das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.theateruntermdach-berlin.de/&#039;]);&quot;  title=&quot;Theater unterm Dach&quot; href=&quot;http://www.theateruntermdach-berlin.de/&quot;&gt;Theater unterm Dach&lt;/a&gt; im Prenzlauer Berg: Es bietet Raum für innovative Entwicklungen, wie sie an größeren Häusern kaum möglich sind. Genau hier finden Experimente, Ideen, Innovationen statt. Richten wir den Blick exemplarisch auf eine Produktion, die hier gerade entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.portfolioinc.de/&#039;]);&quot;  title=&quot;PortFolio Inc.&quot; href=&quot;http://www.portfolioinc.de/&quot;&gt;PortFolio Inc.&lt;/a&gt; heißt die Gruppe junger Theatermacher, der neben dem Regisseur Marc Lippuner die Dramaturgin Tine Elbel, die Bühnen- und Kostümbildnerin Halina Kratochwil und der Schauspieler Michael F. Stoerzer angehören. Zusammen mit drei Gästen probt sie derzeit in den Räumen des Theater unterm Dach für ihr neues Stück. Roland wer? Diese Frage bekommt das Produktionsteam in letzter Zeit immer häufiger zu hören. Seit einigen Wochen arbeiten sie an ihrem aktuellen Projekt „Schernikau.Sehnsuchtsland“, das am 17. Juni im Berliner Theater unterm Dach Premiere feiert. An dem Abend soll es um &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schernikau.net/&#039;]);&quot;  title=&quot;Ronald M. Schernikau&quot; href=&quot;http://www.schernikau.net/&quot;&gt;Ronald M. Schernikau&lt;/a&gt; gehen, einen streitbaren Literaten zwischen den Polen Ost und West, DDR und BRD, einem Dasein als schillernder Existenz und Bohemien. Besonders ist, wie unterschiedlich die Erläuterungen der Beteiligten ausfallen, wenn sie Freunden, Bekannten und Interessierten von ihrem neuen Projekt berichten, ihnen von Schernikau erzählen. Während die einen wie bei einem Lebenslauf mit seiner Geburt beginnen und die zentralen Lebensstationen umreißen – geboren in Magdeburg, als Kind mit der Mutter in den Westen, erste Schreibversuche, später aus politischer Überzeugung wieder zurück in die DDR, um sich dort schließlich als letzter Bundesbürger im Oktober 1989 einbürgern zu lassen – thematisieren die anderen charakteristische Merkmale seiner Persönlichkeit: Er war Kommunist, der aus Überzeugung und Verbesserungswillen zurück in die DDR ging, er war Literat mit Anspruch auf künstlerische Originalität und Authentizität, er war Homosexueller, bestimmt vom Willen nach freier Lebensäußerung jenseits konventioneller Normen. Vielleicht zeigt sich gerade in diesen verschiedenen Herangehensweisen das Spannungsfeld der Person Ronald M. Schernikau, immer wieder entwickelt sich sein Bild neu, je nachdem, von welchem Standpunkt aus er betrachtet wird. Dem will die Inszenierung des Regisseurs Marc Lippuner, die zugleich eine Stoffentwicklung ist, Rechnung tragen: Statt eines Schauspielers, der Ronald. M. Schernikau verkörpert, stehen drei Schauspieler auf der Bühne, die sich von verschiedenen Seiten Schernikau nähern: „Eine dreiseitige Annäherung“, wie es im Untertitel des Abends heißt. Michael F. Stoerzer, Thomas Georgiadis und Stefan Aretz sind drei ‚Enthusiasten’, die sich mit dem gemeinsamen Ziel, Schernikau dem Vergessen zu entreißen, zusammenfinden, nur hat eben jeder von ihnen eine andere Vorstellung von dem, was an Schernikau das Wichtigste war. Was passiert, wenn drei unterschiedliche Standpunkte aufeinander treffen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:80 --&gt;&lt;br /&gt;
Es scheint, als treffe PortFolio Inc. mit der Wahl seines Stoffes einen Nerv der Zeit. Zwanzig Jahre nach dem Tod Schernikaus erscheint sein Name wieder öfter, sei es in der Buchszene – etwa durch die im letzten Jahr erschienene Biographie „Der letzte Kommunist“ von Matthias Frings – in der Literaturwissenschaft oder in der Presse. Auf dem Theater ist er bislang aber nur wenig zu sehen gewesen, schon gar nicht seine Person als Thema selbst. Vielleicht gibt „Schernikau.Sehnsuchtsland“ einen Impuls für die Neu- und Wiederbeschäftigung mit dieser vielfältigen Persönlichkeit, ihrem Schaffen und Wirken. Mit seinen Ansichten war er seiner Zeit weit voraus, sie sind auch heute noch von hoher Aktualität. PortFolio Inc. gewährt einen Einblick in die vielfältigen Seiten Ronald M. Schernikaus. Man darf gespannt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Premiere am 17.6.2010, 20 Uhr, Theater unterm Dach&lt;br /&gt;
