Sieben neue Studien belegen: Jugendliche trinken früher und mehr durch Alkoholwerbung
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung,
Sabine Bätzing, MdB, veröffentlichte gestern
Die Auswirkungen von Alkoholwerbung, eine Meta-Analyse von sieben neuen Längsschnittstudien über den Einfluss der Alkoholwerbung auf Kinder und Jugendliche. Die Studien kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis: Je mehr Alkoholwerbung Kinder und Jugendliche sehen, desto früher beginnen sie mit dem Trinken und desto mehr trinken sie.
Bezüglich der Selbstkontrolle der Werbewirtschaft kommt die Studie zu dem Ergebnis: es gibt keine wissenschaftlichen Belege, für die Wirksamkeit der Selbstregulierung. Auch ist keine erfolgreiche Kontrolle des Inhalts oder der Menge von Alkoholwerbung durch die Selbstkontrolle nachweisbar. Insbesondere führt die Selbstkontrolle der Werbewirtschaft nicht zur Vermeidung von Marketing, das Jugendliche beeinflusst.
Hintergrund: Sechs der Studien stammen aus den USA, eine aus Belgien, wobei sechs zwischen 2003 und 2006 veröffentlicht wurden und eine 1998. Die Meta-Analyse „Die Auswirkungen von Alkoholwerbung“ wurde durch die Europäische Kommission finanziert und ist Teil eines größeren EU-Projekts zur Alkoholwerbung.
Die Studie zum Download