Berlinale 2009: Libanesische Bergdörfer, Oscarfavoriten und Rachemorde am sechsten Festivaltag

Die Presseinformationen zu Simon El Habres The One Man Village klingen viel versprechend: Seine Dokumentation porträtiert den einzigen Bewohner eines vom Bürgerkrieg verwüsteten libanesischen Bergdorfes.
Wer hoffte, mehr Klarheit über die seit Jahren schwelende Dauerkrise zwischen den verschiedenen Religions- und Bevölkerungsgruppen in diesem Schlüsselstaat für den Nahostkonflikt zu bekommen, wird leider enttäuscht.
Der Film bleibt doch allzu sehr auf die private Existenz seiner Hauptfigur fokussiert. In langen Einstellungen folgt der Regisseur seinem Onkel Semaan beim Melken oder beim Kaffeekochen.
Zwischendurch treten immer wieder ehemalige Bewohner des Dorfes auf, die bei seiner Zerstörung 1982 geflüchtet sind. Auch in diesen Interviews wird der politische Kontext des libanesischen Bürgerkrieges und die Rolle der Nachbarstaaten wie Israel und Syrien nur schemenhaft angedeutet.
Sobald der Regisseur nach den Ursachen der Spannungen fragt und warum gerade dieses Dorf so stark getroffen wurde, weichen seine Gesprächspartner, häufig ebenfalls Mitglieder seiner Großfamilie, aus.
So bleibt das Ergebnis zwangsläufig hinter den Erwartungen zurück. Für die mageren politischen Erkenntnisse wird man lediglich durch schöne Landschaftsaufnahmen besonders in der kurvenreichen Kamerafahrt am Schluss und vereinzelte amüsante Statements entschädigt.

Gus van Sant begann seine Karriere mit dem Independentfilm Mala noche: verwaschene Schwarz – weiß – Bilder, karge Dialoge, ein fordernder Film für ein Nischenpublikum. Die Aufführung auf der Berlinale 1985 war die erste Stufe seiner erfolgreichen Karriere, die ihn mittlerweile bis zum großen Oscar – Favoriten führt.
Sein neuester Film Milk wurde heute als Gala – Premiere aufgeführt, startet kommende Woche bundesweit in den Kinos und ist bei der Oscar – Verleihung in acht Kategorien nominiert.
Dementsprechend hat die Ästhetik nichts mehr mit dem Frühwerk zu tun, schlug an einer Stelle aber allzu sehr in ihr Gegenteil um: Der Klangteppich von Danny Elfman ist der charakteristische schwülstige Brei, mit dem dieser Komponist auch sonst die Filmhandlung überdeckt.
Das ist in dem Fall besonders schade, denn die hat es in sich: Im Zentrum steht die Biographie von Harvey Milk, der als erster offen homosexueller US - Politiker Stadtrat in San Francisco wurde. Das Drehbuch zeichnet mit viel Liebe zum Detail die politischen Auseinandersetzungen der 1970er Jahre nach: Minderheiten fordern ihre Rechte ein, Milk schließt strategische Bündnisse und ist einer der führenden Köpfe der neuen sozialen Bewegungen.
Dokumentarisches Archivmaterial wird sinnvoll eingesetzt und lässt die Emotionalität der Debatten nachvollziehbar werden. Dem Film und seinem Hauptdarsteller Sean Penn gelingen ein insgesamt überzeugendes Porträt von Harvey Milk als politischer Person mit all seinen Erfolgen und als Privatmann, dessen Beziehungen fast tragisch scheitern. Bis hin zum tödlichen Ende durch ein Attentat von Dan White, dessen Motiv für die Schüsse auf den ehemaligen Bündnispartner und späteren Rivalen auch dieser Film nicht völlig schlüssig erklären kann.

Miguel wird vom Vater und Bruder seiner Verlobten gezwungen, nach Rio de Janeiro aufzubrechen und den Vergewaltiger seiner Freundin umzubringen. Nach dem archaischen "Auge um Auge" - Prinzip kann nur so die Familienehre wiederhergestellt werden.
Der junge Mann aus der Provinz fühlt sich in der Partymetropole völlig fremd und gerät in zwei schwerwiegende Dilemmata: Er fühlt sich zwischen den völlig verschiedenen Wertvorstellungen und Lebensstilen innerhalb Brasiliens hin und hergerissen. Außerdem flirtet er heftig mit der Schwester des Täters. Das ruft sofort den Vater und Bruder seiner Verlobten auf den Plan, die ihm seine Pflicht zur Rache nachdrücklich klarmachen.
Dieser Low - Budget - Debütfilm Vinganca zeichnet die Gefühle der Beteiligten recht plastisch nach, hätte aber an manchen Stellen noch einer präziseren Bearbeitung bedurft.
Berlinale 2009: Schwarzer Humor aus Österreich und Avantgardistisches zum Thema HIV am fünften Festivaltag

Jetzt ist schon wieder was passiert
Mit diesem lakonisch hingemurmelten Satz Josef Haders beginnt traditionell jede Verfilmung der Brenner - Romane des Bestseller - Autors Wolf Haas. Das Publikum kann sich auf zwei vergnügliche Stunden freuen, da diese Serie anspruchsvolle Unterhaltung, bitterbösen Humor und nicht zuletzt eine spannende Krimihandlung garantiert.
Das eingespielte Trio Wolf Haas (Autor von Romanvorlage und Drehbuch)/ Wolfgang Murnberger (Regisseur)/ Josef Hader (Hauptdarsteller und Co-Drehbuchautor) sorgte bereits mit den ersten beiden Teilen Komm, süsser Tod! (2000) und Silentium als einem der Publikumsrenner der Berlinale 2005 für hochkarätige Filmkunst made in Austria.

Der Plot dieses Films ist wie gewohnt eine zunächst harmlos scheinende Angelegenheit, in die Brenner arglos hineinschlittert, bis er in der steiermärkischen Provinz in menschliche Abgründe schaut. Diesmal verstrickt er sich in einen undurchsichtigen Familienzwist in einem Landgasthof mit obskuren Verbindungen in das Rotlicht - Milieu Bratislavas.
Neben den vielen pointierten Dialogen bildet vor allem ein Maskenball den furiosen Höhepunkt dieses Films. Ab dem 19.2. wird er auch bundesweit in den Kinos starten.

Dieser äußerst avantgardistische und vor Anspielungen überquellende Film hat einen hochbrisanten politischen Kern: Er stellt das Engagement von HIV - Positiven vor, die von ihren Regierungen politische Aktionspläne für mehr Aufklärung und bessere Medikamente einfordern. In den vergangenen Jahren standen vor allem der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki und seine Gesundheitsministerin im Kreuzfeuer der Kritik, die alle Sorgen vor der Pandemie herunterspielten und zur Prävention Knoblauch vorschlugen. Eine der Hauptfiguren in Fig Trees ist deshalb Zackie Achmat, der mit seiner Bewegung und der moralischen Autorität Nelson Mandelas beharrlich gegen diese verantwortungslose Politik ankämpfte. Ende 2008 stürzte das unfähige Duo an der Staatsspitze über eine Reihe innerparteilicher Konflikte, so dass der Film sehr hoffnungsvoll mit einem Etappensieg der Basisbewegung endet.
Der Film ist aber Lichtjahre von einer klassischen Dokumentation entfernt, wie sie beispielsweise Greysons kanadischer Landsmann gestern mit L´encerclement präsentierte. Die Dokumentarszenen und kurzen Interviews werden in ein surreales Geflecht von Motiven eingesponnen, in denen ein weißes Eichhörnchen und die Niagara - Fälle eine zentrale Rolle spielen. Vor allem ist der Film aber eine Hommage an die US-amerikanische Dichterin Gertrude Stein, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Paris als Mäzenin kubistische Malerei förderte und auch selbst mit ihren sprachspielerischen, philosophisch angehauchten Gedichten Ruhm erntete.
Die Grundidee des Films ist es, dass Gertrude Stein in der Gegenwart auftaucht und eine Dokumentar - Oper über die Bürgerrechtler im Kampf gegen HIV entwirft: Sie setzt einzelne Wörter, Sätze und Gedanken aus den Reden neu zusammen und komponiert daraus schrille Arien. Vor allem aber bedient sich diese Oper bei bekannten Pop - Songs der vergangenen Dekaden von Michael Jackson bis Bruce Springsteen, die auf sehr komische Weise adaptiert werden.
Der Film polarisiert stark, da er mit den üblichen Sehgewohnheiten bricht und eine eigene Mixtur aus Kunstgenres anstrebt. Ohne sich vorher in die Gedanken des Regisseurs und seiner Ikone Gertrude Stein etwas eingelesen zu haben, könnten sich viele Zuschauer irritiert und abgestoßen fühlen.
Berlinale 2009: Glänzende Schauspieler und Lehrreiches zur politischen Ökonomie am vierten Festivaltag

Die Britin Sally Potter arbeitet seit 1969 in der Filmbranche, aber von ihren Werken blieb nur Orlando, eine kongeniale Virginia Woolf - Verfilmung aus dem Jahr 1992, in Erinnerung.
Die heutige Festivalpremiere von Rage hat jedoch das Zeug dazu, die Regisseurin endlich wieder ins Rampenlicht zurückzubringen.
Dafür sprechen die intelligente Grundidee des Films, das gelungene Drehbuch und vor allem die Auftritte so herausragender Meister ihres Fachs wie Judi Dench und Jude Law.
In der Tragikomödie Rage geht es um einen Schüler namens Michelangelo, der mit seiner Handykamera hinter die Kulissen einer großen New Yorker Modeschau blickt. Er befragt neugierig zwölf Personen aus diesem Business vom Pizzalieferanten über die narzisstische Diva bis zum Konzernchef.
In gekonnter Montagetechnik entstehen interessante Porträts schillernder Charaktere: der Pizzaliefereant, der von einem kleinen Bühnenauftritt träumt... der Praktikant, der sich langsam hocharbeitet... der abgebrühte Fotograf, der mit seinen Kriegsstorys prahlt... die zynische Kunstkritikerin (Judi Dench)... Und vor allem das rätselhaft - androgyne Model Minx: Jude Law ist in dieser Rolle kaum wieder zu erkennen, hat aber sichtlich Spaß an der Verwandlung.
Ein unterhaltsamer Film mit großen Stars, der bei der Verleihung der Bären gute Chancen haben dürfte.
L´encerclement: Lehrreiche Interviews zur Theorie und Praxis des Neoliberalismus
Ein ganz anderes Feld beackert der Franko - Kanadier Richard Brouillette in seiner Dokumentation
L´encerclement, an der er 12 Jahre lang arbeitete. In ausführlichen Interviews mit Ökonomen und Sozialwissenschaftlern spürt er den Wurzeln der neoliberalen ökonomischen Theorie nach.

Besonders interessant ist es, die Statements einiger kanadischer ultra - libertärer Denker aus erster Hand zu hören, die so weit gehen, Steuern als Diebstahl des Staates anzuprangern. Auch die Passagen zur Arbeit von IWF und Weltbank versprechen Erkenntnisgewinn.
Der einzige Makel des Films ist, dass er mit fast drei Stunden etwas zu lang geraten ist und ästhetisch mit seiner Schwarz - Weiß - Technik auf dem Stand der 50er Jahre stecken bleibt. Es bleibt zu hoffen, dass der Film dennoch ein größeres Publikum erreicht, da er gerade in dieser turbulenten ökonomischen Situation sehr viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren bietet.
Berlinale 2009: Liebeskummer, Mauerfall und Geiseldrama am dritten Festivaltag
Miao Miao: Junges Kino aus Taiwan
In der Reihe Generation 14 plus, die sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene richtet, präsentierte heute Cheng Hsiao - Tse seine eindrucksvolle Liebesgeschichte Miao Miao. Die Titelheldin, ihre Freundin Ai und der Ladenbesitzer Chen Fei verstricken sich in einer Dreiecks - Konstellation unerwiderter Liebe. Ein gut gemachter Debütfilm, der die Puberträtswirren seiner Figuren sehr einfühlsam beschreibt.
Winter adé: Dokumentarische Reise durch die letzten Monate der DDR
Höhepunkt dieses Berlinale - Samstags war die Eröffnung einer Retrospektive zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Die Deutsche Kinemathek und die Kulturstiftung des Bundes stellten gemeinsam 15 Spiel- und Dokumentarfilme aus der Perestroika - Phase im untergehenden Warschauer Pakt vor.
Besonders eindrucksvoll ist der Eröffnungsfilm dieser Reihe Winter adé, der bei seiner Uraufführung auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche 1988 großes Aufsehen erregte. Der Regisseurin Helke Misselwitz, die mittlerweile als Professorin an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen lehrt, gelang auf ihrer Bahnreise von Sachsen an die Ostsee ein sehr interessantes Porträt von Frauen aus allen Schichten der Deutschen Demokratischen Republik.
Der Film überrascht vor allem durch die große Offenheit, mit der die Interview - Partnerinnen über private Sorgen sprechen: Fabrikarbeiterinnen klagen über ihre geringen Löhne, eine Mutter sorgt sich um die Zukunft ihrer geistig behinderten Tochter und kritisiert die ablehnende Haltung ihrer Umgebung, eine 85-Jährige zieht das bittere Fazit, dass sie die Ehe mit ihrem Mann, mit dem sie gerade Diamantene Hochzeit feierte, nur unter dem Druck der Verhältnisse einging und sehr bereut. Bei so viel realistischer Abbildung der Tristesse schrammten einige Passagen nur knapp an der Zensur vorbei.
La journée de la jupe: Eskalation an einer Schule in der Pariser Banlieue
Die bekannte französische Schauspielerin Isabelle Adjani kehrt nach fünf Jahren Pause wieder auf die Leinwand zurück. Sie verkörpert in La journée de la jupe die Lehrerin Sonia Bergerac, die nach vielen Jahren an einer Schule in der Pariser Banlieue mit den Nerven am Ende ist.
Als sie in einer Auseinandersetzung mit dem Schüler Mouss zufällig dessen geladene Pistole in seiner Tasche entdeckt, spitzt sich die Situation zu: Durch unvorhergesehene Ereignisse eskaliert die Situation immer mehr. Ein Schuss löst sich, Sonia gleitet das Heft das Handelns immer weiter aus der Hand, als sie in einer Panikreakton die Schüler als Geiseln nimmt. Das Sondereinsatzkommando der Polizei und die Bildungsministerin rücken an - es kommt, wie es kommen muss.
Der Film ist ein packendes Drama und überzeugt vor allem auch die stilleren Momente. Die Ängste und Interessen aller Beteiligten, vom Einsatzleiter der Polizei über den Schuldirektor und die Kollegen bis zu den Jugendlichen, die sich vor dem Mobbing durch die jungkriminellen Anführer der Gangs fürchten, werden deutlich angesprochen. Eine interessante Vorführung, bei der die Hauptdarstellerin nach einem Unfall am Flughafen leider nicht wie geplant dabei sein konnte.

Winter adé: Dokumentarische Reise durch die letzten Monate der DDR
Höhepunkt dieses Berlinale - Samstags war die Eröffnung einer Retrospektive zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Die Deutsche Kinemathek und die Kulturstiftung des Bundes stellten gemeinsam 15 Spiel- und Dokumentarfilme aus der Perestroika - Phase im untergehenden Warschauer Pakt vor.

