8. September | Abgeordnete in Afghanistan Konflikte, Kompromisse, Kollaborationen
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
8. September, 20.00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
In Afghanistan ist es für Frauen weiterhin sehr schwierig, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen. Überfälle, Selbstjustiz und Gerichtsverfahren, die gegen die Menschenrechte und die Rechte der Frauen verstoßen, sind an der Tagesordnung.
Auch im afghanischen Parlament ist die Situation kompliziert. Inwieweit gelingt es den gewählten Repräsentanten, Alternativen zu den traditionellen Machtstrukturen zu schaffen? Vor welchen Hindernissen stehen sie? Welche Fraktionen oder Netzwerke bilden sie?
Auf der Basis von Interviews, die in den Jahren 2007 und 2008 in Kabul mit männlichen und weiblichen Abgeordneten geführt wurden, untersucht diese Studie die Realitäten der Parlamentsarbeit in Afghanistan. Sie bietet die seltene Gelegenheit, vor allem Einblick in das Selbstbild und die Rolle der Frauen im Parlament zu gewinnen. Von den 91 Parlamentarierinnen der beiden Kammern nahmen 76 an der Studie teil.
Im Vorfeld der afghanischen Parlamentswahlen sprechen wir u.a. mit Sanja Sohail über die Bedeutung dieser Wahlen für Afghanistan und die Rolle des Parlaments im afghanischen Stabilisierungsprozess. Welchen Stellenwert hat das Parlament als wichtigste Institution der Demokratie? Welche Freiheiten und Möglichkeiten besitzen Parlamentarier in der gesellschaftspolitischen Gestaltung ihres Landes?
Dr. Andrea Fleschenberg, Universität Marburg, Autorin der Studie
Dr. Bente Scheller, Büroleitung, Heinrich-Böll-Stiftung,
KabulSanjar Sohail, afghanischer Journalist und Chefredakteur der Tageszeitung Hasht-e Sobh („Acht Uhr Morgens“)
8. September, 20.00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
In Afghanistan ist es für Frauen weiterhin sehr schwierig, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen. Überfälle, Selbstjustiz und Gerichtsverfahren, die gegen die Menschenrechte und die Rechte der Frauen verstoßen, sind an der Tagesordnung.
Auch im afghanischen Parlament ist die Situation kompliziert. Inwieweit gelingt es den gewählten Repräsentanten, Alternativen zu den traditionellen Machtstrukturen zu schaffen? Vor welchen Hindernissen stehen sie? Welche Fraktionen oder Netzwerke bilden sie?
Auf der Basis von Interviews, die in den Jahren 2007 und 2008 in Kabul mit männlichen und weiblichen Abgeordneten geführt wurden, untersucht diese Studie die Realitäten der Parlamentsarbeit in Afghanistan. Sie bietet die seltene Gelegenheit, vor allem Einblick in das Selbstbild und die Rolle der Frauen im Parlament zu gewinnen. Von den 91 Parlamentarierinnen der beiden Kammern nahmen 76 an der Studie teil.
Im Vorfeld der afghanischen Parlamentswahlen sprechen wir u.a. mit Sanja Sohail über die Bedeutung dieser Wahlen für Afghanistan und die Rolle des Parlaments im afghanischen Stabilisierungsprozess. Welchen Stellenwert hat das Parlament als wichtigste Institution der Demokratie? Welche Freiheiten und Möglichkeiten besitzen Parlamentarier in der gesellschaftspolitischen Gestaltung ihres Landes?
Dr. Andrea Fleschenberg, Universität Marburg, Autorin der Studie
Dr. Bente Scheller, Büroleitung, Heinrich-Böll-Stiftung,
KabulSanjar Sohail, afghanischer Journalist und Chefredakteur der Tageszeitung Hasht-e Sobh („Acht Uhr Morgens“)
26. August | Ansichten - Die Romanskizzen Heinrich Bölls
19.00 Uhr | Buchvorstellung und Gespräch
Heinrich-Böll-Stiftung,
Schumannstr. 8,
10117 Berlin-Mitte
Mit:
René Böll, Künstler
Jochen Schubert, Mitherausgeber der Kölner Ausgabe,
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Heinrich Böll hat über seine Arbeitsweise wie über den Prozess des Schreibens des öfteren und gerne Auskunft gegeben. Trotzdem ist vielen Lesern nicht bekannt, dass Böll zum Teil großflächige, farbige Skizzen seiner Romane entwarf, um sich über das Romangeschehen, die Figuren und ihre Beziehungen Klarheit zu verschaffen. Dabei entstanden ganz eigene Kunstwerke voll überraschender Details und Motive.
Zum 25. Todestag Heinrich Bölls erscheint nun ein großformatiger Bildband mit seinen Romanskizzen. Das Buch gewährt damit einen außergewöhnlichen Einblick in die Schreibwerkstatt eines großen deutschen Schriftstellers des 20. Jahrhunderts.
Heinrich-Böll-Stiftung,
Schumannstr. 8,
10117 Berlin-Mitte
Mit:
René Böll, Künstler
Jochen Schubert, Mitherausgeber der Kölner Ausgabe,
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Heinrich Böll hat über seine Arbeitsweise wie über den Prozess des Schreibens des öfteren und gerne Auskunft gegeben. Trotzdem ist vielen Lesern nicht bekannt, dass Böll zum Teil großflächige, farbige Skizzen seiner Romane entwarf, um sich über das Romangeschehen, die Figuren und ihre Beziehungen Klarheit zu verschaffen. Dabei entstanden ganz eigene Kunstwerke voll überraschender Details und Motive.
