/e-politik.de/ wird wie in den vergangenen Jahren auch 2008 ausführlich vom wohl politischsten Filmfestival weltweit, der Berlinale, berichten. Was können die Festivalgäste zwischen dem 7. und 17. Februar 2008 erwarten?
Stars und Sternchen
Die längste Schlange an den Vorverkaufskassen wird es sicher geben, wenn Madonna am 13.2. im Zoo-Palast ihr Regie-Debüt
Filth and wisdom vorstellen wird. Auch wenn George Clooney sich dieses Jahr lieber um den Vorwahlkampf um die US-Präsidentschaftswahl kümmert, dürfen sich die Autogrammjäger am Roten Teppich auf die Rolling Stones, Martin Scorsese, Nathalie Portman, Scarlett Johansson, Julia Roberts und Ben Kingsley freuen.
Die brisantesten politischen Filme
Der Wettbewerb um die Goldenen Bären ist dieses Jahr besonders schwer einzuschätzen, da viele Regisseurinnen und Regisseure eingeladen wurden, die hierzulande noch kaum bekannt sind. Besondere Aufmerksamkeit verdienen folgende Filme, weil sie sich an sehr heiße Eisen heranwagen:
- Der US-amerikanische Independent-Regisseur Paul Thomas Anderson schildert in
There will be blood die historischen Entwicklungslinien der Öl-Industrie.
- Ebenfalls aus den USA kommt der Dokumentarfilm
Standard Operating Procedure von Errol Morris, der hinter die Mauern von Abu Ghraib blickt.
- Für großen Wirbel in seiner Heimat sorgte bereits der Brasilianer José Padilha, als er
Tropa de Elite vorab präsentierte: Der schonungslose Blick auf die brutale Auseinandersetzung zwischen Eliteeinheiten der Polizei und Drogenkartelle ist sicher nichts für jene, die im Kino vor allem Zerstreuung vom Alltag suchen.
- Leider nur außer Konkurrenz, aber mit umso mehr Leidenschaft wird Regie-Altmeister Andrzej Wajda sein Historiendrama
Katyn über das jahrzehntelang tabuisierte Massaker sowjetischer Geheimdienste an polnischen Offizieren und Zivilsten während des 2. Weltkriegs präsentieren.
- Zu Geheimtipps könnten sich Johnnie Tos Hongkong-Thriller
Man Jeuk und der iranische Beitrag
Avaze - Gonjeshk - ha von Majid Majidi entwickeln.
Die größten Sicherheitsvorkehrungen
Am wachsamsten werden die Sicherheitskräfte aber wohl nicht vor dem Berlinale-Palast sein müssen, sondern allein schon wegen des provozierenden Titels bei den Vorstellungen von Pervez Sharmas Beitrag
A jihad for love in der Reihe Panorama Dokumente, der sich mit sexueller Diskriminierung in muslimischen Ländern beschäftigt. Demselben Thema wird sich der iranische Film
Be like others von Tanaz Eshaghian widmen.
Link zur Berlinale-Homepage mit Festival-Programm:
www.berlinale.de