Der Film überrascht vor allem durch die große Offenheit, mit der die Interview - Partnerinnen über private Sorgen sprechen: Fabrikarbeiterinnen klagen über ihre geringen Löhne, eine Mutter sorgt sich um die Zukunft ihrer geistig behinderten Tochter und kritisiert die ablehnende Haltung ihrer Umgebung, eine 85-Jährige zieht das bittere Fazit, dass sie die Ehe mit ihrem Mann, mit dem sie gerade Diamantene Hochzeit feierte, nur unter dem Druck der Verhältnisse einging und sehr bereut. Bei so viel realistischer Abbildung der Tristesse schrammten einige Passagen nur knapp an der Zensur vorbei.
La journée de la jupe: Eskalation an einer Schule in der Pariser Banlieue

Als sie in einer Auseinandersetzung mit dem Schüler Mouss zufällig dessen geladene Pistole in seiner Tasche entdeckt, spitzt sich die Situation zu: Durch unvorhergesehene Ereignisse eskaliert die Situation immer mehr. Ein Schuss löst sich, Sonia gleitet das Heft das Handelns immer weiter aus der Hand, als sie in einer Panikreakton die Schüler als Geiseln nimmt. Das Sondereinsatzkommando der Polizei und die Bildungsministerin rücken an - es kommt, wie es kommen muss.
Der Film ist ein packendes Drama und überzeugt vor allem auch die stilleren Momente. Die Ängste und Interessen aller Beteiligten, vom Einsatzleiter der Polizei über den Schuldirektor und die Kollegen bis zu den Jugendlichen, die sich vor dem Mobbing durch die jungkriminellen Anführer der Gangs fürchten, werden deutlich angesprochen. Eine interessante Vorführung, bei der die Hauptdarstellerin nach einem Unfall am Flughafen leider nicht wie geplant dabei sein konnte.
Berlinale 2009: Schnee, Politik und Eifersucht am zweiten Festivaltag
Nord: Skurriles Roadmovie im skandinavischen Schnee
Rune Dengstad Langlos Debüt Nord ist ein unterhaltsamer, schräger, kleiner Film. Er schickt seine Hauptfigur Jomar Henriksen (glaubwürdig gespielt von Anders Baasmo Christiansen) mit einem Schneemobil Richtung Nordkap, wo er seine Frau und sein Kind wiederfinden möchte. Wie er sich auf dem holprigen Gefährt durch die endlosen Weiten quält und welch eigenbrötlerischen Gestalten er dort begegnet, gehört zum Skurrilsten dieses Festivals. Vor allem die Dialoge mit seinen Zufallsbekanntschaften und die zögerliche Art, mit der sie sich dem Fremden langsam öffnen machen den Charme dieses Films aus.
The Yes Men fix the world: Politaktivisten halten den Konzernen den Spiegel vor
Ein besonderes Highlight des Festivals war der Auftritt von Andy Bichlbaum und Mike Bonanno. Als Yes Men sorgen sie in den USA seit Jahren für Furore und bringen so einflussreiche Konzerne wie Dow Chemical, Halliburton und Exxon Mobil immer wieder in Verlegenheit.
In ihrer Dokumentation The Yes Men fix the world geben die Kommunikations - Guerilleros einen tiefen Einblick in ihre Denk- und Arbeitsweise und schildern ihre größten Coups. Dow Chemical stand vor der Weltöffentlichkeit als hartherziger Industriemulti blamiert da, als sich die Yes Men gegenüber der BBC als Pressesprecher des Konzerns ausgaben und die seit langem geforderte Entschädigung für die Opfer des verheerenden Chemie - Unfalls im indischen Bhopal ankündigten: Nach einigen Stunden reagierte das Unternehmen mit einem schmallippigen Dementi. Der Börsenkurs war aber bereits in den Keller gerauscht.
Ein sehr informativer Dokumentarfilm, der den Bekanntheitsgrad der Gruppe auch hierzulande steigern wird. Am Samstag, 7.2., werden die Yes Men ihre Arbeiten ab 20 Uhr im Beta Haus (Prinzessinnenstraße 19-20) vorstellen und bei Videoinstallationen und Musik feiern. Dort werden sie auch weitere Exemplare ihrer mittlerweile berühmten fiktiven Ausgabe der New York Times verteilen, mit der sie einige Tage nach dem Wahlsieg Barack Obamas für weltweite Schlagzeilen sorgten.
El nino pez: Kunstvolles Drama aus Argentinien
Lucía Puenzo: Diesen Namen muss man sich merken. Vergangenes Jahr räumte sie mit ihrem Erstlingswerk
XXY einen der Hauptpreise in Cannes ab. Jetzt wurde sie mit El nino pez (Das Fischkind) im Zoo - Palast gefeiert.
Dieser kunstvoll konstruierte Film entfaltet seine Dramatik auf leisen Sohlen: Lala, die Tochter aus gutbürgerlichem Haus, (Inés Efron) und das Dienstmädchen Guayi (Mariela Vitale) beginnen eine Affäre, klauen sich Schritt für Schritt ein kleines Vermögen zusammen und träumen von einer gemeinsamen Zukunft in Paraguay. Dabei geht so ziemlich alles schief: Eifersucht und der mysteriöse Tod von Lalas Vater bringen das gesamte Beziehungsgeflecht durcheinander.
Der Film zeigt in einfühlsamen Bildern das Ringen der beiden Frauen mit sich, ihrer Umwelt und der Wahrheit. Ganz nebenbei gelingt auch ein Panorama der Schattenseiten der argentinischen Gesellschaft: Korruption in der Justiz wird ebenso angesprochen wie die große Kluft zwischen Arm und Reich.

The Yes Men fix the world: Politaktivisten halten den Konzernen den Spiegel vor
Ein besonderes Highlight des Festivals war der Auftritt von Andy Bichlbaum und Mike Bonanno. Als Yes Men sorgen sie in den USA seit Jahren für Furore und bringen so einflussreiche Konzerne wie Dow Chemical, Halliburton und Exxon Mobil immer wieder in Verlegenheit.

Ein sehr informativer Dokumentarfilm, der den Bekanntheitsgrad der Gruppe auch hierzulande steigern wird. Am Samstag, 7.2., werden die Yes Men ihre Arbeiten ab 20 Uhr im Beta Haus (Prinzessinnenstraße 19-20) vorstellen und bei Videoinstallationen und Musik feiern. Dort werden sie auch weitere Exemplare ihrer mittlerweile berühmten fiktiven Ausgabe der New York Times verteilen, mit der sie einige Tage nach dem Wahlsieg Barack Obamas für weltweite Schlagzeilen sorgten.
El nino pez: Kunstvolles Drama aus Argentinien
Lucía Puenzo: Diesen Namen muss man sich merken. Vergangenes Jahr räumte sie mit ihrem Erstlingswerk
XXY einen der Hauptpreise in Cannes ab. Jetzt wurde sie mit El nino pez (Das Fischkind) im Zoo - Palast gefeiert.

Der Film zeigt in einfühlsamen Bildern das Ringen der beiden Frauen mit sich, ihrer Umwelt und der Wahrheit. Ganz nebenbei gelingt auch ein Panorama der Schattenseiten der argentinischen Gesellschaft: Korruption in der Justiz wird ebenso angesprochen wie die große Kluft zwischen Arm und Reich.
Berlinale 2009: Die Eröffnungsfilme
The International: Politthriller im Bankenmilieu
Die Eröffnungsgala der Berlinale war in den vergangenen Jahren oft ein heikler Termin, da einige Filme wie z.B. Scorseses Dokumentation über die Rolling Stones die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnten.
Diesmal bewies das Auswahlgremium um Dieter Kosslick ein besseres Händchen: Mit Tom Tykwers Thriller The International trafen sie voll ins Schwarze des Zeitgeistes. Das derzeit alles beherrschende politische Diskussionsthema, die Krise der Finanzinstitute, steht im Zentrum dieses Films.
Der Interpol - Agent Louis Salinger (Clive Owen) und die New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts) sind dubiosen Geschäften eines Global Players auf der Spur, denen sie in einer Tour de Force von Berlin über Mailand und New York bis Istanbul hinterherjagen. Drehbuchautor Eric Warren Singer und Regisseur Tom Tykwer fahren in ihrem fiktiven Fall sehr schwere Geschütze auf und arbeiten sich gleich an einer ganzen Reihe der weltpolitischen Krisenherde ab. Die titelgebende Großbank The International hat über Tarnfirmen ihre schmutzigen Finger in Bürgerkriegen und Rohstoffkonflikten Afrikas im Spiel und rüstet außerdem sowohl Israel als auch viele seiner nahöstlichen Gegenspieler wie Syrien und Iran auf.
Die Stärke des Films ist es, dass die Handlung trotz dieser sehr ambitionierten Konstruktion stringent wirkt. Auch die Mischung aus intensiven Dialogen, in denen die Hintergründe ausgeleuchtet werden, und rasanten Actionszenen ist gelungen. Ein besonderes Highlight ist die Verfolgungsjagd durch die Rotunde des Guggenheim Museums, die eigens in Potsdam - Babelsberg nachgebaut wurde.
So entsteht ein rasanter Politkrimi, der als pessimistischer Kommentar zur Lage der Welt sehr wohl zum Nachdenken anregt und eine gute Balance zwischen Hollywood - Massenwirksamkeit und inhaltlichem Anspruch findet.
Interessant ist, dass der Film etwas quer zum Schwerpunkt der aktuellen Debatten steht: Ökonomen und Politiker arbeiten sich derzeit an den komplexen Mechanismen ab, wie die Finanzinstitute und Börsen durch faule Kredite und deren geschickte Verschleierung in die Schieflage geraten konnten und wie die Branche besser reguliert werden kann. In dem Film geht es aber vor allem um die Verstrickung der Banken in politische Machtkämpfe und ihren Profit aus militärischen Rüstungsspiralen, was heute in den Medien im Vergleich zur Globalisierungsdebatte vor einigen Jahren eher etwas in den Hintergrund gerückt ist.
Love Exposure: Opulentes Drama aus Japan
Sono Sion, das Enfant Terrible des japanischen Kinos, ist regelmäßigen Berlinale - Besuchern ein Begriff: Seine bildgewaltigen Filme, die an die Tabus der fernöstlichen Traditionen rühren und stark von den Mangas, den japanischen Comic - Kunst inspiriert sind, laufen immer wieder in der Festtival - Reihe Forum, die sich experimentellen und jungen Formen öffnet und die ganze Stilvielfalt des internationalen Kinos abbilden möchte.
Love Exposure oder im Originaltitel Ai no mukidashi ist ein knapp vierstündiges Feuerwerk der Ideen, das sich nur schwer beschreiben lässt. Wenn man sich vorstellt, Ingmar Bergmans Dramen über die strenge Erziehung in Pfarrhäusern mit Punk, einem Schuss Klassik und einigen Motiven aus der Comic - Kultur zu mischen, kommt man diesem Film etwas näher.
Der Film verheddert sich manchmal etwas in der Fülle seiner Figuren und Motive von Kindesmissbrauch über die Gehirnwäsche bei Sekten bis zur Liebesgeschichte zwischen Yu und Yoko, aber vor allem im ersten und dritten Viertel besticht er durch Esprit. Für Heiterkeit sorgte vor allem die verzweifelte Suche des anständigen kleinen Jungen nach Sünden, als sein Vater ihn immer nachdrücklicher ermahnt, dass er sein Gewissen nicht gründlich genug erforscht hat, wenn ihm bei der Beichte kaum etwas einfällt.
Ein Filmerlebnis, wie es für Festivals typisch ist. Im Kino an der Ecke hat so ein Film sicher keine Chance.
Human Zoo: Das Kriegstrauma einer Frau aus dem Kosovo
Die Sektion Panorama setzt traditionell auf Independent - Filme mit politischem Anspruch. Zur Eröffnung wurde das Regiedebüt der Dänin Rie Rasmussen gezeigt, die auch das Drehbuch zu Human Zoo schrieb und die Hauptrolle spielt.
Ein sehr brutaler und düsterer Film, der das Schicksal der jungen Frau Adria Shala zeigt: Zur Hälfte Serbin, zur Hälfte Albanerin geriet sie im Kosovo - Krieg zwischen die Fronten, wird vergewaltigt, erlebt harte Jahre als Geliebte eines Ganoven, der mit zwielichtigen Geschäften Kapital aus den Wirren der Balkan - Krise schlägt. Schließlich landet sie in Marseille, jedoch ohne legalen Aufenthaltsstatus. Obwohl sie in einer Affäre mit dem Lebenskünstler Shawn Reagan neue Lebensfreude gewinnt, kann sie doch nicht Fuss fassen und scheitert.
Die Struktur des Films strengt sehr an, da die Handlung sehr häufig zwischen den verschiedenen zeitlichen und örtlichen Ebenen wechselt. Dadurch bekommt der Film nur schwer einen Rhythmus. Die drastischen Gewaltszenen rütteln immer wieder auf.
Die Bildrechte liegen bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.
Die Eröffnungsgala der Berlinale war in den vergangenen Jahren oft ein heikler Termin, da einige Filme wie z.B. Scorseses Dokumentation über die Rolling Stones die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnten.
Diesmal bewies das Auswahlgremium um Dieter Kosslick ein besseres Händchen: Mit Tom Tykwers Thriller The International trafen sie voll ins Schwarze des Zeitgeistes. Das derzeit alles beherrschende politische Diskussionsthema, die Krise der Finanzinstitute, steht im Zentrum dieses Films.
Der Interpol - Agent Louis Salinger (Clive Owen) und die New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts) sind dubiosen Geschäften eines Global Players auf der Spur, denen sie in einer Tour de Force von Berlin über Mailand und New York bis Istanbul hinterherjagen. Drehbuchautor Eric Warren Singer und Regisseur Tom Tykwer fahren in ihrem fiktiven Fall sehr schwere Geschütze auf und arbeiten sich gleich an einer ganzen Reihe der weltpolitischen Krisenherde ab. Die titelgebende Großbank The International hat über Tarnfirmen ihre schmutzigen Finger in Bürgerkriegen und Rohstoffkonflikten Afrikas im Spiel und rüstet außerdem sowohl Israel als auch viele seiner nahöstlichen Gegenspieler wie Syrien und Iran auf.
Die Stärke des Films ist es, dass die Handlung trotz dieser sehr ambitionierten Konstruktion stringent wirkt. Auch die Mischung aus intensiven Dialogen, in denen die Hintergründe ausgeleuchtet werden, und rasanten Actionszenen ist gelungen. Ein besonderes Highlight ist die Verfolgungsjagd durch die Rotunde des Guggenheim Museums, die eigens in Potsdam - Babelsberg nachgebaut wurde.
So entsteht ein rasanter Politkrimi, der als pessimistischer Kommentar zur Lage der Welt sehr wohl zum Nachdenken anregt und eine gute Balance zwischen Hollywood - Massenwirksamkeit und inhaltlichem Anspruch findet.
Interessant ist, dass der Film etwas quer zum Schwerpunkt der aktuellen Debatten steht: Ökonomen und Politiker arbeiten sich derzeit an den komplexen Mechanismen ab, wie die Finanzinstitute und Börsen durch faule Kredite und deren geschickte Verschleierung in die Schieflage geraten konnten und wie die Branche besser reguliert werden kann. In dem Film geht es aber vor allem um die Verstrickung der Banken in politische Machtkämpfe und ihren Profit aus militärischen Rüstungsspiralen, was heute in den Medien im Vergleich zur Globalisierungsdebatte vor einigen Jahren eher etwas in den Hintergrund gerückt ist.
Love Exposure: Opulentes Drama aus Japan
Sono Sion, das Enfant Terrible des japanischen Kinos, ist regelmäßigen Berlinale - Besuchern ein Begriff: Seine bildgewaltigen Filme, die an die Tabus der fernöstlichen Traditionen rühren und stark von den Mangas, den japanischen Comic - Kunst inspiriert sind, laufen immer wieder in der Festtival - Reihe Forum, die sich experimentellen und jungen Formen öffnet und die ganze Stilvielfalt des internationalen Kinos abbilden möchte.
Love Exposure oder im Originaltitel Ai no mukidashi ist ein knapp vierstündiges Feuerwerk der Ideen, das sich nur schwer beschreiben lässt. Wenn man sich vorstellt, Ingmar Bergmans Dramen über die strenge Erziehung in Pfarrhäusern mit Punk, einem Schuss Klassik und einigen Motiven aus der Comic - Kultur zu mischen, kommt man diesem Film etwas näher.
Der Film verheddert sich manchmal etwas in der Fülle seiner Figuren und Motive von Kindesmissbrauch über die Gehirnwäsche bei Sekten bis zur Liebesgeschichte zwischen Yu und Yoko, aber vor allem im ersten und dritten Viertel besticht er durch Esprit. Für Heiterkeit sorgte vor allem die verzweifelte Suche des anständigen kleinen Jungen nach Sünden, als sein Vater ihn immer nachdrücklicher ermahnt, dass er sein Gewissen nicht gründlich genug erforscht hat, wenn ihm bei der Beichte kaum etwas einfällt.
Ein Filmerlebnis, wie es für Festivals typisch ist. Im Kino an der Ecke hat so ein Film sicher keine Chance.
Human Zoo: Das Kriegstrauma einer Frau aus dem Kosovo
Die Sektion Panorama setzt traditionell auf Independent - Filme mit politischem Anspruch. Zur Eröffnung wurde das Regiedebüt der Dänin Rie Rasmussen gezeigt, die auch das Drehbuch zu Human Zoo schrieb und die Hauptrolle spielt.
Ein sehr brutaler und düsterer Film, der das Schicksal der jungen Frau Adria Shala zeigt: Zur Hälfte Serbin, zur Hälfte Albanerin geriet sie im Kosovo - Krieg zwischen die Fronten, wird vergewaltigt, erlebt harte Jahre als Geliebte eines Ganoven, der mit zwielichtigen Geschäften Kapital aus den Wirren der Balkan - Krise schlägt. Schließlich landet sie in Marseille, jedoch ohne legalen Aufenthaltsstatus. Obwohl sie in einer Affäre mit dem Lebenskünstler Shawn Reagan neue Lebensfreude gewinnt, kann sie doch nicht Fuss fassen und scheitert.
Die Struktur des Films strengt sehr an, da die Handlung sehr häufig zwischen den verschiedenen zeitlichen und örtlichen Ebenen wechselt. Dadurch bekommt der Film nur schwer einen Rhythmus. Die drastischen Gewaltszenen rütteln immer wieder auf.
Die Bildrechte liegen bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.
Berlinale 2009: Vorbericht zu den 59. Internationalen Filmfestspielen

