Mit dem nahenden Ende der Ära Bush entfernen sich mehr und mehr Weggefährten vom Präsidenten. Das Weiße Haus hatte nun immer schon einen hohen Verschleiß, wenn es um Pressesprecher ging. Aber das ein Pressesprecher ein Buch über seine Arbeit schreibt, das ist neu. Das
Buch von Scott McClellan überrascht allerdings auch nicht mit neuesten Neuigkeiten. Es geht um Propaganda und wie die Medien in den USA sich in Bezug auf den Irak-Krieg haben instrumentalisieren lassen. Gerade aber weil dieses Statement von einem ehemaligen Pressesprecher kommt, leistet diese Veröffentlichung einen
wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der letzten acht Jahre. Und noch etwas: Es zeigt deutlich, wie wichtig eine grundlegende
Reform des Mediensystems der USA ist.