Historikerkonferenz an der Universität Heidelberg
4./5. März
Heidelberg Center for American Studies
Hauptstraße 120, Atrium
69117 Heidelberg
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der "Kalte Krieg" auf die Entwicklung und die Tätigkeiten der "Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation" (UNESCO) ausgewirkt hat. Die rund 100 Teilnehmer werden zugleich diskutieren, auf welche Weise die Arbeit der UNESCO die Westmächte und die Länder des Ostblocks beeinflusst hat.
"Von den frühen Anfängen an war die UNESCO eines der Foren, das den Ost-West-Konflikt im ideologischen Bereich am stärksten sichtbar werden ließ. Für viele Jahre blieb die Organisation eine Geisel der Frontstellung des ,Kalten Krieges', die die beiden gegenüberstehenden Blöcke für ihre Zwecke im Kampf der Ideen zu instrumentalisieren suchten", betont Veranstalter Prof. Junker. "Auf der anderen Seite hat die UNESCO eine wichtige, nicht immer ganz anerkannte Rolle gespielt bei der Überwindung der Gegensätze zwischen Westmächten und Ostblock, indem sie sich für eine Verständigung auf den Gebieten der Kultur, der Wissenschaft und der Bildung eingesetzt hat."
In vier Schwerpunkten soll die Rolle der UNESCO in der Konfliktsituation des "Kalten Krieges" thematisiert werden. Dabei geht es unter anderem um die Positionen der Mitgliedsstaaten in der Zeit der politisch-ideologischen Konfrontation sowie um den Einsatz der UNESCO für Frieden und gegenseitiges Verständnis. Die Konferenz an der Ruperto Carola ist nach Cambridge (Großbritannien) und Dakar (Senegal) die dritte Veranstaltung dieser Art, die sich mit der UNESCO in der internationalen Politik und Geschichte nach 1945 beschäftigt.
Quelle:
idw