Zum 25. Todestag Heinrich Bölls erscheint nun ein großformatiger Bildband mit seinen Romanskizzen. Das Buch gewährt damit einen außergewöhnlichen Einblick in die Schreibwerkstatt eines großen deutschen Schriftstellers des 20. Jahrhunderts.
Das Weisse Rössl lebt
Premiere der Kult-Operette "Im Weissen Rössl" im Schwabinger Lustspielhaus
Seit gut 80 Jahren gibt es das Weisse Rössl als Singspiel in unterschiedlichen Bearbeitungen für Bühne und Bildschirm. Die Vorlage dafür stammt sogar schon aus dem Jahr 1896. Im "Weissen Rössl" am Wolfgangsee, ganz in der Nähe des Feriensitzes von Altbundeskanzler Helmut Kohl, herrscht leicht schläfrige Idylle - jedenfalls bis die Sommergäste aus aller Welt einfallen. Dazu gesellt sich Chaos in Liebesdingen: Vergeblich liebt der Zahlkellner Leopold seine Chefin, die "Rössl"-Wirtin Josepha Vogelhuber. Die Angebetete hat jedoch ein Auge auf den langjährigen Berliner Stammgast Dr. Siedler geworfen. Dieser wiederum hat nur Augen für Ottilie, Tochter des cholerischen Fabrikanten Wilhelm Gieseke. Der Herzensverwirrungen nicht genug, muss Dr. Siedler außerdem einen gerichtlichen Prozess gegen Gieseke führen, im Auftrag eines konkurrierenden Unternehmens, für das nun wiederum der schöne Sigismund in das Salzkammergut an den Wolfgangsee reist. Dort angekommen, erwachen in ihm Frühlingsgefühle für Klärchen, Tochter von Professor Hinzelmann. Der turbulente Liebesreigen beginnt, nimmt gehörig Fahrt auf und geht mit furiosem Schlußgalopp durchs Happy-End-Ziel, wo Kaiser Franz Josef seufzend alles auf den Punkt bringt: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut".
Mit der, extra für das Lustspielhaus arrangierten Fassung, bringen Stefan Dettl und Christian Lex eine bislang ungehörte und etwas andere Fassung der Operette von Ralph Benatzky auf die Bühne. In die unterschiedlichen Rollen im Weissen Rössl werden neben Christian Lex selbst auch Größen der bayerischen Kabarettszene wie Luise Kinseher und Thomas Wenke schlüpfen. Ein unvergesslicher Abend ist damit Programm!
Alle weiteren Termine und Kartenvorbestellungen unter lustspielhaus.de.
Seit gut 80 Jahren gibt es das Weisse Rössl als Singspiel in unterschiedlichen Bearbeitungen für Bühne und Bildschirm. Die Vorlage dafür stammt sogar schon aus dem Jahr 1896. Im "Weissen Rössl" am Wolfgangsee, ganz in der Nähe des Feriensitzes von Altbundeskanzler Helmut Kohl, herrscht leicht schläfrige Idylle - jedenfalls bis die Sommergäste aus aller Welt einfallen. Dazu gesellt sich Chaos in Liebesdingen: Vergeblich liebt der Zahlkellner Leopold seine Chefin, die "Rössl"-Wirtin Josepha Vogelhuber. Die Angebetete hat jedoch ein Auge auf den langjährigen Berliner Stammgast Dr. Siedler geworfen. Dieser wiederum hat nur Augen für Ottilie, Tochter des cholerischen Fabrikanten Wilhelm Gieseke. Der Herzensverwirrungen nicht genug, muss Dr. Siedler außerdem einen gerichtlichen Prozess gegen Gieseke führen, im Auftrag eines konkurrierenden Unternehmens, für das nun wiederum der schöne Sigismund in das Salzkammergut an den Wolfgangsee reist. Dort angekommen, erwachen in ihm Frühlingsgefühle für Klärchen, Tochter von Professor Hinzelmann. Der turbulente Liebesreigen beginnt, nimmt gehörig Fahrt auf und geht mit furiosem Schlußgalopp durchs Happy-End-Ziel, wo Kaiser Franz Josef seufzend alles auf den Punkt bringt: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut".
Mit der, extra für das Lustspielhaus arrangierten Fassung, bringen Stefan Dettl und Christian Lex eine bislang ungehörte und etwas andere Fassung der Operette von Ralph Benatzky auf die Bühne. In die unterschiedlichen Rollen im Weissen Rössl werden neben Christian Lex selbst auch Größen der bayerischen Kabarettszene wie Luise Kinseher und Thomas Wenke schlüpfen. Ein unvergesslicher Abend ist damit Programm!
Alle weiteren Termine und Kartenvorbestellungen unter lustspielhaus.de.
Geschrieben am 27.07.2010 um 10:24 von /e-politik.de/
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29. Juni | Klimaflüchtlinge – Wie viel Erwärmung verträgt unser Asylrecht?
Podiumsdiskussion
Datum: Dienstag, 29. Juni 2010, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
Eintritt frei
Es diskutieren:
Scott Leckie, Displacement Solutions, Australian
Bernd Mesovic, Rechtspolitischer Referent von ProAsyl
Ute Koczy, EZ-Expertin, Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen)
N.N., International Organisation for Migration (IOM)
Moderation:
Tilman Santarius, Referent für internationale Klima- und Energiepolitik
der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schneeweiße Sandstrände, üppige Palmen, türkisblaues Meer – die Eilande
von Tuvalu im Pazifik scheinen wie das Paradies auf der Ansichtskarte. Doch
nicht mehr lange. Wenn der Klimawandel fortschreitet, werden die neun Atolle
von den ansteigenden Fluten allmählich verschluckt. Die Regierung hat für die
11.000 Einwohner bereits in Neuseeland und Australien Asyl beantragt, und
jedes Jahr wandern immer mehr Menschen aus: eine Nation auf Umweltflucht.