Weitere Vorstellungen: 18.6.; 1.-4.7.; 9., 10.10.; 4., 5.11., jeweils um 20 Uhr 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 Jun 2010 19:29:42 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>&quot;Denkt doch mal mit&quot;: Othello an der Schaubühne</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/81-Denkt-doch-mal-mit-Othello-an-der-Schaubuehne.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Sebastian Nakajew wälzt sich als Othello in den letzten Pfützen des Brackwassers: Der intrigante Strippenzieher Jago (in den meisten Kritiken als bester Schauspieler des Abends gewürdigt:&amp;#160; Stefan Stern) hat auch in dieser Inszenierung des Shakespeare-Klassikers die Saat der rasenden Eifersucht in dem leicht naiv wirkenden Kraftprotz gesät.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Thomas Ostermeier und sein Dramaturg Marius von Mayenburg, der für die aktualisierte Übersetzung verantwortlich war, rückten Jago erkennbar in den Mittelpunkt des Stücks: Mal als Conferencier im schicken Anzug und mit Mikrofon, mal als unscheinbarer Mann in den Kulissen, bestimmt er den Lauf der Tragödie. Ansonsten spult Ostermeier den Stoff routiniert ab: So weit, so bekannt. Mit knapp drei Stunden zieht sich das Drama doch etwas in die Länge.&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eigene Akzente setzt der Regisseur noch bei der Eröffnungsszene: Laute Trommeln schlagen den Takt, als Venedig vom Angriff auf die Türken erfährt, Othello und Desdemona posieren zwischen halb und ganz nackt im Zentrum der Bühne und die Schauspieler waten durch mehr als knöcheltiefes Wasser, das gerne mal in Richtung der teuren Plätze in der ersten Reihe spritzt. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der gesamte Abend wird von Trommelklängen oder Ska untermalt. In der Industriehallenästhetik der Schaubühne am Lehniner Platz kommt diese akustische Begleitmusik aber weniger gut zum Tragen, als es wohl im Sommer bei der Premiere im antiken Amphitheater von Epidauros der Fall gewesen sein muss.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schaubuehne.de/de_DE/program/detail/8080938&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schaubuehne.de/de_DE/program/detail/8080938&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 17 Oct 2010 16:15:28 +0200</pubDate>
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    <title>Schreiende Weber</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/101-Schreiende-Weber.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Das Problem dieses Abends liegt auf der Hand: Die proletarischen Weber schreien schon in den ersten Sätzen, als sie am Fuß der Treppe über ihr Leben am Existenzminimum klagen. Wie kann man das Schreien noch steigern?&amp;#160; Die Unzufriedenheit sollte bis zum blutigen Aufstand der Weber anwachsen - so sieht es die Handlung von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.dhm.de/lemo/html/biografien/HauptmannGerhart/index.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HauptmannGerhart/index.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gerhart Hauptmanns&lt;/a&gt; &amp;quot;Die Weber&amp;quot; vor. Bei &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/die_weber/michael_thalheimer/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/die_weber/michael_thalheimer/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Michael Thalheimers&lt;/a&gt; Inszenierung am Deutschen Theater gibt es statt einer nachvollziehbaren Entwicklung der Figuren vor allem eines: ein Schreien, Zetern und Brüllen bis zum bitteren Ende, das die Stimmbänder der Schauspieler ganz schön ramponiert hat.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Statt einer Entwicklung der Figuren und einer nuancierten Zeichnung der Charaktere erleben wir vor allem klischeehafte Abziehbilder von ausgebeuteten Arbeitern in breitem Schlesisch, die vom herablassend-jovialen Firmenchef Dreißiger (Ingo Hülsmann), der sehr aktuell auf die Zwänge des Marktes verweist, und seiner Marie Antoinette-haften Gattin (Isabel Schosnig) abgewiesen werden. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Uraufführung des Stücks &amp;quot;Die Weber&amp;quot; sorgte 1892 im selben Haus noch für großen Aufruhr: Der Polizeipräsident verbot das Stück nach der Premiere. Kaiser Wilhelm II. war so erzürnt, dass er seine Loge am Deutschen Theater kündigte. Noch Jahre später weigerte er sich, Gerhart Hauptmann den Schiller-Preis zu überreichen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Heute lässt die Inszenierung die meisten Zuschauer unbeteiligt. Angela Merkel geht eher selten ins Theater und schon gar nicht in eine kaiserliche Loge. Sie pendelt stattdessen zwischen den Hartz IV-Verhandlungen über 5 € höhere Regelsätze und ein &amp;quot;warmes Mittagessen&amp;quot; für die Kinder, das Ursula von der Leyen so sehr am Herzen liegt, und dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Offensichtliche soziale Probleme gibt es genug. Wie könnte man sie auf der Theaterbühne thematisieren? Dazu braucht es mehr als diesen recht lieblos zerschrienen Abend. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/die_weber/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/die_weber/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 26 Jan 2011 18:37:56 +0100</pubDate>
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    <title>Nur nachts: Zwischen funkelndem Zynismus und flachen Gags</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/100-Nur-nachts-Zwischen-funkelndem-Zynismus-und-flachen-Gags.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;style&gt;@font-face {&lt;br /&gt;
  font-family: &quot;Times New Roman&quot;;&lt;br /&gt;
}@font-face {&lt;br /&gt;
  font-family: &quot;Cambria&quot;;&lt;br /&gt;
}p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: Cambria; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;; }div.Section1 { page: Section1; }&lt;/style&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/nur_nachts/sibylle_berg/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/nur_nachts/sibylle_berg/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sybille Berg&lt;/a&gt; hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen&lt;br /&gt;
als bitterböse Beobachterin von Beziehungsneurosen und schönen, neuen&lt;br /&gt;
Arbeitswelten gemacht. Ihre Kolumnen und Theaterstücke legen mit treffsicheren&lt;br /&gt;
Pointen den Kern der Malaise frei. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;So auch in ihrem neuen Stück „Nur nachts“, das die traurige&lt;br /&gt;
Verzweiflung der beiden Mitt-Vierziger Peter und Petra zeigt. Mit ähnlich&lt;br /&gt;
geringem Marktwert, voller Bindungsängste und von der Midlife-Crisis geplagt&lt;br /&gt;
treffen sich die beiden grauen Mäuse (gespielt von Judith Hofmann und Peter&lt;br /&gt;
Moltzen) eines Abends. Mit Gesichtern, denen die Unzufriedenheit mit ihrem&lt;br /&gt;
Leben eingeschrieben ist, und&lt;span&gt; &lt;/span&gt;altbackenen Kleidern quälen sich beide Figuren tagelang mit ihren Ängsten. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Du hast die Wahl romantisch zu sein und zu leiden oder&lt;br /&gt;
Romantik zu vergessen und glücklich zu sein&amp;quot; schrieb Sibylle Berg im&lt;br /&gt;
Programmheft. In diesem Dilemma ringen die beiden Figuren mit sich und den&lt;br /&gt;
Gespenstern ihrer Albträume. Der Regisseur Rafael Sanchez lässt eine wilde&lt;br /&gt;
Bande von Geistern auftreten: Mal im Gleichschritt marschierend, mal hopsend&lt;br /&gt;
taucht die Truppe auf der Bühne auf, angeführt von Christoph Franken und Natali&lt;br /&gt;
Seelig. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zum Missfallen einiger Zuschauer kippt der bittere Ernst der&lt;br /&gt;
Sybille Berg immer wieder in trashigen Humor: Eine Hand wir abgesägt, Christoph&lt;br /&gt;
Franken lässt sich als Baby auf der Bühne wickeln. Die Konsequenz: Nicht nur&lt;br /&gt;
auf der Bühne kriselt es in den Beziehungen, auch ein Paar im Publikum streitet&lt;br /&gt;
vernehmlich. Er meckert vor sich hin: „O Gott, ist das alles flach“, sie&lt;br /&gt;
versucht, ihn zu besänftigen. Bis er sich dann zur Hälfte des Stücks durch die&lt;br /&gt;