Die ganz großen Weltstars vom Rang einer Madonna fehlen zwar dieses Jahr, aber die Liste internationaler Schauspielprominenz lässt sich dennoch sehen: Judi Dench, Jude Law, Gael Garcia Bernal, Naomi Watts, Kate Winslett, Sean Penn und Keanu Reeves werden zu den Gala - Vorstellungen im Berlinale - Palast erwartet.
Außerdem dürfen sich Cineasten auf ein Wiedersehen mit einigen Größen des Autorenkinos freuen: Neben Claude Chabrol, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird, stellen auch Andrzej Wajda, Constantin Costa - Gavras und Francois Ozon ihre neuen Werke vor.
Auf /e-politik.de/ werden Sie wieder einen Überblick über die große Bandbreite des Festivals bekommen: Zur Berlinale gehört der vierstündige ambitionierte japanische Kunstfilm ebenso wie der Hollywood - Glamour oder die Abschlussfilme von Studenten der Filmhochschulen.
Ein Schwerpunkt des Programms liegt traditionell auf politischen Dokumentationen und Spielfilmen, die sich mit den Schattenseiten der Realität auseinandersetzen: Von der Ernährungskrise über die Aufarbeitung des Genozids in Ruanda bis zu den Krisen im Nahen und Mittleren Osten wird kaum ein wichtiges Thema ausgelassen. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die neoliberalen Globalisierungs - Diskurse werden natürlich eine besondere Rolle spielen und uns schon im Eröffnungsfilm The International beschäftigen.
Zum zwanzigsten Jubiläums des Mauerfalls hat die Deutsche Kinemathek die Sonderreihe Winter adé mit einigen osteuropäischen Filmen aus der Perestroika - Ära zusammengestellt, von denen viele erstmals auf deutschen Leinwänden zu sehen sind.
Die Bildrechte liegen bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.
Berlinale - Kamera 2009 für den großen Regisseur Claude Chabrol
Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten.
Für ihre Verdienste um den Film und für ihr langjähriges Filmschaffen werden bei der Berlinale 2009 der französische Regisseur Claude Chabrol und der deutsche Film- und Fernsehproduzent Günter Rohrbach mit einer Berlinale Kamera geehrt.
Der französische Regisseur Claude Chabrol, Großmeister des Weltkinos, hat neben psychologischen Dramen immer wieder Kriminalfilme gedreht, in denen er das französische Bürgertum kritisch analysiert. Für seine Filme erhielt er zahlreiche Preise, beim Europäischen Filmpreis 2003 wurde er für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nach seinem Studium war er in den 50er Jahren zunächst als Filmkritiker tätig. Für sein Regiedebüt Le Beau Serge (Die Enttäuschten) erhielt er 1958 den Prix Jean Vigo und einen der Hauptpreise beim Internationalen Filmfestival von Locarno. Mit Les Cousins (Schrei, wenn du kannst), dem ersten Film der Nouvelle Vague auf der Berlinale, gewann Claude Chabrol 1959 den Goldenen Bären. Seither war der mehrfach ausgezeichnete Regisseur u.a. mit Les Noces rouges (1973), La Fleur du Mal (Die Blume des Bösen, 2003) und zuletzt 2006 mit L'Ivresse du pouvoir (Geheime Staatsaffären) zu Gast im Berlinale Wettbewerb. Zum 50. Jubiläum seiner Auszeichnung mit dem Goldenen Bären wird Claude Chabrol für sein beeindruckendes Oevre anlässlich seines jüngsten Werks Bellamy im Berlinale Special mit der Berlinale Kamera geehrt.
Die Verleihung der Berlinale Kamera an Claude Chabrol findet am 8. Februar um 21.45 Uhr im Cinema Paris im Institut Français statt. Im Anschluss an die Zeremonie wird Bellamy gezeigt.
Günter Rohrbach ist einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Film- und Fernsehproduzenten Deutschlands. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Regieassistent und Journalist. Seine Karriere als Produzent begann Günter Rohrbach Anfang der 60er Jahre beim WDR, wo er bis 1979 die Fernsehspielabteilung leitete. In dieser Zeit produzierte er u.a. Fernsehspiele von R. W. Fassbinder, Reinhard Hauff, Wolfgang Petersen, Wim Wenders und Peter Zadek. Als Geschäftsführer der Bavaria Film AG (1979-1994) produzierte er zahlreiche Spielfilme und Fernsehspiele u.a. Wolfgang Petersens Das Boot, Helmut Dietls Schtonk, Dominik Grafs Die Sieger, Josef Vilsmaiers Stalingrad, Loriots Ödipussi und Pappa ante Portas, sowie R. W. Fassbinders Berlin Alexanderplatz. Seit 1994 ist er als freier Produzent tätig. Auf der Berlinale war er unter anderem mit Aimée und Jaguar von Max Färberböck (Eröffnungsfilm, 1999) vertreten. In seiner langjährigen Karriere hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den Bundesfilmpreis, den Bayrischen Filmpreis und den Adolf Grimme Preis. Günter Rohrbach ist Präsident der Deutschen Filmakademie.
Günter Rohrbach wird die Berlinale Kamera am 9. Februar um 21.00 Uhr im Friedrichstadtpalast überreicht. Im Anschluss an die Verleihung wird Effi Briest von Hermine Huntgeburth als Weltpremiere präsentiert. Der Film wurde von Günter Rohrbach produziert.
Die Auszeichnung wird seit 2004 von dem Düsseldorfer Goldschmiedekünstler Georg Hornemann gestiftet. Seit der Berlinale 2008 hat die Trophäe ein neues Design. Die Berlinale Kamera besteht aus 128 Einzelteilen und ist einer realen Kamera nachempfunden. Viele der Silber- und Titanteile vom Schwenkkopf bis zum Stativ sind beweglich und goldschmiedekunstfertig zusammengefügt.
Für ihre Verdienste um den Film und für ihr langjähriges Filmschaffen werden bei der Berlinale 2009 der französische Regisseur Claude Chabrol und der deutsche Film- und Fernsehproduzent Günter Rohrbach mit einer Berlinale Kamera geehrt.
Der französische Regisseur Claude Chabrol, Großmeister des Weltkinos, hat neben psychologischen Dramen immer wieder Kriminalfilme gedreht, in denen er das französische Bürgertum kritisch analysiert. Für seine Filme erhielt er zahlreiche Preise, beim Europäischen Filmpreis 2003 wurde er für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nach seinem Studium war er in den 50er Jahren zunächst als Filmkritiker tätig. Für sein Regiedebüt Le Beau Serge (Die Enttäuschten) erhielt er 1958 den Prix Jean Vigo und einen der Hauptpreise beim Internationalen Filmfestival von Locarno. Mit Les Cousins (Schrei, wenn du kannst), dem ersten Film der Nouvelle Vague auf der Berlinale, gewann Claude Chabrol 1959 den Goldenen Bären. Seither war der mehrfach ausgezeichnete Regisseur u.a. mit Les Noces rouges (1973), La Fleur du Mal (Die Blume des Bösen, 2003) und zuletzt 2006 mit L'Ivresse du pouvoir (Geheime Staatsaffären) zu Gast im Berlinale Wettbewerb. Zum 50. Jubiläum seiner Auszeichnung mit dem Goldenen Bären wird Claude Chabrol für sein beeindruckendes Oevre anlässlich seines jüngsten Werks Bellamy im Berlinale Special mit der Berlinale Kamera geehrt.
Die Verleihung der Berlinale Kamera an Claude Chabrol findet am 8. Februar um 21.45 Uhr im Cinema Paris im Institut Français statt. Im Anschluss an die Zeremonie wird Bellamy gezeigt.
Günter Rohrbach ist einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Film- und Fernsehproduzenten Deutschlands. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Regieassistent und Journalist. Seine Karriere als Produzent begann Günter Rohrbach Anfang der 60er Jahre beim WDR, wo er bis 1979 die Fernsehspielabteilung leitete. In dieser Zeit produzierte er u.a. Fernsehspiele von R. W. Fassbinder, Reinhard Hauff, Wolfgang Petersen, Wim Wenders und Peter Zadek. Als Geschäftsführer der Bavaria Film AG (1979-1994) produzierte er zahlreiche Spielfilme und Fernsehspiele u.a. Wolfgang Petersens Das Boot, Helmut Dietls Schtonk, Dominik Grafs Die Sieger, Josef Vilsmaiers Stalingrad, Loriots Ödipussi und Pappa ante Portas, sowie R. W. Fassbinders Berlin Alexanderplatz. Seit 1994 ist er als freier Produzent tätig. Auf der Berlinale war er unter anderem mit Aimée und Jaguar von Max Färberböck (Eröffnungsfilm, 1999) vertreten. In seiner langjährigen Karriere hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den Bundesfilmpreis, den Bayrischen Filmpreis und den Adolf Grimme Preis. Günter Rohrbach ist Präsident der Deutschen Filmakademie.
Günter Rohrbach wird die Berlinale Kamera am 9. Februar um 21.00 Uhr im Friedrichstadtpalast überreicht. Im Anschluss an die Verleihung wird Effi Briest von Hermine Huntgeburth als Weltpremiere präsentiert. Der Film wurde von Günter Rohrbach produziert.
Die Auszeichnung wird seit 2004 von dem Düsseldorfer Goldschmiedekünstler Georg Hornemann gestiftet. Seit der Berlinale 2008 hat die Trophäe ein neues Design. Die Berlinale Kamera besteht aus 128 Einzelteilen und ist einer realen Kamera nachempfunden. Viele der Silber- und Titanteile vom Schwenkkopf bis zum Stativ sind beweglich und goldschmiedekunstfertig zusammengefügt.
Berlinale - Wettbewerb 2009 komplett
Im Wettbewerbsprogramm der 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden 26 Filme gezeigt, 18 davon konkurrieren im Berlinale Palast um den Goldenen und die Silbernen Bären. Das offizielle Programm wird zudem durch die Reihe Berlinale Special ergänzt.
Unter den 18 Filmen im Wettbewerb gibt es 14 Weltpremieren, im gesamten Wettbewerbsprogramm sind es 17 Weltpremieren. Es sind 18 Länder vertreten.
Ins diesjährige Berlinale Special sind 15 Filme eingeladen, davon 10 Weltpremieren.
Folgende Filme komplettieren Wettbewerb und Berlinale Special:
Wettbewerb
My One and Only (USA)
Von Richard Loncraine
Mit Renée Zellweger, Kevin Bacon, Logan Lerman, Mark Rendall
Weltpremiere
Berlinale Special – Gala Screenings im Friedrichstadtpalast
An Education (Großbritannien)
Von Lone Scherfig
Mit Carey Mulligan, Peter Sarsgaard, Dominique Cooper
It Might Get Loud (USA)
Dokumentarfilm von Davis Guggenheim
Mit The Edge, Jimmy Page, Jack White
Unter den 18 Filmen im Wettbewerb gibt es 14 Weltpremieren, im gesamten Wettbewerbsprogramm sind es 17 Weltpremieren. Es sind 18 Länder vertreten.
Ins diesjährige Berlinale Special sind 15 Filme eingeladen, davon 10 Weltpremieren.
Folgende Filme komplettieren Wettbewerb und Berlinale Special:
Wettbewerb
My One and Only (USA)
Von Richard Loncraine
Mit Renée Zellweger, Kevin Bacon, Logan Lerman, Mark Rendall
Weltpremiere
Berlinale Special – Gala Screenings im Friedrichstadtpalast
An Education (Großbritannien)
Von Lone Scherfig
Mit Carey Mulligan, Peter Sarsgaard, Dominique Cooper
It Might Get Loud (USA)
Dokumentarfilm von Davis Guggenheim
Mit The Edge, Jimmy Page, Jack White
Berlinale 2009: Panorama - Programm mit 48 Filmen komplett
Das Panorama präsentiert in diesem Jahr 17 Spielfilme im Hauptprogramm, 15 im Panorama Special und 16 in der Reihe Panorama Dokumente. Fünf kurze Vorfilme ergänzen Themen in Langfilmen. 35 Filme sind Weltpremieren, 13 sind Erstlingswerke.
Als Celebration Presentations - 30 Jahre Programm werden fünf Filme gezeigt. Zu 10 Jahre PanoramaPublikumsPreis PPP kommen alle Gewinner der letzen zehn Jahre zur Wiederaufführung.
Eröffnungsfilme
Das Panorama Hauptprogramm eröffnet am 5. Februar mit der französischen Produktion Human Zoo der dänischen Regisseurin Rie Rasmussen. In ihrem Spielfilm-Debüt spielt sie eine junge Frau, die zusammen mit einem Deserteur den Gräueln der Balkankrise entkommt.
Panorama Special eröffnet am 6. Februar mit Nord, dem Erstling des Norwegers Rune Denstad Langlo. Mit feinem Gespür für das Komische im Tragischen erzählt er von der Suche eines Mannes nach seinem Söhnchen im eisigen Norden.
Panorama Dokumente zeigt am 6. Februar zwei Filme, die Themen des diesjährigen Gesamtfestivals behandeln: Globalisierungsanalyse und Globalisierungsauswirkungen, sowie Perspektiven auf Kashmir, Pakistan, Kabul.
Globalisierung
In The Yes Men Fix The World der US-Amerikaner Mike Bonanno, Andy Bichlbaum und Kurt Engfehr demaskieren die Yes Men, die als Helden der subversiv-spielerischen Globalisierungskritik bereits im Panorama 2004 präsent waren, neben meta-legaler Wirtschaftsverbrechen die Privatisierungsmanie Milton Friedman'scher Prägung. Weder Dow Chemical noch Halliburton oder die BBC sind vor ihren entlarvenden Aktionen sicher. Weitere Filme zum Thema sind die bereits gemeldeten The Shock Doctrine von Michael Winterbottom und Mat Whitecross, Garapa von José Padilha und Coyote von Chema Rodríguez.
Perspektiven auf Kashmir, Pakistan, Kabul