Nicht nur Inselstaaten sind vom Klimawandel betroffen. Wenn Ernten
vertrocknen, Stürme die Behausungen zerstören, Sturzfluten das Hab und Gut
wegschwemmen, wird Menschen sprichwörtlich der Boden unter den Füßen
entzogen. Weit davon entfernt, nur ein Umwelt- oder Energiethema zu sein,
ist der Klimawandel bereits die unsichtbare Hand hinter Flucht und Migration
geworden. Muss da nicht von „Klimaflüchtlingen“ gesprochen werden?
Doch „Klimaflüchtling“ ist derzeit weder ein anerkannter Begriff, noch leitet
sich aus klimabedingter Migration bei den Vereinten Nationen, in der EU oder
anderswo bislang ein Rechtsanspruch für die Betroffenen ab. Sollte Klimaflucht
nicht vor allem in den Ländern, die am meisten zum Klimawandel beitragen,
ein Asylgrund werden? Wie kann den Menschen direkt geholfen werden? Was
können Deutschland und die EU tun? Und welche Rolle spielen Klimaschutz-,
Menschenrechts- und asylpolitische Organisationen, um die Lage von
„Klimaflüchtlingen“ konkret und juristisch zu verbessern?
Datum: Dienstag, 29. Juni 2010, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
Eintritt frei
Es diskutieren:
Scott Leckie, Displacement Solutions, Australian
Bernd Mesovic, Rechtspolitischer Referent von ProAsyl
Ute Koczy, EZ-Expertin, Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen)
N.N., International Organisation for Migration (IOM)
Moderation:
Tilman Santarius, Referent für internationale Klima- und Energiepolitik
der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schneeweiße Sandstrände, üppige Palmen, türkisblaues Meer – die Eilande
von Tuvalu im Pazifik scheinen wie das Paradies auf der Ansichtskarte. Doch
nicht mehr lange. Wenn der Klimawandel fortschreitet, werden die neun Atolle
von den ansteigenden Fluten allmählich verschluckt. Die Regierung hat für die
11.000 Einwohner bereits in Neuseeland und Australien Asyl beantragt, und
jedes Jahr wandern immer mehr Menschen aus: eine Nation auf Umweltflucht.
Nicht nur Inselstaaten sind vom Klimawandel betroffen. Wenn Ernten
vertrocknen, Stürme die Behausungen zerstören, Sturzfluten das Hab und Gut
wegschwemmen, wird Menschen sprichwörtlich der Boden unter den Füßen
entzogen. Weit davon entfernt, nur ein Umwelt- oder Energiethema zu sein,
ist der Klimawandel bereits die unsichtbare Hand hinter Flucht und Migration
geworden. Muss da nicht von „Klimaflüchtlingen“ gesprochen werden?
Doch „Klimaflüchtling“ ist derzeit weder ein anerkannter Begriff, noch leitet
sich aus klimabedingter Migration bei den Vereinten Nationen, in der EU oder
anderswo bislang ein Rechtsanspruch für die Betroffenen ab. Sollte Klimaflucht
nicht vor allem in den Ländern, die am meisten zum Klimawandel beitragen,
ein Asylgrund werden? Wie kann den Menschen direkt geholfen werden? Was
können Deutschland und die EU tun? Und welche Rolle spielen Klimaschutz-,
Menschenrechts- und asylpolitische Organisationen, um die Lage von
„Klimaflüchtlingen“ konkret und juristisch zu verbessern?
Geschrieben am 11.06.2010 um 13:30 von /e-politik.de/
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Niederlande: Davon kann Guido nur träumen
In den Niederlanden ist die erste europäische Regierung über die Euro-Krise gestürzt. Laut der ersten Ergebnisse haben die Wähler die Christdemokraten von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende abgestraft. Große Wahlgewinner sind die Rechtsliberalen mit ihrem Spitzenkandidaten Mark Rutte (Bild). In den letzten Monaten hatte es zunächst so ausgesehen, als ob die Sozialdemokraten mit dem ehemaligen Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen an der Spitze die Wahl für sich entscheiden würden. Seit der Eurokurs in den Keller gerutscht ist und Milliarden für seine Rettung ausgegeben werden müssen, haben die Liberalen plötzlich an Boden gewonnen. Ihnen trauen die Niederländer offenbar am Ehesten zu, die Staatsfinanzen zu sanieren und die Wirtschaft auf Vordermann zu bringen. Wahlslogans wie „Unternehmer sind der Sauerstoff unserer Wirtschaft“ kommen offenbar an.
Die liberalen Kollegen aus Deutschland und ihr Spitzenmann Guido Westerwelle im Besonderem dürften neidisch auf das Nachbarland hinter den Deichen schauen. Nach einer Umfrage der Tageszeitung „Volkskrant“ trauen die Niederländer dem liberalen Spitzenkandidaten Mark Rutte am ehesten zu, ein guter Ministerpräsident zu sein. 49 Prozent haben in Rutte das großes Vertrauen, Cohen (38 Prozent) und Balkenende (32 Prozent) sind weit abgeschlagen. Ruttes Partei ist jedoch nur die Größte unter vielen Kleinen: Die Liberalen kommen nach jetzigem Stand auf rund 20 Prozent. Die politische Tradition will es, dass die größte Partei den Ministerpräsidenten stellt. Um zu regieren werden sich die Liberalen aber wohl drei Partner unter den neun weiteren Parteien suchen müssen, die in das Parlament von Den Haag eingezogen sind.
