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    <title>kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Theater</title>
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    <description>Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</description>
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    <pubDate>Sat, 15 Jun 2013 11:54:51 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: kulturblog @ /e-politik.de/: Kunst und Kultur - Theater - Aktuelle Theater- und Filmezensionen. Hier bloggt die Redaktion von /e-politik.de/ über Kultur, Theater, Film, Kino und Kunst.</title>
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    <title>Autorentheatertage 2013: Jelinek in der Unterwelt, Cameron in 12 Varianten</title>
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            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Kurz vor Ende der Spielzeit widmet sich das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutsche Theater Berlin&lt;/a&gt; seit einigen Jahren der Gegenwartsdramatik: ein bunter Mix aus Gastspielen der großen Schauspielhäuser wie dem Wiener Burgtheater und dem Münchner Residenztheater und Entdeckungen aus Kassel, Kaiserslautern oder Osnabrück laden zu einer Entdeckungsreise durch die neuesten Produktionen zeitgenössischer Autorinnen, die 2013 gegenüber ihren männlichen Kollegen deutlich in der Überzahl waren.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der unterhaltsamste Höhepunkt des Festivals führte bei schönstem Sommerwetter in die griechische Unterwelt: Elfriede Jelinek deutete in ihrer assoziativ-mäandernden Textfläche &lt;em&gt;Schatten (Eurydike sagt) &lt;/em&gt;den antiken Mythos von Orpheus und Eurydike komplett um. Bei ihr ist Eurydike kein Opfer, das sehnsuchtsvoll darauf wartet, dass ihr Orpheus sie aus der Unterwelt befreit. Im Gegenteil: Die sieben hervorragenden Schauspielerinnen, die sich den Monolog aufteilen und mit kabarettistischen Einlagen gekonnt auf die Bühne bringen, haben von ihrem bisherigen Leben die Nase voll. Ihre Eurydike will auf keinen Fall zum narzisstischen Popstar Orpheus zurück, der ständig von kreischenden Teenager-Groupies umlagert ist und sie vernachlässigt.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Während Orpheus im Hintergrund auf der großen Showtreppe seine Liedchen trällert, nimmt Nikolaus Habjan mit seiner Jelinek-Puppe das Zentrum der Bühne ein. Er imitiert die Sprachmelodie der Literatur-Nobelpreisträgerin glänzend, seine Handpuppe ist eine meist ironische, häufig ihre lange Mähne schüttelnde Stichwortgeberin und bissige Kommentatorin des Bühnengeschehens der Star des Abends.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein anderer Promi steht trotz seiner Abwesenheit im Mittelpunkt eines interessanten Experiments an den Kammerspielen: zwölf Theater aus ganz Europa wurden gebeten, sich in einem Minidrama mit der Grundsatzrede des britischen Premierministers David Cameron auseinandersetzen. &lt;em&gt;David´s formidable speech on Europe &lt;/em&gt;hat einen gemeinsamen Nenner, den isolationistischen Kurs des konservativen Premiers fand keine der zwölf teilnehmenden Gruppen formidabel. Im Beitrag aus Barcelona wurden Trauer und Wut über die Perspektivlosigkeit einer Jugend deutlich, wo jeder Zweite arbeitslos ist. Im Nachgespräch bei Tomatensuppe erzählten die beiden Schauspieler, dass fast alle ihre Freunde aus Spanien weggezogen sind. Mario Fuchs vom Schauspiel Frankfurt war mit einer frechen Video-Botschaft an Cameron mit Klavierbegleitung zu Gast, Stefanie Reinsperger aus Düsseldorf spielte eine Putzfrau, die während ihrer Arbeit einige Passagen aus Camerons Rede mithört und mit Wiener Schmäh kommentiert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In die Kategorie &lt;em&gt;well-made-play&lt;/em&gt;&amp;#160;fiel Moritz Rinkes Ehe-Tragikomödie &lt;em&gt;Wir lieben und wissen nichts&lt;/em&gt;. Ähnliche Konstellationen zweier Akademiker-Paare waren seit Edward Albee zwar x-fach zu sehen, Rinke hat den Stoff aber routiniert und unterhaltsam umgesetzt. Leider war in Berlin nicht die Uraufführungs-Inszenierung des Schauspiels Frankfurt von Oliver Reese mit Constanze Becker zu sehen, sondern eine Arbeit des Konzert Theaters Bern. Moritz Rinke konnte im Gegensatz zu den anderen Autoren, die sich meistens Publikumsgesprächen stellten, leider nicht selbst in Berlin sehen: Er war gerade mit seiner Freundin in Istanbul, als dort der Konflikt zwischen Erdogan und den Demonstranten eskalierte. In der &lt;em&gt;ZEIT &lt;/em&gt;waren eindrucksvolle Tagebuch-Eindrücke aus der Türkei abgedruckt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Jenseits der üblichen Theaterkonventionen ist &lt;em&gt;Call me God &lt;/em&gt;vom Münchner Residenztheater angesiedelt: vier Autoren (Cervo, Mayenburg, Ostermaier, Spregelburd) nahmen den &lt;em&gt;Beltway Sniper&lt;/em&gt;, der die USA ein Jahr nach 9/11 in Atem hielt, zum Ausgangspunkt einer schrillen Patchwork-Arbeit. Am meisten interessiert sie die hysterisch heißlaufende mediale Verwertungsmaschinerie, die nach dieser Anschlagsserie einsetze. Aufgekratzte Frühstücksfernsehen-Moderatorinnen befragen Angehörige und Experten, als Running-Gag hat jeder ein Buch zu vermarkten. Das Thema und der ungewohnte, experimentierfreudige Zugriff sind sehr interessant, der Abend überzieht aber teilweise bei seinem Willen, die grotesken Seiten der realen Ereignisse grell auszuleuchten. Mit dem Holzhammer werden auch absehbare George W. Bush-Pointen angeboten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Einen zwiespältigen Eindruck hinterließ Ewald Palmetshofers &lt;em&gt;räuber.schuldengenital&lt;/em&gt;, ein weiteres Gastspiel des Wiener Burgtheaters. Schillers Drama ist für ihn nur ein vager Anknüpfungspunkt, ihm geht es um seine These, dass die Alten auf Kosten der jungen Generation leben, die nur von der Sicherheit lebenslanger Festanstellung träumen kann. Anita Blasberg hat dazu vor einigen Wochen eine &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.zeit.de/2013/17/demografie-babyboomer&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.zeit.de/2013/17/demografie-babyboomer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;lesens- und nachdenkenswerte Polemik im ZEIT-Dossie&lt;/a&gt;r veröffentlicht. Palmetshofers Stück fehlt erstens die argumentative Kraft des Textes, zweitens fehlten bei aller Fokussierung auf die These, die er vermitteln wollte, die künstlerischen Mittel, daraus einen gelungenen Abend zu gestalten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 15 Jun 2013 12:37:56 +0200</pubDate>
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    <title>50. Theatertreffen - Schlussbetrachtung</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/232-50.-Theatertreffen-Schlussbetrachtung.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Mit den beiden starken Auftaktinszenierungen &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/228-Theatertreffen-Frankfurter-Medea-mit-archaischer-Wucht.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Medea&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/229-Theatertreffen-mehrstuendige-Romanadaptionen.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jeder stirbt für sich allein&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;konnten spätere Abende des &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_65564.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_65564.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;50. &lt;em&gt;Berliner Theatertreffens&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; nicht mehr mithalten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bemerkenswert war vor allem noch der fulminante Schluss von Sebastian Baumgartens Brecht-Bearbeitung &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_62424.php&#039;]);&quot;  href=&quot;https://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_62424.php&quot; target=&quot;&lt;u&gt;blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Die heilige Johanna der Schlachthöfe&lt;/em&gt;&amp;#160;aus Zürich&lt;/a&gt;: die Schauspieler ließen die Inszenierung, als Johanna gescheitert vor ihnen lang, mit &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Haifisch&amp;lt;/u&amp;gt;(Lied)&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Haifisch&lt;/u&gt;(Lied)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Haifisch, &lt;/em&gt;Rammsteins Adaption der Mackie Messer-Ballade aus der Dreigroschenoper&lt;/a&gt;, ausklingen, im Hintergrund wurden auf einer großen Videoleinwand ihre Namen und ihre Großaufnahmen wie bei einem Kinoabspann eingespielt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Eine typische Jelinek-Textwüste bot Johan Simons, der &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_62422.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_62422.