Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
8. September, 20.00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
In Afghanistan ist es für Frauen weiterhin sehr schwierig, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen. Überfälle, Selbstjustiz und Gerichtsverfahren, die gegen die Menschenrechte und die Rechte der Frauen verstoßen, sind an der Tagesordnung.
Auch im afghanischen Parlament ist die Situation kompliziert. Inwieweit gelingt es den gewählten Repräsentanten, Alternativen zu den traditionellen Machtstrukturen zu schaffen? Vor welchen Hindernissen stehen sie? Welche Fraktionen oder Netzwerke bilden sie?
Auf der Basis von Interviews, die in den Jahren 2007 und 2008 in Kabul mit männlichen und weiblichen Abgeordneten geführt wurden, untersucht diese Studie die Realitäten der Parlamentsarbeit in Afghanistan. Sie bietet die seltene Gelegenheit, vor allem Einblick in das Selbstbild und die Rolle der Frauen im Parlament zu gewinnen. Von den 91 Parlamentarierinnen der beiden Kammern nahmen 76 an der Studie teil.
Im Vorfeld der afghanischen Parlamentswahlen sprechen wir u.a. mit Sanja Sohail über die Bedeutung dieser Wahlen für Afghanistan und die Rolle des Parlaments im afghanischen Stabilisierungsprozess. Welchen Stellenwert hat das Parlament als wichtigste Institution der Demokratie? Welche Freiheiten und Möglichkeiten besitzen Parlamentarier in der gesellschaftspolitischen Gestaltung ihres Landes?
Dr. Andrea Fleschenberg, Universität Marburg, Autorin der Studie
Dr. Bente Scheller, Büroleitung, Heinrich-Böll-Stiftung,
KabulSanjar Sohail, afghanischer Journalist und Chefredakteur der Tageszeitung Hasht-e Sobh („Acht Uhr Morgens“)