Die amerikanisch-israelische Ko-Produktion Kashmir: Journey To Freedom von Udi Aloni vermittelt eindrucksvoll das Gegenteil dessen, was in westlichen Medien häufig von der Region gezeigt wird: Es geht um die Wiederherstellung von Frieden und darum, mit wie viel Einfallsreichtum Menschen um diesen Frieden kämpfen. Auswirkungen von Entwurzelung und der Mangel an Orientierung sind hier von großer Bedeutung, ebenso wie in Helga Reidemeisters Mein Herz sieht die Welt schwarz – Eine Liebe in Kabul. Durch die präzise Beobachtung familiärer Umstände macht die deutsche Regisseurin die Auswirkungen der herrschenden Werte und ihre Brüchigkeit unmittelbar spürbar. Auch in Khalid Gills deutscher Produktion Chan di chummi erschließt sich das große Bild durch die Beobachtung des Individuellen: In der pakistanischen Kultur hatten zwischen- oder doppelgeschlechtliche Menschen einen festen Platz – der ist inzwischen durch die Erosion der Tradition gefährdet.
10 Jahre PPP - PanoramaPublikumsPreis
Seit 1999 organisieren radioeins, tip Magazin und Panorama den PanoramaPublikumsPreis. Über 20 000 Zuschauer nehmen daran teil und küren ihren Favoriten, der am letzten Tag des Festivals zur Preisverleihung aufgeführt wird. 2009 nun gibt es ein Wiedersehen mit den Publikumslieblingen der vergangenen zehn Jahre in den eigens eingerichteten Kinos Cubix 7 und 8 (Filmliste im Anhang).
Zu diesem Anlass hat der Berliner Bildende Künstler Christian Bilger eine neue Skulptur entworfen. Die Veranstalter danken dem Schöpfer der Skulptur der ersten zehn Jahre, Hubertus Brand.
Der TEDDY – Queer Film Award auf der Berlinale wird am Freitag den 13. Februar im Haus der Kulturen der Welt vergeben. Die achtköpfige Jury, bestehend aus Festivalprogrammern aus der ganzen Welt, vergibt den Preis zum 23. Mal in Berlin.
Anbei die Titelliste in Ergänzung zu den ersten beiden Panorama-Pressemitteilungen:
PANORAMA HAUPTPROGRAMM
Dongbei, Dongbei (A North Chinese Girl) von Zou Peng, Volksrepublik China (WP)
mit Tian Yi-Wen, Wu Rui-Peng, Liu Xing-Ping
Rabioso sol, rabioso cielo (Raging Sun, Raging Sky) von Julián Hernández, Mexiko (WP)
mit Jorge Becerra, Javier Oliván, Guillermo Villegas, Giovanna Zacarias
Rossiya 88 (Russia 88) von Pavel Bardin, Russische Föderation (WP)
mit Petr Fyodorov, Vera Strokova, Kazbek Kibizov
Schläft ein Lied in allen Dingen (Sleeping Songs) von Andreas Struck, Deutschland (WP)
mit Stefan Rudolf, Chulpan Khamatova, Traute Hoess, Paula Kalenberg, Barnaby Metschurat
Strella von Panos H. Koutras , Griechenland (WP)
mit Mina Orfanou, Yiannis Kokkiasmenos, Minos Theoharis, Betty Vakalidou
Vingança (Retribution) von Paulo Pons, Brasilien
mit Bárbara Borges, Erom Cordeiro, Branca Messina, Guta Stresser, Marcio Kieling
PANORAMA SPECIAL
Claustrophobia von Ivy Ho, Hongkong, China
mit Karena Lam, Ekin Cheng, Felix Lok, Derek Tsang, Chucky Woo
End Of Love von Simon Chung, Hongkong, China (WP)
mit Chi Kin Lee, Guthrie Yip, Ben Yeung, Joman Chiang, Clifton Kwan
Nord (North) von Rune Denstad Langlo, Norwegen (WP)
mit Anders Baasmo Christiansen, Marte Aunemo, Lars Olsen, Mads Sjogard Pettersen, Astrid Solhaug
Short Cut To Hollywood von Marcus Mittermeier, Jan Henrik Stahlberg, Deutschland, Österreich, USA (WP)
mit Jan Henrik Stahlberg, Marcus Mittermeier, Christoph Kottenkamp, Marta McGonagle, Allison Findlater-Galinsky
Yang Yang von Yu-Chieh Cheng, Taiwan (WP)
mit Sandrine Pinna, Ruei-Jia Chang, Chien-Wei Huang
PANORAMA DOKUMENTE
Chan di chummi (Kiss The Moon) von Khalid Gill, Deutschland (WP)
City of Borders von Yun Suh, USA (WP)
Ein Traum in Erdbeerfolie (Comrade Couture) von Marco Wilms, Deutschland (WP)
mit Frank Schäfer, Sabine von Oettingen, Klaus Ehrlich, Marco Wilms, Jürgen Hohmuth
Endstation der Sehnsüchte (Home From Home) von Sung-Hyung Cho, Deutschland (WP)
Kashmir: Journey To Freedom von Udi Aloni, USA/Israel
Mein Herz sieht die Welt schwarz - Eine Liebe in Kabul (War And Love In Kabul) von Helga Reidemeister, Deutschland (WP)
The Good American von Jochen Hick, Deutschland (WP)
mit Tom Weise, Keith Richmond, Freddy Spells, Vin Nolan, Alex Baresi
The Yes Men Fix The World von Mike Bonanno, Andy Bichlbaum, Kurt Engfehr, USA
VON WEGEN (OFF WAYS) von Uli M Schueppel, Deutschland (WP)
mit Einstürzende Neubauten, Roland Galenza, Heiner Mueller, Alexander Pehlemann, Claus Löser
Vorfilme
575 Castro Street von Jenni Olson, USA
mit der Stimme von Harvey Milk
Das Ende des Schweins ist der Anfang der Wurst (The End Of The Pig Is The Beginning Of The Sausage) von John Edward Heys, Deutschland (WP)
mit Napoleon Seyfarth
Gevald von Netalie Braun, Israel
mit Gil Naveh, Noga Meltzer, Adili Liberman, Samira Saraya
Queer Sarajevo Festival 2008 von Masa Hilcisin, Cazim Dervisevic, Bosnien und Herzegowina (WP)
Tanjong Rhu (The Casuarina Cove) von Junfeng Boo, Singapur (WP)
mit Nick Shen, Scott Lei, Yann Yann Yeo
10 JAHRE PANORAMAPUBLIKUMSPREIS PPP
Solas (Alone) von Benito Zambrano, Spanien 1998
mit Ana Fernandez, Maria Galiana, Carlos Alvarez-Novoa
Nationale 7 von Jean-Pierre Sinapi, Frankreich 1999
mit Nadia Kaci, Olivier Gourmet, Lionel Abelanski, Chantal Neuwirth
Berlin is in Germany (Berlin Is In Germany) von Hannes Stöhr, Deutschland 2001
mit Jörg Schüttauf, Julia Jäger, Robin Becker, Tom Jahn
Im toten Winkel. Hitlers Sekretärin (Blind Spot. Hitler's Secretary) von André Heller, Othmar Schmider, Österreich 2001
Knafayim Shvurot (Broken Wings) von Nir Bergman, Israel 2002
mit Orli Zilbershatz-Banai, Maya Maron, Nitai Gvirtz, Vladimir Freedman
Die Spielwütigen (Addicted To Acting) von Andres Veiel, Deutschland 2003
mit Prodomos Antoniadis, Constanze Becker, Karina Plachetka, Stephanie Stremler
Va, vis et deviens (Live and Become) von Radu Mihaileanu, Frankreich/Israel 2004
mit Yael Abecassis, Roschdy Zem, Moshe Agazai, Moshe Abebe
Bubot Niyar (Paper Dolls) von Tomer Heymann, Israel/Schweiz 2005
Blindsight von Lucy Walker, Großbritannien 2006
Lemon Tree von Erab Riklis, Israel/Deutschland/Frankreich 2008
mit Hiam Abbass, Rona Lipaz-Michael, Doron Tavory, Ali Suliman
Als Celebration Presentations - 30 Jahre Programm werden fünf Filme gezeigt. Zu 10 Jahre PanoramaPublikumsPreis PPP kommen alle Gewinner der letzen zehn Jahre zur Wiederaufführung.
Eröffnungsfilme
Das Panorama Hauptprogramm eröffnet am 5. Februar mit der französischen Produktion Human Zoo der dänischen Regisseurin Rie Rasmussen. In ihrem Spielfilm-Debüt spielt sie eine junge Frau, die zusammen mit einem Deserteur den Gräueln der Balkankrise entkommt.
Panorama Special eröffnet am 6. Februar mit Nord, dem Erstling des Norwegers Rune Denstad Langlo. Mit feinem Gespür für das Komische im Tragischen erzählt er von der Suche eines Mannes nach seinem Söhnchen im eisigen Norden.
Panorama Dokumente zeigt am 6. Februar zwei Filme, die Themen des diesjährigen Gesamtfestivals behandeln: Globalisierungsanalyse und Globalisierungsauswirkungen, sowie Perspektiven auf Kashmir, Pakistan, Kabul.
Globalisierung
In The Yes Men Fix The World der US-Amerikaner Mike Bonanno, Andy Bichlbaum und Kurt Engfehr demaskieren die Yes Men, die als Helden der subversiv-spielerischen Globalisierungskritik bereits im Panorama 2004 präsent waren, neben meta-legaler Wirtschaftsverbrechen die Privatisierungsmanie Milton Friedman'scher Prägung. Weder Dow Chemical noch Halliburton oder die BBC sind vor ihren entlarvenden Aktionen sicher. Weitere Filme zum Thema sind die bereits gemeldeten The Shock Doctrine von Michael Winterbottom und Mat Whitecross, Garapa von José Padilha und Coyote von Chema Rodríguez.
Perspektiven auf Kashmir, Pakistan, Kabul
Die amerikanisch-israelische Ko-Produktion Kashmir: Journey To Freedom von Udi Aloni vermittelt eindrucksvoll das Gegenteil dessen, was in westlichen Medien häufig von der Region gezeigt wird: Es geht um die Wiederherstellung von Frieden und darum, mit wie viel Einfallsreichtum Menschen um diesen Frieden kämpfen. Auswirkungen von Entwurzelung und der Mangel an Orientierung sind hier von großer Bedeutung, ebenso wie in Helga Reidemeisters Mein Herz sieht die Welt schwarz – Eine Liebe in Kabul. Durch die präzise Beobachtung familiärer Umstände macht die deutsche Regisseurin die Auswirkungen der herrschenden Werte und ihre Brüchigkeit unmittelbar spürbar. Auch in Khalid Gills deutscher Produktion Chan di chummi erschließt sich das große Bild durch die Beobachtung des Individuellen: In der pakistanischen Kultur hatten zwischen- oder doppelgeschlechtliche Menschen einen festen Platz – der ist inzwischen durch die Erosion der Tradition gefährdet.
10 Jahre PPP - PanoramaPublikumsPreis
Seit 1999 organisieren radioeins, tip Magazin und Panorama den PanoramaPublikumsPreis. Über 20 000 Zuschauer nehmen daran teil und küren ihren Favoriten, der am letzten Tag des Festivals zur Preisverleihung aufgeführt wird. 2009 nun gibt es ein Wiedersehen mit den Publikumslieblingen der vergangenen zehn Jahre in den eigens eingerichteten Kinos Cubix 7 und 8 (Filmliste im Anhang).
Zu diesem Anlass hat der Berliner Bildende Künstler Christian Bilger eine neue Skulptur entworfen. Die Veranstalter danken dem Schöpfer der Skulptur der ersten zehn Jahre, Hubertus Brand.
Der TEDDY – Queer Film Award auf der Berlinale wird am Freitag den 13. Februar im Haus der Kulturen der Welt vergeben. Die achtköpfige Jury, bestehend aus Festivalprogrammern aus der ganzen Welt, vergibt den Preis zum 23. Mal in Berlin.
Anbei die Titelliste in Ergänzung zu den ersten beiden Panorama-Pressemitteilungen:
PANORAMA HAUPTPROGRAMM
Dongbei, Dongbei (A North Chinese Girl) von Zou Peng, Volksrepublik China (WP)
mit Tian Yi-Wen, Wu Rui-Peng, Liu Xing-Ping
Rabioso sol, rabioso cielo (Raging Sun, Raging Sky) von Julián Hernández, Mexiko (WP)
mit Jorge Becerra, Javier Oliván, Guillermo Villegas, Giovanna Zacarias
Rossiya 88 (Russia 88) von Pavel Bardin, Russische Föderation (WP)
mit Petr Fyodorov, Vera Strokova, Kazbek Kibizov
Schläft ein Lied in allen Dingen (Sleeping Songs) von Andreas Struck, Deutschland (WP)
mit Stefan Rudolf, Chulpan Khamatova, Traute Hoess, Paula Kalenberg, Barnaby Metschurat
Strella von Panos H. Koutras , Griechenland (WP)
mit Mina Orfanou, Yiannis Kokkiasmenos, Minos Theoharis, Betty Vakalidou
Vingança (Retribution) von Paulo Pons, Brasilien
mit Bárbara Borges, Erom Cordeiro, Branca Messina, Guta Stresser, Marcio Kieling
PANORAMA SPECIAL
Claustrophobia von Ivy Ho, Hongkong, China
mit Karena Lam, Ekin Cheng, Felix Lok, Derek Tsang, Chucky Woo
End Of Love von Simon Chung, Hongkong, China (WP)
mit Chi Kin Lee, Guthrie Yip, Ben Yeung, Joman Chiang, Clifton Kwan
Nord (North) von Rune Denstad Langlo, Norwegen (WP)
mit Anders Baasmo Christiansen, Marte Aunemo, Lars Olsen, Mads Sjogard Pettersen, Astrid Solhaug
Short Cut To Hollywood von Marcus Mittermeier, Jan Henrik Stahlberg, Deutschland, Österreich, USA (WP)
mit Jan Henrik Stahlberg, Marcus Mittermeier, Christoph Kottenkamp, Marta McGonagle, Allison Findlater-Galinsky
Yang Yang von Yu-Chieh Cheng, Taiwan (WP)
mit Sandrine Pinna, Ruei-Jia Chang, Chien-Wei Huang
PANORAMA DOKUMENTE
Chan di chummi (Kiss The Moon) von Khalid Gill, Deutschland (WP)
City of Borders von Yun Suh, USA (WP)
Ein Traum in Erdbeerfolie (Comrade Couture) von Marco Wilms, Deutschland (WP)
mit Frank Schäfer, Sabine von Oettingen, Klaus Ehrlich, Marco Wilms, Jürgen Hohmuth
Endstation der Sehnsüchte (Home From Home) von Sung-Hyung Cho, Deutschland (WP)
Kashmir: Journey To Freedom von Udi Aloni, USA/Israel
Mein Herz sieht die Welt schwarz - Eine Liebe in Kabul (War And Love In Kabul) von Helga Reidemeister, Deutschland (WP)
The Good American von Jochen Hick, Deutschland (WP)
mit Tom Weise, Keith Richmond, Freddy Spells, Vin Nolan, Alex Baresi
The Yes Men Fix The World von Mike Bonanno, Andy Bichlbaum, Kurt Engfehr, USA
VON WEGEN (OFF WAYS) von Uli M Schueppel, Deutschland (WP)
mit Einstürzende Neubauten, Roland Galenza, Heiner Mueller, Alexander Pehlemann, Claus Löser
Vorfilme
575 Castro Street von Jenni Olson, USA
mit der Stimme von Harvey Milk
Das Ende des Schweins ist der Anfang der Wurst (The End Of The Pig Is The Beginning Of The Sausage) von John Edward Heys, Deutschland (WP)
mit Napoleon Seyfarth
Gevald von Netalie Braun, Israel
mit Gil Naveh, Noga Meltzer, Adili Liberman, Samira Saraya
Queer Sarajevo Festival 2008 von Masa Hilcisin, Cazim Dervisevic, Bosnien und Herzegowina (WP)
Tanjong Rhu (The Casuarina Cove) von Junfeng Boo, Singapur (WP)
mit Nick Shen, Scott Lei, Yann Yann Yeo
10 JAHRE PANORAMAPUBLIKUMSPREIS PPP
Solas (Alone) von Benito Zambrano, Spanien 1998
mit Ana Fernandez, Maria Galiana, Carlos Alvarez-Novoa
Nationale 7 von Jean-Pierre Sinapi, Frankreich 1999
mit Nadia Kaci, Olivier Gourmet, Lionel Abelanski, Chantal Neuwirth
Berlin is in Germany (Berlin Is In Germany) von Hannes Stöhr, Deutschland 2001
mit Jörg Schüttauf, Julia Jäger, Robin Becker, Tom Jahn
Im toten Winkel. Hitlers Sekretärin (Blind Spot. Hitler's Secretary) von André Heller, Othmar Schmider, Österreich 2001