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Die Straße. Die Stadt. Der Überfall&lt;/em&gt;&amp;#160;von den Münchner Kammerspielen&lt;/a&gt; mitbrachte. Dieser Abend lebt vor allem von Sandra Hüllers Monologen als Jelinek und Benny Claesens als Modezar Moshammer.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.muenchner-kammerspiele.de/programm/die-strasse-die-stadt-der-ueberfall/sandra-hueller/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.muenchner-kammerspiele.de/programm/die-strasse-die-stadt-der-ueberfall/sandra-hueller/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sandra Hüller&lt;/a&gt; stand auch als Moderatorin im Mittelpunkt des großen Jubiläumsfests, das für eine halbe Stunde unterbrochen wurde, da sie kollabierte. &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/11-Juergen-Kuttner-schreckt-vor-nichts-zurueck.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jürgen Kuttner&lt;/a&gt; lieferte einen Videoschnipselvortrag, wie man ihn seit fast zwei Jahrzehnten aus der Volksbühne kennt, der zwar wenig mit dem Theatertreffen zu tun hatte, aber dennoch für Heiterkeit sorgte. Höhepunkte des Festes waren ein Puppenspielerinnen-Auftritt mit einer Parodie auf &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.elfriedejelinek.com/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.elfriedejelinek.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Elfriede Jelinek&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/schaubuehne.de/de_DE/ensemble/detail/12678&#039;]);&quot;  href=&quot;http://schaubuehne.de/de_DE/ensemble/detail/12678&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lars Eidinger&lt;/a&gt; als DJ.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zum Jubiläum wurde auch eine Bustour quer durch Berlin zu mehreren Terminen während des Festivals angeboten. Die Idee, historische Videos einzuspielen und die Spielorte zu präsentieren, war glänzend. Leider blieb die Bustour in Informationshäppchen stecken, so dass ein guter Ansatz nicht ganz glückte.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_65564.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt13_programm/tt13_programm_gesamt/tt13_veranstaltungsdetail_65564.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das 50. Berliner Theatertreffen (3.-20. Mai 2013)&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 20 May 2013 00:02:00 +0200</pubDate>
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    <title>Theatertreffen: mehrstündige Romanadaptionen</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/229-Theatertreffen-mehrstuendige-Romanadaptionen.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Nach dem Eröffnungsstück &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/228-Theatertreffen-Frankfurter-Medea-mit-archaischer-Wucht.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Medea&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;standen beim &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&quot;&gt;50. Berliner Theatertreffen&lt;/a&gt; zwei Bühnenfassungen von Romanen auf dem Programm, die dem Publikum mit einer Länge von viereinhalb bzw. mehr als fünf Stunden einiges an Konzentration und Sitzfleisch abverlangten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Am 6. und 7. Mai gastierte das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hamburger Thalia-Theater&lt;/a&gt; mit Luk Percevals &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/repertoire_33_de.php?play=723&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/repertoire_33_de.php?play=723&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Jeder stirbt für sich allein&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada. In der Romanvorlage verarbeitete Fallada 1946/47 die wahre Geschichte des Berliner Arbeiterehepaares Elise und Otto Hampel, die zwei Jahre lang heimlich Postkarten an belebten Orten der Hauptstadt deponierten und zum Widerstand gegen Hitlers Gewaltherrschaft aufriefen, bevor sie denunziert, gefoltert und zum Tod verurteilt wurden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Besondere an diesem voluminösen Abend ist, dass es Regisseur &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/regie_72_de.php?person=63&amp;amp;amp;func=2&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/regie_72_de.php?person=63&amp;amp;func=2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline; &quot;&gt;Luk Perceval&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, Dramaturgin &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/mitarbeiter_37_de.php?person=281&amp;amp;amp;func=3&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/mitarbeiter_37_de.php?person=281&amp;amp;func=3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Christina Bellingen&lt;/a&gt; und ihrem Schauspielerensemble um &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/schauspielerinnen_34_de.php?person=106&amp;amp;amp;func=1&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/schauspielerinnen_34_de.php?person=106&amp;amp;func=1&quot;&gt;Barbara Nüsse&lt;/a&gt;, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/schauspielerinnen_34_de.php?person=21&amp;amp;amp;func=1&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/schauspielerinnen_34_de.php?person=21&amp;amp;func=1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gabriela Maria Schmeide&lt;/a&gt; und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/schauspielerinnen_34_de.php?person=32&amp;amp;amp;func=1&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/schauspielerinnen_34_de.php?person=32&amp;amp;func=1&quot;&gt;Mirco Kreibich &lt;/a&gt;gelingt, das Publikum nicht mit bleierner Schwere zu erdrücken. Als zentrale Themen werden Widerstand, Verrat und Folter verhandelt: Wie reagieren die Figuren unter totalitärer Repression? Die Kleinganoven lavieren sich durch, die meisten passen sich an, eine überraschende Wandlung erlebt der für seine Strenge gefürchtete Kammergerichtsrat Fromm, der den Widerstandskämpfern hilft, da er sich der Idee der Gerechtigkeit verpflichtet fühlt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Neben den beklemmenden Momenten, die bei diesem Stoff zwangsläufig sind, gab es für das Publikum auch heitere Szenen, so dass trotz des düsteren Titels &lt;em&gt;Jeder stirbt für sich allein&lt;/em&gt; erstaunlich viel gelacht wurde.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Thalia-Produktion ist eine gelungene Theaterfassung von Falladas Roman, der erst in den vergangenen Jahren den verdienten, weltweiten Erfolg erlebte, als die ungekürzte Originalfassung neu herausgegeben wurde. Der Schriftsteller&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Primo_Levi&#039;]);&quot;  title=&quot;Primo Levi&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Primo_Levi&quot;&gt;&lt;/a&gt; Primo Levi,&lt;br /&gt;
 ein Überlebender von Auschwitz, nannte Falladas Roman „das beste Buch, &lt;br /&gt;
das je über den deutschen Widerstand geschrieben wurde.&amp;quot;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Völlig misslungen ist hingegen Sebastian Hartmanns Annäherung an Leo Tolstois Epos &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.centraltheater-leipzig.de/centraltheater/programm/centraltheater/inszenierung/archiv/krieg_und_frieden/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.centraltheater-leipzig.de/centraltheater/programm/centraltheater/inszenierung/archiv/krieg_und_frieden/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Krieg und Frieden&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;als Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Centraltheaters Leipzig mit Ex-Bravo-TV-Girlie Heike Makatsch in einer Gastrolle. Die Inszenierung schleppt sich ziellos dahin, bevor sie in Albernheiten und Kalauern versandet.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das 50. Berliner Theatertreffen&lt;/a&gt;&amp;#160;(3.-20. Mai 2013)&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.thalia-theater.de/h/repertoire_33_de.php?play=723&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.thalia-theater.de/h/repertoire_33_de.php?play=723&quot;&gt;&lt;em&gt;Jeder stirbt für sich allein&lt;/em&gt; (Thalia-Theater Hamburg)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.perlentaucher.de/buch/hans-fallada/jeder-stirbt-fuer-sich-allein.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.perlentaucher.de/buch/hans-fallada/jeder-stirbt-fuer-sich-allein.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Roman-Vorlage &lt;em&gt;Jeder stirbt für sich allein&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.centraltheater-leipzig.de/centraltheater/programm/centraltheater/inszenierung/archiv/krieg_und_frieden/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.centraltheater-leipzig.de/centraltheater/programm/centraltheater/inszenierung/archiv/krieg_und_frieden/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Krieg und Frieden &lt;/em&gt;(Centraltheater Leipzig/Ruhrfestspiele Recklinghausen)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Wed, 08 May 2013 16:22:59 +0200</pubDate>