Die „Vereinigung für Freiheit und Demokratie“, so der volle Name der liberalen Partei VVD, hat schon oft mitregiert, war aber nie die Größte. In den Niederlanden gibt es zwei liberale Parteien, die VVD ist eher im rechten Spektrum einzuordnen. Sie wird vor allem von der städtischen Mittel- und Oberschicht gewählt. Als in den Niederlanden Anfang des vergangenen Jahrzehnts Fragen der Einwanderung und Integration vermehrt diskutiert wurden, nahm sie eher rechtspopulistische Parolen auf. Kein Wunder also, dass viele der neuen liberalen Wähler aus dem ehemaligen Wilders-Lager kommen dürften. Der derzeit prominenteste niederländische Rechtspopulist Geert Wilders war gerade von den ausländischen Medien schon vor einiger Zeit als neuer Ministerpräsident gesehen worden. Inzwischen liegt seine Partei nur noch auf dem dritten Rang.
Die liberalen Kollegen aus Deutschland und ihr Spitzenmann Guido Westerwelle im Besonderem dürften neidisch auf das Nachbarland hinter den Deichen schauen. Nach einer Umfrage der Tageszeitung „Volkskrant“ trauen die Niederländer dem liberalen Spitzenkandidaten Mark Rutte am ehesten zu, ein guter Ministerpräsident zu sein. 49 Prozent haben in Rutte das großes Vertrauen, Cohen (38 Prozent) und Balkenende (32 Prozent) sind weit abgeschlagen. Ruttes Partei ist jedoch nur die Größte unter vielen Kleinen: Die Liberalen kommen nach jetzigem Stand auf rund 20 Prozent. Die politische Tradition will es, dass die größte Partei den Ministerpräsidenten stellt. Um zu regieren werden sich die Liberalen aber wohl drei Partner unter den neun weiteren Parteien suchen müssen, die in das Parlament von Den Haag eingezogen sind.
Die „Vereinigung für Freiheit und Demokratie“, so der volle Name der liberalen Partei VVD, hat schon oft mitregiert, war aber nie die Größte. In den Niederlanden gibt es zwei liberale Parteien, die VVD ist eher im rechten Spektrum einzuordnen. Sie wird vor allem von der städtischen Mittel- und Oberschicht gewählt. Als in den Niederlanden Anfang des vergangenen Jahrzehnts Fragen der Einwanderung und Integration vermehrt diskutiert wurden, nahm sie eher rechtspopulistische Parolen auf. Kein Wunder also, dass viele der neuen liberalen Wähler aus dem ehemaligen Wilders-Lager kommen dürften. Der derzeit prominenteste niederländische Rechtspopulist Geert Wilders war gerade von den ausländischen Medien schon vor einiger Zeit als neuer Ministerpräsident gesehen worden. Inzwischen liegt seine Partei nur noch auf dem dritten Rang.
Deutsch-polnische Konferenz an der Universität Potsdam
Am 17. und 18. Juni 2010 findet an der Universität Potsdam eine Deutsch-polnische Konferenz zum Thema „Europa als Inspiration und Herausforderung aus sozialwissenschaftlicher Sicht“ statt.
Veranstaltet wird sie von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam (UP), der Fakultät für Politische Wissenschaften und Journalismus an der Adam Mickiewicz- Universität Poznań (AMU), dem Westinstitut Poznań (IZ), der Hochschule für Humanistische Wissenschaften und Journalismus Poznań (WSNHiD) sowie der deutsch-polnischen Zeitschrift WeltTrends (WT). Schirmherr ist der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg Herr Ralf Christoffers.
Den Konferenzablauf findet ihr hier.
Veranstaltet wird sie von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam (UP), der Fakultät für Politische Wissenschaften und Journalismus an der Adam Mickiewicz- Universität Poznań (AMU), dem Westinstitut Poznań (IZ), der Hochschule für Humanistische Wissenschaften und Journalismus Poznań (WSNHiD) sowie der deutsch-polnischen Zeitschrift WeltTrends (WT). Schirmherr ist der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg Herr Ralf Christoffers.
Den Konferenzablauf findet ihr hier.
Geschrieben am 09.06.2010 um 13:16 von /e-politik.de/
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Wer zieht ins Schloss Bellvue? Auf diese Stimmen kommt es an
Das Bundesinnenministerium hat den Stimmenschlüssel für die Bundesversammlung am 30. Juni erstellt:
Baden-Württemberg 79 Mitglieder
Bayern 95 Mitglieder
Berlin 25 Mitglieder
Brandenburg 20 Mitglieder
Bremen 5 Mitglieder
Hamburg 13 Mitglieder
Hessen 45 Mitglieder
Mecklenburg-Vorpommern 13 Mitglieder
Niedersachsen 62 Mitglieder
Nordrhein-Westfalen1 133 Mitglieder
Rheinland-Pfalz 31 Mitglieder
Saarland 8 Mitglieder
Sachsen 34 Mitglieder
Sachsen-Anhalt 19 Mitglieder
Schleswig-Holstein 22 Mitglieder
Thüringen 18 Mitglieder
Die Landtage wählen die auf das jeweilige Land entfallenden Mitglieder der Bundesversammlung nach dem Verhältniswahlrecht. Aufgrund der Zusammensetzung des Deutschen Bundestages sowie der Landesparlamente nach dem Stand der jeweils letzten Wahl ergibt sich, sofern in Nordrhein-Westfalen die Wahl nach Konstituierung des neuen Landtages am 9. Juni 2010 erfolgt, voraussichtlich folgende Zusammensetzung der 14. Bundesversammlung nach Parteien:
CDU und CSU1 497 - 499 Mitglieder
SPD 333 - 334 Mitglieder
FDP 147 Mitglieder