Knafayim Shvurot (Broken Wings) von Nir Bergman, Israel 2002
mit Orli Zilbershatz-Banai, Maya Maron, Nitai Gvirtz, Vladimir Freedman
Die Spielwütigen (Addicted To Acting) von Andres Veiel, Deutschland 2003
mit Prodomos Antoniadis, Constanze Becker, Karina Plachetka, Stephanie Stremler
Va, vis et deviens (Live and Become) von Radu Mihaileanu, Frankreich/Israel 2004
mit Yael Abecassis, Roschdy Zem, Moshe Agazai, Moshe Abebe
Bubot Niyar (Paper Dolls) von Tomer Heymann, Israel/Schweiz 2005
Blindsight von Lucy Walker, Großbritannien 2006
Lemon Tree von Erab Riklis, Israel/Deutschland/Frankreich 2008
mit Hiam Abbass, Rona Lipaz-Michael, Doron Tavory, Ali Suliman
Berlinale 2009: Die Jury
Unter dem Vorsitz von Tilda Swinton entscheidet die Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären sowie des Alfred-Bauer-Preises im Wettbewerb der Berlinale 2009.
Die weiteren Jury-Mitglieder sind die spanische Regisseurin Isabel Coixet, der Regisseur Gaston Kaboré (Burkina Faso), der schwedische Bestsellerautor und Theaterregisseur Henning Mankell, Regisseur Christoph Schlingensief (Deutschland), der Regisseur und Produzent Wayne Wang (USA) sowie die Foodaktivistin und Autorin Alice Waters (USA).
Jury-Präsidentin und Oscarpreisträgerin Tilda Swinton gehört zu den gefragtesten Schauspielerinnen. Ihr Filmdebüt gab sie in Derek Jarmans Caravaggio, der 1986 auf der Berlinale einen Silbernen Bären gewann. Seit ihrem internationalen Durchbruch mit Orlando wechselt sie mühelos das Rollenfach zwischen europäischen Arthouse-Filmen und großen Hollywood-Produktionen. Bis zu Jarmans Tod trat sie in jedem seiner Filme auf und widmete ihm ein filmisches Porträt, das 2008 im Panorama der Berlinale lief. Für den Thriller Michael Clayton erhielt sie 2008 einen Oscar als Beste Nebendarstellerin.
Die preisgekrönte spanische Autorin und Regisseurin Isabel Coixet war mit ihren Filmen schon auf zahlreichen internationalen Festivals zu Gast, darunter viermal auf der Berlinale: 1995 im Panorama mit Was ich Dir noch nie erzählt habe, 2003 im Wettbewerb mit Mein Leben ohne mich, 2007 im Panorama mit der Kompilations-Doku Invisibles sowie 2008 mit der berührenden Bestsellerverfilmung Elegy. Derzeit realisiert Isabel Coixet den romantischen Thriller Map Of The Sounds Of Tokyo.
Gaston Kaboré zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Filmszene seiner Heimat. Nach dem Studium in Ouagadougou (Burkina Faso) und Paris war sein Spielfilm Wend Kuuni 1982 ein Durchbruch für das afrikanische Kino. Kaboré ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in einem und realisierte auch mehrere Dokumentarfilme. Für das historische Drama Buud Yam wurde er 1997 mit dem Preis des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO ausgezeichnet. Mit der Gründung des Instituts „Imagine“ 2005 in Ouagadougou fördert er außerdem die audio-visuelle Ausbildung in Burkina Faso.
Der preisgekrönte Bestseller-Autor Henning Mankell ist vor allem durch seine Wallander-Kriminalromane bekannt, die in 38 Sprachen übersetzt wurden. Politische und gesellschaftliche Themen prägen die Arbeit des passionierten Schriftstellers und Theaterregisseurs, der auch als Autor von Kinderbüchern und Dramen brilliert. Mankell lebt abwechselnd in Schweden und in Mosambik, wo er als Direktor des „Teatro Avenida“ arbeitet.
Als Film-, Theater- und Opernregisseur, Hörspielautor sowie Künstler gehört Christoph Schlingensief zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Kulturszene. Seine Arbeiten verwischen immer wieder die Grenze zwischen Politik und Kunst und provozieren öffentliche Diskussionen. Als Filmemacher wurde Christoph Schlingensief zunächst mit der zwischen 1989 und 1992 entstandenen „Deutschlandtrilogie“ (u.a. Das deutsche Kettensägenmassaker) bekannt. Zu seinen Inszenierungen gehören u.a. „Parsifal“ (Bayreuth 2004), „Der Fliegende Holländer“ (Manaus 2007), „Jeanne d'Arc“ (Berlin 2008) und „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ (Duisburg 2008).
Der in Hongkong geborene Regisseur und Produzent Wayne Wang lebt und arbeitet in den USA. In vielen seiner Filme konfrontiert er die amerikanische Gesellschaft mit der Welt der chinesischen Einwanderer, so in der Bestselleradaption Töchter des Himmels (1993). Mit dem Arthouse-Film Smoke (Silberner Berlinale Bär 1995) gelang ihm ein großer Erfolg auch in Europa. Wangs letzter Film Mr. Shi und der Gesang der Zikaden erhielt mehrere Festival-Preise.
Als passionierte Filmfreundin hat die Foodaktivistin, Autorin und Starköchin Alice Waters ihr legendäres Restaurant Chez Panisse in Berkeley nach einem Filmcharakter von Marcel Pagnol benannt. Alice Waters, Vizepräsidentin von Slow Food International, arbeitet im berühmten Pacific Filmarchive in Berkeley und mit verschiedenen Film Festivals. Sie hat unter anderem auch an der Dokumentation Werner Herzog Eats His Shoe mitgewirkt. Die vielfach ausgezeichnete Foodaktivistin ist kürzlich in die California Hall of Fame aufgenommen worden.
Die weiteren Jury-Mitglieder sind die spanische Regisseurin Isabel Coixet, der Regisseur Gaston Kaboré (Burkina Faso), der schwedische Bestsellerautor und Theaterregisseur Henning Mankell, Regisseur Christoph Schlingensief (Deutschland), der Regisseur und Produzent Wayne Wang (USA) sowie die Foodaktivistin und Autorin Alice Waters (USA).
Jury-Präsidentin und Oscarpreisträgerin Tilda Swinton gehört zu den gefragtesten Schauspielerinnen. Ihr Filmdebüt gab sie in Derek Jarmans Caravaggio, der 1986 auf der Berlinale einen Silbernen Bären gewann. Seit ihrem internationalen Durchbruch mit Orlando wechselt sie mühelos das Rollenfach zwischen europäischen Arthouse-Filmen und großen Hollywood-Produktionen. Bis zu Jarmans Tod trat sie in jedem seiner Filme auf und widmete ihm ein filmisches Porträt, das 2008 im Panorama der Berlinale lief. Für den Thriller Michael Clayton erhielt sie 2008 einen Oscar als Beste Nebendarstellerin.
Die preisgekrönte spanische Autorin und Regisseurin Isabel Coixet war mit ihren Filmen schon auf zahlreichen internationalen Festivals zu Gast, darunter viermal auf der Berlinale: 1995 im Panorama mit Was ich Dir noch nie erzählt habe, 2003 im Wettbewerb mit Mein Leben ohne mich, 2007 im Panorama mit der Kompilations-Doku Invisibles sowie 2008 mit der berührenden Bestsellerverfilmung Elegy. Derzeit realisiert Isabel Coixet den romantischen Thriller Map Of The Sounds Of Tokyo.
Gaston Kaboré zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Filmszene seiner Heimat. Nach dem Studium in Ouagadougou (Burkina Faso) und Paris war sein Spielfilm Wend Kuuni 1982 ein Durchbruch für das afrikanische Kino. Kaboré ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in einem und realisierte auch mehrere Dokumentarfilme. Für das historische Drama Buud Yam wurde er 1997 mit dem Preis des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO ausgezeichnet. Mit der Gründung des Instituts „Imagine“ 2005 in Ouagadougou fördert er außerdem die audio-visuelle Ausbildung in Burkina Faso.
Der preisgekrönte Bestseller-Autor Henning Mankell ist vor allem durch seine Wallander-Kriminalromane bekannt, die in 38 Sprachen übersetzt wurden. Politische und gesellschaftliche Themen prägen die Arbeit des passionierten Schriftstellers und Theaterregisseurs, der auch als Autor von Kinderbüchern und Dramen brilliert. Mankell lebt abwechselnd in Schweden und in Mosambik, wo er als Direktor des „Teatro Avenida“ arbeitet.
Als Film-, Theater- und Opernregisseur, Hörspielautor sowie Künstler gehört Christoph Schlingensief zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Kulturszene. Seine Arbeiten verwischen immer wieder die Grenze zwischen Politik und Kunst und provozieren öffentliche Diskussionen. Als Filmemacher wurde Christoph Schlingensief zunächst mit der zwischen 1989 und 1992 entstandenen „Deutschlandtrilogie“ (u.a. Das deutsche Kettensägenmassaker) bekannt. Zu seinen Inszenierungen gehören u.a. „Parsifal“ (Bayreuth 2004), „Der Fliegende Holländer“ (Manaus 2007), „Jeanne d'Arc“ (Berlin 2008) und „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ (Duisburg 2008).
Der in Hongkong geborene Regisseur und Produzent Wayne Wang lebt und arbeitet in den USA. In vielen seiner Filme konfrontiert er die amerikanische Gesellschaft mit der Welt der chinesischen Einwanderer, so in der Bestselleradaption Töchter des Himmels (1993). Mit dem Arthouse-Film Smoke (Silberner Berlinale Bär 1995) gelang ihm ein großer Erfolg auch in Europa. Wangs letzter Film Mr. Shi und der Gesang der Zikaden erhielt mehrere Festival-Preise.
Als passionierte Filmfreundin hat die Foodaktivistin, Autorin und Starköchin Alice Waters ihr legendäres Restaurant Chez Panisse in Berkeley nach einem Filmcharakter von Marcel Pagnol benannt. Alice Waters, Vizepräsidentin von Slow Food International, arbeitet im berühmten Pacific Filmarchive in Berkeley und mit verschiedenen Film Festivals. Sie hat unter anderem auch an der Dokumentation Werner Herzog Eats His Shoe mitgewirkt. Die vielfach ausgezeichnete Foodaktivistin ist kürzlich in die California Hall of Fame aufgenommen worden.
Berlinale 2009: Politische Dokumentationen im Forum
Das 39. Forum der Berlinale zeigt insgesamt 48 Filme aus 31 Produktionsländern.
„Einmal um die Welt“ ist dabei aber kein Zählergebnis, sondern steht für die mannigfaltigen Bezüge zwischen den Filmen, die es zu entdecken gibt, ihre oft geteilten Anliegen und verwandten Vorstellungswelten, aber auch ihre Gegensätze und Spiegelungen. Elf Filme sind Debüts, 25 Filme werden als Weltpremieren, zwölf als internationale Premieren gezeigt.
Das deutsche Filmschaffen ist in diesem Programm mit fünf Arbeiten vertreten: dokumentarische Filme von Hans-Christian Schmid, Ulrike Ottinger, Harun Farocki und Thomas Heise und der neue Spielfilm von Sebastian Schipper – ein erfreulich vielfältiges Bild.
Immer wieder haben Goethes „Wahlverwandtschaften“ zu Verfilmungen inspiriert, aber so wie in Schippers Mitte Ende August hat man sie noch nicht gesehen: als spielfreudiges, sommerliches Erzählexperiment. Marie Bäumer, Milan Peschel, Anna Brüggemann, André Hennicke und ein einsames Haus auf dem Land spielen die Hauptrollen in dieser von historischem Ballast befreiten, zeitgenössischen Adaption, für die der Rockpoet Vic Chesnutt den Soundtrack komponierte.
In Die Wundersame Welt der Waschkraft interessiert sich Hans-Christian Schmid einmal mehr für die veränderten Koordinaten an der deutsch-polnischen Grenze. Sein Film folgt dem Weg der Schmutzwäsche von Berliner Hotelzimmern in eine polnische Großwäscherei und lässt die Menschen zu Wort kommen, durch deren Hände sie geht. Harun Farocki widmet sich in seinem neuen Film Zum Vergleich verschiedenen Techniken der Ziegelherstellung – vom handgeformten Lehmziegel bis zum Präzisionsbaustein als Hightech-Produkt. Während Farocki seine Beobachtungen in Burkina Faso, Indien und Frankreich macht, begibt sich Thomas Heise in seine eigenen Archive und damit in die Vergangenheit: In Material montiert er von ihm selbst dokumentierte, aber nie veröffentlichte Szenen der „Wende“ von 1989 zu einem Panorama, das die Erinnerung herausfordert, aber vor allem von den weißen Flecken handelt, die der Fortgang der Geschichte im Gedächtnis zurücklässt. Auf eine Reise begibt sich einmal mehr auch Ulrike Ottinger. Ihr neuester Film Die Koreanische Hochzeitstruhe geht dem Verhältnis von Tradition und Moderne in der Megacity Seoul nach.
Dokumentarfilme, gerade wo sie in den Grenzbereich zum Erzählkino vorstoßen, spielen im Forum eine wichtige Rolle. Im diesjährigen Programm setzen sich auffallend viele davon mit Prozessen öffentlicher Meinungsbildung auseinander und ergeben zusammen betrachtet das Zeitbild einer Welt, in der Wissen zur Ware und Meinungspolitik ein Spiel mit dem Feuer geworden ist.
Die unrühmliche Rolle des Staates als Anheizer von Konflikten bildet etwa den Hintergrund für den thailändischen Dokumentarfilm Citizen Juling. Nach dem brutalen Angriff eines fanatischen Mobs auf zwei Lehrerinnen im Frühjahr 2006 begaben sich die Filmemacherin Ing K und der Politiker und Menschenrechtsaktivist Kraisak Choonhavan auf eine Reise quer durch Thailand, ein von Gewalt und Vorurteilen gespaltenes Land. Citizen Juling ist der Versuch, Film zum Werkzeug eines Versöhnungsprozesses werden zu lassen. Ähnliches gilt auch für zwei Filme, die sich mit gewaltsamen Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent befassen. Eine Auswahl von vier kürzeren Dokumentationen des südafrikanischen Kollektiv-Projekts „Filmmakers against racism“ setzt sich mit den fremdenfeindlichen Gewaltexzessen auseinander, die das Land im Mai 2008 erschüttert haben. Christophe Gagnots Dokumentation D’Arusha à Arusha gilt dagegen den Langzeitfolgen des Genozids, dem 1994 in Ruanda fast eine Million Menschen zum Opfer fielen. Auf spannende und erhellende Weise kontrastiert sein Film die juristische Aufarbeitung durch die internationale Gerichtsbarkeit in Arusha mit persönlicher und zwischenmenschlicher Traumabewältigung.