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    <title>Theatertreffen: Frankfurter &quot;Medea&quot; mit archaischer Wucht</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/228-Theatertreffen-Frankfurter-Medea-mit-archaischer-Wucht.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Die Kollegin bei &lt;em&gt;Nachtkritik &lt;/em&gt;hat es schon am Premierenabend im April 2012 geschrieben: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/regie/michael_thalheimer/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/regie/michael_thalheimer/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Michael Thalheimers&lt;/a&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stuecke.php?SID=1000105&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stuecke.php?SID=1000105&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Medea&lt;/em&gt;-Inszenierung am Frankfurter Schauspielhaus &lt;/a&gt;muss zum nächsten Berliner &lt;em&gt;Theatertreffen&lt;/em&gt; eingeladen werden. Auch die Feuilletons von Stadelmeier in der &lt;em&gt;FAZ&lt;/em&gt; bis zur &lt;em&gt;taz&lt;/em&gt; waren unisono von der archaischen Wucht dieser Inszenierung begeistert.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zur Eröffnung des &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;50. Berliner &lt;em&gt;Theatertreffens&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; machte das Festival sich und seinem Publikum das Geschenk, die Inszenierung auch im Berliner Festspielhaus an zwei Abenden (Freitag, 3. Mai und Samstag 4. Mai) zu zeigen, Medienpartner &lt;em&gt;3sat&lt;/em&gt; strahlte die Inszenierung am Samstag ebenfalls auf. Thalheimer und sein Team setzen ganz auf die Macht der Worte, Euripides Tragödientext hallt durch Olaf Altmanns fast leere Bühne, ohne Requisiten, Schnickschnack und psychologische Deutungen. Oft wurde &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Medea&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Medea&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Medea&lt;/a&gt; in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten symbolisch als Frau, die sich gegen männliche Herrschaftsverhältnisse wehrt, oder als Migratin, die in der fremden, feindlichen Umgebung ausgestoßen wird, gedeutet. Auch diese Interpretationen haben ihren Reiz, wie Christa Wolfs Roman&lt;em&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Medea:_Stimmen&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Medea:_Stimmen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Medea: Stimmen&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;1996 zeigte. Thalheimer geht bewusst einen anderen Weg und reduziert den Text auf seinen Kern.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schon die ersten Minuten machen den Zuschauer neugierig auf den Ansatz dieser Inszenierung: eine Amme schleppt sich schlurfend in die Bühnenmitte und beklagt &lt;em&gt;Medeas&lt;/em&gt; Schicksal, der Scheinwerfer zoomt nach oben und rückt Constanze Becker in der Titelrolle der &lt;em&gt;Medea &lt;/em&gt;in den Mittelpunkt. Auf einer meterhohen Betonwand schreit und seufzt sie, krümmt sich in ihrem Leid. Statt des Zerrbilds einer rasenden Kindsmörderin, das manche mit Medea assoziieren, kann &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schauspielfrankfurt.de/ensemble/schauspieler.php?PID=3&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schauspielfrankfurt.de/ensemble/schauspieler.php?PID=3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Constanze Beckers&lt;/a&gt; Medea aber auch ganz anders: in anderen Momenten hat sie sich im Griff und zieht eiskalt mit rationaler Raffinesse ihren Racheplan durch.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zwei Höhepunkte prägen diesen Abend: Ganz langsam rückt die meterhohe Wand mit Medea auf ihrer Plattform Zentimeter um Zentimeter von der Bühnen-Rückwand zum Parkett vor und kommt Jason (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schauspielfrankfurt.de/ensemble/schauspieler.php?PID=30&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schauspielfrankfurt.de/ensemble/schauspieler.php?PID=30&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Marc Oliver Schulze&lt;/a&gt;) und dem Publikum bedrohlich nah. Den Kindesmord setzt Thalheimer mit einer Videoinstallation, Piktogrammen und schrillen E-Gitarren-Klängen &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schauspielfrankfurt.de/schauspiel_frankfurt/leitung_mitarbeiter_detail.php?PID=38&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schauspielfrankfurt.de/schauspiel_frankfurt/leitung_mitarbeiter_detail.php?PID=38&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bert Wredes&lt;/a&gt;, diesmal die einzige musikalische Untermalung, um.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Frankfurter &lt;em&gt;Medea&lt;/em&gt;-Inszenierung war ein gelungener Auftakt der Jubiläums-Ausgabe des Berliner &lt;em&gt;Theatertreffens&lt;/em&gt; und ist ähnlich beeindruckend wie Barbara Freys Inszenierung mit Nina Hoss in der Titelrolle am &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutschen Theater Berlin&lt;/a&gt; im Jahr 2007. Damals hatte das Deutsche Theater einen Spielzeit-Schwerpunkt auf antiken Tragödien&lt;em&gt;, &lt;/em&gt;Michael Thalheimer und Constanze Becker überzeugten damals schon gemeinsam, als sie die&amp;#160;&lt;em&gt;Orestie&lt;/em&gt; nach Aischylos auf die Bühne brachten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/ueber_festival_tt/aktuell_tt/start.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das 50. Berliner Theatertreffen: 3.-20. Mai 2012&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stuecke.php?SID=1000105&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.schauspielfrankfurt.de/spielplan/stuecke.php?SID=1000105&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Medea&lt;/em&gt; am Frankfurter Schauspielhaus&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 05 May 2013 17:38:59 +0200</pubDate>
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    <title>Foreign Affairs: Brachialtheater &quot;Gólgota Picnic&quot;</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/212-Foreign-Affairs-Brachialtheater-Golgota-Picnic.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Eine schöne Erkenntnis des Theaterabends &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46567.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46567.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gólgota Picnic&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;beim &lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt;-Festival im Haus der Berliner Festspiele war, dass es in Berlin keine wütenden Blasphemie-Vorwürfe religiöser Eiferer oder Rechtspopulisten gab. Als der Argentinier Rodrigo García mit seiner Inszenierung in Graz und Hamburg vor einigen Monaten gastierte, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/skandalinszenierung-golgota-picnic-die-wollen-nur-beten-a-810890.html&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/skandalinszenierung-golgota-picnic-die-wollen-nur-beten-a-810890.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;empörten&lt;/a&gt; sich Haiders Gesinnungsgenossen von der FPÖ bzw. die Piusbrüder.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zurecht blieb es in Berlin ruhig. Wie schon Rezensionen bei &lt;em&gt;S&lt;/em&gt;&lt;em&gt;PIEGEL Online, nachtkritik &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; FAZ&lt;/em&gt;&amp;#160;herausarbeiteten, setzt dieser Abend auf eine Ekel-Ästhetik, die sich im Geist des Aktionstheaters der 60er oder 70er Jahre ganz besonders wild und rebellisch gibt: die Schauspieler müssen sich natürlich ausziehen und mit Farbe beschmieren, sich gegenseitig Hamburger in den Mund stopfen und die Reste ausspucken. Am besten überträgt man die Highlights dann auch noch auf große Leinwände, wie es Frank Castorf als Stilmittel an seiner Volksbühne vorgemacht hat. Fertig ist die angebliche Skandalinszenierung, die sich als wütende Abrechnung mit Konsumgesellschaft und Christentum versteht. Vor einigen Jahrzehnten mag ein solcher Regiestil noch eine Herausforderung für das bürgerliche Publikum gewesen sein, vielleicht ist ein solcher Abend auch in einem tiefkatholischen Land wie Spanien noch mutig, hierzulande sorgt die plumpe Brachialästhetik für müdes Abwinken.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Über die beschriebenen Szenen legt sich ein Brei aus Monologen der Schauspieler im spanischen Original mit deutschen Übertiteln, die mit mehr oder minder nachvollziehbaren Assoziationen um die Kreuzigung Jesu auf dem biblischen Berg Gólgota und die Essgewohnheiten einer Fast-Food-Gesellschaft kreisen. Die Schauspieler waten und wälzen sich durch ein Meer der handelsüblichen Papp-Brötchen, die ansonsten von McDonald´s, Burger King und Co. mit faden Beilagen und zähem Fleisch belegt werden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die zweite Hälfte des Stückes gehört allein Mario Formenti, der sich auch erst mal auszieht, aber überraschenderweise von keinem Bühnen-Kollegen mit irgendwelchen Farben oder Flüssigkeiten beschmiert, besprüht oder übergossen wird, sich stattdessen ans Klavier setzt, das über das Burger-Schlachtfeld polternd reingeschoben wird, und Joseph Haydns &lt;em&gt;Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze&lt;/em&gt; spielt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das &lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt;-Festival&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 19 Oct 2012 21:51:49 +0200</pubDate>