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 127 Mitglieder
DIE LINKE 124 - 125 Mitglieder
Sonstige 14 Mitglieder
Summe 1244 Mitglieder
Losentscheid in zwei Landtagen erforderlich (§ 4 Abs. 3 BPWahlG)
Baden-Württemberg 79 Mitglieder
Bayern 95 Mitglieder
Berlin 25 Mitglieder
Brandenburg 20 Mitglieder
Bremen 5 Mitglieder
Hamburg 13 Mitglieder
Hessen 45 Mitglieder
Mecklenburg-Vorpommern 13 Mitglieder
Niedersachsen 62 Mitglieder
Nordrhein-Westfalen1 133 Mitglieder
Rheinland-Pfalz 31 Mitglieder
Saarland 8 Mitglieder
Sachsen 34 Mitglieder
Sachsen-Anhalt 19 Mitglieder
Schleswig-Holstein 22 Mitglieder
Thüringen 18 Mitglieder
Die Landtage wählen die auf das jeweilige Land entfallenden Mitglieder der Bundesversammlung nach dem Verhältniswahlrecht. Aufgrund der Zusammensetzung des Deutschen Bundestages sowie der Landesparlamente nach dem Stand der jeweils letzten Wahl ergibt sich, sofern in Nordrhein-Westfalen die Wahl nach Konstituierung des neuen Landtages am 9. Juni 2010 erfolgt, voraussichtlich folgende Zusammensetzung der 14. Bundesversammlung nach Parteien:
CDU und CSU1 497 - 499 Mitglieder
SPD 333 - 334 Mitglieder
FDP 147 Mitglieder
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 127 Mitglieder
DIE LINKE 124 - 125 Mitglieder
Sonstige 14 Mitglieder
Summe 1244 Mitglieder
Losentscheid in zwei Landtagen erforderlich (§ 4 Abs. 3 BPWahlG)
Geschrieben am 03.06.2010 um 10:15 von /e-politik.de/
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Google: Datenkrake und Wardriver?

Ein typisches Google Street View Auto für die Aufnahmen (und mehr). Foto:Uri Sharf
Muss sich Google fragen lassen: Wie konnte sowas (dämliches) passieren? Und das gleich in doppelter Hinsicht: Wie kann ein Unternehmen, dass scheinbar einzig und allein das Thema Datenschutz aufhalten kann, auf die Idee kommen, erstens Daten von offenen Funknetzwerken faktisch auszuspähen und zweitens dann lapidar in der Tagesschau auftreten und von einem "Fehler" sprechen? Und auch wenn Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) in netzpolitischer Hinsicht bisher nicht immer adequat auf das Thema Datenschutz reagierte, ist ihr Unmut gegenueber dem Internetgiganten in diesem Fall vollkommen nachvollziehbar und richtig. Dieser hatte in einem Gespräch mit der Politikerin von einigen Wochen nochmals bekräftigt nur die SSID und MAC-Adresse der Funknetzwerke gesammelt zu haben. Google muss sich somit den Vorwurf der Lüge, mindestens aber der Unwissenheit gefallen lassen. Das Unernehmen scheint nicht immer darüber im Klaren zu sein, was seine Mitarbeiter tun und wie mit Daten (dem höchstem Gut) im eigenen Unternehmen umgegangen wird. Darüber hinaus wird zu klären sein, wie Google mit den Informationen umgegangen ist und welche Motivation hinter der Sammelwut der Street View Autos stand. Im offiziellen Blog von Google schiebt man das in diesem Fall auf die fälschliche Verwendung von Programmcode:
In 2006 an engineer working on an experimental WiFi project wrote a piece of code that sampled all categories of publicly broadcast WiFi data. A year later, when our mobile team started a project to collect basic WiFi network data like SSID information and MAC addresses using Google’s Street View cars, they included that code in their software—although the project leaders did not want, and had no intention of using, payload data.
Google hat sich damit für viele Datenschützer erstmal zum wahrscheinlich größten kommerziellen Wardriver gemacht. Auch wenn die rechtliche Situation bzgl. Wardriving in Deutschland nicht eindeutig geklärt ist, wäre eine strafrechtliche Verfolgung dennoch sehr interessant. Wenn man die Nutzung von offenen, privaten WLANs durch Google als unerlaubtes Abhören einer Funkanlage wertet, wäre das allerdings nach § 89 Telekommunikationsgesetz (TKG) klar verboten.
Dabei hatte man doch kürzlich erst begonnen einiges richtig zu machen und an dem Datenschutz-Thema zu arbeiten: Die Einführung des Google Dashboards zum Beispiel. Das in München entwickelte Produkt ermöglicht es jedem Nutzer, seine bei Google (unfreiwillig und ohne vorherige Ankündigung) gesammelten Daten zu entfernen. Das Team in München sollte sich dabei als eine Art Team für Datenschutz entwickeln. Darüber hinaus will man mit Collaboratory einen Multi-Stakeholder Dialog zum Thema Internet und Gesellschaft wagen. Doch dann dieser Gau.
Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dieses "Fehlverhalten" auf Google insgesamt und Google Street View im Detail hat. Bleibt zu hoffen, dass Google in Zukunft weiter den Dialog sucht, offen aggiert und kommuniziert. Auch dieser Vorfall hat gezeigt, dass der Internetgigant nicht mehr um den ständigen Dialog herum kommt - aber auch noch nicht viel Erfahrung in dem Bereich mitbringt. In Bezug auf Google Street View zog man erstmal die Notbremse:
In addition, given the concerns raised, we have decided that it’s best to stop our Street View cars collecting WiFi network data entirely.
Eine einfache aber keine eloquente Lösung.