Defamation von Yoav Shamir (im Forum 2008 mit Flipping Out) sollte ursprünglich ein Film über die zeitgenössischen, oft subtilen Spielarten des Anti-Semitismus werden. Shamirs Recherchen im Umfeld der New Yorker Anti-Defamation League (ADL) brachten ihn allerdings auch auf die Fährte eines ganz anderen Phänomens: den heiklen Umgang mit dem Nimbus des fortwährenden Opfers. Wie ein Spiegelbild dazu wirkt die Dokumentation Letters to the President des tschechischen Filmemachers Petr Lom: sein Interesse gilt den Briefen, die Millionen von Iranern, von staatlicher Propaganda ermuntert, ihrem Präsidenten schreiben. Allzu oft sind diese Briefe Indizien für die erfolgreiche Manipulation der öffentlichen Meinung durch einen Staat, der das Selbstbild gläubiger Muslime als von aller Welt Verfolgte zementiert.
Von den Langzeitfolgen und Verwerfungen einer Politik des Hasses erzählen zwei weitere Filme im Programm. Simone Bittons investigativer Dokumentarfilm Rachel rollt den Fall der amerikanischen Friedensaktivistin Rachel Corrie auf, die im Jahr 2003 bei dem Versuch zu Tode kam, die Zerstörung von Häusern im Gazastreifen zu verhindern. Der Libanese Simon El-Habre porträtiert in The One Man Village seinen Onkel Semaan, den einzigen Bewohner eines Bergdorfes, das der libanesische Bürgerkieg zu einem Geisterdorf gemacht hat. Bei aller Traurigkeit ist dieser wunderbar fotografierte Film auch eine Geschichte über das Glück eines Lebens in Frieden.
Die Filme im 39. Forum der Berlinale
Aguas Verdes (Green Waters) von Mariano De Rosa, Argentinien (WP)
D'Arusha à Arusha (From Arusha to Arusha) von Christophe Gargot, Frankreich/Kanada/Ruanda (IP)
Beeswax von Andrew Bujalski, USA (WP)
Calimucho von Eugenie Jansen, Niederlande (IP)
Cea mai fericita fata din lume (The Happiest Girl in the World) von Radu Jude, Rumänien/Niederlande (WP)
Citizen Juling (Polamuang Juling) von Kraisak Choonhavan, Manit Sriwanichpoom, Ing K, Thailand (EP)
The Day After (Eoddeon gaien nal) von Lee Suk-Gyung, Republik Korea (WP)
Deep in the Valley (Yanaka boshoku) von Funahashi Atsushi, Japan (WP)
Defamation (Hashmatsa) von Yoav Shamir, Israel/Österreich (WP)
Doctor Ma's Country Clinic (Ma dai fu de zhen suo) von Cong Feng, Volksrepublik China (EP)
L'encerclement (Encirclement) von Richard Brouillette, Kanada (IP)
The Exploding Girl von Bradley Rust Gray, USA (WP)
H:r Landshövding (Mr Governor) von Måns Månsson, Schweden (IP)
Hayat var (My Only Sunshine) von Reha Erdem, Türkei/Griechenland/Bulgarien (IP)
Help Gone Mad (Sumashedshaya pomosh) von Boris Khlebnikov, Russland (WP)
Kan door huid heen (Can Go Through Skin) von Esther Rots, Niederlande (IP)
Die koreanische Hochzeitstruhe (The Korean Wedding Chest) von Ulrike Ottinger, Deutschland (WP)
Land of Scarecrows (Heosuabideuleui ddang) von Roh Gyeong-Tae, Republik Korea/Frankreich (IP)
Letters to the President von Petr Lom, Kanada/Iran (WP)
Love Exposure (Ai no mukidashi) von Sono Sion, Japan (IP)
Man tänker sitt (Burrowing) von Fredrik Wenzel, Henrik Hellström, Schweden (WP)
Marin Blue von Matthew Hysell, USA (WP)
Members of the Funeral (Jangryesigeui member) von Baek Seung-Bin, Republik Korea (IP)
Mental (Seishin) von Soda Kazuhiro, Japan (EP)
Mitte Ende August (Sometime in August) von Sebastian Schipper, Deutschland (WP)
My Dear Enemy (Meotjin haru) von Lee Yoon-Ki, Republik Korea (IP)
Naked of Defenses (Mubobi) von Ichii Masahide, Japan (EP)
Ne me libérez pas, je m'en charge (My Greatest Escape) von Fabienne Godet, Frankreich (WP)
The One Man Village (Semaan Bilda'ia) von Simon El Habre, Libanon (EP)
Rachel von Simone Bitton, Frankreich/Belgien (WP)
La sirena y el buzo (The Mermaid and the Diver) von Mercedes Moncada Rodríguez, Mexiko/Nicaragua/Spanien (WP)
Soundless Wind Chime (Wu Sheng Feng Ling) von Kit Hung, Hong Kong/Schweiz (WP)
Sweetgrass von Lucien Castaing-Taylor, USA (WP)
Treeless Mountain von So-Yong Kim, USA/Republik Korea (EP)
Un chat un chat (Pardon my French) von Sophie Fillières, Frankreich (WP)
Winterstilte (Winter Silence) von Sonja Wyss, Niederlande/Schweiz (IP)
Zum Vergleich (By Comparison) von Harun Farocki, Deutschland/Österreich (WP)
Special Screenings
A History of Israeli Cinema von Raphaël Nadjari, Frankreich/Israel (WP)
Araya von Margot Benacerraf, Venezuela/Frankreich (WP der restaurieren Kopie)
The Beast Stalker (Ching yan) von Dante Lam, Hong Kong (IP)
Filmmakers Against Racism:
Affectionately Known as Alex von Danny Turken, Südafrika (EP)
Angels on our Shoulders von Andy Spitz, Südafrika (EP)
Baraka (The Blessing) von Omelga Mthiyane, Riaan Hendriks,
Marianne Gysae, Südafrika (EP)
The Burning Man von Adze Ugah, Südafrika (EP)
Generasi biru (The Blue Generation) von Garin Nugroho, John De Rantau, Dosy Omar, Indonesien (WP)
Langsamer Sommer (Slow Summer) von John Cook, Österreich
Material von Thomas Heise, Deutschland (WP)
Schwitzkasten (Clinch) von John Cook, Österreich
Soul Power von Jeffrey Levy-Hinte, USA (EP)
When it was Blue von Jennifer Reeves, USA/Island (EP)
Die wundersame Welt der Waschkraft (The Wondrous World of Laundry) von Hans-Christian Schmid, Deutschland (WP)
„Einmal um die Welt“ ist dabei aber kein Zählergebnis, sondern steht für die mannigfaltigen Bezüge zwischen den Filmen, die es zu entdecken gibt, ihre oft geteilten Anliegen und verwandten Vorstellungswelten, aber auch ihre Gegensätze und Spiegelungen. Elf Filme sind Debüts, 25 Filme werden als Weltpremieren, zwölf als internationale Premieren gezeigt.
Das deutsche Filmschaffen ist in diesem Programm mit fünf Arbeiten vertreten: dokumentarische Filme von Hans-Christian Schmid, Ulrike Ottinger, Harun Farocki und Thomas Heise und der neue Spielfilm von Sebastian Schipper – ein erfreulich vielfältiges Bild.
Immer wieder haben Goethes „Wahlverwandtschaften“ zu Verfilmungen inspiriert, aber so wie in Schippers Mitte Ende August hat man sie noch nicht gesehen: als spielfreudiges, sommerliches Erzählexperiment. Marie Bäumer, Milan Peschel, Anna Brüggemann, André Hennicke und ein einsames Haus auf dem Land spielen die Hauptrollen in dieser von historischem Ballast befreiten, zeitgenössischen Adaption, für die der Rockpoet Vic Chesnutt den Soundtrack komponierte.
In Die Wundersame Welt der Waschkraft interessiert sich Hans-Christian Schmid einmal mehr für die veränderten Koordinaten an der deutsch-polnischen Grenze. Sein Film folgt dem Weg der Schmutzwäsche von Berliner Hotelzimmern in eine polnische Großwäscherei und lässt die Menschen zu Wort kommen, durch deren Hände sie geht. Harun Farocki widmet sich in seinem neuen Film Zum Vergleich verschiedenen Techniken der Ziegelherstellung – vom handgeformten Lehmziegel bis zum Präzisionsbaustein als Hightech-Produkt. Während Farocki seine Beobachtungen in Burkina Faso, Indien und Frankreich macht, begibt sich Thomas Heise in seine eigenen Archive und damit in die Vergangenheit: In Material montiert er von ihm selbst dokumentierte, aber nie veröffentlichte Szenen der „Wende“ von 1989 zu einem Panorama, das die Erinnerung herausfordert, aber vor allem von den weißen Flecken handelt, die der Fortgang der Geschichte im Gedächtnis zurücklässt. Auf eine Reise begibt sich einmal mehr auch Ulrike Ottinger. Ihr neuester Film Die Koreanische Hochzeitstruhe geht dem Verhältnis von Tradition und Moderne in der Megacity Seoul nach.
Dokumentarfilme, gerade wo sie in den Grenzbereich zum Erzählkino vorstoßen, spielen im Forum eine wichtige Rolle. Im diesjährigen Programm setzen sich auffallend viele davon mit Prozessen öffentlicher Meinungsbildung auseinander und ergeben zusammen betrachtet das Zeitbild einer Welt, in der Wissen zur Ware und Meinungspolitik ein Spiel mit dem Feuer geworden ist.
Die unrühmliche Rolle des Staates als Anheizer von Konflikten bildet etwa den Hintergrund für den thailändischen Dokumentarfilm Citizen Juling. Nach dem brutalen Angriff eines fanatischen Mobs auf zwei Lehrerinnen im Frühjahr 2006 begaben sich die Filmemacherin Ing K und der Politiker und Menschenrechtsaktivist Kraisak Choonhavan auf eine Reise quer durch Thailand, ein von Gewalt und Vorurteilen gespaltenes Land. Citizen Juling ist der Versuch, Film zum Werkzeug eines Versöhnungsprozesses werden zu lassen. Ähnliches gilt auch für zwei Filme, die sich mit gewaltsamen Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent befassen. Eine Auswahl von vier kürzeren Dokumentationen des südafrikanischen Kollektiv-Projekts „Filmmakers against racism“ setzt sich mit den fremdenfeindlichen Gewaltexzessen auseinander, die das Land im Mai 2008 erschüttert haben. Christophe Gagnots Dokumentation D’Arusha à Arusha gilt dagegen den Langzeitfolgen des Genozids, dem 1994 in Ruanda fast eine Million Menschen zum Opfer fielen. Auf spannende und erhellende Weise kontrastiert sein Film die juristische Aufarbeitung durch die internationale Gerichtsbarkeit in Arusha mit persönlicher und zwischenmenschlicher Traumabewältigung.
Defamation von Yoav Shamir (im Forum 2008 mit Flipping Out) sollte ursprünglich ein Film über die zeitgenössischen, oft subtilen Spielarten des Anti-Semitismus werden. Shamirs Recherchen im Umfeld der New Yorker Anti-Defamation League (ADL) brachten ihn allerdings auch auf die Fährte eines ganz anderen Phänomens: den heiklen Umgang mit dem Nimbus des fortwährenden Opfers. Wie ein Spiegelbild dazu wirkt die Dokumentation Letters to the President des tschechischen Filmemachers Petr Lom: sein Interesse gilt den Briefen, die Millionen von Iranern, von staatlicher Propaganda ermuntert, ihrem Präsidenten schreiben. Allzu oft sind diese Briefe Indizien für die erfolgreiche Manipulation der öffentlichen Meinung durch einen Staat, der das Selbstbild gläubiger Muslime als von aller Welt Verfolgte zementiert.
Von den Langzeitfolgen und Verwerfungen einer Politik des Hasses erzählen zwei weitere Filme im Programm. Simone Bittons investigativer Dokumentarfilm Rachel rollt den Fall der amerikanischen Friedensaktivistin Rachel Corrie auf, die im Jahr 2003 bei dem Versuch zu Tode kam, die Zerstörung von Häusern im Gazastreifen zu verhindern. Der Libanese Simon El-Habre porträtiert in The One Man Village seinen Onkel Semaan, den einzigen Bewohner eines Bergdorfes, das der libanesische Bürgerkieg zu einem Geisterdorf gemacht hat. Bei aller Traurigkeit ist dieser wunderbar fotografierte Film auch eine Geschichte über das Glück eines Lebens in Frieden.
Die Filme im 39. Forum der Berlinale
Aguas Verdes (Green Waters) von Mariano De Rosa, Argentinien (WP)
D'Arusha à Arusha (From Arusha to Arusha) von Christophe Gargot, Frankreich/Kanada/Ruanda (IP)
Beeswax von Andrew Bujalski, USA (WP)
Calimucho von Eugenie Jansen, Niederlande (IP)
Cea mai fericita fata din lume (The Happiest Girl in the World) von Radu Jude, Rumänien/Niederlande (WP)
Citizen Juling (Polamuang Juling) von Kraisak Choonhavan, Manit Sriwanichpoom, Ing K, Thailand (EP)
The Day After (Eoddeon gaien nal) von Lee Suk-Gyung, Republik Korea (WP)
Deep in the Valley (Yanaka boshoku) von Funahashi Atsushi, Japan (WP)
Defamation (Hashmatsa) von Yoav Shamir, Israel/Österreich (WP)
Doctor Ma's Country Clinic (Ma dai fu de zhen suo) von Cong Feng, Volksrepublik China (EP)
L'encerclement (Encirclement) von Richard Brouillette, Kanada (IP)
The Exploding Girl von Bradley Rust Gray, USA (WP)
H:r Landshövding (Mr Governor) von Måns Månsson, Schweden (IP)
Hayat var (My Only Sunshine) von Reha Erdem, Türkei/Griechenland/Bulgarien (IP)
Help Gone Mad (Sumashedshaya pomosh) von Boris Khlebnikov, Russland (WP)
Kan door huid heen (Can Go Through Skin) von Esther Rots, Niederlande (IP)
Die koreanische Hochzeitstruhe (The Korean Wedding Chest) von Ulrike Ottinger, Deutschland (WP)
Land of Scarecrows (Heosuabideuleui ddang) von Roh Gyeong-Tae, Republik Korea/Frankreich (IP)
Letters to the President von Petr Lom, Kanada/Iran (WP)
Love Exposure (Ai no mukidashi) von Sono Sion, Japan (IP)