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    <title>&quot;Las Multitudes&quot;: Eröffnung des Foreign Affairs-Festivals</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/210-Las-Multitudes-Eroeffnung-des-Foreign-Affairs-Festivals.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Zur Eröffnung des &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Foreign Affairs&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;-Festivals stand an diesem Wochenende das Stück &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46562.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46562.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Las Multitudes&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;des Argentiniers Federico León im Haus der Berliner Festspiele auf dem Programm. Ein Großaufgebot von 121 Darstellern von Kindern bis Senioren wuselte in Gruppen über die Bühne.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Federico León beschreibt im Presseheft seine Grundidee so: &amp;quot;Am Anfang sind alle Gruppen zerstritten, aber dann verbinden sie sich zu einer großen Gemeinschaft, und jeder fühlt, dass er ein fundamentaler Teil einer Maschine ist, einer Gesamtheit, und dass diese Gesamtheit ohne ihn nicht funktionieren würde... Für mich ist &lt;em&gt;Las Multitudes &lt;/em&gt;ein Gesellschafts-Ideal. Die einzelnen Gruppen streiten sich zwar, kümmern und sorgen sich aber auch umeinander, jeder interessiert sich für den anderen, und das Stück führt in eine große Vereinigung.&amp;quot;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Schluss-Szene ist tatsächlich das eindrucksvollste Bild, das beim Verlassen des Theaters nach knapp 70 Minuten im Gedächtnis bleibt: Die ausgelassene Partystimmung der Generationen ist schön choreografiert und mit angenehmen Beats untermalt. Bis dahin blieben jedoch viele Szenen Stückwerk. Man merkt dem Abend seine Entstehungsgeschichte an: &amp;quot;Der Probenprozess verändert den Text, so dass am Ende etwas Neues entsteht, demgegenüber man sich wieder anders positionieren muss. Wenn ich mit einem Projekt anfange, habe ich immer einen konkreten Plan, einen Ausgangspunkt, der sich dann während des Probenprozesses immer mehr verwandelt. Von vielem, was in den Proben plötzlich lebendig wird, hatte ich beim Schreiben noch gar keine Ahnung. Sachen, die das Stück nähren und es quasi um- und fertigschreiben.&amp;quot;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das scheint der springende Punkt zu sein: Vieles ist interessant anzusehen, manches sorgt für Lacher, aber es fügt sich noch nicht wieder zu einem organischen Ganzen. Kein klarer roter Faden verbindet die einzelnen Szenen. Der Probenprozess wirkt noch nicht ganz abgeschlossen, vielleicht reift die Inszenierung bei den nächsten Aufführungen. Auch in Kleinigkeiten zeigen sich Brüche: Kurz vor Schluss beginnt eine Frau aus der Gruppe der Seniorinnen kurz zu rauchen. Es erschließt sich nicht, ob der Regisseur und Autor León damit eine Botschaft vermitteln will oder ob sich dieses Detail nur zufällig im Probenprozess eingeschlichen hat. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Festival &lt;em&gt;Foreign Affairs&amp;#160;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46562.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46562.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Las Multitudes&amp;#160;&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 30 Sep 2012 23:54:23 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/210-guid.html</guid>
    
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    <title>Jürgen Kutters &quot;Demokratie&quot;: Schlager-Geschichtsrevue am DT</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/203-Juergen-Kutters-Demokratie-Schlager-Geschichtsrevue-am-DT.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt; &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/demokratie/juergen_kuttner/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/demokratie/juergen_kuttner/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Jürgen Kuttner&lt;/a&gt;, bekannt für seine Videoschnipselvorträge an der Volksbühne, wo er abseitige Videos mit endlosen Monologen kommentiert, und als Vater der Moderatorin Sarah Kuttner, inszeniert bereits in der dritten Spielzeit in Folge gemeinsam mit &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/ensemble/regie/tom_kuehnel/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/ensemble/regie/tom_kuehnel/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tom Kühnel&lt;/a&gt; am Deutschen Theater Berlin. Nach die &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/69-Die-Sorgen-und-die-Macht-kabarettistische-Geschichtsrevue-am-Deutschen-Theater.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sorgen und die Macht&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; &lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/134-Capitalista,-Baby!-Langweilig-trotz-Ayn-Rands-Thesen.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Capitalista, Baby!&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;gelingt ihnen mit &lt;em&gt;Demokratie &lt;/em&gt;ihre unterhaltsamste und stringenteste Produktion.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Sie halten sich erstaunlich eng an ihre Vorlage, das gleichnamige Politdrama von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/literature.britishcouncil.org/michael-frayn&#039;]);&quot;  href=&quot;http://literature.britishcouncil.org/michael-frayn&quot; target=&quot;&lt;u&gt;blank&quot;&gt;Michael Frayn&lt;/a&gt; aus dem Jahr 2003, das die zeithistorischen Vorgänge des Sturzes von Willy Brandt nachzeichnet. Unmittelbarer Auslöser war die Enttarnung seines persönlichen Referenten &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Guillaume-Aff%E4re&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume-Aff%E4re&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Günter Guillaume&lt;/a&gt; (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/demokratie/daniel_hoevels/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/demokratie/daniel_hoevels/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Daniel Hoevels&lt;/a&gt;) als Stasi-Spion, tiefere Ursache waren die unübersehbaren Risse in der Mutter aller &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Troika&amp;lt;/u&amp;gt;(F%FChrungsspitze)&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Troika&lt;/u&gt;(F%FChrungsspitze)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;SPD-Troikas&lt;/a&gt; (Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt).&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Machtkämpfe der drei Alphamänner werden gut herausgearbeitet, &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/demokratie/bernd_stempel/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/demokratie/bernd_stempel/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bernd Stempel&lt;/a&gt; glänzt in der Rolle des knorrigen Fraktions-Zuchtmeisters Herbert Wehner, der auf Parteidisziplin pocht und die Aussöhnungspolitik mit dem Warschauer Politik und die mangelnde Entscheidungsfreude des Kanzlers mit bissigen Kommentaren geißelt. Dabei spielt er &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/felix_goeser/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/felix_goeser/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Felix Goeser&lt;/a&gt; (Willy Brandt) und &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/demokratie/andreas_doehler/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/demokratie/andreas_doehler/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Andreas Döhler&lt;/a&gt; (Helmut Schmidt) streckenweise an die Wand. Auch vermeintliche Nebenfiguren wie &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Horst_Ehmke&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Ehmke&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Horst Ehmke&lt;/a&gt; (Helmut Mooshammer), der vom Posten des Kanzleramtschefs ins Postministerium abgeschoben wurde, des machtbewussten Innenministers und Strippenziehers &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.genscher.