16. Mai | Sonntagsgespräch: "Klimakriege"
Aus den Völkermorden des 20. Jahrhunderts ist bekannt, wie schnell Menschen soziale Fragen mit radikalen und tödlichen Lösungen beantworten. Harald Welzer, Gast im nächsten Sonntagsgespräch zeigt, worum im 21. Jahrhundert erbittert gekämpft werden wird. Im Gespräch mit Prof. Ulrich Brieler steht der Sozialwissenschaftler Rede und Antwort zu seinem Buch "Klimakriege" und der engen Verbindung von ökologischen Krisenszenarien und bewaffneten Konflikten.Zeit: 16.05.2010, 12:00 Uhr
Ort: Geschwister-Scholl-Haus
Ritterstraße 8-10
04109 Leipzig
Unter dem Titel "Klimakriege" wird der Begriff des Klimawandels nicht mehr nur als Naturtatsache verarbeitet, sondern als diese als Eingriff in politische Konstellationen beobachtet und bewertet. "Wir haben es mit einem globalen Szenario von Eroberungs- und Verteilungskämpfen in einer Welt endlicher Ressourcen zu tun. Der "Klimakrieg" ist der konzentrierteste Ausdruck dieser globalen Lage", erklärt der Sozialpsychologe Harald Welzer. In seinem gleichnamigen Buch untersucht er die "Verdichtung von ökologischer Bedrohung und sozialer Katastrophe" und beschreibt zunächst die Entstehung dieser Entwicklung, beginnend beim Kampf um die Ölreserven in den Golfkriegen und den Auseinandersetzungen im Kongo um dortige Bodenschätze.
Im Sonntagsgespräch fragt Ulrich Brieler den Sozialwissenschaftler nach den Ergebnissen der Auseinandersetzung mit den klimatischen und damit politischen Veränderungen der Gesellschaft. Zentrales Gesprächsthema soll aber auch die Frage nach der deutlichen Differenz zwischen unbestreitbaren Tatsachen in Sachen Klimawandel sowie der Unfähigkeit, diese zu akzeptieren, liegt. Offenbar verfällt Welzer in seiner Sicht auf die Dinge dabei nicht in die mitunter erwartete "Endzeitstimmung", sondern sieht vor allem Chancen und Einflussmöglichkeiten in der aktuellen Situation: "Hier liegt eine wichtige Verpflichtung des Sozialwissenschaftlers. Gerade wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken!"
Welche Möglichkeiten Harald Welzer in der aktuellen Situation sieht? Im Sonntagsgespräch wird er sie vorstellen.
Foto: S. Fischer Verlag
Geschrieben am 12.05.2010 um 22:45 von /e-politik.de/
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Das Projekt /e-politik/WissensWerte startet!
Unter dem Motto „Bildung muss nicht langweilig sein“ startet der Verein /e-politik.de/ e.V. sein Projekt „WissensWerte- Animationsclips zur politischen Bildung“. Jeder Clip der Reihe greift ein politisches Thema auf, erläutert die Zusammenhänge und liefert ein solides Basiswissen. Der erste Clip beschäftigt sich mit dem Thema Vereinte Nationen und ist auf unserer Startseite und auf der Projektseite zu finden. Weitere Clips zu den Themen Islamismus, Welthandelssystem, Globalisierung, Klimawandel usw. sind geplant.
Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren. Die Umsetzung der Clips ist auf dem neuesten Stand der Technik und unterscheidet sich durch eine moderne Ästhetik, die sich an Musikvideos und Videospielen orientiert, von traditionellen Formaten der politischen Bildung. Inhaltlich steht die Vermittlung von komplexen Zusammenhängen in einfacher, verständlicher und vor allem spannender Form im Mittelpunkt.
/e-politik.de/ verfolgt mit diesem Projekt einen äußerst innovativen Ansatz. Bisher existiert im Bereich der politischen Bildung kein Projekt das derart konsequent auf eine moderne, webbasierte, audiovisuelle Darbietung von Informationen setzt.
Die Clips sind als Creative Commons lizenziert und stehen damit jedem zur Nutzung und Weiterverwendung, etwa auf eigenen Websites oder Blogs, frei zur Verfügung.
Gefördert wird das Projekt bislang von den Gesellschaftern (Aktion Mensch), dem FairTrade e.V., der Doris Wupperman Stiftung und der Aktion Selbstbesteuerung.
Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren. Die Umsetzung der Clips ist auf dem neuesten Stand der Technik und unterscheidet sich durch eine moderne Ästhetik, die sich an Musikvideos und Videospielen orientiert, von traditionellen Formaten der politischen Bildung. Inhaltlich steht die Vermittlung von komplexen Zusammenhängen in einfacher, verständlicher und vor allem spannender Form im Mittelpunkt.
/e-politik.de/ verfolgt mit diesem Projekt einen äußerst innovativen Ansatz. Bisher existiert im Bereich der politischen Bildung kein Projekt das derart konsequent auf eine moderne, webbasierte, audiovisuelle Darbietung von Informationen setzt.
Die Clips sind als Creative Commons lizenziert und stehen damit jedem zur Nutzung und Weiterverwendung, etwa auf eigenen Websites oder Blogs, frei zur Verfügung.
Gefördert wird das Projekt bislang von den Gesellschaftern (Aktion Mensch), dem FairTrade e.V., der Doris Wupperman Stiftung und der Aktion Selbstbesteuerung.
20. Mai: "Was heißt Progressive Politik heute?"
Das Progressive Zentrum und die Heinrich-Böll-Stiftung laden Sie ganz herzlich ein zum Podiumsgespräch
„Was heißt Progressive Politik heute?“
Datum: Do, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Mit
Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Hubertus Heil, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Dr. Ernst Hillebrand, Leiter des Pariser Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
Moderation: Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Die Idee einer zeitgenössischen linken Reformpolitik stand in den neun¬ziger Jahren unter der Bezeichnung „Dritter Weg“ hoch im Kurs. Dabei ging es, zunächst vor allem in den USA (Clintons Reform-Agenda) und in Großbritannien (New Labour), um mehr als nur pragmatische Anpassung an eine veränderte ökonomische, gesellschaftliche und internationale Umwelt. Auch der „Agenda 2010“ der rot-grünen Koalition lag diese Gedankenwelt zugrunde.