Man tänker sitt (Burrowing) von Fredrik Wenzel, Henrik Hellström, Schweden (WP)
Marin Blue von Matthew Hysell, USA (WP)
Members of the Funeral (Jangryesigeui member) von Baek Seung-Bin, Republik Korea (IP)
Mental (Seishin) von Soda Kazuhiro, Japan (EP)
Mitte Ende August (Sometime in August) von Sebastian Schipper, Deutschland (WP)
My Dear Enemy (Meotjin haru) von Lee Yoon-Ki, Republik Korea (IP)
Naked of Defenses (Mubobi) von Ichii Masahide, Japan (EP)
Ne me libérez pas, je m'en charge (My Greatest Escape) von Fabienne Godet, Frankreich (WP)
The One Man Village (Semaan Bilda'ia) von Simon El Habre, Libanon (EP)
Rachel von Simone Bitton, Frankreich/Belgien (WP)
La sirena y el buzo (The Mermaid and the Diver) von Mercedes Moncada Rodríguez, Mexiko/Nicaragua/Spanien (WP)
Soundless Wind Chime (Wu Sheng Feng Ling) von Kit Hung, Hong Kong/Schweiz (WP)
Sweetgrass von Lucien Castaing-Taylor, USA (WP)
Treeless Mountain von So-Yong Kim, USA/Republik Korea (EP)
Un chat un chat (Pardon my French) von Sophie Fillières, Frankreich (WP)
Winterstilte (Winter Silence) von Sonja Wyss, Niederlande/Schweiz (IP)
Zum Vergleich (By Comparison) von Harun Farocki, Deutschland/Österreich (WP)
Special Screenings
A History of Israeli Cinema von Raphaël Nadjari, Frankreich/Israel (WP)
Araya von Margot Benacerraf, Venezuela/Frankreich (WP der restaurieren Kopie)
The Beast Stalker (Ching yan) von Dante Lam, Hong Kong (IP)
Filmmakers Against Racism:
Affectionately Known as Alex von Danny Turken, Südafrika (EP)
Angels on our Shoulders von Andy Spitz, Südafrika (EP)
Baraka (The Blessing) von Omelga Mthiyane, Riaan Hendriks,
Marianne Gysae, Südafrika (EP)
The Burning Man von Adze Ugah, Südafrika (EP)
Generasi biru (The Blue Generation) von Garin Nugroho, John De Rantau, Dosy Omar, Indonesien (WP)
Langsamer Sommer (Slow Summer) von John Cook, Österreich
Material von Thomas Heise, Deutschland (WP)
Schwitzkasten (Clinch) von John Cook, Österreich
Soul Power von Jeffrey Levy-Hinte, USA (EP)
When it was Blue von Jennifer Reeves, USA/Island (EP)
Die wundersame Welt der Waschkraft (The Wondrous World of Laundry) von Hans-Christian Schmid, Deutschland (WP)
Berlinale 2009: Kulinarisches Kino
Geschmack an der Wahrheit ist der gemeinsame Nenner der Filme des Kulinarischen Kinos der Berlinale, das vom 8.-13. Februar 2009 zum dritten Mal statt findet. Fünf Spielfilme, fünf Dokumentarfilme und vier Kurzfilme werden im diesjährigen Programm gezeigt, das von kulinarischen Höhepunkten und Podiumsdiskussionen begleitet wird.
Als Auftakt serviert der amerikanische Dokumentarfilm Food, Inc. von Robert Kenner am 8.2. im neuen Berlinale-Kino Friedrichstadtpalast harte Fakten über die Food Industrie. Die Protagonisten und Bestseller-Autoren Michael Pollan und Eric Schlosser sind zur anschließenden Diskussion anwesend.
„Endlich wird diskutiert, dass Lebensmittel die wichtigsten Überlebensmittel sind. Was rund um den Globus an täglicher Lebensmittelvergiftung passiert, wie mit Getreide spekuliert wird und verheerende Monokulturen entstehen, ist vielen noch nicht bewusst“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Nach der Diskussion serviert Berlins Spitzenkoch Tim Raue eine kulinarisch korrekte Köstlichkeit, zum Angewöhnen.
Nach dem Auftakt gibt es Sterneküche und Kulinarisches Kino im Martin-Gropius-Bau und dem benachbarten Restaurant „Gropius Mirror“. Die melancholische Komödie Pranzo di Ferragosto von und mit Gianni di Gregorio schildert das leicht angespannte Verhältnis zwischen der Mutter und ihrem 59jährigen Sohn, dessen Fischgericht die Luxemburgische Köchin Lea Linster inspiriert. Die spanische Komödie Dieta Mediterránea von Joaquín Oristrell über ein Dreiecksverhältnis zwischen Bett und Herd regt Kolja Kleeberg zu einem scharfen Venusmuschelgericht an. Der neue Star im Restaurant Vitrum, Hendrik Otto, schmort Lamm nach einem Rezept seiner Großmutter für den bosnischen Film Snijeg von Aidi Begic über die Hoffnung der Frauen in einem zerstörten Dorf. Das von Slow Food organisierte Treffen von tausenden von Bauern aus aller Welt war für den italienischen Meisterregisseur Ermanno Olmi Anlass, den Dokumentarfilm Terra Madre zu drehen. Der Film wird seine Weltpremiere im offiziellen Programm Berlinale Special am 6.2. im Cinema Paris feiern und wird am 12.2. im Kulinarischen Kino gezeigt. Das Kulinarische Kino ist ideell eng mit der internationalen Slow Food Bewegung verbunden.
Nach den Filmen der Spätschiene um 22 Uhr serviert das Restaurant „Gropius Mirror“ Essen und Getränke à la carte. Den süßen Auftakt macht die Gay Comedy Antique von Min Kyo-Dong über die Liebe in einer kleinen koreanischen Konditorei. Bittersüße Liebe in den Zuckerplantagen schildert der dokumentarische Spielfilm Haiti Chérie von Claudio del Punta. Wie weit soll man als Umweltschützer gehen, fragt sich der militante Walfanggegner Paul Watson in Ron Colbys Pirate for the Sea. Der Dokumentarfilm Nos Enfants Nous Accuseront von Jean-Paul Jaud zeigt, dass Kinder die besten Aktivisten für Umweltschutz sind.
Am Kindertag des Kulinarischen Kinos werden SchülerInnen der Berliner John F. Kennedy School zur Vorführung von What’s On Your Plate von Catherine Gund eingeladen. Zwei afro-amerikanische Mädchen erforschen das New Yorker Nahrungsangebot. Nach dem Film kochen sich die Kinder der JFK-School ein vegetarisches Mittagessen mit Hilfe des gastronomischen Leiters des Kulinarisches Kinos, Alf Wagenzink von Catering’s Best by InterContinental. Das Kreuzberger Jugendprojekt „die gelbe Villa“ unterstützt dieses Projekt.
Thomas Struck, Leiter des im dritten Jahr stattfindenden Kulinarischen Kinos kommentiert das Programm: „Essen und Trinken ist nicht nur Geschmackssache sondern auch Politik. Ergänzend zur Abstimmung an der Wahlurne kann man außerdem ein Votum mit der Gabel und beim Einkauf abgeben. Drei mal täglich können die, die nicht hungern, entscheiden, was sie essen. Denn was und wie gegessen wird, hat Konsequenzen für die Menschen und die biologische und kulturelle Vielfalt. Jeder Bissen zählt.“
Der Kartenvorverkauf beginnt bereits am 19.1.2009 online über www.berlinale.de sowie bei allen Berliner Theaterkassen. Weitere Informationen unter www.berlinale.de
Filme im Kulinarischen Kino 2009
Antique Republik - Korea
Von MIN Kyu-Dong
Mit JU Ji-hun, KIM Jae-wook, Andy GILLET, YU Ain, CHOI Ji-ho
Dieta mediterránea (Mediterranean Food) - Spanien
Von Joaquín Oristrell
Mit Olivia Molina, Paco León, Alfonso Bassave
Food, Inc. - USA
Dokumentarfilm von Robert Kenner
Mit Eric Schlosser, Michael Pollan
Europapremiere
Haiti Chèrie - Italien
Von Claudio Del Punta
Mit Juan Carlos Campos, Yeraini Cuevas, Jean Marie Guerin, Valentin Valdez
Pirate for the Sea - USA
Dokumentarfilm von Ron Colby
Pranzo Di Ferragosto (Pranzo Di Ferragosto - Das Festmahl im August ) - Italien
Von Gianni Di Gregorio
Mit Marina Cacciotti, Maria Calì, Gianni Di Gregorio, Valeria De Franciscis, Grazia Cesarini Sforza
Snijeg (Snow) - Bosnien und Herzegowina
Von Aida Begic
Mit Jasna Beri, Emir Hadzihafisbegovic, Zana Marjanovic, Vesna Masic, Sadzida Setic
(auch im Programm von Generation)
Terra Madre - Italien
Dokumentarfilm von Ermanno Olmi (Der Holzschuhbaum)
Weltpremiere
(auch im Programm von Berlinale Special)
Nos enfants nous accuseront (That Should Not Be – Our Children Will Accuse Us) - Frankreich
Dokumentarfilm von Jean-Paul Jaud
What's on Your Plate? - USA
Dokumentarfilm von Catherine Gund
Weltpremiere
Kurzfilme
Buono come il pane - Italien
Von Giancarlo Matcovich
Mit Ursula Heinzelmann, Peter Klann, Heinz Weichardt
La Cuisine - USA
Von François Vogel
Lo que trae la lluvia (Along came the rain) - Chile
Von Alejandro Fernández Almendras
Mit Olga Muñoz, Antonio Guajardo
Pasta Connection - Italien
Von UniSG
Plac (Der Markt) - Kroatien
Von Ana Husman
Silent Snow - Niederlande
Von Jan van den Berg
Mit Pipaluk Hammeken, Sarah Lyberth
Als Auftakt serviert der amerikanische Dokumentarfilm Food, Inc. von Robert Kenner am 8.2. im neuen Berlinale-Kino Friedrichstadtpalast harte Fakten über die Food Industrie. Die Protagonisten und Bestseller-Autoren Michael Pollan und Eric Schlosser sind zur anschließenden Diskussion anwesend.
„Endlich wird diskutiert, dass Lebensmittel die wichtigsten Überlebensmittel sind. Was rund um den Globus an täglicher Lebensmittelvergiftung passiert, wie mit Getreide spekuliert wird und verheerende Monokulturen entstehen, ist vielen noch nicht bewusst“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Nach der Diskussion serviert Berlins Spitzenkoch Tim Raue eine kulinarisch korrekte Köstlichkeit, zum Angewöhnen.
Nach dem Auftakt gibt es Sterneküche und Kulinarisches Kino im Martin-Gropius-Bau und dem benachbarten Restaurant „Gropius Mirror“. Die melancholische Komödie Pranzo di Ferragosto von und mit Gianni di Gregorio schildert das leicht angespannte Verhältnis zwischen der Mutter und ihrem 59jährigen Sohn, dessen Fischgericht die Luxemburgische Köchin Lea Linster inspiriert. Die spanische Komödie Dieta Mediterránea von Joaquín Oristrell über ein Dreiecksverhältnis zwischen Bett und Herd regt Kolja Kleeberg zu einem scharfen Venusmuschelgericht an. Der neue Star im Restaurant Vitrum, Hendrik Otto, schmort Lamm nach einem Rezept seiner Großmutter für den bosnischen Film Snijeg von Aidi Begic über die Hoffnung der Frauen in einem zerstörten Dorf. Das von Slow Food organisierte Treffen von tausenden von Bauern aus aller Welt war für den italienischen Meisterregisseur Ermanno Olmi Anlass, den Dokumentarfilm Terra Madre zu drehen. Der Film wird seine Weltpremiere im offiziellen Programm Berlinale Special am 6.2. im Cinema Paris feiern und wird am 12.2. im Kulinarischen Kino gezeigt. Das Kulinarische Kino ist ideell eng mit der internationalen Slow Food Bewegung verbunden.
Nach den Filmen der Spätschiene um 22 Uhr serviert das Restaurant „Gropius Mirror“ Essen und Getränke à la carte. Den süßen Auftakt macht die Gay Comedy Antique von Min Kyo-Dong über die Liebe in einer kleinen koreanischen Konditorei. Bittersüße Liebe in den Zuckerplantagen schildert der dokumentarische Spielfilm Haiti Chérie von Claudio del Punta. Wie weit soll man als Umweltschützer gehen, fragt sich der militante Walfanggegner Paul Watson in Ron Colbys Pirate for the Sea. Der Dokumentarfilm Nos Enfants Nous Accuseront von Jean-Paul Jaud zeigt, dass Kinder die besten Aktivisten für Umweltschutz sind.
Am Kindertag des Kulinarischen Kinos werden SchülerInnen der Berliner John F. Kennedy School zur Vorführung von What’s On Your Plate von Catherine Gund eingeladen. Zwei afro-amerikanische Mädchen erforschen das New Yorker Nahrungsangebot. Nach dem Film kochen sich die Kinder der JFK-School ein vegetarisches Mittagessen mit Hilfe des gastronomischen Leiters des Kulinarisches Kinos, Alf Wagenzink von Catering’s Best by InterContinental. Das Kreuzberger Jugendprojekt „die gelbe Villa“ unterstützt dieses Projekt.
Thomas Struck, Leiter des im dritten Jahr stattfindenden Kulinarischen Kinos kommentiert das Programm: „Essen und Trinken ist nicht nur Geschmackssache sondern auch Politik. Ergänzend zur Abstimmung an der Wahlurne kann man außerdem ein Votum mit der Gabel und beim Einkauf abgeben. Drei mal täglich können die, die nicht hungern, entscheiden, was sie essen. Denn was und wie gegessen wird, hat Konsequenzen für die Menschen und die biologische und kulturelle Vielfalt. Jeder Bissen zählt.“
Der Kartenvorverkauf beginnt bereits am 19.1.2009 online über www.berlinale.de sowie bei allen Berliner Theaterkassen. Weitere Informationen unter www.berlinale.de
Filme im Kulinarischen Kino 2009
Antique Republik - Korea
Von MIN Kyu-Dong
Mit JU Ji-hun, KIM Jae-wook, Andy GILLET, YU Ain, CHOI Ji-ho
Dieta mediterránea (Mediterranean Food) - Spanien
Von Joaquín Oristrell
Mit Olivia Molina, Paco León, Alfonso Bassave
Food, Inc. - USA
Dokumentarfilm von Robert Kenner
Mit Eric Schlosser, Michael Pollan
Europapremiere
Haiti Chèrie - Italien
Von Claudio Del Punta
Mit Juan Carlos Campos, Yeraini Cuevas, Jean Marie Guerin, Valentin Valdez
Pirate for the Sea - USA
Dokumentarfilm von Ron Colby
Pranzo Di Ferragosto (Pranzo Di Ferragosto - Das Festmahl im August ) - Italien
Von Gianni Di Gregorio
Mit Marina Cacciotti, Maria Calì, Gianni Di Gregorio, Valeria De Franciscis, Grazia Cesarini Sforza
Snijeg (Snow) - Bosnien und Herzegowina
Von Aida Begic
Mit Jasna Beri, Emir Hadzihafisbegovic, Zana Marjanovic, Vesna Masic, Sadzida Setic
(auch im Programm von Generation)
Terra Madre - Italien