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.genscher.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hans-Dietrich Genscher&lt;/a&gt; (Markwart Müller-Elmau), des Stasi-Führungsoffiziers (Matthias Schweighöfer) und des fragwürdig agierenden &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/G%FCnther_Nollau&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/G%FCnther_Nollau&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verfassungsschutz-Chefs Nollau&lt;/a&gt; (Matthias Neukirch) werden in interessanten Charakterstudien sichtbar.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zeithistorische Aufklärung über das Innenleben der Sozialdemokratie in den 70er Jahren und einen Einschnitt in die Geschichte der Bundesrepublik war aber sicher nicht das Hauptanliegen von Kuttner/Kühnel. Sie nutzen den Stoff als Spielwiese und toben sich mit eingestreuten Schlagern aus Ost und West nach Herzenslust aus. Man muss anerkennen: Was leicht in Albernheiten versinken könnte, funktioniert an diesem Abend richtig gut. Die Songs, die vom Band eingespielt und zu den recht synchronen Lippenbewegungen der Schauspieler in die Handlung integriert werden, setzen meist gelungene Pointen und spiegeln das Innenleben oder die Beziehungen zwischen den Protagonisten.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ein Lob hat auch das Programmheft verdient: Dort findet das Publikum einige zeithistorische interessante Ausgrabungen, wie ein wütendes 69-Punkte-Pamphlet des &lt;em&gt;Bayernkurier&lt;/em&gt;-Chefredakteurs und Franz Josef Strauß-Vertrauten &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Wilfried_Scharnagl&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wilfried_Scharnagl&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wilfried Scharnag&lt;/a&gt;l aus dem Wahlkampf 1969 oder Reportagen aus Tageszeitungen über wichtige Stationen des Dramas.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Publikum muss an diesem Abend aber auch einiges aushalten: Die stinkenden Rauchschwaden, die von der Bühne in den Zuschauerraum ziehen, wirken genauso aus der Zeit gefallen wie die Handlung und die Schlager aus den 70er Jahren. Statt echter Zigaretten wären Attrappen wesentlich sinnvoller gewesen, gerade in einem Tag, an dem selbst der notorische Kettenraucher Helmut Schmidt bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.sueddeutsche.de/leben/westfaelischer-friedenspreis-helmut-schmidt-verkneift-sich-das-rauchen-1.1475232&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/leben/westfaelischer-friedenspreis-helmut-schmidt-verkneift-sich-das-rauchen-1.1475232&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rauchverbot im Rathaus von Münster respektiert&lt;/a&gt; und zwei Stunden lang auf einen Bruch des Gesetzes verzichtet. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Jürgen Kuttner konnte während der dreieinhalb Stunden-Inszenierung anscheinend auf sein Nikotin zu verzichten. Außer seinem Gequalme setzte er immerhin auch positive Akzente in einem furiosen Rundumschlag, mit dem er ein Sebastian Hafner-Video anmoderierte, das sich ansonsten nicht recht in die Handlung einfügen wollte. Was ist von der Kultur eines Landes zu halten, fragt Kuttner, in der Günther Jauch als politischer Journalist, Veronica Ferres als Schauspielerin und Richard David Precht als Philosoph gilt?&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/demokratie/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/demokratie/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 23 Sep 2012 01:17:48 +0200</pubDate>
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    <title>Homers &quot;Odyssee&quot; mit Laiendarstellern am Jungen DT</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/206-Homers-Odyssee-mit-Laiendarstellern-am-Jungen-DT.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Sehr viele junge Gesichter gab es in den Kammerspielen des Deutschen Theaters bei Uli Jäckles Inszenierung von Homers Epos &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/odyssee/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/odyssee/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Odyssee&lt;/a&gt;: &lt;/em&gt;der Zuschauerraum war voll mit Teenagern und Schulklassen, die leider für Unruhe durch ständiges Rascheln und Tuscheln sorgten. Auf der Bühne waren ausschließlich Laienschauspieler zu erleben, die Jüngste kam zum Schlussapplaus mit ihrem Stofftier, die ältesten Protagonisten waren bereits im Seniorenalter.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Diese bunte, generationenübergreifende Laienschar hatte eine sehr freie Adaption des Stoffes einstudiert, die in ihrem frischen Zugriff auf den Mythos offensichtlich die Zielgruppe ansprach, wie der Schlussapplaus zeigte. Vom Tonband wurden zwischen den Szenen Gedankenfetzen über das Warten, auseinandergerissene Familien und abwesende Väter eingespielt, so dass die Motive in die Lebenswelt der Jugendlichen übertragen wurden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem ist diese Arbeit des &lt;em&gt;Jungen DT&lt;/em&gt;&amp;#160; als interessanter Versuch zu bewerten, neue Zielgruppen und zukünftige Generationen von Abonnenten oder Stammgästen an das Theater heranzuführen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/odyssee/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/odyssee/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 22 Sep 2012 20:13:00 +0200</pubDate>
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    <title>Schillers &quot;Räuber&quot; am Maxim Gorki: Parodie und Knalleffekte</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/201-Schillers-Raeuber-am-Maxim-Gorki-Parodie-und-Knalleffekte.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Dem jungen Friedrich Schiller hätte diese Inszenierung seiner &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.klassiker-der-weltliteratur.de/die_raeuber.htm&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.klassiker-der-weltliteratur.de/die_raeuber.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Räuber&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;am &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/&quot;&gt;Gorki-Theater&lt;/a&gt; wahrscheinlich gefallen. Anfang 20 war der spätere Säulenheilige der Weimarer Klassik gerade mal, als er dieses wütende &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Sturm_und_Drang&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sturm_und_Drang&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Sturm und Drang&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;-Drama schrieb, das bei seiner Mannheimer Uraufführung vom jugendlichen Publikum begeistert gefeiert wurde. Der Herzog von Württemberg war von der offensichtlichen Kritik an seiner feudalistischen Herrschaft alles andere als amüsiert, Schiller floh vor der Festungshaft aus Stuttgart. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wie bringt man ein politisches Drama eines &lt;em&gt;angry young man&lt;/em&gt;, der zum Klassiker erstarrt ist, einige Jahrhunderte später auf die Bühne? Der Regisseur &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/ant-romero-nunes/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/ant-romero-nunes/&quot;&gt;Antú Romero Nunes&lt;/a&gt; streicht kurzerhand das Personal auf die drei zentralen Figuren Franz (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/paul-schroeder/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/paul-schroeder/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Paul Schröder&lt;/a&gt;) und Karl Moor (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/michael-klammer/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/michael-klammer/&quot;&gt;Michael Klammer&lt;/a&gt;) sowie Amalie (&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/aenne-schwarz/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/aenne-schwarz/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aenne Schwarz&lt;/a&gt;) zusammen. Er verzichtet auf jedes Bühnenbild und lässt seine drei Schauspieler auf der kahlen Bühne Monologe zwischen 20 und 60 Minuten sprechen, in denen Versatzstücke aus Schillers Dramen-Dialogen mit Parodien auf das Theater, Kommentaren zu René Pollesch-Inszenierungen und Geplauder mit dem Publikum gesampelt wird. Dieser wilde Mix sorgt zwar immer wieder für Lacher, ist aber ohne Textkenntnis von Schillers Drama nicht richtig einzuordnen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Vor dem Auftritt von Karl Moor erschallen plötzlich laute Schreckschusspistolen, die bei Besucher mit Herzproblemen Schwierigkeiten auslösen könnten. Später springen abrupt junge Schauspielstudenten mitten aus dem Publikum auf und brüllen als Chor ebenfalls Schiller-Dialog-Fetzen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Abend zielt vor allem auf Schulklassen, die sich mit den Dramenklassikern abmühen und am Gorki eine kurzweilige Inszenierung mit Witz und Knalleffekten erleben, die für manche Überraschung gut sind. Das bildungsbürgerliche Staatstheaterpublikum wird es aber mit gemischten Gefühlen erleben, seinen Schiller so auf der Bühne zu sehen. Ihm selbst hätte es aber wahrscheinlich gefallen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.gorki.de/spielplan/die_raeuber/&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 20 Sep 2012 12:16:21 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Vorbericht &quot;Foreign Affairs&quot;-Festival</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/198-Vorbericht-Foreign-Affairs-Festival.