Viele Linke halten den ganzen Ansatz der „Third Way Politics“ inzwischen für eine Verirrung, der für die Krise der Sozialdemokratie und das Schei¬tern von Rot-Grün verantwortlich sei. Aber welche Konsequenz soll aus dem Niedergang des Konzepts gezogen werden? Wir stehen vor einem Paradox: Einerseits ist der Begriff „Reform“ in Misskredit geraten. Andererseits wächst die Einsicht, dass ein bloßes „Weiter so“ angesichts globaler ökonomischer, sozialer und ökologischer Verwerfungen tiefer in die Krise führt. Deshalb ist es notwendig, kritisch darüber nachzudenken, was Progressive Politik heute bedeutet.
Das Progressive Zentrum ist ein parteiunabhängiger Think Tank, der ideenpolitisch an einer fortschrittlichen und im ursprünglichen Sinne sozialliberalen Politik orientiert ist.
Für die Veranstaltung melden Sie sich bitte unter mail@progressives-zentrum.org an.
„Was heißt Progressive Politik heute?“
Datum: Do, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Mit
Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Hubertus Heil, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Dr. Ernst Hillebrand, Leiter des Pariser Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
Moderation: Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Die Idee einer zeitgenössischen linken Reformpolitik stand in den neun¬ziger Jahren unter der Bezeichnung „Dritter Weg“ hoch im Kurs. Dabei ging es, zunächst vor allem in den USA (Clintons Reform-Agenda) und in Großbritannien (New Labour), um mehr als nur pragmatische Anpassung an eine veränderte ökonomische, gesellschaftliche und internationale Umwelt. Auch der „Agenda 2010“ der rot-grünen Koalition lag diese Gedankenwelt zugrunde.
Viele Linke halten den ganzen Ansatz der „Third Way Politics“ inzwischen für eine Verirrung, der für die Krise der Sozialdemokratie und das Schei¬tern von Rot-Grün verantwortlich sei. Aber welche Konsequenz soll aus dem Niedergang des Konzepts gezogen werden? Wir stehen vor einem Paradox: Einerseits ist der Begriff „Reform“ in Misskredit geraten. Andererseits wächst die Einsicht, dass ein bloßes „Weiter so“ angesichts globaler ökonomischer, sozialer und ökologischer Verwerfungen tiefer in die Krise führt. Deshalb ist es notwendig, kritisch darüber nachzudenken, was Progressive Politik heute bedeutet.
Das Progressive Zentrum ist ein parteiunabhängiger Think Tank, der ideenpolitisch an einer fortschrittlichen und im ursprünglichen Sinne sozialliberalen Politik orientiert ist.
Für die Veranstaltung melden Sie sich bitte unter mail@progressives-zentrum.org an.
Geschrieben am 07.05.2010 um 10:40 von Konrad Kögler
in Veranstaltungen -
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19. Mai | Nina Hagen singt und liest aus ihrer Autobiografie
Über Nina Hagen existieren 1000 Gerüchte: „Punkröhre“, der „frivole Vamp“, „der Bürgerschreck“. Wer Nina Hagen wirklich ist, weiß nur sie selbst. Nun legt sie ihre „Bekenntnisse“ vor; und sie schreibt, wie sie singt: ohne Netz und doppelten Boden, aufregend, provokant, rückhaltlos authentisch. Nina Hagen redet ungeschminkt von sich und ihrem rasanten Leben auf der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn. Doch sie hat mehr zu erzählen als die übliche Mixtur aus Sex, Drugs & Rock ´n´ Roll. Nina erzählt davon, wie sie mitten in einem atheistischen Umfeld bereits sehr früh auf ein verbotenes, aber faszinierendes Wesen namens Gott stieß. Sie nimmt den Leser mit auf ein wildes Roadmovie, das in Ostberlin begann und an vielen Orten rund den Globus spielte und noch immer spielt: Hamburg, wohin sie ihrem Ziehvater Wolf Biermann folgte, London, wo sie in die Punkszene eintauchte, Amsterdam, wo sie in einem besetzten Haus lebte und Indien, wo sie in einem Ashram dämonische Erfahrungen machte.
Mittwoch, 19.05.2010, 20 Uhr
Eintritt: 24,- Euro
Astra Kulturhaus
Revaler Straße 99
10245 Berlin
Foto: Pattloch Verlag
Geschrieben am 06.05.2010 um 09:23 von /e-politik.de/
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12. Mai | Buchvorstellung in Berlin
Der Historiker Ludolf Herbst nimmt eine der letzten Legenden der Zeitgeschichte auseinander: War Hitler der ›charismatische Führer‹, der mit seiner Strahlkraft die Menschen verführt und buchstäblich um den Verstand gebracht hatte? Mit seinem Essay meldet der Autor energische Zweifel an und zeigt, dass diese noch heute verbreitete Ansicht durch historische Quellen nicht gedeckt ist.Die gern ins Feld geführte Charisma-These, die mit einer der wichtigen Kategorien aus der Herrschaftssoziologie Max Webers verbunden zu werden pflegt, will die manipulativen Möglichkeiten moderner Propaganda nicht zur Kenntnis nehmen, die die NSDAP seit 1930 wie keine andere Partei beherrscht hat. Der Autor zeigt, wie Adolf Hitler zunächst im rechtsradikalen Milieu zum Messias stilisiert und schließlich zum Mittelpunkt öffentlicher Verehrung gemacht wurde. - Und: Es wird deutlich, warum nach der Niederlage des NS-Staates die Berufung auf Hitlers Charisma zu einer ebenso beliebten wie erfolgreichen Ausrede für die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen werden konnte.
