Der große Favorit Paul Thomas Andersons
There Will Be Blood musste leider ohne den Goldenen Bären zurück in die USA fahren. Aber immerhin wurde sein Film mit gleich zwei Silbernen Bären belohnt: einem für die Beste Regie und einem für die mit Abstand beste Filmmusik. Insbesondere die Schluss-Sequenz wurde durch ein Violinkonzert von Brahms kongenial untermalt. Sehr wahrscheinlich wird Anderson auch bei der Oscar-Verleihung reich beschenkt werden, wo er in acht Kategorien nominiert ist.
Der Goldene Bär geht nach Brasilien: Das packende Drama
Tropa de Elite zählte auf jeden Fall zu den Anwärtern auf einen der Bären. Da der erste abendfüllende Spielfilm von José Padilha jedoch noch an einigen stilistischen Details krankte, kann man darüber streiten, ob es unbedingt der Hauptpreis sein musste.
Der renommierte Große Preis der Jury ging an
Standard Operation Procedure. Da dieser Film eher misslungen ist, spielte hier wohl wieder einmal das politische Motiv eine Rolle, demonstrative Kritik an der Bush-Administration üben zu wollen...
Da Berlin im Gegensatz zu den beiden anderen bedeutenden Filmfestivals in Cannes und Venedig besonders publikumsfreundlich ist, besitzt auch die Zuschauerabstimmung in der Sektion Panorama großes Gewicht: Der Hauptpreis ging hier, wie schon in manchen der vergangenen Jahre, an einen Film, der sich relativ plakativ mit dem Nahost-Konflikt auseinandersetzt:
Lemon Tree.
am Berlinale-Abschlusswochenende lagen filmische Höhen und Tiefen eng beieinander. Den Goldenen Bären gewann nicht der Topfavorit, sondern der brasilianische Film Tropa de Elite. Arumdabda Arumdabda / Beautiful, Republik Korea, 2007, Regie: Jaihong
Aufgenommen: Feb 18, 02:34