Reihen der Kammerspiele des Deutschen Theaters zur Garderobe kämpft. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es hätte dem Stück besser getan, sich ganz auf den funkelnden&lt;br /&gt;
Zynismus der Berg-Dialoge zu konzentrieren und ihn nicht mit einer Soße aus&lt;br /&gt;
schalen Gags und Regieeinfällen zu überdecken. In gedämpfter Stimmung drängt&lt;br /&gt;
sich das Publikum nach knapp zwei Stunden durch den engen Ausgang. Zwei Frauen&lt;br /&gt;
mittleren Alters sind sich einig: Gut, dass der XY nicht dabei gewesen sei. Für&lt;br /&gt;
den wäre das zu bitter gewesen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/nur_nachts/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/nur_nachts/&quot;&gt; Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 25 Jan 2011 19:44:59 +0100</pubDate>
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    <title>Annäherung an den DDR-Kultfilm</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/88-Annaeherung-an-den-DDR-Kultfilm.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Mit großem Publikumserfolg läuft seit Anfang Herbst &lt;em&gt;Die Legende vom 60/40-Gemisch &lt;/em&gt;in der Bar des Deutschen Theaters: Eine Annäherung von fünf &amp;quot;Wessis&amp;quot; und zwei Schweizern an einen der bekanntesten Filme der DDR-Geschichte, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Die_Legende_von_Paul_und_Paula&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Legende_von_Paul_und_Paula&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Die Legende von Paul und Paula&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit Mut zu hässlichen Frisuren (Ole Lagerpusch mit einem seltsam undefinierbaren Wischmopp und Elias Arens als King vom Prenzlauer Berg mit Atze Schröder-artiger Pudelfrisur) und altbackenen Kleidern (Katrin Wichmann und Barbara Heynen) spielen einige junge Mitglieder des DT-Ensembles eine Laienspielschar, die sich bemüht, den Film für die Bühne zu adaptieren.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Moritz Grove gibt den hysterischen Regisseur, der von seinen Ideen absolut überzeugt ist und sich vor allem mit Katrin Wichmann Schreiduelle liefert, wie das Stück gespielt werden soll. Dazwischen schaltet sich immer wieder Bernd Stempel ein, der einzeige Ostdeutsche im Team, der seine Mitstreiter aufklärt, dass es so nun überhaupt nicht geht.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; So entsteht ein durchaus unterhaltsamer Abend, an dem die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Lust an trashigen Facetten ausleben dürfen und dazwischen immer wieder Lieder aus der untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik zum Besten geben, v.a. von den &lt;em&gt;Puhdys&lt;/em&gt;, die mit diesem Film ihren Durchbruch feierten. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Silvester-Vorstellung ist bereits ausverkauft, für einige Dezember-Vorstellungen gibt es noch Karten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/60_40/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/60_40/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 28 Nov 2010 14:24:37 +0100</pubDate>
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    <title>&quot;Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/87-Peggy-Pickit-sieht-das-Gesicht-Gottes.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Hinter diesem merkwürdigen Titel verbirgt sich das neueste Stück von Roland Schimmelpfennig, laut Dramaturgin des Deutschen Theaters der momentan auf deutschsprachigen Bühnen meistgespielte zeitgenössische Autor.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Stil von Edward Albees &lt;em&gt;Wer hat Angst vor Virginia Woolf?&lt;/em&gt; oder Yasmina Rezas &lt;em&gt;Der Gott des Gemetzels&lt;/em&gt; verhaken sich zwei Paare aus dem Bildungsbürgertum: Statt angeregter Konversation endet das Wiedersehen nach sechs Jahren in gegenseitigen Schuldzuweisungen und Verzweiflung. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Anders als in den beiden oben genannten Salon-Tragikömodien mischte Schimmelpfennig seinem Plot noch etwas Weltpolitik bei: Bei ihm geht es nicht um tote Hamster oder Unikarrieren, sondern ein Bürgerkrieg in Afrika bringt die wohlgeordnete Abendunterhaltung durcheinander: Carol und Martin stießen bei ihrer idealistischen Arbeit dort an ihre Grenzen. Sie haben sich wohl mit HIV infiziert, fürchten sich aber davor, in einem Test Gewissheit zu bekommen. Ihre Beziehung ist brüchig, aber sie haben auch nicht den Mut zur Trennung. Ihr Adoptivkind ließen sie vor Ort zurück und stehen nun vor der schweren Aufgabe, wieder Halt zu finden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Recht banal kreist die Konversation um die Schuldgefühle der beiden Paare: Was ist die richtige Haltung? Hierbleiben, ab und zu spenden und Bonos Medien-Charity-Maschinerie irgendwie gut zu finden? Oder sich vor Ort in einem Krankenhaus engagieren und in den Konflikten den Überblick zwischen &amp;quot;Gut&amp;quot; und &amp;quot;Böse&amp;quot; verlieren? Wie Brangelina ein armes Mädchen adoptieren und dann doch zurücklassen?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Maren Eggert, Ulrich Matthes, Sophie von Kessel und Norman Hacker wirken von diesem Stoff unterfordert. Sie sehen nicht besonders glücklich aus, recht lustlos lassen sie nach der knappen Stunde auch noch den Schlussapplaus über sich ergehen. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/peggy_pickit_sieht_das_gesicht_gottes/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/peggy_pickit_sieht_das_gesicht_gottes/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 21 Nov 2010 17:49:15 +0100</pubDate>
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    <title>&quot;Nach Hause&quot; - Schwarz-weiß-Live-Hörspiel</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/85-Nach-Hause-Schwarz-weiss-Live-Hoerspiel.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;style&gt;@font-face {&lt;br /&gt;
  font-family: &quot;Times New Roman&quot;;&lt;br /&gt;
}@font-face {&lt;br /&gt;
  font-family: &quot;Calibri&quot;;&lt;br /&gt;
}p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 10pt; line-height: 115%; font-size: 11pt; font-family: Calibri; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;; }div.Section1 { page: Section1; }&lt;/style&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Stefan Kaminski hat sich in den vergangenen Jahren eine&lt;br /&gt;
treue Fangemeinde erarbeitet. Wenn das ehemalige Ensemblemitglied des Deutschen&lt;br /&gt;
Theaters mit einem neuen Live-Hörspiel zu Gast ist, ist ein ausverkauftes Haus&lt;br /&gt;
in den Kammerspielen garantiert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nach seiner Adaption des Blockbusters &lt;em&gt;King Kong&lt;/em&gt; und einer&lt;br /&gt;
skurrilen Hörspielfassung von Richard Wagners &lt;em&gt;Ring&lt;/em&gt;-Tetralogie brachte&lt;br /&gt;
Kaminski mit seinen beiden Musikern Sebastian Hilken und Stefan Brandenburg in&lt;br /&gt;
diesem Herbst mit &lt;em&gt;Es kam von oben&lt;/em&gt; einen Science-fiction-Stoff auf die Bühne.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;In verschiedenen Stimmlagen lässt er eine Kleinstadtszenerie&lt;br /&gt;
in Sandberg Zitty, irgendwo in den USA, vor dem geistigen Auge des Publikums&lt;br /&gt;
erstehen: Der Knall eines großen Einschlags verunsichert die Bewohner, als dann&lt;br /&gt;
mehrere Einwohner, u.a. der angesehene Professor für Astronomie und sein&lt;br /&gt;
Praktikant, spurlos verschwinden, gerät alles aus den Fugen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Der Hobby-Journalist und Amateur-Astronom Rick Hudson ist&lt;br /&gt;
bald überzeugt: Es handelt sich nicht um einen Meteoriteneinschlag, sondern&lt;br /&gt;
waschechte Aliens hat es bei einer Notlandung auf die Erde verschlagen. Vom&lt;br /&gt;
Establishment wird er für diese gewagte These zunächst ausgelacht. Der&lt;br /&gt;
schmierige Sheriff hat es dagegen vor allem auf Hudsons Freundin abgesehen,&lt;br /&gt;
deren zartes Stimmchen und unschuldige Naivität an frühere Kaminski-Abende&lt;br /&gt;
erinnern. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Voller Spielfreude treibt &lt;em&gt;Kaminski on Air&lt;/em&gt; die aberwitzigen&lt;br /&gt;
Volten des Plots voran: Gestaltwandler dürfen ebenso wenig fehlen wie ein&lt;br /&gt;