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt; &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Berliner Festspiele haben neben ihren bewährten Veranstaltungen wie dem &lt;em&gt;Theatertreffen&lt;/em&gt; oder dem &lt;em&gt;Musikfest&lt;/em&gt;&amp;#160;eine neue ambitionierte Programmreihe ins Leben gerufen: Das Festival &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start_foreign_affairs_neu.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/ueber_festival_fa/aktuell_fa/start_foreign_affairs_neu.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Foreign Affairs&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;, das von 28. September bis 26. Oktober 2012 seine Premiere erleben wird, bringt Performances und Theateraufführungen aus allen Kontinenten nach Berlin. Das Festival will neue Sichtweisen jenseits eurozentrischer Denkweisen eröffnen und das deutsche Publikum mit spannenden, kontroversen Arbeiten bislang häufig unbekannter Künstler vertraut machen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Festivalleiterin&amp;#160;&lt;strong&gt;Frie Leysen&lt;/strong&gt; erläutert in Ihrem Vorbericht für /e-politik.de/ das politische Konzept des Festivals und stellt die interessantesten Inszenierungen vor:&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt; ist eine Einladung. Eine Einladung auf eine Affäre mit unserer Zeit und unserer Welt.&amp;#160;Die Welt ist komplex. Wir sind daran gewöhnt, eine immer unübersichtlicher werdende Umgebung nur von unserem Standpunkt aus wahrzunehmen. Man hat uns Vereinfachungen angeboten, doch lässt sich das Komplexe weder durch Vereinfachungen begreifen, noch lassen sich mit Klischees Probleme lösen. Stattdessen kann man anfangen, sich in ein Verhältnis zur Welt zu setzen – und dabei den Standpunkt, von dem aus wir sprechen, mitzureflektieren und unser beschränktes Verstehen zu akzeptieren. Darüber gilt es miteinander in Dialog zu treten. Und der beginnt zwischen Menschen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;Die Welt ist bestimmt durch Spaltungen und Teilungen – trotz oder womöglich wegen ihrer Vernetztheit und der angeblichen Auflösung ihres Bruchs durch den Fall des Eisernen Vorhangs. Es scheint, das Nicht-Verstehen wird immer präsenter. So gewinnen einerseits internationale Vernetzungen und Zusammenhänge immer mehr Bedeutung. Andererseits steigt im Zuge globaler Verflechtung und Digitalisierung der Differenzierungsdruck auf Kulturen, Nationen und Gemeinschaften. Kaum ist die jahrhundertealte Idee der europäischen Gemeinschaft in wirtschaftlichen Krisenzeiten kein Grund mehr für eine Ode an die Freude, besinnt man sich auf die Kernfamilie – die Kultur, die Nation, die Gemeinschaft –, wird das Eigene beschworen und werden Grenzen (wieder) errichtet. Die Märkte stehen offen, doch die Menschen lassen zwischen sich die Schlagbäume fallen. Die damit einhergehenden Tendenzen, den oder die Anderen einseitig zu definieren, schlagen sich ebenso im Kunstbetrieb nieder, der an Offenheit verliert und verdauliche und verkäufliche Labels deklariert. &lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt; ist ein Gegenvorschlag. Es gibt Diversität, Unterschiede und Dissens. Der Umgang damit kann jedoch nur durch furchtlose Offenheit bewältigt werden. So unsere Überzeugung.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;Menschen aus der ganzen Welt teilen nicht den Ort, wohl aber die Zeit: die Gegenwart. Europa und Amerika haben über Jahrhunderte die internationalen Regeln festgelegt. Grundsätzlich verstehen wir uns als Zeitgenossen und suchen daher das Zeitgenössische als weltweite Sprache auf, die Kontexte und Relationen herzustellen vermag. Deshalb konzentriert sich &lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt; explizit auf zeitgenössische Kunst aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Bildende Kunst, Film und Musik, oftmals lassen sich diese Gattungsgrenzen nicht einmal mehr ziehen.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt; versteht seine Künstler als Berichterstatter unserer Zeit, als Zeitzeugen, ohne die die Welt aus bloßem unbearbeitetem Zeug bestünde. Die Künstler geben die Töne des Festivals vor, sie bestimmen, welche fernen oder nahen Angelegenheiten zu verhandeln sind: die Schönheit des Scheiterns, Erinnerung und Vergessen, Kolonialismus, Konsumismus, Ökologie, Manipulation, die bedrückenden und beglückenden Dynamiken von Gemeinschaften, das (Über-)Leben des Einzelnen in der Gesellschaft, unsere Unfähigkeit, mit anderen und Differenzen umzugehen, den Mut, Nein zu sagen und die Welt in Frage zu stellen.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;Um nur einige Beispiele zu nennen: &lt;strong&gt;Federico León&lt;/strong&gt; erarbeitet in Berlin das Theaterstück &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46562.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46562.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Las Multitudes&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; mit 108 Berlinern und 13 argentinischen Schauspielern. Die Arbeit spiegelt mit einer Choreografie von Vielheiten (Multitudes) das Zusammenspiel von Gemeinschaften, von individuellen wie kollektiven Prozessen, die die Menschheit ausmachen. &lt;strong&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46568.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46568.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Fabian Hinrichs&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; hat in seiner ersten großen eigenen Bühnenarbeit, in der er Konzepteur, Regisseur und Schauspieler ist, den Mut, die ganz naiven und doch ganz großen Fragen des Lebens noch einmal zu stellen, verstärkt mit E-Gitarren und doch fast allein im großen Bühnenrund, das er wie kaum ein zweiter auszufüllen vermag. &lt;strong&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46573.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46573.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erna Ómarsdóttir&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; ist ein ebensolches Bühnentier, eine Naturgewalt, die uns all die Ungeheuer und Wesen zurückbringt, die wir mit klarem Geist gelernt haben auszuschließen. &lt;strong&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46565.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46565.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anne Teresa De Keersmaeker&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;, die keine Unbekannte in Berlin ist, jedoch lange nicht mit ihren großen Bühnenarbeiten hier war, stellt mit ihrem unnachahmlichen Gespür für Musik unfassbare, klare Schönheit in eine Welt, die aus Chaos und Unheil besteht, gestern wie heute. Dagegen steht die unvergleichliche Wut &lt;strong&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46568.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46568.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rodrigo Garcías&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;, der unsere ganzen so einfach gemachten Überzeugungen erschüttert – mit einer (Theater-)Sprache, die Bildende Kunst ist. &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_47330.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_47330.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kyohei Sakaguch&lt;/strong&gt;i&lt;/a&gt; wendet seinen Nicht-Glauben an unsere konsumverwöhnten Gewissheiten in Aktivismus: seiner Zero-Yen-Philosophie folgend baut er ein mobiles Haus aus Materialien, die andere wegwerfen, mit Mitteln, die allen zur Verfügung stehen. Das mobile Haus Sakaguchis wird drei Wochen lang Heim und Bühne für &lt;strong&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46696.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46696.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Marino Formenti&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;, der sich in öffentlicher Zurückgezogenheit rein der Musik widmet und damit eine Reflektion anstiftet über Zeit und Musik und über die Konventionen, die bestimmen möchten, was ein Konzert ist und was ein Publikum. &lt;strong&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46578.