Auch in diesem Jahr findet wieder die
Französische Filmwoche in den Berliner Kinos
Cinema Paris und
Filmtheater am Friedrichshain statt: Das
Bureau du cinéma der Kulturabteilung der französischen Botschaft präsentiert zwischen dem 2. und 8. Juli 2009 insgesamt 18 Filme aus Frankreich und frankophonen Gebieten Kanadas, Belgiens oder der Schweiz.
Große Namen wie
Gérard Depardieu und
Claude Chabrol haben in dieser Woche ebenso ihren Platz wie Sternchen früherer Tage à la
Sophie Marceau oder Erstlingswerke. Viele Filme werden noch in diesem Sommer bundesweit in den Kinos anlaufen, manche Entdeckungen werden es jedoch schwer haben und eher auf die DVD - Veröffentlichung warten müssen.
Fast ganz zu Beginn des Festivals steht ein Film auf dem Programm, der perfekt zu dem Klischeebild des französischen Kinos passt, das sich in vielen Köpfen hierzulande festgesetzt hat: Großbürgerliche Paare sitzen um einen Tisch, essen und trinken, reden stundenlang und zelebrieren die Seelennöte, in die sie sich durch ihre Flirts und Affären brachten.
In
Affären à la carte von Danièle und Christopher Thompson versammeln sich Ärzte, Rechtsanwälte und weitere Säulen des Pariser Bildungsbürgertums zu einem feuchtfröhlichen Abend. Die Zuschauer behalten nur schwer den Überblick: Wer gehört zu wem? Wer ist mit wem fest liiert? Zwischen welchen Turteltäubchen beginnt ein kurzer Flirt oder ist zwischen den beiden doch schon viel mehr im Gange?
Das Regieduo aus Mutter und Sohn Thompson porträtiert in aller Ausführlichkeit 40jährige in der Ehekrise und changiert dabei zwischen augenzwinkernder Leichtigkeit und einem bitteren Blick auf die Beziehungsdramen.
Der Film krankt daran, dass man in vielen Passagen das Gefühl nicht los wird, all das schon zigfach gesehen zu haben. Dass das französische Kino viel mehr Facetten zu bieten hat, wird in den kommenden Tagen in Berlin zu erleben sein.
Diejenigen, denen die Reise zu weit ist, können sich von
Affären à la carte bereits ab dem 16.7. ein eigenes Bild machen, wenn der Film bundesweit in den Kinos starten wird.
Weitere Informationen zur 9. Französischen Filmwoche
Die Seite zu Affären à la carte