Großaufgebot von Einsatzkräften des Pentagons. Mit ironischen Anspielungen auf&lt;br /&gt;
E.T.s „Nach Hause“-Telefonaten entsteht ein vergnügliches Genre-Stück, bei dem&lt;br /&gt;
das Stammpublikum auf seine Kosten kommt. Stefan Kaminski zeigt in gewohnter&lt;br /&gt;
Manier sein breit gefächertes Repertoire. Der einzige Wermutstropfen: Nach&lt;br /&gt;
sieben Jahren gibt es kaum neue und unerwartete Akzente, viele Muster sind&lt;br /&gt;
schon aus den früheren &lt;em&gt;Kaminski on Air&lt;/em&gt;-Inszenierungen bekannt. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/kaminski_on_air_es_kam_von_oben/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/kaminski_on_air_es_kam_von_oben/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 15 Nov 2010 18:06:06 +0100</pubDate>
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    <title>Andreas Kriegenburgs unkonventionell besetzter &quot;Sommernachtstraum&quot; </title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/79-Andreas-Kriegenburgs-unkonventionell-besetzter-Sommernachtstraum.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Schon wieder Shakespeare? Noch dazu schon wieder eine &amp;quot;Sommernachtstraum&amp;quot;-Inszenierung? Das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deuschestheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deuschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutsche Theater Berlin&lt;/a&gt; brachte doch erst vor drei Jahren eine Regie-Arbeit von Jürgen Gosch mit Corinna Harfouch in einer der Hauptrollen heraus. Da muss man schon gute Argumente finden, warum Andreas Kriegenburg, einer der aktuellen Hausregisseure des DT Berlin, nun ebenfalls diesen Stoff auf die Bühne bringen soll.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Kriegenburg versucht es mit einer sehr ungewöhnlichen Besetzung: Normalerweise konzentriert sich im &amp;quot;Sommernachtstraum&amp;quot; vieles auf die Verwirrungen des Quartetts aus Lysander, Demetrius, Hermia und Helena. Sie spielen diesmal aber nur die dritte Geige. Statt des jugendlichen Überschwangs junger Schönheiten ist das melancholischere Ringen gesetzterer Paare in der Lebensmitte zu erleben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Abend gehört vor allem den Handwerkern und einem diabolischen Duo in gut geschnittenen Anzügen: Als Fensterputzer in Overalls überraschen einige der großen Diven des Ensembles. Barbara Schnitzler, Margit Bendokat und Almut Zilcher macht es sichtlich Spaß, mit aufgeklebten Bärten und in breitbeiniger Bodenständigkeit mit den Erwartungen zu spielen. Dazwischen lässt Kriegenburg seine Truppe immer wieder über pychologische, philosophische und kulturwissenschaftliche Thesen von Freud und Co. streiten. Diese Ergänzung des klassisschen Stoffs wirkt etwas gewollt. Einer der Höhepunkte des Abends ist aber ihre bewusst dilettantische Aufführung von &lt;em&gt;Pyramus und Thisbe&lt;/em&gt;, das sie als &amp;quot;Stück im Stück&amp;quot; auf der finalen Hochzeitsfeier zum Besten geben.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Sehr gut sind auch Ole Lagerpusch und Daniel Hoevels in Szene gesetzt.&amp;#160; Vor allem Letzterer war bisher noch kaum in größeren Rollen zu sehen, überzeugt aber als &amp;quot;Puck&amp;quot; an der Seite des Fürsten &amp;quot;Oberon&amp;quot;. Die beiden Beaus genießen die Verwirrungen, die sie mit ihrem Liebeszauber angerichtet haben,&amp;#160; mit spöttischem Grinsen vom Bühnenrand aus, bis sie den nächsten Einfall zu Madrigal-Klängen umsetzen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Fazit: Trotz mancher Längen gelingen &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/regie/andreas_kriegenburg/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/regie/andreas_kriegenburg/&quot;&gt;Kriegenburgs Regie-Team&lt;/a&gt; einige schöne und amüsante Szenen. Eine klassische Liebeskomödie mit überdurchschnittlich vielen küssenden Paaren in der Pause. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/ein_sommernachtstraum/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/ein_sommernachtstraum/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 26 Sep 2010 16:18:10 +0200</pubDate>