Dokumentarfilm von Ermanno Olmi (Der Holzschuhbaum)
Weltpremiere
(auch im Programm von Berlinale Special)
Nos enfants nous accuseront (That Should Not Be – Our Children Will Accuse Us) - Frankreich
Dokumentarfilm von Jean-Paul Jaud
What's on Your Plate? - USA
Dokumentarfilm von Catherine Gund
Weltpremiere
Kurzfilme
Buono come il pane - Italien
Von Giancarlo Matcovich
Mit Ursula Heinzelmann, Peter Klann, Heinz Weichardt
La Cuisine - USA
Von François Vogel
Lo que trae la lluvia (Along came the rain) - Chile
Von Alejandro Fernández Almendras
Mit Olga Muñoz, Antonio Guajardo
Pasta Connection - Italien
Von UniSG
Plac (Der Markt) - Kroatien
Von Ana Husman
Silent Snow - Niederlande
Von Jan van den Berg
Mit Pipaluk Hammeken, Sarah Lyberth
Berlinale Special 2009
Das Berlinale Special zeigt als Teil des offiziellen Programms außergewöhnliche Neuproduktionen und aktuelle Werke zeitgenössischer Filmemacher, deren Arbeit die Berlinale besonders ehren und präsentieren möchte. Alle Filme im Berlinale Special werden bei den Premieren von den eingeladenen Filmemachern persönlich vorgestellt.
Hauptaufführungsorte sind das Cinema Paris am Kurfürstendamm und der Friedrichstadtpalast, in dem die Berlinale Special Gala Screenings präsentiert werden. Hinzu kommt für die Vorstellung einer Langzeitdokumentation das Berliner Kiez-Kino Cosima am Bundesplatz.
„Ich freue mich darauf, die Gäste und das Publikum am Roten Teppich unserer schönen neuen Locations bei den Premieren der Berlinale Specials zu begrüßen“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. „Wir hoffen, dass mehr Berlinale-Liebhaber jetzt eine Karte bekommen können!“
Ins diesjährige Berlinale Special sind bislang 13 Filme eingeladen, davon 9 Weltpremieren.
Berlinale Special – Gala Screenings im Friedrichstadtpalast
Effi Briest Deutschland
Von Hermine Huntgeburth (Die Weiße Massai, Das Trio)
Mit Julia Jentsch, Sebastian Koch, Juliane Köhler, Mišel Maticevic
Weltpremiere
Food, Inc. USA
Dokumentarfilm von Robert Kenner
Mit Eric Schlosser, Michael Pollan
Internationale Premiere
(Eröffnungsfilm Kulinarisches Kino, Pressemitteilung vom 10.12.08)
Hilde Deutschland
Von Kai Wessel (Die Flucht)
Mit Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek
Weltpremiere
John Rabe Deutschland/Frankreich/VR China
Von Florian Gallenberger (Quiero ser - Gestohlene Träume)
Mit Ulrich Tukur, Daniel Brühl, Anne Consigny, Dagmar Manzel
Weltpremiere
Berlinale Special – im Cinema Paris
Adam Resurrected (Ein Leben für ein Leben) USA/Deutschland/Israel
Von Paul Schrader (The Comfort of Strangers, American Gigolo)
Mit Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Derek Jacobi, Ayelet Zurer
Europapremiere
Baiyin Diguo (Empire Of Silver) VR China/Hong Kong
Von Christina Yao
Mit Aaron Kwok, Tie Lin Zhang, Hao Lei, Ding Zhi Cheng, Lei Zhen Yu
Weltpremiere
Bellamy Frankreich
Von Claude Chabrol (Les Cousins, La Fleur du Mal)
Mit Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Jacques Gamblin
Weltpremiere
In Berlin Deutschland
Dokumentarfilm von Michael Ballhaus und Ciro Cappellari
Mit Frank-Walter Steinmeier, Alexander Hacke, Danielle De Picciotto
Weltpremiere
Every Little Step USA
Dokumentarfilm von James D. Stern und Adam Del Deo
Europapremiere
Pink Deutschland
Von Rudolph Thome (Paradiso - Sieben Tage mit sieben Frauen, Rote Sonne)
Mit Hannah Herzsprung, Florian Panzner, Guntram Brattia, Cornelius Schwalm
Weltpremiere
Singularidades de uma rapariga loura Portugal/Frankreich
Von Manoel De Oliveira (Vergangenheit und Gegenwart, O Convento)
Mit Ricardo Trêpa, Catarina Wallenstein, Carlos Santos
Weltpremiere
Terra Madre Italien
Dokumentarfilm von Ermanno Olmi (Der Holzschuhbaum)
Weltpremiere
(auch im Programm des Kulinarischen Kinos)
Berlinale Special im Kino Cosima am Bundesplatz
Berlin - Ecke Bundesplatz Deutschland
Fünfteilige Langzeitdokumentation von Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm
Hauptaufführungsorte sind das Cinema Paris am Kurfürstendamm und der Friedrichstadtpalast, in dem die Berlinale Special Gala Screenings präsentiert werden. Hinzu kommt für die Vorstellung einer Langzeitdokumentation das Berliner Kiez-Kino Cosima am Bundesplatz.
„Ich freue mich darauf, die Gäste und das Publikum am Roten Teppich unserer schönen neuen Locations bei den Premieren der Berlinale Specials zu begrüßen“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. „Wir hoffen, dass mehr Berlinale-Liebhaber jetzt eine Karte bekommen können!“
Ins diesjährige Berlinale Special sind bislang 13 Filme eingeladen, davon 9 Weltpremieren.
Berlinale Special – Gala Screenings im Friedrichstadtpalast
Effi Briest Deutschland
Von Hermine Huntgeburth (Die Weiße Massai, Das Trio)
Mit Julia Jentsch, Sebastian Koch, Juliane Köhler, Mišel Maticevic
Weltpremiere
Food, Inc. USA
Dokumentarfilm von Robert Kenner
Mit Eric Schlosser, Michael Pollan
Internationale Premiere
(Eröffnungsfilm Kulinarisches Kino, Pressemitteilung vom 10.12.08)
Hilde Deutschland
Von Kai Wessel (Die Flucht)
Mit Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek
Weltpremiere
John Rabe Deutschland/Frankreich/VR China
Von Florian Gallenberger (Quiero ser - Gestohlene Träume)
Mit Ulrich Tukur, Daniel Brühl, Anne Consigny, Dagmar Manzel
Weltpremiere
Berlinale Special – im Cinema Paris
Adam Resurrected (Ein Leben für ein Leben) USA/Deutschland/Israel
Von Paul Schrader (The Comfort of Strangers, American Gigolo)
Mit Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Derek Jacobi, Ayelet Zurer
Europapremiere
Baiyin Diguo (Empire Of Silver) VR China/Hong Kong
Von Christina Yao
Mit Aaron Kwok, Tie Lin Zhang, Hao Lei, Ding Zhi Cheng, Lei Zhen Yu
Weltpremiere
Bellamy Frankreich
Von Claude Chabrol (Les Cousins, La Fleur du Mal)
Mit Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Jacques Gamblin
Weltpremiere
In Berlin Deutschland
Dokumentarfilm von Michael Ballhaus und Ciro Cappellari
Mit Frank-Walter Steinmeier, Alexander Hacke, Danielle De Picciotto
Weltpremiere
Every Little Step USA
Dokumentarfilm von James D. Stern und Adam Del Deo
Europapremiere
Pink Deutschland
Von Rudolph Thome (Paradiso - Sieben Tage mit sieben Frauen, Rote Sonne)
Mit Hannah Herzsprung, Florian Panzner, Guntram Brattia, Cornelius Schwalm
Weltpremiere
Singularidades de uma rapariga loura Portugal/Frankreich
Von Manoel De Oliveira (Vergangenheit und Gegenwart, O Convento)
Mit Ricardo Trêpa, Catarina Wallenstein, Carlos Santos
Weltpremiere
Terra Madre Italien
Dokumentarfilm von Ermanno Olmi (Der Holzschuhbaum)
Weltpremiere
(auch im Programm des Kulinarischen Kinos)
Berlinale Special im Kino Cosima am Bundesplatz
Berlin - Ecke Bundesplatz Deutschland
Fünfteilige Langzeitdokumentation von Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm
Berlinale 2009: Wettbewerbsfilme fast komplett
26 Filme werden ins Wettbewerbsprogramm der 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin eingeladen, 25 davon stehen bereits jetzt fest. Nach den elf bereits veröffentlichten Titeln (Pressemitteilungen vom 28. November und 12. Dezember 2008) sind inzwischen 14 weitere Filme eingeladen.
Diese Produktionen kommen aus Argentinien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Iran, Peru, Polen, Rumänien, Spanien, Ungarn, Uruguay und USA.
„Mit ganz unterschiedlicher künstlerischer Handschrift sind die Filme des diesjährigen Wettbewerbs Dokumente der Lebensbedingungen in unserer globalisierten Welt. Wir freuen uns, auch dieses Jahr viele Weltpremieren präsentieren zu können“, kommentiert Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.
Cheri Großbritannien
Von Stephen Frears (The Queen, Dangerous Liaisons)
Mit Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Rupert Friend, Felicity Jones
Weltpremiere
Darbareye Elly (About Elly) Iran
Von Asghar Farhadi (Fireworks Wednesday)
Mit Golshifteh Farahani, Taraneh Alidousti, Mani Haghighi
Weltpremiere
Deutschland 09 Deutschland - Außer Konkurrenz
Kompilationsfilm von Fatih Akin,Tom Tykwer, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Isabelle Stever, Hans Steinbichler, Hans Weingartner, Christoph Hochhäusler, Dani Levy und Angela Schanelec
Weltpremiere
Eden à l'ouest (Eden is West) Frankreich/Griechenland/Italien
- Außer Konkurrenz -
Von Costa-Gavras (Missing, Amen)
Mit Riccardo Scamarcio, Juliane Köhler, Ulrich Tukur
Internationale Premiere
Gigante Uruguay/Deutschland/Argentinien
Von Adrián Biniez (Total Disponibilidad)
Mit Horacio Camandulle, Leonor Svarcas
Weltpremiere
Happy Tears USA
Von Mitchell Lichtenstein (Teeth)
Mit Demi Moore, Parker Posey, Rip Torn, Ellen Barkin
Weltpremiere
In the Electric Mist Frankreich/USA
Von Bertrand Tavernier (Laissez-Passer, La Guerre Sans Nom)
Mit Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Sarsgaard
Weltpremiere
Katalin Varga Rumänien/Großbritannien/Ungarn - Debütfilm
Von Peter Strickland
Mit Hilda Péter, Norbert Tankó, Tibor Pálfy, Sebastian Marina
Weltpremiere
La Teta Asustada (The Milk of Sorrow) Spanien/Peru
Von Claudia Llosa (Madeinusa)
Mit Magaly Solier, Susi Sánchez, Efraín Solis
Weltpremiere
Lille Soldat (Little Soldier) Dänemark
Von Annette K. Olesen (Minor Mishaps)
Mit Trine Dyrholm, Finn Nielsen, Lorna Brown
Internationale Premiere
Notorious USA - Außer Konkurrenz
Von George Tillman Jr. (Men of Honor)
Mit Angela Bassett, Jamal Woolard, Derek Luke, Anthony Mackie
Internationale Premiere
Ricky Frankreich/Italien
Von François Ozon (8 Femmes, Swimming Pool)
Mit Alexandra Lamy, Sergi Lopez, Mélusine Mayance, Arthur Peyret
Weltpremiere
Storm (Sturm) Deutschland/Dänemark
Von Hans-Christian Schmid (Requiem, Lichter)
Mit Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård
Weltpremiere
Tatarak (Sweet Rush) Polen
Von Andrzej Wajda (Asche und Diamant, Katyn)
Mit Krystyna Janda, Pawel Szajda, Jan Englert
Weltpremiere
Diese Produktionen kommen aus Argentinien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Iran, Peru, Polen, Rumänien, Spanien, Ungarn, Uruguay und USA.
„Mit ganz unterschiedlicher künstlerischer Handschrift sind die Filme des diesjährigen Wettbewerbs Dokumente der Lebensbedingungen in unserer globalisierten Welt. Wir freuen uns, auch dieses Jahr viele Weltpremieren präsentieren zu können“, kommentiert Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.
Cheri Großbritannien
Von Stephen Frears (The Queen, Dangerous Liaisons)
Mit Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Rupert Friend, Felicity Jones
Weltpremiere
Darbareye Elly (About Elly) Iran
Von Asghar Farhadi (Fireworks Wednesday)
Mit Golshifteh Farahani, Taraneh Alidousti, Mani Haghighi
Weltpremiere
Deutschland 09 Deutschland - Außer Konkurrenz
Kompilationsfilm von Fatih Akin,Tom Tykwer, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Isabelle Stever, Hans Steinbichler, Hans Weingartner, Christoph Hochhäusler, Dani Levy und Angela Schanelec
Weltpremiere
Eden à l'ouest (Eden is West) Frankreich/Griechenland/Italien
- Außer Konkurrenz -
Von Costa-Gavras (Missing, Amen)
Mit Riccardo Scamarcio, Juliane Köhler, Ulrich Tukur
Internationale Premiere
Gigante Uruguay/Deutschland/Argentinien
Von Adrián Biniez (Total Disponibilidad)
Mit Horacio Camandulle, Leonor Svarcas
Weltpremiere
Happy Tears USA
Von Mitchell Lichtenstein (Teeth)
Mit Demi Moore, Parker Posey, Rip Torn, Ellen Barkin
Weltpremiere
In the Electric Mist Frankreich/USA
Von Bertrand Tavernier (Laissez-Passer, La Guerre Sans Nom)
Mit Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Sarsgaard
Weltpremiere
Katalin Varga Rumänien/Großbritannien/Ungarn - Debütfilm
Von Peter Strickland
Mit Hilda Péter, Norbert Tankó, Tibor Pálfy, Sebastian Marina
Weltpremiere
La Teta Asustada (The Milk of Sorrow) Spanien/Peru
Von Claudia Llosa (Madeinusa)
Mit Magaly Solier, Susi Sánchez, Efraín Solis
Weltpremiere
Lille Soldat (Little Soldier) Dänemark
Von Annette K. Olesen (Minor Mishaps)
Mit Trine Dyrholm, Finn Nielsen, Lorna Brown
Internationale Premiere
Notorious USA - Außer Konkurrenz
Von George Tillman Jr. (Men of Honor)
Mit Angela Bassett, Jamal Woolard, Derek Luke, Anthony Mackie
Internationale Premiere
Ricky Frankreich/Italien
Von François Ozon (8 Femmes, Swimming Pool)
Mit Alexandra Lamy, Sergi Lopez, Mélusine Mayance, Arthur Peyret
Weltpremiere
Storm (Sturm) Deutschland/Dänemark
Von Hans-Christian Schmid (Requiem, Lichter)
Mit Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård
Weltpremiere
Tatarak (Sweet Rush) Polen
Von Andrzej Wajda (Asche und Diamant, Katyn)
Mit Krystyna Janda, Pawel Szajda, Jan Englert
Weltpremiere
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