Das Buch von den Historikern Hans Mommsen und Klaus-Dietmar Henke vorgestellt
Mittwoch, 12. Mai 2010, 20 Uhr
Topographie des Terrors, Auditorium,
Niederkirchnerstr. 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei
Foto: S. Fischer Verlag
Geschrieben am 29.04.2010 um 17:20 von /e-politik.de/
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Internet & Gesellschaft Collaboratory: Google will reden

Das Logo von Collaboratory als googletypische Beta-Version, hier bewusst gewählt
Jetzt hat Google Deutschland auf die Kritik an der Offenheit sowie dem fehlenden Dialog reagiert und vor einigen Wochen eine Art Multistakeholder Think-Tank gestartet in dem Themen rund um Netzpolitik offen diskutiert werden sollen. Das Collaboratory ist im ersten Ansatz ein Expertenkreis, der Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen zusammenbringt. Die Gruppe wurde von Google's Policy Team ins Leben gerufen und soll sich intensiv mit alle Beteiligten mit den Fragen rund um das Internet und die Bedeutung für die moderne Gesellschaft beschäftigen. Selbst gestecktes Ziel ist es, "gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet zu arbeiten."
Die erste Initiative ist eine Umfrage zu "Internet, Gesellschaft und Innovationskultur". In Zusammenarbeit mit einem interessanten Line-Up an Experten wurde diese Umfrage erstellt. Diese soll ausgewertet und die Ergebnisse am ersten "Collaboratory"-Abend Mitte Mai mit Politikern und staatlichen Experten thematisiert werden.
Es bleibt abzuwarten, welche Ziele Google mit dem Dialog genau verfolgt und ob man dem Anspruch "Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet zu (er)arbeiten" gerecht werden kann. Wir sollten aber dringend mit Google darüber reden!
Mehr im Google Blog einen Post zum Thema.
Geschrieben am 28.04.2010 um 10:20 von /e-politik.de/
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Wo bekommt man am wenigsten Spam?
Kunden des E-Mail-Dienstes Yahoo bekommen die wenigsten unerwünschten Werbemails. Nur knapp dahinter platziert sich Microsofts Service Hotmail. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in seiner jüngsten Studie. Das Institut untersuchte, wie stark man als Kunde der beliebtesten deutschen kostenfreien E-Mail-Dienste von unerwünschter Werbung betroffen ist. Google landete auf Platz drei, und die schlechtesten Bewertungen erhielten die Angebote von WEB.de und GMX.
95 Prozent aller E-Mails sind Spam. Die Anbieter von E-Mail-Diensten versuchen, diesen elektronischen Werbemüll automatisch auszusortieren. "Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat", sagt Studienleiter Dr. Markus Schneider vom Fraunhofer SIT. Dazu legten Testpersonen E-Mail-Accounts bei den kostenlosen Anbietern an und prüften anschließend, wie viel Werbung in den elektronischen Postfächern landete. Während Yahoo-Nutzer im Testzeitraum insgesamt nur 8 und bei Hotmail lediglich 13 Spam-Nachrichten erhielten, landeten bei GMX 116. Dazu zählen auch die Werbemails der Dienste-Anbieter selbst. "Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchte als von anderen", sagt Schneider. Aber selbst wenn man diesen internen Spam vernachlässigt, erreichten die Test-Konten bei GMX noch 36 Mails, bei Web.de 21, bei Hotmail und Yahoo nur 10 bzw. 8 Mails.
Bei der Untersuchung wurde darauf geachtet, dass für alle betrachteten Dienstanbieter die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Auch für die registrierten E-Mail-Adressen gab es genaue Regeln, wobei ein Teil der E-Mail-Adressen absichtlich im Internet publik gemacht wurde, damit sie von den Spam-Versendern gefunden werden konnten.
In der Studie sind auch Empfehlungen enthalten, um nach Möglichkeit nicht zu sehr in das Visier von Spammern zu geraten. Sie steht zum Download bereit
Quelle: idw
95 Prozent aller E-Mails sind Spam. Die Anbieter von E-Mail-Diensten versuchen, diesen elektronischen Werbemüll automatisch auszusortieren. "Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat", sagt Studienleiter Dr. Markus Schneider vom Fraunhofer SIT. Dazu legten Testpersonen E-Mail-Accounts bei den kostenlosen Anbietern an und prüften anschließend, wie viel Werbung in den elektronischen Postfächern landete. Während Yahoo-Nutzer im Testzeitraum insgesamt nur 8 und bei Hotmail lediglich 13 Spam-Nachrichten erhielten, landeten bei GMX 116. Dazu zählen auch die Werbemails der Dienste-Anbieter selbst. "Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchte als von anderen", sagt Schneider. Aber selbst wenn man diesen internen Spam vernachlässigt, erreichten die Test-Konten bei GMX noch 36 Mails, bei Web.de 21, bei Hotmail und Yahoo nur 10 bzw. 8 Mails.
Bei der Untersuchung wurde darauf geachtet, dass für alle betrachteten Dienstanbieter die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Auch für die registrierten E-Mail-Adressen gab es genaue Regeln, wobei ein Teil der E-Mail-Adressen absichtlich im Internet publik gemacht wurde, damit sie von den Spam-Versendern gefunden werden konnten.
In der Studie sind auch Empfehlungen enthalten, um nach Möglichkeit nicht zu sehr in das Visier von Spammern zu geraten. Sie steht zum Download bereit
Quelle: idw
Geschrieben am 14.04.2010 um 09:24 von /e-politik.de/
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