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_veranstaltungsdetail_46578.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Brett Bailey&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; indes führt das Publikum in Situationen, in denen er beharrlich und mit sehr persönlicher künstlerischer Sprache das Verhältnis zwischen Europa und Afrika thematisiert und koloniale Ermächtigungsstrategien aufdeckt.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;Foreign Affairs &lt;/em&gt;ist kein ‚Clash von Kulturen’, vielmehr ein Clash von Visionen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit verschiedenen Facetten der Welt auseinandersetzen, sie in ihrer Schönheit, Grausamkeit und Unzulänglichkeit beschreiben oder in Frage stellen.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt; steht nicht unter einem Thema, sondern ist selbst Thema: Es verknüpft und versammelt 22 künstlerische Zeugnisse von 19 unabhängigen Persönlichkeiten aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika mit klaren Ansichten und dem Drang, diese mit einem Publikum zu teilen.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;Foreign Affairs versteht sich als Bindestrich – zwischen verschiedenen Menschen, Ideen und Standpunkten. Ephemer wie die performativen Künste an sich, dabei ein Raum für das Zusammenbringen und Präsentieren von künstlerischen Visionen und Fragen über und an die Welt, in der wir leben. Das Festival möchte Begegnungen provozieren, von Angesicht zu Angesicht. Denn was wissen wir schon über die Welt? Was wissen wir über die zeitgenössische Kunst in Buenos Aires, in Kumamoto, Kapstadt oder Tallinn? Wo stehen wir mit unserem europäisch imperialistisch geprägten, touristischen Blick im Verhältnis zu nicht-westlichen Künsten und Kulturen?&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;Die Moderne war ein großes europäisches Projekt der Rahmensetzungen, Einteilungen, Objektivierungen, um die Welt als Bild anschauen zu können. Es war die Hervorbringung einer Definitionsmacht darüber, wer oder was der Andere ist. Foreign Affairs möchte den Blick wenden und einen Perspektivwechsel wagen. Denn wie irritiert war doch bereits Gustave Flaubert 1850 bei seinem ersten Besuch in Kairo, als er bemerkte, dass er den sogenannten Orient nicht fassen konnte, ihn nicht als jenen Ort vorfand, als den ihn die populär werdenden Weltausstellungen zeigten. Wie viel repräsentativer war doch das imitierte und doch erfundene ‚orientalische’ Straßenleben auf dem Ausstellungsgelände als die desorientierende Erfahrung auf den Straßen Kairos, welche nur die Abwesenheit einer bildlichen Ordnung feststellen konnte. Wie unmöglich es die Stadt ihm doch machte, einen Standpunkt zu finden, sich eine Perspektive zu verschaffen, auf dass das Chaos aus Farben und Details in einen Rahmen passen könne, versehen mit einer Bildunterschrift. Die Welt passt nicht in einen Rahmen, auch wenn uns das nicht zuletzt der Bühnenrahmen oft genug weismachen möchte. Was wir sehen – und ist nicht das Theater der prädestinierte Ort dafür? – sind nur Schnitte in die Oberflächenstruktur, Momentaufnahmen, die uns erlauben, einen Augenblick lang bei einem Einblick zu verharren, der kaum mehr als einen Wimpernschlag lang alles miteinander zu synchronisieren vermag.&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_festivalprogramm.php&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/foreign_affairs/programm_fa/programm_fa_gesamt/fa_festivalprogramm.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Programm des Festivals &lt;em&gt;Foreign Affairs&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Mon, 10 Sep 2012 15:50:00 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>HAU ist Theater des Jahres 2012</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/195-HAU-ist-Theater-des-Jahres-2012.html</link>
            <category>Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Wir gratulieren dem HAU Hebbel am Ufer, dass es nach 2004 von der Fachjury von &lt;em&gt;Theater heute &lt;/em&gt;wieder als Theater des Jahres ausgewählt wurde. Das Team um Matthias Lilienthal, der zum Ende dieser Spielzeit das Theater verlassen hat, war für sein politisch engagiertes, unkonventionelles Theater bekannt. Gruppen wie &lt;em&gt;Rimini Protokoll&lt;/em&gt; bereicherten mit ihren ungewöhnlichen Produktionen das Berliner Theaterleben der vergangenen Jahre.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.hebbel-am-ufer.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.hebbel-am-ufer.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Webseite des &lt;em&gt;Hebbel am Ufer&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 08 Sep 2012 00:15:07 +0200</pubDate>
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    <title>&quot;Verbrennungen&quot;: Traumata des libanesischen Bürgerkriegs</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/193-Verbrennungen-Traumata-des-libanesischen-Buergerkriegs.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil des Premierenwochenendes am Deutschen Theater kehrte der Ödipus-Mythos in einer modernen Adaption von Wajdi Muawad in den Kammerspielen wieder. Sein beklemmendes, verschachtelt gebautes Drama &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verbrennungen&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&amp;#160;schildert die Reise von Zwillingen, die nach dem Tod ihrer Mutter den Traumata der Familie nachgehen und auf Abgründe von Folter und Vergewaltigungen im libanesischen Bürgerkrieg stoßen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/tilmann_koehler/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/tilmann_koehler/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tilman Köhlers&lt;/a&gt; Regie mutet in den fast drei Stunden seinem Publikum einiges zu: die Schauspieler springen in rascher Szenenfolge zwischen verschiedenen Rollen und Zeitebenen hin und her, die Zusammenhänge bleiben bis zur Entschlüsselung der Tragödie lange unklar. Gerade deshalb wirkt das Stück wie ein Mahlstrom, in dem sich Berichte von seelischen Grausamkeiten und seelischen Qualen aneinanderreihen. Als ob er vor der Schwere des Stoffs fliehen möchte, lässt der Regisseur &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/christoph_franken/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/christoph_franken/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Christoph Franken&lt;/a&gt; zwischendurch kleine Slapstick-Szenen spielen, die wir von ihm aus vielen anderen Abenden kennen, die aber in diesem Drama merkwürdig deplatziert wirken. Dementsprechend unfertig und unentschlossen wirkte die Handschrift des Regisseurs.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/maren_eggert/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/maren_eggert/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Maren Eggert&lt;/a&gt; betritt als Nawal in der Rolle der traumatisierten Mutter zunächst im Pullover-Schlabber-Look aus dem Publikum die Bühne und bewahrt ihre Figur auch im weiteren Verlauf davor, in der Aura einer Schmerzensmadonna zu erstarren. Obwohl sie das Zentrum der Handlung bildet, zieht sie sich immer wieder aus der Bühnenmitte zurück, die aus zwei großen Gitterplatten mit einem Riss besteht und von amphitheater-artig ansteigenden Publikumsrängen umgeben ist. Von dort oben wird das Drama regelmäßig von den Klagegesängen von zwei Araberinnen untermalt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auffällig ist, wie einig sich die Kritiken in den Feuilletons waren, dass das Leiden der gequälten Figuren in einer &amp;quot;spröden&amp;quot; Inszenierung mit vielen Worten behauptet, aber letztlich für das Publikum nicht erlebbar wird. Der komplexe Aufbau der Textwüste sorgt dafür, dass die Zuschauer auf Distanz gehalten werden. Deswegen ist dieser Abend weniger kraftvoll als die antike Tragödie &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/191-Antike-Tragoedie-zum-Saisonauftakt-des-Deutschen-Theaters.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ödipus Stadt&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;zuvor auf der Großen Bühne des Deutschen Theaters.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/verbrennungen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen und Termine zum Stück &lt;em&gt;Verbrennungen&amp;#160;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 04 Sep 2012 23:40:36 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Antike Tragödie zum Saisonauftakt des Deutschen Theaters</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/191-Antike-Tragoedie-zum-Saisonauftakt-des-Deutschen-Theaters.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Macht Gewalt Demokratie&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;: Unter dieses Motto stellt das &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutsche Theater Berlin&lt;/a&gt; seine neue Spielzeit 2012/2013. Mit den beiden Premieren des Eröffnungs-Wochenendes wurde dem Publikum gleich anspruchsvolle, schwere Kost geboten. Der Start in die hochpolitische Spielzeit war jedoch sehr vielversprechend.