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    <title>Die Sorgen und die Macht - kabarettistische Geschichtsrevue am Deutschen Theater</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/69-Die-Sorgen-und-die-Macht-kabarettistische-Geschichtsrevue-am-Deutschen-Theater.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Das Deutsche Theater Berlin eröffnete die Spielzeit 2010/2011 mit einem Abend in Überlänge: Dreieinhalb Stunden inklusive kurzer Pause schlagen die Regisseure Tom Kühnel und Jürgen Kuttner einen bunten Bogen durch die DDR-Geschichte von der Zeit des Mauerbaus bis 1989.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der konkrete Ausgangspunkt ist einer der größten Theaterskandale der DDR-Geschichte: Wolfgang Langhoff musste 1963 als Intendant des Deutschen Theaters zurücktreten, da sich die Partei und die Kulturbürokratie an seiner Inszenierung von &amp;quot;Die Sorgen und die Macht&amp;quot; störten, einem eigentlich recht harmlosen Stück von Peter Hacks über die Planerfüllung in einer Brikett- und einer Glasfabrik. Im anschließenden Publikumsgespräch wurde deutlich, dass bis heute nicht ganz geklärt ist, was die Zensurbeamten so erzürnte, dass diese leicht ironische, aber grundsätzlich linientreue Aufführung abgesetzt wurde. Jürgen Kuttner spekulierte über einen Machtkampf zwischen verschiedenen Fraktionen innerhalb des Apparats.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Die Sorgen und die Macht&amp;quot; wäre als Text für ein heutiges Publikum kaum interessant, da er sich ganz auf die damalige Situation um den wirtschaftlichen Aufbau in der DDR konzentriert. Mit ziemlich vielen Längen schleppt sich diese Handlung dahin, da die beiden Autoren fast völlig auf Streichungen verzichteten. Lohnenswert wird der Abend erst durch die vielen Einschübe, Links und Episoden, die sich um den Text ranken. Eine Reich-Ranicki-Parodie trägt Rezensionen zur damaligen Skandalaufführung vor, direkt nach der Pause verliest ein Schauspieler Wolfgang Langhoffs Kotau vor dem Regime und auch erste Feuilleton-Kritiken zur Premiere wurden spontan in diesen überbordenden Theaterabend eingefügt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Viele Anspielungen können sicher nur Menschen genießen, die sich bewusst an die DDR-Kulturpolitik erinnern können. Relativ unvermittelt stimmt Jürgen Kuttner ein Lied von Wolf Biermann an. Erst im Nachgespräch erschließt sich, dass er damit auf die unversöhnlichen Positionen zwischen Biermann und Hacks während der Ausbürgerung des Sängers 1976 anspielte, &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/11-Juergen-Kuttner-schreckt-vor-nichts-zurueck.html&quot;&gt;wie Jürgen Kuttner in einer seiner typischen Tiraden erklärte&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben einem Ulbricht-Zitat bleiben vor allem die wütenden Gedichte in Erinnerung, die Hacks nach dem Mauerfall schrieb: Er rieb sich zwar am System, hielt aber weiter an der Idee des Kommunismus fest und prangerte sowohl die SED-Nachfolgepartei als auch die Bürgerrechtler in Guillotinen-Phantasien an.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Fazit: Ein ungewöhnlicher, streckenweiser aber zäher Abend, der vor allem bei den älteren Besuchern mit Ost-Sozialisation gut ankam. Auf den vielen Abzweigungen vom Hauptpfad, dem eigentlichen Stück &amp;quot;Die Sorgen und die Macht&amp;quot;, kann man interessante Entdeckungen machen, sollte aber viel Geduld und am besten auch Vorwissen mitbringen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/die_sorgen_und_die_macht/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/die_sorgen_und_die_macht/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=4641:die-sorgen-und-die-macht-kuttner-und-kuehnel-denken-ihren-vielversprechenden-hacks-abend-nicht-zu-ende-&amp;amp;amp;catid=38&amp;amp;amp;Itemid=40&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=4641:die-sorgen-und-die-macht-kuttner-und-kuehnel-denken-ihren-vielversprechenden-hacks-abend-nicht-zu-ende-&amp;amp;catid=38&amp;amp;Itemid=40&quot;&gt;Kritikenüberblick bei nachtkritik&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 11 Sep 2010 17:36:03 +0200</pubDate>
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