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Regisseur &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/stephan_kimmig/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/stephan_kimmig/&quot;&gt;Stephan Kimmig&lt;/a&gt; und sein Dramaturg &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/john_von_dueffel/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/john_von_dueffel/&quot;&gt;John von Düffel&lt;/a&gt; wagten sich an eine Dramen-Trilogie der griechischen Antike: &lt;em&gt;Ödipus &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Antigone&lt;/em&gt; von Sophokles sind in der luziden Schärfe ihrer Dialoge, in der präzisen Herausarbeitung der Konflikte um Macht und Gewalt zwei der interessantesten und zugleich frühesten Theaterstoffe, die zu diesem Themenkomplex geschrieben wurden.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Der besondere Kunstgriff dieses Abends ist es, die beiden im Bildungsbürgertum wohlbekannten Dramen als Anfangs - und Endpunkt dieses Theaterabends zu nehmen und als Mittelteil &lt;em&gt;Sieben gegen Theben&lt;/em&gt; von Aischylos und &lt;em&gt;Die Phönizierinnen &lt;/em&gt;von Euripides einzufügen. Unter dem Titel &lt;em&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ödipus Stad&lt;/a&gt;t&lt;/em&gt; gelingt es Kimmig und von Düffel so, eine spannende Entwicklung der Figuren nachzuzeichnen. Kreon, glänzend gespielt von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/susanne_wolff/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/susanne_wolff/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Susanne Wolff&lt;/a&gt;, ist zu Beginn umsichtiger Berater von König Ödipus (teilweise etwas zu überzogen in Gestik und Mimik: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/ulrich_matthes/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/ulrich_matthes/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ulrich Matthes&lt;/a&gt;). Im letzten Teil entwickelt er sich zu einem engstirnigen Despoten, der keine Kritik zulässt und jede Empathie verloren hat. Im Rededuell mit Antigone (sehr überzeugend: &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/katrin_wichmann/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/katrin_wichmann/&quot;&gt;Katrin Wichmann&lt;/a&gt;), einem der Höhepunkte dieses Abends, tun sich bei Kreon die Abgründe auf, die zu erleben sind, wenn ein Herrscher rücksichtslos seinen Willen durchsetzt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wer einen visuell opulenten Theaterabend erwartet, dürfte enttäuscht werden. Das Bühnenbild von &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/katja_hass/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/katja_hass/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Katja Haß&lt;/a&gt; ist karg und besteht nur aus einer überdimensionalen Halfpipe-Rampe. Die Figuren versuchen immer wieder, zu fliehen, den Kreislauf der Gewalt zu brechen und gegen die Rampe anzurennen, rutschen aber ab und werden zurückgeworfen. Mit diesem eindrucksvollen Symbol bringt das Bühnenbild den Kern dieser Tragödie gut auf den Punkt. Die Kraft dieser Inszenierung liegt in ihren starken Dialogen, der gelungenen Neuübersetzung der griechischen Stoffe durch Gregor Schneider und das exzellente Schauspieler-Ensemble des Deutschen Theaters.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Ein Gewinn war auch die Diskussion im Rahmen der &lt;em&gt;Früh-Stücke&lt;/em&gt; am Morgen nach den Premieren: Die - wie stets - klug analyisierende Publizistin &lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.carolin-emcke.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.carolin-emcke.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Carolin Emcke&lt;/a&gt; arbeitete in ihrem Beitrag heraus, worin die Stärke des Textes und ihrer Inszenierung liegen. Auf den ersten Blick könnte man den Stoff über den Fluch über dem Königshaus Ödipus aus archaischen, blutigen Mythos abtun, der uns heute kaum noch etwas zu sagen hat. Emcke zeichnete mit vielen Bezügen auf aktuelle kulturwissenschaftliche, soziologische und philosophische Studien nach, welche Aussagekraft dieses Drama über Verletzte und Vernachlässigte, die vom Opfer zum Täter werden, bis in unsere Gegenwart mit ihren blutigen Bürgerkriegskonflikten weltweit als Denkanstoß hat.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/&#039;]);&quot;  target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.deutschestheater.de/home/oedipus_stadt/&quot;&gt;&lt;em&gt;Ödipus Stadt&lt;/em&gt; - Weitere Informationen und Termine &lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Sep 2012 16:46:56 +0200</pubDate>
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    <title>&quot;Frau Zucker will die Weltherrschaft&quot;: Grusical an der Neuköllner Oper</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/188-Frau-Zucker-will-die-Weltherrschaft-Grusical-an-der-Neukoellner-Oper.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Die kleine Meg scheint eine blühende Phantasie zu haben. Sie ist fest davon überzeugt, dass Frau Zucker, die reizende ältere Dame aus der Nachbarschaft, Kinder entführt und ihnen gemeinsam mit Frau Doktor Giftig ihre Energie absaugt.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Aus diesem Stoff entwickeln Peter Lund und Wolfgang Böhmer als bewährtes Duo gemeinsam mit ihren Studenten von der Universität der Künste (UdK) ein turbulentes Märchen-Grusical, das vor ausverkauftem Haus im saunaartig aufgeheizten Obergeschoss der Neuköllner Oper begeisterten Applaus bekam. Im Gegensatz zu früheren Inszenierungen wie &lt;em&gt;Leben ohne Chris&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Mein Avatar und ich &lt;/em&gt;geht es diesmal nicht um eine humorvoll-unterhaltsame Auseinandersetzung mit realen gesellschaftlicher Entwicklungen wie Mobbing unter Jugendlichen oder dem Web 2.0. Diesmal ist die Handlung in einer Märchenwelt mit Hexen, Sciencefiction-Apparaten und überforderten Eltern angesiedelt.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten sind die Markenzeichen der Peter Lund-Inszenierungen wieder klar erkennbar: die ausgefeilte Choreographie, die akrobatische und gesangliche Leistungsfähigkeit der jungen Darsteller, die faire Aufteilung der Dialoge und Gesangspartien ohne eine dominante Hauptrolle, die alle anderen an die Wand spielen würde, aber leider auch wieder das Zigaretten-Qualmen ohne irgendeine erkennbare dramaturgische Funktion auf der Bühne, die den Sauerstoffgehalt im ausverkauften Haus noch weiter reduziert.&amp;#160;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/www.neukoellneroper.de/&#039;]);&quot;  href=&quot;http://www.neukoellneroper.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Neuköllner Oper&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a onclick=&quot;_gaq.push([&#039;_trackPageview&#039;, &#039;/extlink/de.wikipedia.org/wiki/Frau_Zucker_will_die_Weltherrschaft&#039;]);&quot;  href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Frau_Zucker_will_die_Weltherrschaft&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Inszenierung &lt;em&gt;Frau Zucker will die Weltherrschaft&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Das Stück hatte am 18. Oktober 2011 Premiere an der Neuköllner Oper. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 08 Jul 2012 21:26:50 +0200</pubDate>
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    <title>Neue Intendantin am Gorki: Shermin Langhoff</title>
    <link>http://www.e-politik.de/kulturblog/archives/183-Neue-Intendantin-am-Gorki-Shermin-Langhoff.html</link>
            <category>Berliner Theater</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Konrad Kögler)</author>
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    &lt;p&gt;Eine überraschende kulturpolitische Entscheidung wurde in Berlin bekanntgegeben: Shermin Langhoff, die sich mit spannendem, &amp;quot;postmigrantischem&amp;quot; Theater am kleinen, aber feinen Ballhaus Naunynstraße 36 einen Namen gemacht hat, wechselt an eines der großen Häuser.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Ab Sommer 2013 wird sie als Nachfolgerin von Armin Petras neue Intendantin am Maxim Gorki Theater direkt an der Museumslinie.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt; Sie hat sich letztlich gegen Nicolas Stemann, der mit ungewöhnlichen Regiearbeiten z.B. am Hamburger Thalia Theater, den Salzburger Festspielen und am Deutschen Theater Berlin auf sich aufmerksam gemacht hat. Seine achtstündige &amp;quot;Faust I + II&amp;quot; - Inszenierung war auch beim Berliner Theatertreffen eingeladen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 22 May 2012 17:10:14 +0200</pubDate>
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